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  3. Test Sony VAIO VPC-EC2A4E/BI - Entertainment pur?

Erster Eindruck vom Sony VAIO VPC-EC2A4E/BI

Das schwarz gehaltene Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI wirkt äußerst hochwertig. Die Oberfläche ist eine Mischung aus glänzend und matt, wirkt also etwas eleganter als matte Notebooks, sammelt gleichzeitig aber keine Fingerabdrücke. Ohne Display-Sicherung lässt sich das Gehäuse leicht aufklappen und gewährt einen Blick auf das breite Display sowie dieTastatur. Die FullHD und Blue-ray-Logos an der Seite des Notebooks hinterlassen einen bleibenden Eindruck; die futuristisch-grüne LED-Statusleuchte, die seitlich am Notebook beim Hochfahren aufleuchtet, erinnert beinahe an einen Science-Fiction-Film. Die Lautsprecher wurden äußerst auffällig auf ganzer Notebook-Breite direkt unterhalb des Displays angebracht. Doch dazu später.

Technische Daten und Ausstattung

Für die meisten Berechnungen zeigt sich ein Dual-Core Prozessor vom Typ Intel Core i5-520M zuständig. Seine zwei Kerne takten mit jeweils 2,40 GHz. Für die Grafikausgabe sorgt eine flotte ATI Mobility Radeon HD5650, die über einen dedizierten Speicher von einem Gigabyte verfügt. Weiterhin ist das System mit immerhin 4096 MB Arbeitsspeicher DDR3-RAM ausgestattet, um genügend Ressourcen auch für den zeitgleichen Betrieb vieler Anwendungen zu liefern. Ein echter Pluspunkt für Film-Freunde: Das integrierte Blu-ray-Laufwerk liest nicht nur entsprechende Film-Datenträger, sondern kann auch welche beschreiben. Das 17 Zoll große Display bietet eine Auflösung in FullHD und damit massig Übersicht. Nicht zu verachten ist auch die Festplatte. Mit 1000 GB bietet sie genügend Speicherplatz für Filme, Bilder und Musik.

Anschlüsse

Das Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI bietet eine Anschlussvielfalt, die alles von USB über eSATA bis hin zu HDMI abdeckt. Drahtlos-Fans freuen sich über Bluetooth, der WLAN-Adapter ist ja schließlich Standard. Ein ExpressCard/34 Slot ermöglicht die Erweiterung des Notebooks mit Steckkarten und der 3in1 CardReader kopiert die letzten Urlaubsfotos innerhalb von Sekunden auf die interne Festplatte. Natürlich gibt es auch eine Webcam für Skype-Konferenzen.

Software und Zubehör

Leider hält Sony die Softwareausstattung beim Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI eher überschaubar. Neben der obligatorischen Sicherheitssoftware aus dem Hause McAfee und einer Backup Software von Norton gibt es noch eine Hand voll Vaio-Tools, die in ihrer Nützlichkeit eher mittelmäßig sind. Eine Webcam-Verwaltungssoftware von ArcSoft ermöglicht diverse Einstellungen sowie Offline-Video-Aufnahmen oder Fotos – falls die Digicam gerade verlegt wurde.

Des Weiteren besitzt der Benutzer die Möglichkeit, durch Bewegung des Mauszeigers an den oberen Rand eine Leiste mit häufig benutzten Programmen aufzurufen. Natürlich lässt sich die Leiste beliebig bearbeiten und bietet somit schnellen Zugriff auf die beliebteste Software – Ohne den Desktop voll zu packen.

Display

Einer der Höhepunkte des Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI sollte natürlich das Display sein. FullHD-Auflösung ist gerade bei einem 17 Zoll Panel keinesfalls üblich. Die glänzende Beschichtung sorgt für noch sattere Farben und Kontraste und der Betrachtungswinkel ist zumindest zu den Seiten hin beinahe uneingeschränkt. Doch das Display leistet sich auch Schwächen: Naturgemäß führt die Display-Beschichtung zu Reflexionen bei direkter Belichtung. Im sonnigen Park kann es also passieren, dass der Bildschirminhalt kaum erkennbar ist. Die Reaktionszeit ist zwar okay, könnte bei einem Notebook, das sich durchaus auch zum Spielen eignet, aber ein wenig schneller sein. Am meisten hat jedoch die Ausleuchtung geärgert. Die Display-Helligkeit erreicht selten einen Wert von über 200 cd/m². Zusätzlich schwankt die Helligkeit über die verschiedenen Display-Regionen teilweise um über 20 Prozent.

Eingabegeräte

Die Tastatur konnte voll überzeugen. Der Druckpunkt ist perfekt gewählt, zusätzlich sorgt die Rahmung und der dadurch entstehende Abstand zwischen den einzelnen Tasten für eine Reduzierung der Schreibfehler. Das Tastenfeld lässt sich nicht eindrücken und somit sind alle Voraussetzungen erfüllt, um schnelles und fehlerfreies Schreiben zu ermöglichen.

Das Touchpad kann mit dieser Qualität leider nicht ganz mithalten: Die Oberfläche könnte noch ein ganzes Stück glatter sein. Zudem beherrscht das Pad kein multitouch. Immerhin haben die Touchpad-Knöpfe einen guten Druckpunkt.

Temperatur

Über Temperaturprobleme kann man bei der Hardware nicht klagen. Die Festplatte beispielsweise ist im Praxisbetrieb 36°C warm. Das ist auch notwendig, um eine lange Lebensdauer der einzelnen Komponenten zu garantieren.

Betriebsgeräusche

Wer möchte schon, dass während eines packenden Dialogs selbiger vom Lüfter des Notebooks übertont wird? Immerhin bleibt das Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI zumindest im Leerlauf auf einem akzeptablen Lautstärke-Niveau: 36 db wurden gemessen. Etwas lauter und auch durchaus hörbar wird es im Praxisbetrieb, also während der Wiedergabe eines Filmes. Hier konnten schon 39 db gemessen werden. Sollten Sie sich jedoch einmal dazu entscheiden, ein modernes Spiel auf dem Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI zu spielen, sollten Sie lieber zu Kopfhörern greifen: Die 50 db-Grenze wird auch bei Gamer-Notebooks nur selten geknackt. Das Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI wird gar 53 db laut. Und auch dieser Wert kann noch übertroffen werden: Bei direktem Datenzugriff auf das Blu-ray-Laufwerk schallt es mit 56 db aus dem Notebook. Da ist es nur wenig tröstlich, dass sich das Laufwerk bei der Filmwiedergabe mit der Zeit wieder beruhigt und konstant 43 db laut ist – immerhin ist das schon mehr, als der CPU-Lüfter im Praxisbetrieb erzeugt.

Leistung

Das Durchqueren des Benchmark-Parcours zeigte beim Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI ein recht deutliches Bild: Hier ist die CPU der Grafikkarte recht deutlich überlegen, und das ist bei Multimedia-Notebooks nicht unbedingt schlecht. Der mit HyperThreading ausgestattete Zweikerner erreicht beim CPU Queen Test von Everest eine Punktzahl von gut 17.000 – exzellent. In der 64 Bit Version des CineBench Multi Benchmarks renderte die CPU das Bild so schnell, dass eine Punktzahl von 8205 zustande kam. Auch bei der Videokonvertierung konnte das Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI voll überzeugen. Die Umwandlung eines 20 Minuten langen Videos vom XviD in das verbreitete WMV-Format dauerte ca. 5 Minuten. Die Umwandlung erfolgte also bei 400% Wiedergabegeschwindigkeit – ein toller Wert.

Auch der Arbeitsspeicher erhält gute Bewertungen. Die Lesegeschwindigkeit beträgt laut Everest 7565 MB/s, die Schreibgeschwindigkeit ist sogar noch ein wenig höher und liegt bei 7599 MB/s. Die Latenz ist mit etwas über 100 ns recht typisch für Notebooks.

Dass die Grafikkarte nicht zu Wundern fähig ist, sollte man vor dem Kauf wissen. Eine Punktzahl von 6154 beim noch immer hochanspruchsvollen 3DMark 2006 sowie 2732 Punkte beim neueren und noch schöner aussehenden 3DMark Vantage lassen ahnen, dass die HD5650 für viele aktuelle Spiele zwar noch gewappnet ist, gerade aber bei zukünftigen, hochanspruchsvollen Spielen Probleme bekommen könnte. Es wird oftmals nötig sein, bei anspruchsvollen Spielen auf die FullHD Auflösung des Displays zu verzichten, um eine ausreichende Leistung zu erhalten. Aber zumindest bei mittleren Detailstufen sollten auch Grafikkracher wie Modern Warfare 2 kein Problem sein.

Akku und Energieverbrauch

Wenn man sich die Laufzeiten des Akkus unter verschiedenen Bedingungen anschaut, könnte man zu dem Schluss gelangen, die Notebook-Batterie erfüllt beim Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI eher einen dekorativen Zweck. Bei der Filmwiedergabe ist bereits nach 63 Minuten Schluss. Selbst ein kurzer Spielfilm dauert länger. Unter Volllast, beispielsweise beim Spielen, hält das Notebook gar nuretwas mehr als eine halbe Stunde. Schwacher Trost: Ohne Auslastung reicht die Laufzeit immerhin 2 Stunden und 44 Minuten.

Praxis

Falls Sie mal keine Filme schauen oder Spiele spielen, mag es beruhigend zu wissen sein, dass die Arbeitsgeschwindigkeit des Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI vortrefflich ist. Auch für exzessives Multitasking liefern sowohl CPU als auch RAM genügend Ressourcen. Durch die hohe Auflösung lassen sich mehrere Dokumente problemlos nebeneinander setzen und sind beide noch ablesbar, in Webseiten muss seltener gescrollt werden und der Desktop bietet für etliche Verknüpfungen Platz.

Auffallend ist die geringe Anzahl an Zusatztasten. Fast alles wird über die FN-Tasten gesteuert. Warum auch nicht: Schließlich sind Nutzer bereits seit Jahren daran gewöhnt. In wenigen Sekunden lassen sich somit also beispielsweise die Helligkeit und die Lautstärkedes Notebooks einstellen. Auch der WLAN-Adapter kann damit an- und abgeschaltet werden.

Sie ahnen es vielleicht: Trotz toller Leistung und somit flüssigem HD-Video ist der Bildschirm für wahrhaftigen Kinogenuss etwas zu klein. Die beste Möglichkeit besteht wahrscheinlich in dem Anschluss eines Fernsehers oder großen PC-Monitors über einen HDMI-Anschluss – der bietet nämlich auch eine tolle Signalqualität. Auch ein externes Lautsprecherset ist dem Filmgenuss zuträglich. Die internen Lautsprecher des Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI sind weder sonderlich laut, noch sonderlich gut, konstruktionsbedingt auch aufgrund des fehlenden Subwoofers.

Zusammenfassung

Alles in Allem ist das Sony Vaio VPC-EC2A4E/BI ein toll verarbeitetes, schnelles und schickes Multimedia-Notebook mit großen Leistungsreserven. Das Blu-ray-Laufwerk und die tolle Auflösung runden das Ausstattungspaket ab. Ein großes Manko ist die Lautstärke: Hier sollte unbedingt am Lüfterkonzept gearbeitet werden. Auch die ungleichmäßige Displaybeleuchtung ist eines Multimedia-Notebooks nicht würdig. Falls Sie mit diesen Schwächen leben können, lohnt sich der Kauf in jedem Fall.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,3 (Sehr gut)
  2. Ausstattung1,3 (Sehr gut)
  3. Display2,1 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,8 (Gut)
  5. Temperatur2,3 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,3 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,9 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,5 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,4 (Sehr gut)
  11. Praxis1,9 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066154 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage2732 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage6163 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7565 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7599 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz101.1 nsMin. 27.6 ns
Everest CPU Queen17026 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3809 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8205 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5188 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3063 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6914 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5204 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung318 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 38 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal2 Std. 44 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 3 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

52 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,052 kWh x 24,00 Cent = 27,33 EUR