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Bilder zum Test: Sony VAIO SV-T1312V1ES - Auf der Ziellinie gestolpert

Pünktlich zum Start des neuen Betriebssystems Windows 8 aus dem Hause Microsoft meldet sich Sony mit einer Neuauflage seines T13-Ultrabooks zurück. Der Hersteller setzt auf ein flaches Gehäuse mit einem Mix aus Kunststoff, Magnesium und gebürstetem Aluminium. Die Oberseite ziert ein großes verchromtes Vaio-Logo und eine Kunststoffleiste an der Unterseite des Deckels fungiert als Eyecatcher. Durch den Einsatz von abgeschrägten und geraden Seitenteile entsteht ein markantes Erscheinungsbild. Der mit Aluminium überzogene Displaydeckel ist dünn, aber dadurch leidet die Verarbeitungsqualität. Schon mit wenig Kraftaufwand lässt er sich mühelos mit einem Finger bis auf die Tastatur runterdrücken. Die Unterseite zeigt sich schlicht und aufgeräumt. Pluspunkte sammelt Sony hier bei dem austauschbaren Akku. Da der verbaute Lithium-Ionen Akku ein Verbrauchsgegenstand ist, liegt die Garantiezeit für diese Komponenten bei 6 Monaten. Man kann ihn mit wenigen Handgriffen selbst austauschen. Dazu müssen lediglich drei Schrauben gelöst werden. Am besten funktioniert dies mit einer 1 Cent Münze. Drei weitere Schrauben geben den Weg frei auf einen freien Speicherslot für den Arbeitsspeicher und einen 2,5 Zoll Schacht um nachträglich eine weitere Festplatte einzubauen. Die Stabilität der Basiseinheit im Bereich der Handballenauflage und der Tastatur ist vorbildlich. Durch die Verwendung von Aluminium und einem hohen Magnesiumanteil wird eine sehr gute Verarbeitungsstabilität erreicht. Die Scharniere des Displaydeckels lassen den allerdings Bildschirm lange nachwippen wenn er mit den Fingern bedient wird und mindern damit das Windows 8 Touch Erlebnis.

Öffnet man den Deckel, wird der Blick frei auf eine unbeleuchtete Chiclet-Tastatur und ein großzügig dimensioniertes Touchpad. Die Handballenauflage bietet genügend Fläche und gibt auch unter Druck kaum nach. Die Tastatur der Vaio T13-Serie besitzt einen kurzen Hub mit klar definiertem Druckpunkt. Auch längere Schreibeinsätze sind damit problemlos zu meistern. Mittig unter dem Tastaturfeld wartet ein großes Touchpad auf seinen Einsatz. Die Oberfläche ist matt und setzt sich durch ein dunkles Grau von der hellen Farbgebung der Handballenablage ab. Es unterstützt die bekannten Mehrfinger-Gesten und reagiert schnell und direkt auf Eingaben.

Durch die geringe Bauhöhe und schmalen Abmessungen ist das Anschlussportfolio bei der Gattung Ultrabook immer begrenzt. Erfreulicherweise ist das Sony T13 gut ausgestattet und man verzichtet auf den Einsatz von verkleinerten Micro- oder Mini-Anschlüssen. Die linke Gehäuseseite wird im hinteren Bereich von der Kühllösung in Anspruch genommen. Davor sitzen zwei USB-Anschlüsse von denen einer mit dem aktuellen USB 3.0 Standard umgehen kann. Rechts wartet eine 3,5 Millimeter Audio-Buchse auf den Anschluss von Kopfhörern. Direkt daneben sitzen ein SD- sowie MemoryStick-Leser, ein HDMI- sowie ein VGA-Ausgang und ein Gigabit-Ethernet (LAN). Kabellos kommuniziert das Ultrabook mit Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11n.

Sony hat das neue Windows 8 Betriebssystem weitestgehend unangetastet gelassen. Neben Skype und Ebay ist eine Testversion von Microsoft Office Home and Business 2010 und McAffee Internet Security vorinstalliert. Das VAIO Care Programm für den Support und die Systempflege sowie das Control Center für die Einstellungen am Notebook können mit ihrer Benutzerfreundlichkeit überzeugen.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.66 kg
B x H x T:32.3 cm x 1.9 cm x 22.6 cmFarbe:Silber Metallic

Auf dem Prüfstand

Sony setzt wie beim Vorgänger Sony VAIO T1311W1E/S auf den neuen Intel Core i5-3317U Zweikern-Prozessor der aktuellen Intel Ivy Bridge Generation. Es handelt sich dabei um einen stromsparenden Prozessor der oft bei Subnotebooks und Ultrabooks zum Einsatz kommt und eine hohe Anwendungsleistung bietet. In Verbindung mit 4 GB Arbeitsspeicher ist auch das Bearbeiten von HD-Videos und hochauflösenden Bildern kein Problem. Die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 ist dabei stark genug für ältere Computerspiele, wobei das Hauptaufgabengebiet auf den Bereich der Büroanwendungen und dem Konsumieren von Multimedia-Inhalten liegt.

Durch die Verwendung einer 128 GB großen SSD ergibt sich eine hohe Anwendungsleistung. Knapp 10 Sekunden nach Systemstart kann man direkt loslegen und Programme starten deutlich flotter als bei einer langsamen HDD-Festplatte. Mit Schreib- und Leseraten von 434,3 MB/s beziehungsweise 181,9 MB/s liegt die Geschwindigkeit auf einem ordentlichen Niveau.

Größter Kritikpunkt am neuen Ultrabook von Sony ist in unseren Augen das glänzende 13,3-Zoll Display mit Touchscreen und einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Gerade die Displays sind aktuell neben dem Design eine der wichtigsten Kaufkriterien. Acer hat es mit seinem Aspire S7 im 11.6- und 13,3 Zoll Format vorgemacht wie es richtig geht. Acer verwendet hochauflösende und helle Bildschirme mit IPS-Technologie die eine hohe Blickwinkelstabilität und einen tollen Kontrast bieten. Sony geht in die andere Richtung und setzt auf ein TN-Panel mit einer sehr niedrigen Helligkeit von durchschnittlichen 152 Candela pro Quadratmeter. In Verbindung mit den starken Spiegelungen der Displayoberfläche ist das Modell trotz seiner schmalen Abmessungen und dem geringen Gewicht von rund 1,6 Kilogramm nicht für den Außeneinsatz geeignet. Bereits bei leichten Abweichungen vom optimalen Blickwinkel treten erste Farbinvertierungen und Helligkeitsverluste auf. Immerhin erkennt der Touchscreen parallel 10 Finger und lässt sich tadellos bedienen. Sony sollte sich überlegen, ob nicht am falschen Ende gespart wurde.

Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind Ultrabook-typisch ohne Bass und Tiefen. Die Gesamtlautstärke reicht für kleinere Räume aus aber in hohen Frequenzen treten Verzerrungen auf. Wir raten zur Verwendung von externen Lautsprechersystemen.

Im Leerlauf (Idle) bei abgedunkeltem Display und deaktivierter Internetverbindung hält das Ultrabook gute 11 Stunden und 8 Minuten abseits der Steckdose durch. Es gönnt sich dabei rund 12,1 Watt. Bei einem Mix aus Office-Arbeiten und Filmen sowie Musik ermitteln wir eine praktische Akkulaufzeit von sehr guten 6,5 Stunden. Sofern keine Arbeit anfällt und man vornehmlich im Windows Betrieb unterwegs ist, schaltet sich der Lüfter der Kühllösung vollständig ab. Sobald Filme oder Games abgespielt werden, dreht der Lüfter auf, pendelt sich bei 36,9 Dezibel (A) ein und ist damit deutlich hörbar.

Zusammenfassung

Sony macht beim Vaio SV-T1312V1ES vieles richtig und spendiert dem Ultrabook ein hochwertiges Gehäuse mit hoher Verarbeitungsqualität und Stabilität. Das Angebot an Anschlüssen ist gut und es müssen keine Adapter gekauft werden. Auch bei den Eingabegeräten gibt es kaum etwas auszusetzen. Die Tastatur bietet einen klar definierten Druckpunkt und die Bedienung über das Touchpad erfolgt leichtgängig. Ein 5.300 mAh starker Akku sorgt für eine sehr gute Laufzeit von sechseinhalb Stunden. Der Prozessor sorgt in Verbindung mit der SSD-Festplatte für eine ordentliche Performance und ein flottes Arbeitstempo.

Das große Manko bei Sonys neustem Wurf liegt aber beim verbauten Display. Bereits der von uns getestete Vorgänger VAIO T1311W1ES patzte bei diesem Punkt. Mit einer unterirdischen Helligkeit und schlechten Kontrastverhältnissen von 129:1 disqualifiziert sich das Gerät für eine eindeutige Kaufempfehlung. Bei einem Preis von knapp 900 Euro wurde eines der schlechtesten TN-Panels verbaut, die wir bisher in unserem Testpacour begrüßen durften. Da die meisten Premium-Ultrabooks aber erst bei Preisen ab 1000 Euro beginnen, befindet sich Sony in einer günstigen Verkaufsposition. Noch sind die Alternativen bei Touch-Ultrabooks überschaubar und im Falle des Acer Aspire S7 muss wesentlich mehr Geld investiert werden.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display5,0 (Mangelhaft)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064205 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11560 Pkt.Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage2600 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74434 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01403 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)434.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)181.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read11377 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write12095 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz46.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read276.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9664 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4535 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9023 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4963 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3577 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7404 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5197 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung105 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 51 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal11 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

12 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,012 kWh x 24,00 Cent = 6,31 EUR

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