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Bilder zum Test: Sony VAIO SV-T1311W1ES - Holpriger Ultrabook-Start

Nachdem sich bereits viele namhafte Hersteller wie Samsung, HP und ASUS im Ultrabook-Segment etablieren konnten, zieht Sony nach und präsentiert sich mit drei Modellen im 11,6- und 13,3-Zoll Bereich. Die Aufmachung des uns vorliegenden VAIO T-Serien Flaggschiffs ähnelt der bereits verfügbaren Z-Serie stark. Ein schlankes und schlichtes Gehäuse in einem gräulich-metallischen Farbton setzt auf Understatement. Nur der Deckel aus Aluminium und eine glänzende Kunststoffleiste an der Rückseite – welche sich beim Öffnen unter das Notebook schiebt und mit Standfüßen versehen ist - können als Kontrast zum sonst matten und eher biederen Auftreten genannt werden. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Selbst bei starkem Druck auf die Handballenauflage oder den Deckel sind kaum Verwindungen wahrzunehmen. Die Aluminium-Verstärkung und einer hoher Magnesium-Anteil im Gehäuse machen sich also bezahlt. Das Gewicht liegt bei 1,5 Kilogramm, während die maximale Bauhöhe lediglich 17,8 Millimeter beträgt.

Im Bereich der Eingabegeräte setzt Sony auf eine unbeleuchtete Chiclet-Tastatur und ein gut dimensioniertes Multi-Touchpad. Der Hub des Keyboards ist für unseren Geschmack zu kurz und das Feedback nur ausreichend. Das Touchpad hingegen schneidet deutlich besser ab. Es unterstützt die bekannten Mehrfinger-Gesten und reagiert schnell auf alle Eingaben. Meckern wir auf hohem Niveau, hätte das Pad in der Vertikalen noch größer ausfallen können. Per Software lassen sich verschiedene Aktivitäten und Gesten für das Touchpad freischalten oder deaktivieren. Es bleibt zu erwähnen, dass es sich bei unserem Modell um ein Vorseriengerät handelt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sony in diesem Bereich noch nacharbeitet.

Auf verkleinerte Micro- oder Mini-Anschlüsse verzichtet Sony komplett. An der linken Gehäuseseite finden wir zwei USB-Ports, von denen einer mit dem aktuellen USB 3.0 Standard umgehen kann. Rechts platzieren sich ein Kopfhörer-Anschluss und der SD- sowie MemoryStick-Leser neben den vollwertigen HDMI- und VGA-Verbindungsmöglichkeiten. Letztere können dazu genutzt werden, um externe Bildschirme und Fernseher mit dem Ultrabook zu verbinden. Neben dem ebenfalls rechts positionierten Gigabit-Ethernet (LAN) kommuniziert unser Testmodell via WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0. Die Front und Rückseite bleiben von Schnittstellen befreit.

Softwareseitig wird ein Microsoft Windows 7 Home Premium Betriebssystem in der 64-Bit Version genutzt. Hinzu kommt die kostenlosen Versionen von Adobe Acrobat X Standard und Microsoft Office Starter 2010. Für die Mediensteuerung und Systemverwaltung des Sony VAIO T1311W1E/S Ultrabooks steht zudem verschiedene Eigensoftware des Hersteller zur Verfügung, die zur Sicherung, Personalisierung und zur Bilder- sowie Videoverwaltung beitragen. Eine 90-Tage Probezeit gibt es zudem vom Intel Anti-Theft-Service, der das Ultrabook verschlüsselt und bei Diebstahl beziehungsweise Verlust aus der Ferne sperren lässt.

Technische Daten

Display:13,3"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1.7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:1.5 kg
B x H x T:32.3 cm x 1.76 cm x 22.6 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Als einer der ersten Hersteller verwendet Sony den neuen Intel Core i5-3317U Zweikern-Prozessor (Dual Core) der Intel Ivy Bridge Generation. Mit einem maximalen Verbrauch von 17 Watt (TDP) verfügt dieser Prozessor aus der Kategorie Ultra Low Voltage über die gleichen Funktionen wie seine großen Brüder mit 35 Watt Verbrauch. Die Intel Turbo Boost 2.0 Technologie erhöht die Taktrate von 1,7 auf 2,4 GHz, während Hyper Threading Aufgaben auf bis zu vier physische und virtuelle Prozessorkerne aufteilt. Im Vergleich zum weit verbreiteten Vorgänger Intel Core i5-2467M liegt der Leistungsschub in vielen Anwendungen bei circa 30 Prozent. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher und die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 erledigen den Rest. Somit kann das Sony VAIO T1311W1ES Ultrabook auch zum Bearbeiten von HD-Videos und hochauflösenden Fotos genutzt werden. Casual Spieler werden zudem den ein oder anderen Titel mit der Prozessor-Grafik bewältigen können. Das Hauptaufgabengebiet bleibt aber fokussiert auf Büroanwendungen, das Surfen im Internet und Konsumieren von Medien.

Eine durchaus nennenswerte Beschleunigung des Ultrabook-Systems wird durch das 128 GB große Solid State Drive (SSD) gewährleistet. Mit Schreib- und Leseraten von 430 MB/s beziehungsweise 345 MB/s arbeitet der Flash-Speicher schneller als herkömmliche, mechanische Festplatten. Boot- und Ladezeiten von Betriebssystemen und Programmen werden somit deutlich verkürzt.

Das glänzende 13,3-Zoll Display konnte in unserem Test nicht überzeugen. Mit einer durchschnittlichen Ausleuchtung von 182 Candela pro Quadratmeter und einem Kontrast von 156:1 ist ein Einsatz im Freien fast unmöglich. Sogar das direkt beleuchtete notebookinfo.de Büro in Berlin hat ausgereicht, um den Bildschirminhalt fast unkenntlich zu machen. Auch bei der Auflösung von 1.366 x 768 Pixel steuert Sony nicht dem Trend entgegen. Die Konkurrenten Samsung und ASUS haben bereits Ultrabooks mit HD+ (1.600 x 900 Pixel) und FullHD Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) auf dem Markt. Zudem reichen bereits leichte Abweichungen vom optimalen Blickwinkel des Bildschirms und schon treten Farbinvertierungen und Helligkeitsverluste auf. Hier sollte schnellstmöglich nachgebessert werden.

Sony selbst macht keine Angaben zur Akkulaufzeit des VAIO T1311W1ES Ultrabooks. Im Leerlauf messen wir 9 Stunden und 29 Minuten. In der Praxis reduziert sich dieser Wert auf immer noch gute 5 Stunden und 50 Minuten. Am Netzteil angeschlossen liegt der durchschnittliche Stromverbrauch zwischen 15 und 25 Watt. Im Leerlauf werden sogar nur 7,5 Watt verbraucht. Die Temperaturen an der Ober- und Unterseite bleiben mit durchschnittlich 30 Grad Celsius in einem guten Rahmen. Die Lautstärke allerdings ist mit 36 bis 45 Dezibel (A) bei einem praktischen Szenario deutlich hörbar.

Zusammenfassung

Sony legt mit dem VAIO T1311W1ES einen eher holprigen Ultrabook-Start hin. Die vollwertigen Anschlüsse sprechen genauso für sich wie die kompakte Abmessung, das geringe Gewicht und die vergleichsweise lange Akkulaufzeit. Zudem finden wir Gefallen an den neuen, stromsparenden Prozessoren der Intel Ivy Bridge Generation. Teils angeschlagen überschatten die schlechten Eingabegeräte, die hohe Lautstärke und das minderwertige Display die sonst so guten Eigenschaften des 13,3-Zoll Ultrabooks. Hier kann auch die sehr schnelle SSD keinen Boden mehr gut machen. Für 100 bis 200 Euro mehr bietet die Konkurrenz deutlich attraktivere Geräte an.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063843 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11511 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2377 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73815 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage9260 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01285 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)430 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)340 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9801 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10510 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz37.0 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read301.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9658 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4219 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9177 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3682 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3543 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7401 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3775 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung105 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 8 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 29 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 50 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

18 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,018 kWh x 24,00 Cent = 9,46 EUR

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