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Bilder zum Test: Sony VAIO SV-T1111M1ES - Klein, flink, günstig

Das Sony Vaio T11 gibt es nur in der Farbvariante Silber, bei der Hardware lässt der Hersteller schon mehr Optionen. Unser Modell trägt einen Intel Core i3-2367M Stromsparprozessor aus der Sandy Bridge Prozessor-Generation. Alternativ können auch ein Intel Core i5 oder ein Intel Core i7 sowie bis zu 8 GB Arbeitsspeicher konfiguriert werden. Interessant ist für uns vor allem die Basiskonfiguration da der handliche 11,6-Zoller dann nur 666 Euro kostet. Dafür besitzt er ein schickes und stabiles Chassis aus leichtem Magnesium mit noch hochwertigeren Elementen aus Aluminium. Der Displaydeckel ist gebürstet und am unteren Ende mit einer verchromten Leiste versehen, die restlichen Oberflächen sind mattiert. Öffnet man das Ultrabook, so hebt der Displaydeckel die Basiseinheit dank gut ausbalancierter Scharniere erst wenn er es soll: Ab einem Aufklappwinkel von 80 Grad wird das Hinterteil der Basiseinheit zugunsten einer ergonomischen Schräglage erhöht. Trotzdem registrieren wir ein leichtes und damit unwesentliches Nachwippen. Der Deckel lässt sich erfreulich weit aufklappen so dass auch ein Betrieb auf dem Schoß mit optimalem Blickwinkel möglich ist. Der Displayrand ist etwas breit geraten, insgesamt erscheint der handliche Begleiter aber wohlproportioniert. Die Verarbeitung und die verwendeten Materialien sind sehr hochwertig. Die kantige Basiseinheit ist steif wie ein Brett und der angenehm dumpf zuklappende Displaydeckel gibt Verwindungsversuchen nur ganz wenig nach. Die Spaltmaße sind durchgängig gering und eine Gummileiste am Deckel sorgt für einen sauberen Abschluss zur Basis.

Die Eingabegeräte sind ordentlich aber nicht hervorragend. Der 11,6 Zoll Formfaktor erzwingt eine vergleichsweise kleine Chiclet-Tastatur. Die geringe Tastenhöhe und der einhergehend extrem kurze Hub erschweren das Schreiben zu Anfang. Der Druckpunkt ist erfreulicherweise recht deutlich. Nach einer Eingewöhnungsphase vermisst man das Feedback der Tasten etwas weniger und ein flotter Schreibstil stellt sich ein. Das mittig platzierte Multitouchpad ist sehr geräumig und bietet auf seiner mattierten Oberfläche gute Gleiteigenschaften. Die gesamte Fläche lässt sich zum Klicken nutzen, den längsten Hub und knackigsten Druckpunkt findet man jedoch im unteren Drittel wo die Mausersatztasten sitzen. Alle Multitouchgesten werden problemlos erkannt und umgesetzt. Die Synaptics Software ist etwas schwierig zu erreichen, wir legen uns praktischerweise das Vaio Control Center auf die Vaio Sondertaste und können die Gesten dort konfigurieren.

Hinsichtlich der Ausstattung bringt der Sony Vaio T1111M1ES Winzling alles Wesentliche mit. Am linken Gehäuserand sitzen ein USB 2.0 und ein USB 3.0 Port, rechts finden wir Gigabit-LAN, VGA- und HDMI- in vollwertiger Ausführung sowie einen Multikartenleser und die Kopfhörerbuchse. Die Webkamera löst mit 1,3 Megapixel auf und ein Mikrofon ist natürlich auch an Bord. Drahtlos kommuniziert das Ultrabook über WLAN-N und Bluetooth 4.0. Ein Dockingport, wie er bei der kostenintensiveren Z-Serie integriert wurde, fehlt. Dafür lässt sich aber der im Vergleich zum restlichen Gehäuse riesige Akku mit einer Münze unkompliziert abschrauben und austauschen. Zweit- oder Drittakkus (VGP-BSP30, 122 Euro) verlängern die sowieso schon beachtliche maximale Laufzeit von 8 Stunden und 43 Minuten ins unermessliche. Wir finden ein Microsoft Windows 7 Home Premium Betriebssystem vorinstalliert. Zusätzlich erweitert Sony alle Vaio Laptops um die Herstellereigene Softwarepalette welche keine Wünsche offen lässt. Das Vaio Control Center erlaubt die Konfiguration, Vaio Care die Wartung und Vaio Gate schnelle Programmstarts. In der Mediengallery kann man sogar per Wink mit der Hand durch die Bilder zappen.

Technische Daten

Display:11,6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i3 2367M / 1,4 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte500 GB Hybrid -+ 32 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.42 kg
B x H x T:29.7 cm x 1.78 cm x 21.45 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Unsere Basiskonfiguration trägt wie eingangs erwähnt noch einen Intel Core i3-2367M Prozessor aus der Sandy Bridge Generation, seit diesem Jahr liefert Intel aber auch die aktuelle, dritte Core – Prozessorgeneration namens Ivy Bridge aus. Der Core i3-2367M ist ein Stromsparprozessor (ULV) und taktet mit 1,4 GHz, für die Grafikausgabe wurde die Intel HD Graphics 3000 integriert. Dieses Gespann bewältigt Büroanwendungen, Internet, Email und auch die Wiedergabe von HD-Material. Dank 4 GB Arbeitsspeicher und einem 30 GB SSD Cache zusätzlich zur herkömmlichen 500 GB Festplatte erzielt das System eine recht flotte Arbeitsgeschwindigkeit und Anwendungsleistung. Der Core i3 Prozessor hat keinen Turbotakt, wer hier und da ein Video konvertiert oder gern mehrere rechenintensive Prozesse parallel laufen hat, sollte ein Upgrade auf den Intel Core i5-3317U für 50 Euro in Erwägung ziehen. Dieser hat mit 1,7 GHz nicht nur einen höheren Basistakt, unter hoher Last kann er mittels TurboBoost bis zu 2,6 GHz Takt erreichen. Auch die integrierte Intel HD Graphics 4000 bringt gegenüber ihrer Vorgängerin eine ordentliche Mehrleistung von mindestens 60 Prozent - insgesamt wird die Arbeitsgeschwindigkeit fast verdoppelt und mit den 50 Euro mehr verlässt das Sony Vaio T1111M1ES nicht sein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das spiegelnde 11,6 Zoll Display löst mit 1.366x768 Pixel auf und leuchtet durchschnittlich mit knapp 200 Candela pro Quadratmeter. In hellen Umgebungen ist mit Reflexionen zu rechnen, ganz auf den mobilen Einsatz im Freien muss aber nicht verzichtet werden. Das maximale Kontrastverhältnis fällt mit 158:1 sehr mager aus, subjektiv empfinden wir die Farben aber als frisch und knackig. In der Horizontalen bleiben die Farben sehr lange stabil, die vertikale Blickwinkelstabilität ist wie bei den meisten Notebooks gering. Die Schwächen des Displays fallen vielleicht nicht weiter auf, das Soundsystem hingegen ist katastrophal. Die Lautsprecher liefern ausschließlich hohe Frequenzen und vernachlässigen Bässe und Mitten. So manches Smartphone liefert bei geringeren Abmessungen ein kräftigeres und runderes Klangbild. Wer das Gerät trotzdem aufgrund seiner Vorteile kauft und gelegentlich ein Youtube Video schaut sollte immer ein paar Kopfhörer dabei haben. Das muss so deutlich gesagt werden, weil die schlechte Tonqualität bei jedweder Wiedergabe sofort ins „Ohr“ sticht.

Ein weiterer Mangel ist der laute Lüfter des Ultrabooks welcher fast immer dreht. Im Leerlauf sind 32 Dezibel (A) durchaus leise und angenehm, bei rechenintensiven Aufgaben dreht die Kühllösung auf bis zu 41 Dezibel (A) auf – unter Volllast ist das Ultrabook mit 48 Dezibel (A) so laut wie manche 17-Zoll Gamer. Die Kühllösung bewältigt die Abwärme und erzielt eine durchschnittliche Oberflächentemperatur von 32,7 Grad Celsius. Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen, die sparsame Hardware zieht im Leerlauf 12 Watt, beim Surfen 29 Watt und unter Last bis zu 38 Watt. Damit kommen wir auf die erwähnte gute maximale Laufzeit von 8 Stunden und 43 Minuten. Unter praxisferner maximaler Belastung ermitteln wir 1 Stunde und 38 Minuten. Im Alltag kann mit etwas mehr als 6 Stunden gerechnet werden.

Zusammenfassung

Das Sony Vaio T1111M1ES ist als 11,6 Zoll Ultrabook sehr portabel und ausdauernd. Die Anwendungsleistung und Batterielaufzeit sind befriedigend. Wenn der kratzige Sound keine Rolle spielt und das Notebook nur für Büroarbeiten und Emails eingesetzt wird, ist es das Mittel der Wahl. Vor allem der gute Sony Support und die umfangreiche Softwareausstattung sowie die vollwertigen Anschlüsse sprechen für das Gerät. Die etwas flottere Kombination aus Intel Core i5 und 128 GB SSD kostet rund 780 Euro. Performancehungrige Anwender sollten dann aber zum Konkurrenten ASUS Zenbook Prime UX21 für 20 Euro mehr greifen. Diese Alternative bietet eine bessere Multimediatauglichkeit dank hellerem Display und besserem Sound.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher5,0 (Mangelhaft)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063074 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1217 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72337 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage3627 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0719.2 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)97.8 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)63.4 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read8865 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7918 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz68.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read82.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9647 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2256 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)4924 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1755 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1810 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4060 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1775 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung186 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 38 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 43 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 11 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

29 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,029 kWh x 24,00 Cent = 15,24 EUR

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