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Bilder zum Test: Sony VAIO SV-S13A3Z9ES - Optimale Leistung, fehlende Perfektion

Beschreibung

Ein wenig Ehrfurcht gebietend präsentiert sich das Sony Vaio S13A3Z9ES auch ohne Wissen um das stolze Preisschild. Im handlichen 13-Zoll Chassis stecken ein vollwertiger Intel Core i7-3540M Zweikernprozessor, eine Nvidia Geforce GT 640M LE Grafikkarte und ein SSD Raid 0 Verbund verhelfen dem 1,6 Kilo Winzling zu aberwitziger Geschwindigkeit angesichts des Formfaktors. Als Schmankerl spendiert Sony einen matten HD+ Bildschirm, eine Hintergrundbeleuchtung für die Chiclet-Tastatur, ein Dock für Zusatzakkus, einen Slot-in Blu ray Brenner und ein Chassis aus Magnesium und Kohlefaser. Mehr High End geht nicht, so unser erster Eindruck.

Die Verarbeitung entspricht unseren Vorstellungen. Das roséfarbene Vaio Logo glänzt auf einem Displaydeckel aus Magnesium. Das hat den Vorteil, sehr dünn und leicht zu sein. Wir können den Deckel zwar verwinden, zu Bruch geht er jedoch nicht so schnell. Die Basis zeigt sich ein wenig robuster aber auch hier sagt uns die im Laufwerk schnarrende DVD, dass wir das Chassis verformen. Nicht immer muss diese Flexibilität ein Nachteil sein, so werden Stöße und Stürze beispielsweise verteilt abgefedert und die inneren Komponenten geschützt. Die Quälität der MacBook Pro Reihe von Apple können wir dem Vaio S13A3Z9ES allerdings nicht bescheinigen.

Die Eingabegeräte sind sehr gut aber nicht hervorragend. Uns gefällt das flächige Multitouchpad im 2:1 Breitformat. Die milchige Oberfläche bietet gute Gleiteigenschaften und erlaubt Klicks auf der gesamten Fläche. Gerade das touchoptimierte Windows 8 Betriebssystem lässt sich sehr gut bedienen. Die Chiclet-Tastatur selber bietet einen langen Hub und ausreichend Druckpunkt, ein Nachfedern im Tastaturbett verwäscht letzteren allerdings noch ein wenig gerade im mittleren Bereich. Richtig störend wird das erst bei härterem Anschlag, der Betrieb der Tasten ist dafür sehr geräuscharm.

Anschlusstechnisch weiß der 13-Zoller Sony Vaio S13A3Z9ES voll und ganz zu überzeugen. Nicht nur hat er einen Slot in Blu ray Brenner an der rechten Gehäuseseite, der Gigabit-LAN Anschluss, drei USB Ports (2x USB 3.0), HDMI, VGA, SD- sowie Sony Kartenleser werden durch einen Docking Port und einen SIM-Kartenslot für LTE und UMTS an Gehäuseunterseite ergänzt. Auch bei den restlichen Funkmodulen gibt der Vaio sich mit WLAN a/g/n und Bluetooth 4.0 keine Blöße. Der Docking Port an der Unterseite empfängt auch einen flachen Zusatzakku. Als Sicherheitsfeature wird ein TPM Modul geboten, auch ein Fingerabdruckscanner ist auf Wunsch konfigurierbar.

Sony erweitert das Microsoft Windows 8 Pro Betriebssystem um ein praktisches Vaio Gate. Dort ist das Control Center zu finden, welches gerade Windows 8 Neulingen den Einstieg mit einer kompakten Übersicht für alle wesentlichen Systemfunktionen erleichtert.

Display:13.3"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i7 3540M / 3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 640M LE (Kepler)
Festplatte256 GB SSDRAM:12 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 Pro (64 Bit)
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.61 kg
B x H x T:33.1 cm x 2.39 cm x 22.46 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Wir haben uns die Topausstattung des Sony Vaio S13A3Z9ES ins Haus geordert. Im 13-Zoll Formfaktor gibt es kein vergleichbar leistungsfähiges Notebook. Der Intel Core i7-3540M Zweikernprozessor zählt mit einer Verlustleistung von 35 Watt zu den vollwertigen Prozessoren und ist der derzeit schnellste mobile Dualcore. Mit 3 GHz Basis- und bis zu 3,7 GHz Turbotakt frisst er sich begierig durch unsere Benchmarks. Dank 12 GB Arbeitsspeicher sind auch anspruchsvolle Aufgaben wie Bildbearbeitung und Videoschnitt auf dem Notebook möglich. Für 3D-Anwendungen hat Sony eine separate Nvidia Geforce GT 640M LE Grafikkarte verbaut. Ist der Hardwareschalter für die Leistung von „Stamina“ auf „Speed“ gestellt, so kann die Mittelklassegrafik auch moderne Spiele in mittlerer Detailstufe flüssig darstellen. Dieses im 13-Zoll Bereich unschlagbare Gespann topt Sony mit einem RAID 0 Verbund zweier Solid State Drives (SSD). Das RAID System verdoppelt die sowieso schon hohe Geschwindigkeit nahezu auf 1015 MB/s Lese- und 664 MB/s Schreibrate.

Ein wenig enttäuscht waren wir vom Display des Sony Vaio S13A3Z9ES. Mit der HD+ Auflösung von 1.600 x 900 Pixel und einer matten Beschichtung macht es nur nominell einen sehr guten Eindruck. Für ein Subnotebook dieser Preisklasse hätten wir mehr Helligkeit erwartet. Die durchschnittliche Leuchtdichte liegt bei 229 Candela pro Quadratmeter, moderne Ultrabooks und Subnotebooks bieten da bedeutend mehr schon in weit geringeren Preisklassen. Zudem lassen Blickwinkelstabilität und das maximale Kontrastverhältnis zu wünschen übrig. Schon bei geringer Abweichung ergeben sich Farbveränderungen, der Schwarzwert liegt mit 1,45 bei 244 Candela sehr hoch. Auch die Antireflexionsbeschichtung von Sony müssen wir bemängeln. Oft wirken feine Schriftarten oder hohe Kontraste zwischen zwei abgegrenzten Flächen körnig und verwaschen, insbesondere wenn man den Kopf leicht bewegt. Auch den Sound hat Sony vernachlässigt, der Klang entspricht dem von Mittelklasse Smartphones. Blu rays lassen sich über das Slot in Laufwerk zwar abspielen, Multimediagenuss sieht jedoch anders aus und hört sich auch anders an.

Nur Durchschnitt ist der 50Wh Akku. Wir erzielen bei minimalen Verbrauch von 14 Watt im Leerlauf 7 Stunden und 52 Minuten Laufzeit. Der flache Zusatzakku soll die Laufzeit verdoppeln, so gehen wir von maximal 14 Stunden und 54 Minuten mit Dock aus. In der Praxis bei Surfen über WLAN, Büroanwendungen und gelegentlichen 3D-Programmen dürfen knapp 5 Stunden erwartet werden. Der Betrieb im Leerlauf ist mit 32 Dezibel (A) angenehm leise, bis zur vollen Auslastung von bis zu 74 Watt steigern die Lüfter ihre Lautstärkeabgabe stufenlos auf bis zu 50 Dezibel (A). Mit 30 Grad Celsius liegt auch die Durchschnittstemperatur auf einem akzeptablen Niveau.

Zusammenfassung

Das Sony Vaio S13A3Z9ES hinterlässt in der Topausstattung einen mehr als gespaltenen Eindruck. Das Chassis besteht aus hochwertigen Materialien und ist schick und leicht.Die Hardware bewegt sich an der Grenze der Machbarkeit für den 13-Zoll Formfaktor, lässt sich diese Geschwindigkeit aber auch sehr teuer bezahlen. Sämtliche Komponenten wurden auf Multimedia-Anwendungen getrimmt. Umso mehr verwundert, dass ein 13-Zoller für 2.400 Euro kein leuchtstarkes FullHD Display mitbringt. Die Lautsprecher sollten am besten aus bleiben. Wer die ultimative Leistung im 13-Zoll Bereich braucht, kommt um den Sony Vaio S13A3Z9ES nicht drum herum. Die meisten Nutzersollten ihre Leistungsanforderungen angesichts der Preisklasse jedoch sehr genau abstecken und sich den Kauf überlegen. Mit Abstrichen bei der Geschwindigkeit von Prozessor und SSD sowie Verzicht auf das Laufwerk lässt sich die Hälfte des Budgets sparen. Das Samsung Serie 7 Ultra 730U3E S05 beispielsweise bietet eine ähnliche Grafikleistung und einen matten FullHD Bildschirm mit deutlich höherer Helligkeit.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 1,0 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark11 1319 Pkt. Max. 12363 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1830.2 Pkt. Max. 19706 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 5040 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 8091 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 4424 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 3646 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 6805 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 4521 Pkt. Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 2 Std. 3 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 7 Std. 52 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 4 Std. 58 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

41 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,041 kWh x 24,00 Cent = 21,55 EUR

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