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Bilder zum Test: Sony VAIO SV-E1511X1EB - Neues Design, alte Mängel

Bei der Gestaltung geht Sony neue Wege und verpasst dem Sony VAIO E1511X1EB ein sogenanntes „Wrap Design“. Dies soll einem gefalteten Handtuch nachempfunden sein und lässt das Gerät im Profil flach erscheinen. Der Hersteller nutzt bei der Verarbeitung hauptsächlich matt-schwarzen Kunststoff. Nur der Displayrahmen, die Anschlussseiten und der Bereich oberhalb der Tastatur, in dem die Stereo-Boxen eingelassen sind, glänzen im Fingerabdruck speicherndem Klavierlack-Finish. In Sachen Verarbeitung ordnet sich das 15,5 Zoll Multimedia-Notebook im Mittelfeld ein. Der Deckel ist vergleichsweise verwindungssteif und lässt sich kaum eindrücken. Die Scharniere sollten jedoch besser angezogen werden. Bei unruhigen Autofahrten oder Flügen wippt der Bildschirm stark nach. Die Handballenauflage und Tastatur lassen sich vor allem im rechten Bereich stark eindellen. Hier sitzt auch das optische Laufwerk, was diese Verwindungen zulässt.

Die verbaute Isolation-Tastatur (Chiclet) bietet einen separaten Nummernblock und kam bereits bei älteren Modellen zum Einsatz. Sie bietet einen harten Druckpunkt und einen mittellangen Hub. Durch einen verstärkten Unterboden wippen die Tasten kaum nach. Lediglich im rechten Bereich des Gehäuses kommt es, wie bereits erwähnt, durch das Blu-ray Laufwerk zum Nachfedern. Als sehr praktisch hat sich die integrierte Hintergrundbeleuchtung erwiesen. Arbeiten in dunklen Umgebungen und bei Nacht sind damit problemlos möglich. Das Multitouchpad wurde von Sony neu überarbeitet. Ähnlich wie bei Notebooks von Apple oder ASUS wurden die Maustasten direkt in die sensitive Fläche integriert. Die fein perforierte Oberfläche lässt trockene Finger gut gleiten und ermöglicht eine problemlose Steuerung. Schwitzige Finger sollten jedoch Abstand nehmen oder mit mehrfachem Nachfassen arbeiten.

Gemessen an den Anforderungen an ein Multimedia-Notebook bietet das Sony VAIO E1511X1EB keine Extras. An insgesamt vier USB-Ports, von denen nur einer den neuen 3.0-Standard bereithält, findet zwar jede Menge Peripherie Platz, doch ist die Verteilung sehr schlecht gewählt. Drei der Anschlüsse sind direkt nebeneinander und im vorderen Bereich der rechten Anschlussseite platziert. Bei größeren USB- oder UMTS-Sticks wird es schnell eng und bei einer kabelgebundenen Maus entsteht ein Kabelwirrwarr. Filme lassen sich dank eines Blu-ray Laufwerks direkt am Gerät betrachten oder über eine VGA- und HDMI-Schnittstelle auf einen Fernseher übertragen. Sollten die verbauten Stereo-Boxen nicht ausreichen, lassen sich an zwei 3,5 Millimeter Klinke-Buchsen ein Headset oder Kopfhörer anschließen. Verbindungen in lokale Netzwerke oder das Internet sind kabelgebunden über einen Gigabit LAN-Anschluss sowie kabellos via WLAN 802.11n möglich. Smartphones können über die im USB 3.0 Port integrierte Charge Funktion aufgeladen werden und per Bluetooth 4.0 Daten mit dem Notebook austauschen. Zwei Kartenleser nehmen SD-Karten und Memory Sticks auf.

Softwareseitig bietet Sony ein vorinstalliertes Windows 7 Home Premium 64 Bit Betriebssystem, eine Microsoft Office 2010 Starter Edition sowie eine 30-Tage Probeversion von McAfees Internet Security. Das VAIO Care Programm für den Support und die Systempflege sowie das Control Center für die Einstellungen am Notebook können mit ihrer Benutzerfreundlichkeit überzeugen.

Technische Daten

Display:15.5"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 2450M / 2,5 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7650M
Festplatte750 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), BD-ROM (Blu-ray-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 7 Professional SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:2.7 kg
B x H x T:37.19 cm x 3.51 cm x 25.35 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Unter der harten Plastikschale des neuen Gehäuses im „Wrap Design“ schlägt in unserer Konfiguration ein Intel Core i5-2450M Prozessor aus der älteren Intel Sandy Bridge Generation. Die beiden Rechenkerne arbeiten mit 2,5 GHz und können dank der Intel Turbo Boost 2.0 Technik ihre Taktrate kurzzeitig auf bis zu 3,1 GHz erhöhen. In Verbindung mit 8 GB Arbeitsspeicher ergibt sich eine üppige Ausstattung, die genug Leistungsreserven für arbeitsintensive Anwendungen im Bereich der Bild- und Videobearbeitung offen lässt. Daten werden auf einer 750 GB fassenden Festplatte abgelegt. Die Lese- und Schreibraten kommen zwar nicht an schnelle SSDs heran, liegen aber mit bis zu 93 MB/s auf einem guten Niveau. Sony setzt nicht auf die im Prozessor integrierte Grafikeinheit, sondern spendiert dem Modell eine dedizierte AMD Radeon HD 7650M Grafikkarte. Für aktuelle Computerspiele zu langsam, bietet die Mitteklasse-Karte genug Leistung für die Wiedergabe von HD-Material. Eine Umschaltmöglichkeit auf die vorhandene Intel HD Graphics 3000 Einheit des Intel Core i5 Prozessors hätte den Stromverbrauch deutlich reduziert und die maximale Akkulaufzeit verlängert. So muss das Vorserienmodell des Sony VAIO E1511X1EB auch bei einfachen Büroanwendungen oder beim Surfen im Internet mit der dafür viel zu performanten AMD Grafikkarte arbeiten.

Unspektakulär präsentiert sich der verbaute Bildschirm. Das 15,5 Zoll große Display bietet eine glänzende Beschichtung und eine energiesparende LED-Hintergrundbeleuchtung. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 182 Candela pro Quadratmeter fühlt sich das Gerät eher in dunklen Umgebungen wohl. Bei direkter Sonneneinstrahlung erschweren die auftretenden Spiegelungen das Arbeiten erheblich und zeigen das TN-Panel von seiner schlechtesten Seite. Bereits ab 20 Grad vertikaler Neigung ergeben sich zudem erste Farbverfälschungen. Das magere Kontrastverhältnis von 154:1 tut sein Übriges. Auch die Stereolautsprecher können nicht überzeugen. Mitten und Bässe sind kaum zu erkennen und in hohen Frequenzen treten Verzerrungen auf. Wir raten zur Verwendung von externen Lautsprechern.

Im Leerlauf (Idle), bei abgedunkeltem Display und deaktivierter Internetverbindung hält das Multimedia-Notebook 4 Stunden und 16 Minuten abseits der Steckdose durch. Dabei gönnt sich das Sony VAIO E1511X1EB knapp 14,3 Watt. DasGehäuse erhitzt sich in der Praxis an der Ober- und Unterseite auf durchschnittlich 30,7 Grad Celsius. Bei normalen Office-Arbeiten und Filmen ergibt sich eine praktische Akkulaufzeit von 2 Stunden und 31 Minuten bei einem Stromverbrauch von 54,7 Watt. Im Windows Betrieb und bei niedriger Auslastung befördert die Kühllösung mit 31,5 Dezibel (A) fast unhörbar die heiße Luft aus dem Gehäuse. Das ändert sich sobald Leistung abgefragt wird. Mit 37,5 Dezibel (A) macht es sich bei Filmen deutlich bemerkbar.

Zusammenfassung

Das Sony VAIO E1511X1EB präsentiert sich als gut verarbeitetes Multimedia-Notebook. Jedoch ohne nennenswerte Stärken. Nichts an dem 15,5-Zoll Notebook hebt sich von der Konkurrenz ab. Im Gegenteil, zum Einstiegspreis von 749 Euro bekommt man vergleichbare Systeme mit stärkerer Nvidia Geforce GT 555M oder GT 635M. Diese bieten dann dank Nvidia Optimus Technologie eine längere Akkulaufzeit, da die Grafikkarte ausgeschaltet werden kann. Auch der vergleichsweise dunkle Bildschirm und die kurze Akkulaufzeit laden nicht zum Kauf ein. Wer keinen Wert auf das „Wrap Design“ legt, sollte sich lieber anderweitig umsehen, sofern Sony im finalen Modell nicht nachbessert.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068028 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111034 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4457 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72057 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6735 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01614.2 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)93 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)78.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15745 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write16443 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz55.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read72.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20014 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4861 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10235 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)7829 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3916 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8568 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)7519 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung84 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 47 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 16 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 31 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

54 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,054 kWh x 24,00 Cent = 28,38 EUR

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