Beschreibung
Bereits seit geraumer Zeit verbaut Sony in seinen kleineren Subnotebooks Technik aus dem Hause AMD. So auch beim Sony VAIO SV-E1111M1E/W, welches mit einem AMD E2-1800 Prozessor ausgestattet ist und für unter 500 Euro angeboten wird. Ansprechen soll dieses Modell vor allem preissensible Privatkunden mit einem Anspruch auf Lifestyle-Ambitionen. Der Hersteller setzt hierbei auf das Wrap-Design, welches seit dem Sommer Line-Up 2012 in vielen Modellen von Sony Anwendung findet. Basiseinheit und Deckel liegen dabei wie ein gefaltetes Papier aufeinander. Der Hersteller bietet die Modelle in mehreren Farben an, wir haben uns für die weiße Variante entschieden. Deckel, Tastatur und Handballenauflage sind dabei mit einer glänzenden, weißen Schicht Klavierlack versehen, während sich die Unterseite im schlichten Mattschwarz präsentiert. Der Akku ist herausnehmbar und mit dem Lösen von drei Schrauben erhält man Zugriff auf die Festplatte und den Arbeitsspeicher. Die Verarbeitungsqualität des Chassis ist durchwachsen. Vor allem die Stabilität ist unterdurchschnittlich. Die Gelenke des Displays sitzen schwammig am Gehäuse und lassen es lange nachwippen. Vor allem im Auto und bei Zugfahrten sorgt dies für eine erschwerte Bedienung.
Die Tastatur bietet Tasten in mattem Weiß und kommt ohne separaten Ziffernblock aus. Besonders im rechten Bereich gibt das Tastaturbett deutlich nach und macht aus dem Tippen eine schwammige Angelegenheit. Der Druckpunkt der Tasten ist in unseren Augen ordentlich, sie bieten aber nur einen sehr geringen Hub. Mittig unter der Tastatur zeigt das Touchpad eine große, matte Oberfläche bei der die Maustasten direkt in die sensitive Fläche eingearbeitet wurden. Von der Handballenauflage abgetrennt wird es von einer verchromten Leiste, die es komplett umschließt. Die Navigation durch Windows und allgemein bekannte Multitouch-Gesten liefen problemlos.
Sony stattet das Subnotebook mit den Notwendigsten Anschlüssen aus und ordnet diese sinnvoll an. So befindet sich der Ausgang für die analoge VGA- und digitale HDMI-Schnittstelle am hinteren Ende der linken Seite, damit die Kabel direkt nach hinten geführt werden können ohne weiter zu stören. Am vorderen Ende sitzen ein USB 2.0 und ein USB 3.0 Port. Ein vollwertiger Gigabit Ethernet-Anschluss, zwei 3,5 Millimeter Klinke-Ports für Kopfhörer und ein weiterer USB 2.0 Anschluss finden auf der linken Seite neben einem 4-in-1 Kartenleser Platz. Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind unspektakulär und geben ein sehr höhenlastiges Klangbild von sich. Kopfhörer oder externe Lautsprecher sind für längere Einsätze bei Musik und Filmen ein Muss.
Ausgestattet mit einem Microsoft Windows 7 Home Premium Betriebssystem bringt es die üblichen Programme mit sich. Eine 30 Tage Testversion von McAfee Internet Security 2012, eine frei nutzbare Microsoft Office 2010 Starter Edition mit Word und Excel sowie zahlreiche Programme, die Sony im VAIO Control Center zusammenfasst. Dort lassen sich Einstellungen zu den Stromsparfunktionen und der Sicherheit vornehmen.
Auf dem Prüfstand
Unter der Schale des neuen Wrap-Designs arbeitet ein Zweikern-Prozessor von AMD. Der AMD E2-1800 besitzt eine eingebaute Grafikkarte und zeichnet sich durch eine sehr geringe Energieaufnahme aus. Zwar ist der Prozessor schwächer als bei Intel, dafür leistet der integrierte Grafikchip mehr. Bei unseren Tests konnten wir nur minimale Verbesserungen zum Vorgänger in Form eines AMD E-350 und E-450 ermitteln. Der vorinstallierte Arbeitsspeicher von 4 GB lässt sich leicht auf 8 GB erweitern, da das Modell zwei RAM-Slots bietet und einer von Werk ab frei bleibt. Die Systemleistung reicht für Büro-Anwendungen, Filme und das Surfen im Internet aus. Aktuelle Computerspiele oder anspruchsvolle, grafische Anwendungen muss man sich jedoch aus dem Kopf schlagen. Eine integrierte AMD Radeon HD 7340 Grafikeinheit reicht oft nicht für die niedrigsten Details aus. Die konventionelle Festplatte bietet mit einer Größe von 500 GB ausreichend Platz für eine große Datensammlung, wirkt aber im Vergleich zu Hybrid-Festplatten die einen SSD-Cache besitzen langsam, was sich vor allem beim Öffnen von Programmen und dem Starten des Betriebssystems bemerkbar macht.
Das 11,6 Zoll messende Display bietet die gängige Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten und ist nicht entspiegelt. Dies sorgt für kontraststärkere, leuchtende Farben, aber für starke Reflexionen - gerade bei Lichteinfall. Die durchschnittliche Helligkeit von 184 Candela pro Quadratmeter trübt den Mobilitätsfaktor und der Kontrast fällt mit 175:1 sehr mager aus. Ab einer horizontalen Neigung von über 40 Grad gibt es zudem deutliche Farbverfälschungen.
Besser schneidet da das Kühlsystem ab, wobei auch hier Kritik zu äußern ist. Der Lüfter schweigt nie, auch nicht wenn das Gerät über lange Zeit nichts zu tun hat. Dabei schwankt die Lautstärke im Leerlauf (Idle) zwischen 30,8 und 33,7 Dezibel (A) und dreht in der Praxis bei Filmen auf 39 dB(A) auf, obwohl die interne Hardware dank niedrigem Stromverbrauch recht wenig Abwärme produziert. Das Gehäuse erwärmt sich zudem stark. Auch in klimatisierten Räumen wird das Sony VAIO SV-E1111ME1/W im Bereich der Tastatur und Unterseite bis zu 41 Grad Celsius warm. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen aber mit 32,6 Grad Celsius auf der Ober- und 33,4 Grad Celsius auf der Unterseite auf einem guten Niveau.
Bei abgedunkeltem Display und ohne Drahtlosverbindungen ermitteln wir eine maximale Akkulaufzeit von 8 Stunden 14 Minuten. Unter praxisnahen Bedingungen, bei einer Kombination aus Surfen, der Filmwiedergabe und dem Bearbeiten von Word-Dokumenten bleiben unter Strich noch 5 Stunden über. Der Energieverbrauch liegt dank der Komponenten bei 9,3 Watt im Leerlauf und 29,7 Watt bei Höchstleistung.
Zusammenfassung
Gerne hätten wir für das Sony SV-E1111M1E/W eine Empfehlung ausgesprochen, aber das ist bei den vielen Mängeln nicht möglich. Da wäre zuerst einmal die schlechte Verarbeitungsqualität, die sich von den Displayscharnieren bis hin zum Tastaturfeld zieht. Die Leistungsverbesserung des neuen AMD E2-1800 Prozessors ist im direkten Vergleich zu den Vorgängern E-350 und E-450 kaum vorhanden, was sich in den Benchmarks bemerkbar macht. Das Display erschwert den Einsatz im Freien durch starke Spiegelungen sehr deutlich und trotz stromsparenden Komponenten erhitzt sich das Gehäuse sehr stark. Auch der Lüfter - der nie still steht - fällt hier negativ ins Gewicht. Lediglich der geringe Preis und die vergleichsweise gute Akkulaufzeit sind als Vorteile zu nennen.
Als Alternative bietet das Samsung Serie 3 305U1A A02 deutlich bessere Eingabegeräte sowie Verarbeitung und ordnet sich leistungstechnisch auf dem Niveau des Sony Modells ein. Zudem ist das Display entspiegelt, was den Mobilitätsfaktor nochmals deutlich aufwertet und mit 400 Euro sogar ein Stück günstiger. Somit kann sich das Sony VAIO SV-E1111M1E/W Subnotebook im umkämpften Segment unter 500 Euro nicht auf Augenhöhe mit Konkurrenten messen.
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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
| Erster Eindruck | 3,0 (Befriedigend) | Display | 4,0 (Ausreichend) | |
| Eingabegeräte | 3,0 (Befriedigend) | Temperatur | 2,5 (Gut) | |
| Lautsprecher | 4,0 (Ausreichend) | Betriebsgeräusche | 3,5 (Befriedigend) | |
| Anschlüsse | 2,5 (Gut) | Akku und Energieverbrauch | 2,0 (Gut) | |
| Software und Zubehör | 3,0 (Befriedigend) | |||
| Leistung | 3,0 (Befriedigend) | |||
Benchmark
| Benchmarks |
Erzielter Messwert
Bestwert aller Tests
|
|
|---|---|---|
| 3DMark06 |
2756 Pkt.
Max. 27244 Pkt.
|
|
| 3DMark11 |
364 Pkt.
Max. 10225 Pkt.
|
|
| 3DMarkVantage |
1061 Pkt.
Max. 39290 Pkt.
|
|
| PCMark7 |
1015 Pkt.
Max. 19709 Pkt.
|
|
| PCMarkVantage |
2678 Pkt.
Max. 23313 Pkt.
|
|
| PassMark Performance Test 7.0 |
482.3 Pkt.
Max. 19706 Pkt.
|
|
| PassMark Performance Test (HDD Read) |
77.2 MB/s
Max. 941.5 MB/s
|
|
| PassMark Performance Test (HDD Write) |
63.7 MB/s
Max. 781 MB/s
|
|
| Everest RAM Read |
3297 MB/s
Max. 20490 MB/s
|
|
| Everest RAM Write |
3904 MB/s
Max. 28089 MB/s
|
|
| Everest RAM Latenz |
84.1 ns
Min. 27.6 ns
|
|
| Everest HDD Random Read |
68.2 MB/s
Max. 1013.7 MB/s
|
|
| Everest CPU Queen |
5211 Pkt.
Max. 50362 Pkt.
|
|
| Cinebench R10 64 Bit (Single) |
1213 Pkt.
Max. 22123 Pkt.
|
|
| Cinebench R10 64 Bit (Multi) |
2337 Pkt.
Max. 25166 Pkt.
|
|
| Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) |
2102 Pkt.
Max. 10854 Pkt.
|
|
| Cinebench R10 32 Bit (Single) |
1112 Pkt.
Max. 35890 Pkt.
|
|
| Cinebench R10 32 Bit (Multi) |
2344 Pkt.
Max. 20564 Pkt.
|
|
| Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) |
2143 Pkt.
Max. 17165 Pkt.
|
|
| Videokonvertierung |
433 Sek.
Min. 32 Sek.
|
|
Akkulaufzeit
| Auslastung |
Erzielter Messwert
Bestwert aller Tests
|
|---|---|
| Vollast |
1 Std. 45 Min.
Max. 5 Std. 15 Min.
|
| Maximal |
8 Std. 15 Min.
Max. 15 Std. 0 Min.
|
| Praxis |
5 Std. 0 Min.
Max. 7 Std. 51 Min.
|
Durchschnittlicher Energieverbrauch
Lichtdichte in cd/m²
- 196
- 183
- 184
- 182
- 197
- 180
- 171
- 190
- 174
Temperatur in °C
- 29,9
- 32,8
- 31,2
- 36,4
- 35,1
- 32,4
- 31,2
- 32,9
- 32,2
- 31,8
- 33,4
- 34,3
- 37,6
- 34,3
- 32,9
- 32,4
- 32,5
- 31,4
Lautstärke in dB(A)
| Durchschnitt | 33 dB(A) |
| Hochleistung | 43 dB(A) |

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