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Bilder zum Test: Sony VAIO Duo 11 SV-D1121X9EB - Schiebe-Hybrid mit Ultrabook-Innereien

Hard- und Softwarehersteller überschlagen sich zurzeit in einem extrem spannenden Marktumfeld. Wir konnten die Durchsetzung von Toucheingaben über Smartphones hin zu Tablets, hin zu PCs beobachten, Benutzeroberflächen konvergieren und Geräteklassen tun dies auch. Mit dem Microsoft Surface RT und dem ASUS VivoTab RT hatten wir zwei Tablets im Test, die über Multimedia-Aufgaben hinaus mit einer zusätzlichen Tastatur auch im produktiven Bereich funktionieren wollen. Da der Bildschirm von der Tastatur getrennt werden konnte, handelte es sich um sogenannte "Detachables" (Trennbare). Das Sony Vaio Duo geht mit einem aufschiebbaren Display den Weg der "Convertibles" (Umwandelbaren). Das 11,6 Zoll FullHD-Tablet ist mit einem Intel Core i5-3317U Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und Windows 8 Pro Betriebssystem viel eher unter den Subnotebooks zu Hause als in einer Reihe mit dem Apple iPad 4 als Multimedia-Tablet. Das Anschlussportfolio und die Chiclet-Tastatur zeigen das sofort.

Das Sony Vaio Duo 11 ist typisch für den japanischen Hersteller sehr schick, die "Basiseinheit" besitzt eine Aluminium-Oberfläche und zeigt kantige Formen. Eben diese und das Gewicht von 1,3 Kilogramm disqualifizieren das Gerät aber für die Nutzung als Couch-Tablet. Es ist auch für zwei Hände viel zu schwer und beendet Shoppingtouren oder Youtube-Browsing innerhalb von 5 Minuten durch den unhandlichen Charakter. Wer am komfortabelsten des Abends mal eben auf Amazon auf Schnäppchenjagd gehen will, die Emails im Bett nochmal durchschaut oder wissen will, was auf Facebook so passiert ist, der kommt um ein handliches Multimedia-Tablet wie das Apple iPad mini als Zweitgerät nicht drum herum. Für den kurzen Weg zur Arbeit ist uns selbst das Google Nexus 7 zu umständlich - dafür bleiben wir mit einem 4,x Zoll Smartphone am Ball. Das macht zusammen drei Geräte - den optimalen Alleskönner gibt es in unseren Augen einfach noch nicht.

Mit dieser Argumentation im Hinterkopf betrachten wir das Sony Vaio Duo 11 einfach primär als Subnotebook und da macht es im Gegensatz zum Tabletgefilde sehr viel mehr richtig. Die Slider-Mechanik zur Verwandlung des Geräts besteht aus sehr filigranen Einzelteilen. Da Magnesium verwendet wurde, können wir eine gewisse Festigkeit attestieren. Drückt man mit dem Daumen auf den Netzstecker an der Rückseite, lässt sich der Bildschirm an der dafür vorgesehenen Stelle auch mit einer Hand lösen. Sony empfiehlt das Gegenhalten auf dem schmalen linken Rand. Die Arrettierung des aufgeschobenen Displays ist sehr locker, der Bildschirm hat Spiel und obwohl wir das Duo 11 daran hoch heben können, sollte allzu große Krafteinwirkung auf die Slidermechanik und den Bildschirm vermieden werden. Die Spaltmaße der Basiseinheit sind gering und gleichmäßig, über die Scharniere des Sliders und die Öffnungen für die Flexbandkabel kann jedoch Staub ins Gehäuse geraten. Im Tablet-Modus lässt das Duo 11 bei einer Bauhöhe von 17,85 Millimeter rund 1 Millimeter Spalt zwischen Basis und Display. Insgesamt macht das Duo 11 trotz hochwertiger Materialien einen empfindlichen Eindruck, der frei liegende Touchscreen sollte lieber im Sleeve transportiert werden.

Die Eingabegeräte passen perfekt mit dem Windows 8 Pro Betriebssystem zusammen. Die Symbiose aus 11,6 Zoll FullHD-Touchscreen, Chiclet-Tastatur mit integrierten Trackpad und Digitizer Stylus ermöglicht eine intuitive Bedienung, nur auf eine Maus können wir als Neulinge bei dieser Eingabevielfalt noch nicht verzichten. Die Chiclet-Tastatur lässt sich trotz der geringen Größe dank ausreichender Abstände überraschend gut bedienen. Der Druckpunkt der Tasten hätte noch einen Tick deutlicher ausfallen können, das Feedback reicht uns aber für komfortable Schreibarbeiten. Richtig gut gefällt uns die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Das zwischen die Tasten "G","H" und "B" platzierte, optische Trackpad verlangt einige Zeit zur Eingewöhnung und Konfiguration - deswegen empfehlen wir für Beginner die externe Maus. Sonys integrierte Mauslösung funktioniert wie ein Trackpad, konzentriert auf die Fläche eines Trackingpoint. Mausersatztasten finden sich unter der Leertaste - mit der mittleren kann gescrollt werden. Letzteres erledigt sich jedoch bedeutend einfach über den Touchscreen. Dieser bietet allerdings keine Maus-Over Funktion. Gerade das ist jedoch für die Übersicht geöffneter Programm bei Windows 8 essentiell. Wollen wir den Mauszeiger dafür in die linke obere Ecke bewegen, müssen wir auch nach mehrmaliger Konfiguration des Pointers nachfassen - Vorsicht, auch die Tipp-Empfindlichkeit sollte herfür angepasst werden um nicht versehentlich zu klicken. Das optische Trackpad erlaubt eine feinere Positionierung des Cursors als der Touchscreen und über die rechte Maustaste rufen wir Kontextmenus auf, das funktioniert auch prima mit der unteren Taste des mitgelieferten Stylus welcher ebenfalls für akkurate Eingaben zuständig ist. Damit gehen handschriftliche Notizen sehr flott von der Hand, im Tablet-Modus darf diese dank funktionierender Handballenerkennung sorgenfrei auf dem Bildschirm abgelegt werden. Über die Active Clip App (FN+1) können wir zudem flink mit dem Stylus Bildschirmausschnitte umreißen und versenden. Zusammengefasst: Die Navigation im Touch-orientierten Windows 8 und das Browsen laufen über das Touchdisplay mittels Gesten, präzisere Eingaben erlauben Trackpad und Stylus und Texte können auf der komfortablen Tastatur verfasst werden. Bis diese Kombination in vollen Zügen genossen und ausgenutzt werden kann, vergeht jedoch eine gewisse Zeit für die Eingewöhnung.

Unsere Topausstattung des Sony Vaio 11 Duo kommt mit vorinstalliertem Windows 8 Pro Betriebssystem, dem Vaio Care Programm für umfangreichen Support aber leider ohne Vollversion von Microsofts Office Suite. Die Vaio Control Center App für schnelle Justierung des Energieprofils, der Eingabegeräte und anderer grundlegender Einstellungen sollte weit vorn auf der Kachel-Oberfläche des Modern UI Platz finden. Nicht alle Einstellungen sind über das Windows 8 "Charms" Menu mit Wisch vom rechten Bildrand erreichbar. Wie Sie mit Windows 8 umgehen lernen, erfahren Sie in unserem How-To Bereich.

Technische Daten

Display:11.6" TouchAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:6 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8 Pro (64 Bit)
Akkulaufzeit:6.5 Std.Gewicht:1.3 kg
B x H x T:31.99 cm x 1.79 cm x 19.9 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Bei Betrachtung der Hardware begegnet uns der Vorteil der Slider-Lösung: Im Chassis können ein leistungsstarker Intel Core i5-3317U Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und 128 GB SSD Speicherplatz unterkommen. Für die Grafik ist eine integrierte Intel HD Graphics 4000 zuständig. Damit bewältigt das Sony Vaio Duo 11 neben Büroanwendungen, Emails, Surfen und Videowiedergabe auch die Bearbeitung von Bildern und HD-Videomaterial. Das Windows 8 Pro Betriebssystem ist noch einen ganzen Tick flotter als die Windows RT Variante für die stromsparenden ARM-Prozessoren.

Auch in Sachen Ausstattung kann das Sony Vaio Duo 11 überzeugen. Über zwei USB 3.0 Ports, einen HDMI- sowie einen VGA-Ausgang und die Kopfhörer-/Mikrofonbuchse findet mehr Peripherie Platz als bei so manchem Ultrabook. Wir benötigen dank vollwertiger Schnittstellen zudem keine Adapter. Über einen Batterie Port an der Gehäuseunterseite kann ein Zusatzakku angesteckt werden. Das Kommunikationsportfolio umfasst die Gigabit-LAN Schnittstelle an der Rückseite und auf Seiten der Funkmodule WLAN a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und NFC. Das Gerät verfügt über ein GPS-Modul für die Ortung und einen TPM-Sicherheitschip. Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite findet sich jeweils eine Webkamera mit 2 Megapixel Auflösung. Die Bildqualität ist in Ordnung, wie bei vielen Webkameras können schlechte Lichtverhältnisse sehr schnell zu unbrauchbaren Bildern führen.

Auf dem FullHD 11,6 Zoll IPS-Touchbildschirm kommen dank 1.920 x 1.080 Pixel Auflösung locker ein Fenster für Textverarbeitung und ein Browserfenster nebeneinander unter. Die sehr hohe Blickwinkelstabilität lässt die Beschränkung auf einen Öffnungswinkel ein wenig verschmerzen. Auf dem Schoß ergibt sich der richtige Blickwinkel. Mit der hohen durchschnittlichen Leuchtdichte von 395 Candela pro Quadratmeter kommt das Display trotz spiegelnder Beschichtung auch im Freien gut zurecht. Dafür muss jedoch die automatische Helligkeitsregelung deaktiviert werden - ansonsten wird die Displayhelligkeit im Akkubetrieb heruntergedrosselt. Bei einem maximalen Kontrastverhältnis von 971:1 überzeugt der Bildschirm auch in Sachen Filmwiedergabe. Ähnlich gut schneidet das Sony Vaio Duo 11 in Sachen Sound ab, der Klang ist angesichts der geringen Bauhöhe des Geräts erstaunlich rund.

Dank einem niedrigen Verbrauch im Leerlauf (7,2 Watt) erreichen wir eine maximale Akkulaufzeit von 7 Stunden und 40 Minuten. Die Kühllösung bleibt mit 30 Dezibel (A) derweil angenehm leise, auch unter Volllast (42 Watt) kommen wir nicht über 40 Dezibel (A). Beim Surfen und bei Büroanwendungen (14 Watt) bleiben die Lüfter nahezu allzeit bei 39 Dezibel (A). Die Durchschnittstemperatur auf der Oberfläche beträgt 30 Grad Celsius. Über WLAN surfen wir knapp 4 Stunden abseits der Steckdose. Das ist ein wenig mager, die Laufzeit lässt sich aber mit dem Zusatzakku noch einmal verdoppeln.

Zusammenfassung

Das Sony Vaio Duo 11 leistet sich keine Schwachheiten und entpuppt sich als äußerst produktiver Begleiter. Wer mit dem überragenden Eingabemix aus Touchscreen, Trackpad, Stylus und Tastatur nicht sofort zurechtkommt, sollte zu Anfang eine kleine Maus mitnehmen und sich eine Eingewöhnungszeit einrechnen. Der Stylus sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Die Hardware selber kann mit hoher Systemgeschwindigkeit, super Display in allen Belangen und auch hinsichtlich der Verarbeitung überzeugen. Die Slider-Mechanik ist trotz filigraner Bauweise sehr stabil, der erzwungene Öffnungswinkel stört uns ein wenig obwohl die Blickwinkelstabilität sehr große Abweichungen erlaubt. Als Tablet ist uns das Gerät noch ein wenig zu schwer, als Subnotebook bis auf die etwas magere Akkulaufzeit aber absolut empfehlenswert.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064819 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11631 Pkt.Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage3039 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74641 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01484.1 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)295.7 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)315.6 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13990 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write18417 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz45.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read269.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9630 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4325 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8883 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4971 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3462 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)3087 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5084 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung97 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 48 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 40 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 24 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

14 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,014 kWh x 24,00 Cent = 7,36 EUR

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