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Bilder zum Test: Schenker XMG P722 - Testgerät - Schnellstes Notebook der Welt

Das brutale XMG P722 17-Zoll Flaggschiff des deutschen Herstellers Schenker kommt eher schlicht aber hochwertig daher. Der Displaydeckel und die Handballenauflage mit Softtouch-Beschichtung sowie das Tastaturbett aus schwarzem, gebeiztem Aluminium geben Hinweise auf die gehobene Preisklasse.Kantige aber unauffällige Formen dominieren den Gamer, in das Touchpadglas ist ein ansprechendes Wabenmuster eingearbeitet, auch die leicht angewinkelte Lautsprecherleiste zeigt dieses Design. Die Verarbeitung ist der Preisklasse über 4000 Euro für unsere Topausstattung durchaus angemessen. Die Spaltmaße sind durchweg gering und wir können nirgends Gehäuseteile ablösen. Die Leiste über der Standardtastatur, deren Sinn wir nicht ganz erfassen können, hat ein wenig Spiel und die zwei robusten Scharniere für den Displaydeckel lassen gehöriges Nachwippen zu. Der Deckel ist auch nicht ganz so verwindungssteif wie man sich wünschen mag, über steht aber vorsichtige Transporte des Desktop-Ersatzes. Das Blu-ray Laufwerk schließt sauber mit dem stabilen Gehäuse ab, nur die Wartungsklappen an der Unterseite lassen sich mit etwas Kraft ein wenig eindellen. Ab und an rutscht der Akku in seiner Fassung und wird nicht mehr geladen, die Batterie darf eigentlich nicht so viel Spiel bekommen. Erfreulicherweise ist der Displayrahmen mattiert, unser Vorseriengerät trägt zwar noch ein Glare-Type Panel, mit den matten Displays der finalen Geräte werden Reflexionen jedoch ausgeschlossen sein.

Bei der Tastatur greift Schenker auf die bewährte Variante der hintergrundbeleuchteten Tastatur im Standardlayout zurück. Wie auch in den XMG P502 Modellen bieten Abstufungen der großzügigen Tasten, ein klarer Druckpunkt und ein kurzer Hub hohen Schreibkomfort. Das Tastaturbett federt kaum nach. Das Standardlayout wurde für Gamer angepasst, die Leertaste rutscht nach links und die Windowstaste wurde von der kritischen Stelle zwischen „STRG“ und „ALT“ ein neuer Platz rechts von der Leertaste zugewiesen. Die Software für die Hintergrundbeleuchtung erlaubt individuelle Anpassungen von Farbe und Verhalten für drei Zonen, eine Möglichkeit zur Hervorhebung des WASD Tastenfelds wäre schön gewesen. Für Büroarbeiten steht ein separater Ziffernblock zur Verfügung. Das schicke Multitouchpad ist großzügig dimensioniert und bietet gute Gleiteigenschaften. Es lässt sich nicht nur die gesamte Fläche zum Klicken oder Tippen nutzen, die Synaptics Software erlaubt zudem die Festlegung von separaten Tasten und Klick-Bereichen in den oberen Ecken. Sämtliche Mehrfingergesten werden problemlos erkannt und präzise umgesetzt.

Die Anschlussausstattung des Schenker Notebooks XMG P722 ist sehr üppig. Ganze vier USB 3.0 Ports (drei seitlich, einer hinten) und ein USB 2.0/eSATA Kombiport nehmen Peripherie in Empfang. An der Gehäuserückseite können externe Displays über den DisplayPort 1.2 oder den HDMI 1.4a-Ausgang angebunden werden. Die linke Gehäuseseite trägt die Audiobuchsen (Kopfhörer, Line-In, Mikrofon und S/PDIF), den Multikartenleser, den Gigabit-LAN Port und ein Sicherheitsschloss. Die drahtlose Kommunikation läuft über WLAN-N (Killer Wireless-N 1102) und Bluetooth 4.0. Die integrierte Webkamera hat eine 2 Megapixel Auflösung für die Aufnahme von FullHD. Als besondere Sicherheitsfeatures sind zudem ein TPM-Modul und ein Fingerabdruckscanner mit an Bord.

Da auf unserem Testgerät Windows 7 Home Premium vorinstalliert ist, können von den 32 GB Arbeitsspeicher leider nur 16 GB genutzt werden. Um dieses Limit zu umgehen, sollte eine Professional Version des Betriebssystems konfiguriert werden. Wir finden zwar ein Intel Extreme Tuning Utility, von der Übertaktung des Prozessors sollte aber aufgrund gesteigerten Stromhungers und eventueller Überlastung des 300W Netzteils abgesehen werden.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3920XM / 2,9 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 680M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
512 GB SSD
512 GB SSD
RAM:32 GB
Laufwerk:BD-RE (-RE DL) (Blu-ray-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:3.9 kg
B x H x T:41.2 cm x 4.18 cm x 27.6 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

Unser Testgerät des Schenker XMG P722 beherbergt eine Gaming-Leistung, wie sie derzeit nicht schneller zu finden ist. Der Intel Core i7-3920XM Vierkernprozessor ist der derzeit schnellste mobile Prozessor, er rechnet mit 2,9 GHz Basis- und bis zu 3,8 GHz Turbotakt und liegt in etwa auf dem Niveau des Sandy Bridge Desktop-Prozessors Intel Core i7-2700K. Dafür ist die CPU aus der Extreme Edition mit 1000 Euro auch sündhaft teuer. Wer auf ein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis setzt, sollte den Intel Core i7-3720QM konfigurieren. Für das Gros gängiger Spiele bietet auch der kleinste Quadcore Intel Core i7-3610QM ausreichend Leistung. Weiteres ungenutztes Potential sehen wir beim 32 GB Arbeitsspeicher, ein Limit in unserer Home Premium Version von Windows 7 macht nur 16 GB nutzbar. Professionelle Programme für Compositing, Bildbearbeitung oder HD-Videoschnitt ermöglichen die volle Auslastung des RAMs, die meisten Spiele kommen auch mit 8 GB prima zurecht. Für unsere Ausstattung wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, ein 16 GB RamDisk Laufwerk zu erstellen um den Rest Arbeitsspeicher nicht ungenutzt zu lassen und für häufig genutzte Anwendungen ein Laufwerk mit wahnsinnigen Zugriffszeiten zu haben. Ähnliche Luxusprobleme erwarten den Käufer bei dem SLI-Gespann aus zwei Nvidia Geforce GTX 680M Grafikkarte. Mit jeweils 4 GB GDDR5 Videospeicher bestückt schafft diese Kombo jedes erdenkliche Spiel mit maximalen Details in der FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Auch Multimonitor Setups sind kein Problem für die enorme Grafikleistung des Gespanns. Das bei mehreren Grafikkarten oft auftretende Problem von Mikrorucklern konnten wir nicht feststellen. Wer seine Spiele exzessiv mit Grafikmods verschönert und dadurch etwas Performance eintauscht, sollte allerdings auf die Bildwiederholraten achten. Je niedriger die FPS (Frames per Second) umso höher die Anfälligkeit für das Mikroruckler genannte Stottern.

Absolut beeindruckt sind wir von der Performance des RAID 0 Systems aus zwei Samsung 830 Series SSDs mit jeweils 512 GB Kapazität. Der RAID Verbund schafft es nicht ganz die sequentiellen Lese- und Schreibraten einer einzelnen SSD (520 MB/s, 400 MB/s) zu verdoppeln. Wir messen immerhin 868 MB/s Lese- und 781 MB/s Schreibrate. Das System reagiert absolut griffig und kompromisslos. Bei 1000 GB Volumen muss man sich auch um die Unterbringung von Spielesammlungen, Filmprojekten oder –Sammlungen keine Sorgen machen.

Ähnlich toll finden wir das 17,3 Zoll große FullHD-Display mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. In unserem Vorseriengerät ist ein Glare Type Panel verbaut, das heißt ein Display mit spiegelnder Oberfläche. Im finalen Gerät des XMG P722 wird jedoch ein mattes Display beherbergt, da es sich um ein komplett neues Panel handelt werden auch die von uns gemessenen Helligkeitswerte abweichen. Generell ist aber davon auszugehen, dass Schenker und Clevo, der Produzent in Taiwan, ein hochwertiges Display verbauen. Unser Panel kommt mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 288 Candela pro Quadratmeter auch in heller Umgebung und im Freien zurecht. Direkte Sonneneinstrahlung muss allerdings vermieden werden, dafür braucht es matte Displays mit über 400 Candela Leuchtkraft. Das Vorserien-Panel im XMG P722 bietet dank tiefer Schwarzwerte ein sehr gutes maximales Kontrastverhältnis von 928:1. Wir hoffen auf ähnlich knackige und intensive Farben im finalen Gerät. Ähnlich multimediatauglich zeigt sich das 2.1 Soundsystem von Onkyo mit Subwoofer an der Gehäuseunterseite. Die maximale Lautstärke hätte durchaus noch etwas kraftvoller ausfallen können, das Klangbild ist rund und angenehm.

Wer ein Notebook mit SLI Dual-Grafikkarten und Intel Core i7-3920XM Prozessor anschafft, achtet wahrscheinlich eher weniger auf den Stromverbrauch. Das Performance-Monster zieht unter Volllast gerne mal 260 Watt aus der Steckdose und die insgesamt drei Lüfter drehen mit 50 Dezibel (A).In der Spielepraxis werden immer noch beachtliche 185 Watt gefordert. Auch im Leerlauf ist die Kühllösung mit 36 Dezibel (A) deutlich zu hören. In der Praxis dürfen rund 44 Dezibel (A) erwartet werden. Die Lüfter erreichen eine sehr gute Durchschnittstemperatur von 31 Grad Celsius mit Hotspots von maximal 43 Grad Celsius (48 Grad Celsius Lüftergitter). Da die Nvidia Optimus Technologie fehlt, liegt die maximale Akkulaufzeit bei 3 Stunden und 15 Minuten. Unter voller Auslastung (Hardware taktet selbstständig runter) hält die Batterie gerade mal 47 Minuten. Das ist aber weniger tragisch, denn das XMG P722 ist ein transportabler Desktop-Ersatz und trotz 4,2 Kilo Gewicht (plus ca. 1 KG Netzteil) deutlich mobiler als ein entsprechender High-End PC.

Zusammenfassung

Mehr High-End geht nicht! Ein Performance-Monster wie das Schenker XMG P722 richtet sich an kompromisslose Gamer oder professionelle Anwender welche maximale Leistung gern unabhängig vom Standort abrufen wollen und das nötige Kleingeld mitbringen. Für den stolzen Kaufpreis bekommt man immerhin zwei ebenbürtige High-End Desktop Systeme.Die brutalen Komponenten werden ansprechend gekühlt, das Vorserien-Display hinterlässt einen guten Eindruck und das Chassis ist solide. Die Ausstattung wurde um Sicherheitsfeatures wie TPM und Fingerabdruckscanner ergänzt und auch die Eingabegeräte sind hochwertig. Mit dem XMG P722 kauft man somit keine Katze im Sack.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0626749 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark119880 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage39290 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74951 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage23313 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.03726.7 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)868.2 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)781 MB/sMax. 781 MB/s
Everest HDD Random Read923.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen25905 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)6463 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)24096 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6811 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)5131 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)19426 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6812 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung39 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 47 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 15 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 1 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

185 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,185 kWh x 24,00 Cent = 97,24 EUR

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