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Bilder zum Test: Schenker XMG P702 - Testgerät - Schnell, schneller, Schenker

Monströs! Unverschämt! Die Spezifikationen des Schenker Notebooks XMG P702 versprechen eine Leistung, die unsere Redaktion fast ein bisschen einschüchtert. Allein der Intel Core i7-3920XM Quadcore, der aktuell schnellste mobile Prozessor, kostet so viel wie ein Gaming-Notebook aus dem ALDI Discounter. Und dann noch die AMD Radeon HD 7970M, welche derzeit die Performance-Krone unter den mobilen Grafikchips innehat. Der kostspielige 17,3 Zoll Gamer ist von vorn bis hinten gut ausgestattet.

Umso schlichter präsentiert sich das Gehäuse aus einer Kombination von gebeizten Aluminium- und matten Kunststoffelementen in klassischem Schwarz. Der Displayrahmen spiegelt, ansonsten finden sich die unterschiedlichen Materialien da wo sie hingehören. Die Handballenauflage beispielsweise verwendet ein angenehm kühles Aluminiumteil, die Touchpadtasten sind haptisch ansprechend perforiert und eine matte Umrandung überlässt der hintergrundbeleuchteten Standardtastatur die Show in der Basiseinheit. Letztere ist robust gefertigt und zeigt ihre Wertigkeit auch mit geringen Spaltmaßen. Die Aluminiumplatte auf der Rückseite des Displaydeckels sorgt für Stabilität gegenüber unseren Verwindungsversuchen. Die Scharniere lassen den Displaydeckel ein wenig nachwippen, bieten aber einen angemessenen Widerstand und fassen zudem eine schräg in Richtung Nutzer positionierte Lautsprecherleiste in ihrer Mitte. Die darunterliegenden Status-LEDs und der Netzschalter flackern besonders detailreich.

Schreibarbeiten erledigen sich auf der großzügigen Tastatur sehr angenehm. Ein klarer Druckpunkt nach kurzem Hub sowie durch Abstufungen deutlich abgegrenzte Einzeltasten bieten hohen Schreibkomfort. Für Spieler wurde die Windows-Taste rechts von der Leertaste platziert, um in kritischen Situationen unabsichtliche Sprünge auf den Desktop zu vermeiden. Ein separater Ziffernblock erleichtert Büroanwendungen, speziell Tabellenkalkulationen und dank der mehrstufigen 3-Zonen Hintergrundbeleuchtung findet man auch im Dunkeln die richtigen Tasten. Das Konfigurationstool für die Tastaturbeleuchtung lässt sich in der Version 1.5 im Gegensatz zu früheren Versionen auch wieder schließen. Das leicht angeraute Multitouchpad bietet gute Gleiteigenschaften. Der Zwei-Finger-Bildlauffunktioniert problemlos. Der Pinch-to-Zoom Effekt „stolpert“ ein wenig, da man sich diagonal zur Beizrichtung der Touchpadoberfläche bewegt.

Die Anschlussausstattung des Schenker Notebooks XMG P702ist vielfältig und durchdacht platziert. Die Rückseite des bulligen Gehäuses zieren der Netzstecker und drei Ausgänge für externe Bildschirme: DisplayPort, HDMI, DVI. Neben dem Blu-ray Brenner am rechten Gehäuserand befinden sich ein USB 2.0 Port sowie die vier Audiobuchsen für Kopfhörer, Mikrofon, optischem S/PDIF Ausgang und Line-In. Die linke Gehäuseseite beherbergt neben dem 9-in-1 Kartenleser einen Mini-Firewire-, den Gigabit-LAN- und drei USB 3.0 Ports. Einer dieser USB 3.0 Anschlüsse ist auch kompatibel zu eSATA-Geräten. Drahtlos kommuniziert unser Testgerät über ein BigFoot Wireless LAN Killer N 1102 Modul ohne integriertes Bluetooth. Die in unserem Testsample nicht konfigurierten WLAN-Module von Intel kommen hingegen mit Bluetooth-Funktionalität.

Hinsichtlich der Software überlässt Schenker Notebooks dem Käufer die Wahl zwischen einem System ohne Betriebssystem und den deutschen sowie englischen 64-Bit Versionen von Windows 7 Home Premium bis Ultimate. Falls gewünscht, erfolgt die Installation von Betriebssystem und Treibern ohne Aufpreis.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3920XM / 2,9 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7970M
Festplatte180 GB SSDRAM:16 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:4.8 Std.Gewicht:3.9 kg
B x H x T:41.2 cm x 4.54 cm x 27.6 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit gibt es keinen 17-Zoller, der den Schenker XMG P702 toppen kann. Auch der starke Konkurrent Alienware M17xR4 erlaubt nicht die Installation des 55 Watt Intel Core i7-3920XM. Ausgestattet mit 16 GB DDR3 1.600 MHz Arbeitsspeicher ist der XMG P702 hinsichtlich der Anwendungsleistung ein wirklicher Desktop-Ersatz, die Performance liegt tatsächlich oberhalb von High-End Desktop-CPUs der Sandy Bridge Generation wie dem Intel Core i7-2700K. Anspruchsvolle Aufgaben wie Videokonvertierungen und-Bearbeitung oder Dateikomprimierung werden extrem flott bewältigt. Damit auch in Spielen höchste Detaileinstellungen in der FullHD-Auflösung des Bildschirms von 1.920 x 1.080 Pixel flüssig laufen, trägt unser Testsample die derzeit schnellste mobile Grafikkarte AMD Radeon HD 7970M. Der sehr anspruchsvolle Titel Batman: Arkham City läuft in FullHD und mit extremer Detailstufe (DX11, 8xMSAA, PhysX aus) im Schnitt mit 35 Bildern pro Sekunde laut integriertem Benchmark. In unserem Testgerät arbeitet eine schnelle 180 GB Intel 520 Serie SSD als Bootlaufwerk mit 459,2 MB/s Lese- und 127,1 MB/s Schreibrate. Für sperrige Dateien, Programme und Spiele steht eine zweite Festplatte mit 1 TB Speicherplatz zur Verfügung. Eine Kombination aus einer 128 GB mSATASSD als Bootlaufwerk und zwei 1 TB Festplatten im RAID 0 bietet nur geringfügig langsamere Bootzeiten und jede Menge Platz. Das RAID 0 System verdoppelt auch die Geschwindigkeit der klassischen Festplatten.

Das matte 17,3 Zoll FullHD Display erlaubt mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 238 Candela pro Quadratmeter auch Einsätze im Freien. Besonders gut gefallen uns sehr weite Blickwinkel und das gute maximale Kontrastverhältnis von 1028:1. Die verbauten Onkyo Lautsprecher liefern eine ordentliche maximale Lautstärke. Trotz des separaten Subwoofers an der Gehäuseunterseite ist das Klangbild höhenlastig und die Mitten fehlen. Multimediafans sollten sich ein separates Soundsystem anschließen.

Moderne, sparsame Komponenten und die auf die integrierte Intel HD Graphics 4000 umschaltbare Grafik erlauben dem XMG P702 bei ausgewogener Nutzungeine Akkulaufzeit von 2 Stunden und 30 Minuten. Im Leerlauf hält der Akku bei einem Verbrauch von 29 Watt bis zu 4 Stunden. Wer abseits der Steckdose spielt,zieht den Akku mit 120-180 Watt in unter einer Stunde leer. Das Kühlsystem zeigt sich potent aber auch nicht gerade leise. Die Oberflächentemperaturen bleiben im Schnitt bei 31,4 Grad Celsius im akzeptablen Bereich. Besonders gut finden wir das Aluminiumelement der Handballenauflage, welches die Temperatur an diesem kritischen Punkt unter 30 Grad Celsius hält. Ohne Last sind die Lüfter mit 35 Dezibel (A) jedoch schon deutlich hörbar. Die Lüfterstufen passen sich sehr schnell den Anforderungen an. In der Praxis sind das 43 Dezibel (A) bis maximal 53 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Wo Schenker XMG (Extreme Mobile Gaming) draufsteht, ist beim P702 auch extremes mobiles Spielen drin. Wer kompromisslose Leistung sucht, findet diese in Schenkers wuchtigem 17,3 Zoll Gamer. Der aktuell schnellste Intel Quad-Core Prozessor in Kombination mit der performanten AMD Radeon HD 7970M sprechen für sich. Optik und Verarbeitung sind sehr gut, die Materialien hochwertig. Einzelne Hardwarekomponenten lassen sich nach dem Built-to-Order Prinzip den individuellen Bedürfnissen und dem Geldbeutel anpassen. Unsere Testkonfiguration repräsentiert eine teure Maximalausstattung für Nutzer, welche die Leistung eines Gaming-PCs auch außer Haus brauchen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0623080 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark115940 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage21973 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PassMark Performance Test 7.03542.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)459.2 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)127.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read19445 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26583 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz29.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read327 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen25886 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)6348 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)24894 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)7405 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)5043 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)19925 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)7434 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung32 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 57 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 1 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 29 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

118 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,118 kWh x 24,00 Cent = 62,02 EUR

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