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Bilder zum Test: Schenker XMG P502 - Testgerät - Nvidia Geforce GTX 680M auf Hochtouren

Das klassisch angehauchte 15-Zoll Chassis des Schenker Notebooks XMG P502 versteckt die irre Leistung die in ihm steckt sehr gut. Die mattierten Oberflächen auf dem Displaydeckel und im Innenraum tragen eine haptisch ansprechende Gummierung, auch die Beleuchtung der Standardtastatur lässt ein hochwertiges Gerät vermuten. Das Design des XMG P502 beinhaltet eine unauffällige, leicht kantige Formgebung des kompakten Gehäuses und einen glänzenden Displayrahmen. Letzteren hätten wir auch gern mit einer matten Beschichtung, Fingerabdrücke werden vom Klavierlack beim Auf- und Zuklappen schnell aufgenommen. Der Displaydeckel könnte ein Stück stabiler ausfallen. Ansonsten präsentiert der Gamer eine gute Verarbeitung. Die Spaltmaße des Kunststoffgehäuses sind gering und gleichmäßig, die Basiseinheit ist robust und wehrhaft gegenüber unseren Verwindungsversuchen. Obwohl die Scharniere fest angezogen sind, wippt der Displaydeckel ein wenig nach. Für Techniker interessant: Das P150EM Chassis aus dem Hause Clevo erlaubt mit leicht zugänglichen Wartungspanels auf der Gehäuseunterseite den Tausch von Hardwarekomponenten mit nur wenigen, zu lösenden Schrauben.

Die Standardtastatur verwendet abgestufte und damit sehr gut voneinander abgegrenzte Tasten mit einem kurzen Hub und klarem Druckpunkt. Für Spieler wurde die Leertaste nach links versetzt. Die Windowstaste rutscht auf die rechte Seite, um im Eifer des Gefechts nicht unabsichtlich auf den Windows-Desktop zu springen. Für Büroanwendungen hat auch ein separater Ziffernblock Platz gefunden. Die großzügige Tastatur reicht fast bis an die Gehäuseränder. Die drei Zonen der Hintergrundbeleuchtung sind frei konfigurierbar. Die Farbwahl oder ein bestimmtes Verhalten können den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Das Multitouchpad ist leicht in die Handballenauflage eingelassen und die matte Gummioberfläche präsentiert sich aus einem Guss. Mit guten Gleiteigenschaften, knackigen Mausersatztasten und prompter Erkennung aller Gesten kratzt es nicht am guten Gesamteindruck der Eingabegeräte.

Das Anschlussportfolio ist sehr umfangreich. Von insgesamt vier USB Ports beherrschen drei den schnellen USB 3.0 Standard und einer dieser drei kann auch eSATA-Festplatten aufnehmen. Wir finden zudem einen Firewire Port und vier konfigurierbare Audioanschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon, Line-In und S/PDIF. Für externe Bildschirme stehen HDMI, DisplayPort und DVI bereit – praktischerweise an der Gehäuserückseite positioniert. Kommuniziert wird über den Gigabit-LAN-Port, WLAN-N und Bluetooth. Ein 9-in-1 Kartenleser und die hochauflösende 2,0-Megapixel Webcam komplettieren die Ausstattung. Wer seine Daten gern sicher vor Fremdzugriff schützen möchte, kann sich per Fingerabdruck anmelden.

Bei der Software bietet Schenker jede Menge Optionen. Wer will, bekommt das Gerät auch ohne Betriebssystem. Für letzteres stehen Windows 7 Home Premium bis Ultimate zur Verfügung. Bei einem Kauf mit Betriebssystem kann dieses inklusive aller Treiber kostenlos vorinstalliert werden und ein Upgrade auf Windows 8 Pro kostet nur 14,99 Euro.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3720QM / 2,6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 680M
Festplatte128 GB SSDRAM:16 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:4.9 Std.Gewicht:3.1 kg
B x H x T:37.6 cm x 4.3 cm x 25.6 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

In unserem Testgerät stecken ein schneller Intel Core i7-3720QM mit 2,6 GHz Basistakt, 16 GB DDR3 Arbeitsspeicher, eine 128 GB SSD und die Nvidia Geforce GTX 680M Grafikkarte mit 4096 MB GDDR5-Speicher. Mehr Leistung lässt sich schwerlich im 15,6 Zoll Formfaktor unterbringen. Es gibt derzeit nur zwei schnellere mobile Prozessoren, der Intel Core i7-3820QM und der Intel Core i7-3920XM sind ebenfalls konfigurierbar. Letztere CPU bringt noch einmal 30 Prozent mehr Leistung im Schnitt, eignet sich aufgrund des fast schon unverschämten Aufpreises von fast 800 Euro gegenüber dem verbauten Intel Core i7-3720QM nur für absolut kompromisslose Gamer mit großem Geldbeutel. Prozessorlastige Anwendungen wie Videokonvertierungen und -Schnitt laufen auch mit den Einstiegsprozessoren der Intel Core i7 Serie sehr flüssig. Das eigentliche Hauptaufgabenfeld der 3D-Spiele fordert vielmehr Grafikleistung als Prozessorpower. Dank der neuen, Kepler genannten Architektur liefert die Nvidia Geforce GTX 680M gegenüber der zweitstärksten im Portfolio - GTX 675M - eine satte Mehrleistung von 30 bis 40 Prozent. Die Nvidia Karte teilt sich die Performance-Krone mit der AMD Radeon HD 7970M, welche sie in den meisten Benchmarks leicht hinter sich lassen kann. In der Praxis bewältigt die Nvidia Geforce GTX 680M die meisten modernen Spiele wie Alan Wake, Battlefield 3, Max Payne 3 und Batman: Arkham City in maximaler Detailstufe. Oft reichen die Leistungsreserven um die Spiele in 3D auf entsprechenden externen Monitoren darzustellen.

Auch beim Massenspeicher macht unser XMG P502 einen flotten Eindruck. Das Betriebssystem ist auf einer 128 GB SSD von Crucial installiert, welche mit 250 MB/s sequentieller Lese- und 180 MB/s sequentieller Schreibrate um einiges schneller ist, als die ebenfalls verbaute Festplatte mit 1000 GB. Die SSD steckt in der Platzsparenden mSATA Bauform, so können im XMG P502 die Vorteile der SSD, wie schnelle Boot- und Ladezeiten, mit der großzügigen Kapazität der HDD kombiniert werden.

Das matte Display mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel kann uns voll und ganz überzeugen. Schenker Notebooks scheint gegenüber älteren P502 Modellen jetzt ein wenig leuchtstärkere Displays zu ordern. Mit 363 Candela pro Quadratmeter messen wir bei dem aktuellen Panel im Schnitt 30 Candela mehr. Subjektiv ist das nicht wahrzunehmen. Die Leuchtkraft besteht auch unseren Test im Freien. Das maximale Kontrastverhältnis von 741:1 ist sehr hoch und wappnet das XMG P502 auch für Filmabende mit dem verbauten Blu-ray Laufwerk. Das 2.1 Lautsprechersystem erzielt prinzipiell einen kraftvollen Klang, präsentiert sich aber trotz THX Pro Studio Klangverbesserungen etwas zu höhenlastig und unrund. Wer auf guten Sound Wert legt, braucht eine externe Lösung.

Trotz des im Vergleich zu anderen Gaming-Systemen geringen Stromverbrauchs von 26 Watt im Leerlauf, 30 Watt beim Surfen, 100 Watt beim Spielen und maximal 182 Watt hält der Akku maximal nur etwas mehr als vier Stunden. Dieser Wert wird nur durch den Grafikkarten-Wechsel via Nvidia Optimus auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 Einheit ermöglicht. Dennoch ist der Akku ist innerhalb einer Stunde leergespielt. Unter moderater Belastung mit Surfen und kurzen Gaming-Sessions sind bis zu zwei Stunden Laufzeit möglich. Die Kühllösung arbeitet dabei stets leise und effizient. Die Oberflächentemperaturen von im Schnitt 30 Grad Celsius sind sehr kühl angesichts der 3D-Leistung. Im Leerlauf messen wir rund 28 Grad Celsius und mit 32 Dezibel (A) sind die Lüfter kaum wahrnehmbar. Auch im Surfbetrieb bleibt der Lüfter lange auf dieser Stufe, erst unter größerer Belastung sind bis zu 39 Dezibel (A) und unter Volllast bis zu 55 Dezibel (A) zu vernehmen.

Zusammenfassung

Unverschämt leistungsfähig und unverschämt teuer! Rund 2.400 Euro verschlingt unsere Konfiguration des 15,6-Zoll Schenker Notebook XMG P502, dafür liegt es aber auch ganz dicht an der oberen Leistungsgrenze des 15-Zoll Formfaktors. Das matte FullHD-Display, die Tastaturbeleuchtung und das satte Anschlussportfolio erhält man auch schon in der Basisausstattung. Nicht ganz so kompromisslose Gamer sollten zur AMD Radeon HD 7970M mit ähnlicher Leistung für 300 Euro weniger und zum Intel Core i7-3610QM greifen. Auch beim Arbeitsspeicher dürften 8 GB bei den meisten Spielen ausreichen. Ist der Geldbeutel prall gefüllt und will man sich maximale 3D-Performance gönnen, dann nur zu!


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0623263 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark116025 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage25023 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74857 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage16645 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.03833.8 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)253.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)178.6 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17946 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26507 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz32.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read294.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen24483 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)6116 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)22933 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6819 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4835 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)19132 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6783 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung41 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 57 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 1 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 20 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

100 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,100 kWh x 24,00 Cent = 52,56 EUR

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