1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Schenker XMG P502 - Testgerät - Aufgepeppt und zeitlos

© Copyright by Schenker. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (14)
Bilder zum Test: Schenker XMG P502 - Testgerät - Aufgepeppt und zeitlos

Äußerlich hat sich wenig getan beim Schenker XMG P502 Pro. Noch immer nutzt der „Build to order“-Hersteller das Clevo P150EM Gehäuse für die leistungsstarken 15-Zoller. Die matten Oberflächen des Kunststoffgehäuses unterstreichen das kantige, aber dezente Design und versprechen Wertigkeit. Die größte optische Neuerung stellt die Tastatur dar. Das Chiclet-Design des Vorgängers weicht dem Standard-Layout mit steuerbarer Hintergrundbeleuchtung. Ein genauer Blick auf den linken Gehäuserand verrät zudem, dass die USB 3.0 Ports in der Anzahl auf drei aufgestockt wurden. Einer dieser Ports hat auch eine eSATA-Unterstützung integriert. An der Lautsprecherleiste und den anliegenden Status-LEDs hält Clevo fest. Auch beim glänzenden Displayrahmen zeigen sich die Gehäusebauer hartnäckig, noch immer setzen sich hier Fingerabdrücke ab.

In punkto Verarbeitung konnten wir kleinere Verbesserungen entdecken. Die Tastatur hat weniger Spiel im hochwertigen und robusten Gehäuse. Die Spaltmaße sind gering und auch die Gehäuseränder erweisen sich als stabil gegenüber Belastung. Der Displaydeckel gibt unseren Verwindungsversuchen jedoch geringfügig nach. Reizt man die Flexibilität bis zur Grenze aus, braucht es jedoch schon hohen Kraftaufwand um tatsächliche Schäden zu verursachen. Wer ein wenig Acht gibt auf seinen Gaming-Begleiter, kann mit einem langen Produktlebenszyklus rechnen.

Die überarbeitete Tastatur ist sehr komfortabel aber gewöhnungsbedürftig, da sie für Gamer optimiert wurde. Die Windows Taste findet sich nun rechts von der Leertaste, letztere wurde nach links versetzt und die Enter-Taste ist einzeilig. Diese Aufteilung verhindert einen versehentlichen Wechsel in den Desktop-Modus und der Daumen liegt mittig auf der Leertaste, wenn man die für Spiele wichtigen WASD-Tasten belegt. Auch Vielschreiber dürften am neuen Keyboard Gefallen finden. Durch Abstufungen an den Rändern der Anschlagfläche sind die Tasten klar abgegrenzt. Ein kurzer Hub und der knackige Druckpunkt sorgen für ein präzises, haptisches Feedback. Auch bei hartem Anschlag hält sich die Geräuschentwicklung in Grenzen. Ein separater Ziffernblock unterstützt Sie bei Büroanwendungen, wie der Tabellenkalkulation. Die Hintergrundbeleuchtung ist unterteilt in drei Zonen und besitzt Einstellmöglichkeiten für zehn Helligkeitsstufen, ach Farben und acht Verhaltensweisen. Die Tastatur des Vorgängers im Chiclet-Design ist ebenfalls konfigurierbar. Das Multi-Touchpad reagiert prompt auf alle Gesten und die Mausersatztasten nehmen einen Fingerabdruckleser in ihre Mitte.

Das Anschlussportfolio des Schenker XMG P502 kann sich wirklich sehen lassen. Wie eingangs erwähnt, integriert einer der drei USB 3.0 Ports zusätzlich einen eSATA Anschluss. Hinzu kommen ein USB 2.0-, Firewire-, HDMI-, Display- sowie ein DVI-Port. Der 9-in-1 Kartenleser versteht alle gängigen MMC, SD und MemoryStick Formate. Die kabelgebundene Kommunikation läuft über Gigabit-LAN, für Wireless Verbindungen stehen diverse WLAN Module mit und ohne Bluetooth zur Auswahl. Das BIGFOOT Wireless LAN Killer N 1103 Modul in unserem Testgerät beherrscht kein Bluetooth.

Sehr angenehm ist die spartanische Softwareausstattung. Gegen einen Aufpreis kann eine Windows 7 Version geordert werden – die Installation des Betriebssystems und der notwendigen Treiber ist kostenlos. Überzeugend sind einerseits die Optionen für das Betriebssystem, andererseits die Abwesenheit von diversen Probeversionen nerviger Sicherheitssoftware. In diesem Fall ist weniger mehr und erspart Ihnen Arbeit bei der Deinstallation.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2,2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 675M
Festplatte750 GB Hybrid -+ 8 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4.9 Std.Gewicht:3.1 kg
B x H x T:37.6 cm x 3.5 cm x 25.6 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

Bis zum in Kürze erwarteten Launch der Intel Ivy Bridge Prozessoren müssen wir mit dem Intel Core i7-2670QM auf Basis der Sandy Bridge Plattform vorlieb nehmen. Der neue Intel HM77 Chipsatz mit Codenamen Panther Point unterstützt beide Generationen von CPUs. Zum Launch darf mit einem Leistungsplus der Ivy Bridge CPUs von mindestens 10 Prozent bei gleichem Takt gegenüber den Vorgängern gerechnet werden – auch Akkulaufzeit und Effizienz können sicher noch gesteigert werden. Hinsichtlich der Leistung kann man die Kompromisslosigkeit bei den Komponenten auch als Starrköpfigkeit auslegen. Wer ein Desktop-Replacement sucht, wird wenige 15-Zoll Notebooks in dieser Leistungsliga finden. Grundsätzlich bietet ein Intel Core i7-2670QM genug Leistung für fordernde Anwendungen. Die Nvidia Geforce GTX 675M gehört noch zur High-End Kategorie der aktuellen GPU-Familie 600M und lässt bis auf ein paar Ausnahmen (Metro 2033) in den meisten Spielen höchste Detailstufen zu. Dazu gehören auch Batman: Arkham City, Mass Effect 3 und Diablo 3. Auch die acht Gigabyte Arbeitsspeicher und das 750 GB große Hybridlaufwerk, Seagate Momentus XT, geben keinen Anlass zur Beanstandung.

Verlassen Sie jedoch den heimischen Schreibtisch, kommt es zu Einschränkungen. Im Akkubetrieb taktet sich die Nvidia Geforce GTX 675M auf 73 MHz (Kerntakt) herunter. Wir mussten das schon bei Vorgängermodellen unter den Gaming-Notebooks in Kauf nehmen. Im Grunde ist die GTX 675M auch „nur“ eine umbenannte Nvidia Geforce GTX 580M. Der Chip wird noch im alten 40nm-Prozess gefertigt und die Taktraten des Kerns und Speichers entsprechen der GTX 580M. Lediglich die Umschaltmöglichkeit auf die im Prozessor integrierte Grafik via Nvidia Optimus ist neu. Da es sich bei dem Leistungsverlust im Akkubetrieb um ein Software-„Problem“ handelt, können wir nicht so recht nachvollziehen, warum nicht wenigstens 300 MHz Kerntakt (Netzstrom: 620 MHz) belassen wurden. Die geringe Taktung und verringerte Leistungsaufnahme sollen eine Überhitzung des Akkus verhindern. Im Fall der Runtertaktung lohnt sich das Warten auf Ivy Bridge – die integrierte Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit wird die Spieleleistung gegenüber der Intel HD Graphics 3000 verdoppeln können. Lag letztere noch knapp unter einer GTX 670M mit 73 MHz Kerntakt, so dürfte die Intel HD Graphics 4000 zumindest Gelegenheitsspieler abseits der Steckdose zufriedenstellen. Wer ausschließlich unterwegs spielen möchte, den könnte das Schenker XMG (Extreme Mobile Gaming) begrifflich in die Irre führen. Für diese Klientel sind Notebooks mit Grafikkarten wie der Nvidia Geforce GT 640M auf Basis der Kepler-Architektur aktuell die bessere Wahl. Wer ein mobiles Studio sucht, mit reichhaltigem Anschlussportfolio und sehr guter aber transportabler Leistung, dessen Aufgabenbereich dürfte auf Schenkers XMG P502 passen.

Das matte FullHD-Display mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel ist durchaus für den Einsatz unterwegs geeignet. In fast allen Belangen zeigen sich sehr gute Werte. Die durchschnittliche Leuchtdichte liegt bei 337 Candela pro Quadratmeter, der maximale Kontrast bei 775:1 und die Blickwinkelstabilität ist in beide Richtungen vorbildlich. Das 2.1-Lautsprechersystem mit THX-Zertifizierung unterstreicht die Multimediatauglichkeit des Desktop-Ersatzes. Das Klangbild ist zwar leicht höhenlastig, bietet aber eine hohe maximale Lautstärke und dank integrierten Subwoofer genügend Tiefe.

Einen kleinen Schritt in Richtung Mobilität haben Schenker und Clevo schon gewagt, die beim Vorgänger vermisste Nvidia Optimus Technologie wurde implementiert. Nun kann je nach Bedarf zwischen der diskreten Nvidia Geforce GTX 675M oder der integrierten Intel HD Graphics 3000 Grafiklösung gewechselt werden. Im Leerlauf konnten wir den Verbrauch auf 19 Watt senken und kamen auf eine maximale Laufzeit von 4 Stunden und 49 Minuten. Den Volllastbetrieb verkraftet der Akku (mit gedrosselter Grafik) etwas länger als eine Stunde. Im praktischen Einsatz fern der Steckdose liegt die Laufzeit bei 2 Stunden und 56 Minuten, wenn man gleichermaßen spielt und im Internet surft. Im Durchschnitt bleiben die Oberflächentemperaturen um die 29 Grad Celsius mit kleinen Ausreißern auf bis zu 45 Grad. Für diese Werte kühlt der Lüfter unter Volllast relativ laut mit 54,3 Dezibel (A). Im Leerlauf säuselt die Kühlung mit 32 Dezibel (A) und in der Praxis sind 39 Dezibel (A) schon deutlich hörbar.

Zusammenfassung

Schenkers XMG P502 Pro ist nach wie vor schick, schnell und hochauflösend. Die farbig beleuchtete Tastatur und die Nvidia Optimus Technologie liefern zusätzliche Kaufargumente. Je nach Preisvorstellung kann beim Leipziger Hersteller die aktuell leistungsstärkste Hardware verbaut werden. Festgelegte Komponenten, wie das Anschluss-Portfolio und die Ausleuchtung des FullHD-Bildschirms, spielen dabei ebenfalls in der obersten Liga und brauchen sich vor Größen wie dem Alienware M15x nicht zu verstecken. Wir hoffen, dass BIOS Updates in Kürze auch im Akkubetrieb eine ansprechende Grafikleistung ermöglichen. Dann funktioniert das umfangreiche und leistungsfähige Heimstudio nämlich auch im Anwendungsbereich mobiler Gamer und ist uneingeschränkt zu empfehlen.


Andere Notebooks von Schenker - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Schenker - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0618924 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark113490 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage16746 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73887 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage10144 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02145.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)115.8 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)99.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read16990 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write16054 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz52.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read93.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34619 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3878 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)14296 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6299 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3848 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)13921 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6230 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung56 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 4 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 49 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 56 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

120 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,120 kWh x 24,00 Cent = 63,07 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.