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Bilder zum Test: Schenker XMG A722 - Testgerät - Gaming-Notebook für Einsteiger

Schenker Notebooks setzt beim verwendeten Gehäuse des XMG A722 erneut auf Understatement. Das Clevo-Chassis bietet keinerlei Designelemente, die auf das potente Innenleben schließen lassen. Displaydeckel und Handballenauflage sind in Granit Grau gehalten, die Unterseite und der Displayrahmen zeigen sich in schwarzem, mattiertem Kunststoff. Die Verarbeitung ist durchweg gut, die Spaltmaße gering und gleichmäßig. Sowohl die Basiseinheit als auch der Deckel sind stabil und geben auch unter Druck kaum nach. Zwei Wartungsklappen an der Unterseite ermöglichen einen schnellen Zugang zu den Festplatten und dem Arbeitsspeicher, ideal für spätere Aufrüstaktionen.

Die verbaute Tastatur bietet keinerlei Extras. Die Tasten liegen im Standard-Design vor und besitzen einen kurzen Hub und klaren Druckpunkt. Um Spielern entgegen zu kommen, ist die Leertaste leicht nach links versetzt angebracht. Für Kalkulationen und Büroaufgaben kann der separate Ziffernblock genutzt werden. Vier Sondertasten sitzen neben dem Tastaturfeld. Mit diesen lässt sich die im Displayrahmen integrierte Webcam ein- und ausschalten, die Lautsprecher stumm stellen und die kabellose WLAN-Verbindung trennen. Die vierte Taste schaltet zwischen der im Prozessor integrierten Grafikeinheit Intel HD Graphics 4000 und der dedizierten Nvidia Geforce GTX 660M hin und her. Das Multitouchpad befindet sich mittig unter der Tastatur, ist leicht in die Handballenauflage eingelassen und die Tasten sind klar abgetrennt. Auf der matten Oberfläche lässt es sich durchaus flott navigieren und die Tasten bieten einen guten Druckpunkt.

Das Anschlussportfolio zeigt sich üppig und aufgeräumt. Nur die Vorderseite unterhalb der Handballenauflage ist frei gehalten worden. Von insgesamt vier USB Ports beherrschen drei den schnellen USB 3.0 Standard und einer dieser drei kann zusätzlich eSATA-Festplatten aufnehmen. Sollte der große 17,3 Zoll FullHD-Bildschirm mal nicht ausreichen, kann das Gerät über eine VGA- und HDMI-Schnittstelle mit einem Fernseher oder Beamer verbunden werden. Drei 3,5 Millimeter große Klinke-Buchsen ermöglichen die Anbindung von Kopfhörern, Headsets und dank S/P-DIF auch Surround-Anlagen. Speicherkarten aus Kamera, Smartphones oder anderen Geräten finden an einem 7-in-1-Kartenleser Anschluss. Auf Wunsch bekommt man gegen Aufpreis auch einen Blu-ray Brenner anstelle des bei uns verbauten DVD-Brenners. Als Betriebssystem stehen Windows 7 Home Premium, Professional und die Ultimate-Edition zur Auswahl, die wahlweise ab Werk vorinstalliert sind. Neben einer kostenfreien Microsoft Office 2010 Starter Edition kann auch eine einjährige Kaspersky Internet Security 2012 Suite installiert werden. Auf der mitgelieferten DVD sind alle notwenigen Treiber für Windows 7 vorhanden.

Technische Daten

Display:17,3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2,3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 660M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB SSD
1 TB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:3.2 kg
B x H x T:41.3 cm x 4.4 cm x 22.75 cmFarbe:grau

Auf dem Prüfstand

In der Standardausstattung bietet das XMG A722 einen Intel Core i3-3110M Zweikern-Prozessor. Wir haben etwas mehr investiert und testen die Variante mit einem schnellen Intel Core i7-3610QM Vierkern-Prozessor, welcher sowohl in Spielen als auch in Anwendungen eine starke Leistung bietet. Insgesamt lässt sich aus zwölf verschiedenen Prozessoren auswählen, je nach Anforderung und Geldbeutel. Als Arbeitsspeicher kommen 8 GB zum Einsatz, die auf zwei 4 GB großen Riegeln verteilt die drei verfügbaren RAM-Slots zum Großteil belegen. Maximal 24 GB lassen sich in Verbindung mit einem Vierkern-Prozessor zusammenstellen. Prozessorlastige Anwendungen wie Videokonvertierungen und Filmschnitt-Programme laufen problemlos. Viel wichtiger für ein Gaming-Notebook ist allerdings die Leistung in Spielen und dazu benötigt man eine starke Grafikkarte. In diesem Fall setzt Schenker Notebooks auf eine Nvidia Geforce GTX 660M. Sie basiert auf der aktuellen Kepler-Architektur und bietet die Nvidia Optimus Technologie. Je nach Bedarf schaltet Optimus dabei im Hintergrund automatisch zwischen der Nvidia-Grafikkarte und der integrierten Intel-Grafiklösung hin und her. Für die Darstellung von Filmen beispielsweise reicht die Intel Grafikeinheit und somit ergibt sich eine längere Akkulaufzeit. Leistungsmäßig ordnet sich die GTX 660M deutlich über einer GT 650M ein und aktuelle Computerspiele wie Max Payne 3, Mass Effect 3 oder Batman: Arkham City 3 sind bei FullHD Auflösung in Mittleren und Hohen Detailstufen problemlos spielbar. Bei aktiver Nvidia-Grafikkarte kommt es jedoch aufgrund von nicht veränderbaren Voreinstellungen zur Deaktivierung des Intel Turbo Boosts, welcher die Taktrate des Prozessors normalerweise dynamisch anpasst. In Spielen bleibt der Quad-Core Prozessor also bei seinem 2,3 GHz Grundtakt, was sich bei einigen Spielen bemerkbar machen könnte.

In das große 17,3 Zoll Gehäuse bringt Schenker zwei Festplattenschächte unter, die sich vielseitig konfigurieren lassen. Standardmäßig wird eine 320 GB fassende Seagate Momentus mit 7.2000 U/min verbaut. In unserem Testmodelle steckt eine pfeilschnelle 128 GB Crucial SSD in Verbindung mit einer 1 TB großen Samsung Spinpoint M8 Festplatte. Das Betriebssystem und alle wichtigen Programme sind dabei auf der SSD installiert, die mit 445,8 MB/s beim sequentieller Lesen und 184,8 MB/s beim sequentiellen Schreiben hohe Übertragungsraten bietet. Nur knapp 20 Sekunden vergehen bis das Betriebssystem einsatzbereit ist.

Das matte Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel liefert im Test gute Werte. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 259 Candela pro Quadratmeter gehört es nicht zu den hellsten Vertretern, die in Schenker Notebooks verbaut werden, aber das Kontrastverhältnis liegt mit 774:1 auf einem sehr hohen Niveau. Spiele, Filme und Bilder werden klar dargestellt. Ein Außeneinsatz ist dank entspiegelter Oberfläche möglich. Das Onkyo Soundsystem erzielt eine hohe Gesamtlautstärke, wirkt aber ohne Subwoofer etwas blass. Auch die Klangverbesserung durch die THX Pro Studio Software ändert nicht viel am eher höhenlastigen Klang. Für Videoclips noch in Ordnung, sollte man sich für den Musik und Filmgenuss externen Lösungen zuwenden.

Trotz des leistungsfähigen Innenlebens bleiben die Oberflächentemperaturen in einem annehmbaren Bereich. Wir messen durchschnittlich 29,9 Grad Celsius auf der Ober- und 31,1 Grad auf der Unterseite. Vorbildlich bleibt die Handballenauflage jederzeit kühl, einzig die Unterseite im Bereich der Lüftungsauslässe heizt sich auf. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 21,5 Watt hält das Schenker XMG A722 knapp 5,5 Stunden durch, bevor es an die Steckdose muss. Mit 33,6 Dezibel (A) steht der Leerlaufpegel in einem positiven Licht. Erst nach längerer Auslastung muss der Lüfter eine Stufe höher schalten und pendelt sich in der Praxis bei 38 Dezibel (A) mit einem guten Wert ein. Bei einer Mischung aus Spielen, Surfen und Filmen ergibt sich eine praktische Akkulaufzeit von rund 3 Stunden.

Zusammenfassung

Schenker präsentiert mit dem XMG A722 seine neue Mittelklasse. Schon die Basisausstattung kann mit einem guten Anschlussportfolio und der für Spieler geeigneten Nvidia Geforce GTX 660M punkten. Unsere getestete Variante kostet nicht mehr als bei der Konkurrenz, kann aber mit einer starken Kombination aus schneller SSD und großer 1 TB fassenden Festplatte aufwarten. Vorbildlich gestaltet sich auch die verwendete Kühllösung, die den Lüfter konstant auf niedrigen Umdrehungen hält. Für 100 bis 200 Euro mehr bekommt man zwar bereits Konfigurationen mit einer Nvidia GTX 670M vorgesetzt, aber diese bietet nur eine geringe Mehrleistung. Alles in allem hat Schenker ein ansprechendes Paket geschnürt, dass mehr bietet als das matte Gehäuse erwarten lässt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0614794 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112464 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage11848 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73988 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage19617 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02527.6 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)445.8 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)184.8 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read18098 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26168 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz34.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read326 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22313 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4378 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)17034 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6836 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3263 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17165 Pkt.Max. 21307 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 40 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 29 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

63 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,063 kWh x 24,00 Cent = 33,11 EUR

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