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Bilder zum Test: Schenker XMG A523 - Schlichter Midrange Gamer mit Intel Haswell und Nvidia Geforce GTX 765M

Beschreibung

Häufig anzutreffen im Notebook Angebot von Schenker sind die schlichten, „barebone“ genannten, Gehäuse des taiwanesischen Unternehmens Clevo. Als Wiederverkäufer erlaubt Schenker Notebooks die Auswahl bei der Bestückung mit Komponenten und erreicht damit, wenn nicht immer einen Preisvorteil, zumindest eine sehr genaue Abstimmung auf die Bedürfnisse der Käufer. Für den Schenker XMG A523 haben wir uns die Kombination aus Intel Core i7-4800MQ Quadcore Prozessor und Nvidia Geforce GTX 765M Grafikkarte herausgepickt. Das Gesamtpaket kostet knapp 1.600 Euro.

Das Clevo Chassis ist wie vom Hersteller gewohnt, sehr elegant und schlicht gehalten. Die Handballenauflage wurde überarbeitet und verzichtet nun auf eine Gummierung. Der haptische Rückschritt erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Fingerabdrücken. Stören kann man sich am glänzenden Displayrahmen, auch da hätten wir uns eine matte und damit reflexionsärmere Beschichtung gewünscht. Der Displaydeckel imitiert gebürstetes Metall, dort hinterlassen unsere Berührungen schnell Abdrücke. Die Verarbeitungsqualität ist mit geringen Spaltmaßen, einem im Widerstand ansprechend dimensionierten Scharnier und festem Basismodul sehr gut. Man muss jedoch anmerken, dass es in dieser Performance- und Preisklasse mittlerweile stylischere und schlankere Gaming-Notebooks wie das Samsung Serie 7 Chronos 770Z5E gibt.

Die Eingabegeräte sind ordentlich und komfortabel. Die Chiclet-Tastatur bietet auch Vielschreibern ein angenehmes Tippgefühl. Der mittellange Hub und ein sauberer Druckpunkt sowie ein separater Ziffernblock stehen auf der Positivseite. Wir vermissen allerdings eine Hintergrundbeleuchtung, welche mittlerweile eigentlich zum Standardrepertoire gehören sollte. Das leicht eingelassene Touchpad hätte angesichts der umfangreichen Gestensteuerung im Windows 8 Betriebssystem etwas größer ausfallen können, reagiert jedoch präzise. Zwischen den Mausersatztasten befindet sich ein Fingerabdruckscanner, welcher in Verbindung mit der Authentic truesuite Software den herkömmlichen Kennwortschutz ersetzt.

Das etwas üppigere Chassis wartet mit überdurchschnittlicher Anschlussausstattung auf. Neben dem Netzstecker sitzt ein VGA Port an der Rückseite, externe Displays können auch über HDMI angeschlossen werden. Rechts sitzen drei USB 3.0 Ports, einer davon ist ein Kombiport, welcher auch eSata Laufwerke empfängt. Ein Kartenleser und der Gigabit-LAN Port befinden sich ebenfalls rechts. Auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite sitzt das optische Laufwerk mit Optionen für DVD-Multi, Blu ray Rom oder Blu ray Brenner. Gefolgt von drei Audiobuchsen finden wir noch einen USB 2.0 Port. Drahtlos kann das Schenker XMG A523 in unserer Konfiguration mit Intel Centrino Advanced-N 6235 über Dualband WLAN a/g/n und Bluetooth 4.0 kommunizieren. Die Webkamera im Displayrahmen löst mit 2.0 Megapixel auf.

Softwareseitig lässt Schenker Notebooks ebenfalls freie Auswahl. Das Gerät kann komplett ohne Betriebssystem geordert werden oder aber mit allen verfügbaren Windows 8 Versionen. Falls ein Betriebssystem geordert wird, ist die Installation inklusive aller Treiber kostenlos.

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 4800MQ/ 2.4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 765M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
1000 GB
240 GB SSD
RAM:8 GB
Laufwerk:BD-R (-R DL) (Blu-ray-Brenner), BD-RE (-RE DL) (Blu-ray-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:2.7 kg
B x H x T:37.4 cm x 4.27 cm x 25 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Unsere Konfiguration des Schenker XMG A523 trifft mit Intel Core i7-4800MQ Quadcore Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und Nvidia Geforce GTX 765M Grafikkarte den Nerv der meisten Gamer. Office Applikationen, Internet und Videowiedergabe laufen spielend, mit der Gaming-Grafikkarte braucht sich unser 15,6 Zoller auch vor modernen 3D-Titeln nicht zu verstecken. Der Prozessor läuft mit einem Basistakt von 2,7 GHz und erreicht bis zu 3,7 GHz Turbotakt bei einer maximalen Verlustleistung von 47 Watt. Wir empfehlen den nächstkleineren Prozessor, den Intel Core i7-4700MQ mit 2,4 bis 3,4 GHz. Die Leistung liegt gerade mal 10 Prozent unter dem Core i7-4800MQ, was den Aufpreis von mehr als 100 Euro in unseren Augen nicht rechtfertigt. Die meisten Anwendungen profitieren weitaus mehr von den 8 GB Arbeitsspeicher und von der Geforce GTX 765M Grafikkarte. Diese erreicht zwar nur die Hälfte der Leistung des Topmodells Geforce GTX 780M, bewältigt jedoch moderne Top Titel wie Tomb Raider, Bioshock Infinite und Assassins Creed 3 in hoher bis maximaler Detailstufe bei der FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel.

Speichertechnisch haben wir eine Kombination aus Intel SSD 335 mit 240 GB als Bootplatte und einer HGST 1 TB Platte als scheinbar unersättliches Datengrab. Mit sequentiellen Datenraten von 469 MB/s (Lesen) und 323 MB/s (Schreiben) erleben wir ein flottes Arbeitstempo. Dank 7.200 Umdrehungen pro Minute erreicht auch die HGST Travelstar Festplatte ordentliche Geschwindigkeiten von 135 beziehungsweise 131 MB/s, welche unter herkömmlichen Festplatten im oberen Bereich anzusiedeln sind. Performancehungrige Anwender können natürlich auch zwei SSDs auswählen und die Datenraten im RAID 0 Modus nahezu verdoppeln. Eine vergleichsweise preiswerte Variante wäre die Kombination von zwei herkömmlichen Festplatten im RAID 0 und einer mSata SSD als Bootlaufwerk. Leider berücksichtigt der Onlinekonfigurator diese Auswahl nicht.

Das matte 15,6 Zoll Display bietet mit 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD) Auflösung genügend Arbeitsraum und ermöglicht die Darstellung von Blu rays in voller Qualität. Dank der ordentlichen Grafikpower können auch die meisten modernen Spiele in dieser Auflösung gefahren werden. In der Horizontalen sind die Blickwinkel sehr stabil und die Farben wirken extrem knackig und frisch. Auch das maximale Kontrastverhältnis von 1.507:1 begünstigt dank extrem niedrigem Schwarzwert von 0,14 die Nutzung für Filme, Fotos und Videos. Mit der durchschnittlichen Helligkeit von 196 Candela pro Quadratmeter sollte man in Außenarealen aber lieber schattige Plätze ansteuern. Die Lautsprecherleiste liegt trotz Sound Blaster Klangverbesserungen mit ihrem Sound auf Smartphone Niveau. Wir empfehlen auf jeden Fall eine externe Lösung für jedwede Multimedia-Aktivität.

Angenehm zurückhaltend bezüglich der Geräuschkulisse reagiert auch die Kühlung, im Leerlauf liegt der Pegel bei kaum wahrnehmbaren 32 Dezibel (A). Im Officebetrieb mit gelegentlichen Lasten bleiben die Lüfter bei 36 Dezibel (A), erst unter Volllast bei einem Verbrauch von 109 Watt erreicht die Kühlung 48 Dezibel (A) – was angesichts der Abwärme immer noch akzeptabel ist. Die maximale Akkulaufzeit liegt bei 5 Stunden und 12 Minuten, im Alltag ist mit 3 Stunden zu rechnen. Der Stromverbrauch im Leerlauf liegt mit 33 Watt relativ hoch. Die Temperaturen hat das Schenker XMG A523 jedoch jederzeit im Griff, hier liegt der Durchschnitt bei 32,0 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das Schenker XMG A523 ist ein guter Mittelklasse Gamer mit ordentlicher Leistung, schlichtem Chassis und tollem FullHD Display. Wirkliche Schnitzer können wir nicht ausmachen. Unsere Konfiguration kostet in unseren Augen aber eindeutig zu viel. Beim Prozessor sollte die Wahl auf den kleinsten 47 Watt Quad-Core Intel Core i7-4700MQ fallen. Wirklich sparsame Gamer sollten sich aber nach älteren Alternativen umsehen.

Das weitaus attraktivere Gaming-Paket hat jedoch Medion mit dem Erazer X6825 für 1.400 Euro geschnürt. Die Komponenten dürfen sich zwar nicht zur aktuellen Chip-Generation zählen, gerade die Nvidia Geforce GTX 680M Grafikkarte im Erazer bringt in den meisten Spielen mindestens 20 und bis zu 100 Prozent mehr Leistung. Auf die sonstige High-End Ausstattung in Form von SSD, Blu-ray Brenner und mattem FullHD Display muss dabei nicht verzichtet werden. MSI bietet mit dem GE60H-i765M2811B etwas weniger Leistung, speckt die SSD ebenfalls ab im Vergleich, kommt aber mit 1.300 Euro auch auf einen sehr attraktiven Preis.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 2,0 (Gut)
  2. Display 2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche 2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 20555 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 4367 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 16585 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 6500 Pkt. Max. 6666 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read) 469 MB/s Max. 733 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write) 323 MB/s Max. 710 MB/s
Cinebench R10 64 Bit (Single) 7022 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 24569 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6820 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 5442 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 18743 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6833 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Unigine Valley Basic 31 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 1299 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 14.4 fps Max. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD 602 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 0 Std. 47 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 5 Std. 12 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 3 Std. 0 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

94 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,094 kWh x 24,00 Cent = 49,41 EUR

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