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Bilder zum Test: Schenker XMG A522 - Testgerät - Ausgewogenes Gaming-Notebook

Schenker Notebooks setzt bei seinem 15-Zoll XMG A522 Gamer auf ein schlichtes aber wertiges Gehäuse aus dem Hause Clevo. Der 15-Zoller ist mit 2,7 Kilogramm relativ schwer und empfiehlt sich mit seinen Abmessungen eher als Desktopersatz. Der graphitgraue Displaydeckel imitiert die Optik von gebeiztem Aluminium dermaßen glaubhaft, dass wir schon zweimal nachfassen müssen um uns vom Material zu überzeugen. Das Plastik ist nicht ganz so verwindungssteif wie ein Leichtmetall, bietet aber aufgrund guter Verarbeitung genug Stabilität. Der Displayrahmen sorgt mit seinem Klavierlack für störende Reflexionen und fängt sich sehr schnell Fingerabdrücke ein. Umso hochwertiger zeigt sich die Basiseinheit mit einer matten und griffigen Gummierung. Die Verarbeitung des Kunststoffchassis ist sehr gut, nur über dem optischen Laufwerk (links unter der Handballenauflage) gibt das Gehäuse auf Druck etwas nach. Die Scharniere sind sehr fest angezogen, heben sogar die Basiseinheit beim Öffnen und lassen trotzdem ein im spiegelnden Displayrahmen verdeutlichtes, sehr langes Nachwippen zu.

Die Eingabegeräte machen einen guten Eindruck. Die Chiclet-Tastatur trägt keine Hintergrundbeleuchtung, wartet dafür mit einem knackigen Feedback, geräuscharmen Betrieb und einem separaten Ziffernblock auf. Die großzügigen Tasten erzeugen mit einem mittellangem Hub und sehr klaren Druckpunkt ein gutes Schreibgefühl. Das leicht eingelassene Multitouchpad ist nicht ganz so ausladend und liefert aufgrund der Gummierung nicht ganz so gute Gleiteigenschaften. Dafür dient es mit einer prompten Erkennung aller Gesten. Zwischen den beiden knackigen Tasten des Mausersatzes findet sich sogar ein Fingerabdruckscanner als besonderes Sicherheitsfeature. Sehr praktisch sind die beiden Sonderfunktionstasten neben der Lautsprecherleiste. Das Funkmodul lässt sich so an- und abschalten und Stromsparer können per Tastendruck in das UMA Mode Energieprofil wechseln welche die Grafikdarstellung über die integrierte Intel HD Graphics 4000 erzwingt.

Auch das Anschlussportfolio kann sich sehen lassen. Von insgesamt vier USB Ports bieten drei die Unterstützung für das schnellere USB 3.0 und einer dieser Ports empfängt als Kombiport auch eSATA Laufwerke. Externe Displays können über den VGA-Port an der Rückseite, den HDMI-Ausgang an der rechten hinteren Gehäuseecke oder drahtlos mittels Intels Wireless Display Technologie angeschlossen werden. Kommunizieren kann das Schenker Notebooks XMG A522 über Gigabit-LAN, WLAN b/g/n oder Bluetooth 4.0. Ein 9-in-1 Kartenleser und eine Webkamera für Videochats sind auch Teil der Ausstattung. Unter den Audiobuchsen finden sich nicht nur Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sondern auch ein digitaler S/PDIF Ausgang. Softwareseitig bietet Schenker angefangen bei der Auslieferung ohne Betriebssystem bis hin zu Windows 7 Ultimate sämtliche Optionen für einen entsprechenden Aufpreis. Die Installation des Betriebssystems inklusive aller Treiber ist ein kostenfreier Service.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2,3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 660M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB SSD
750 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:2.7 kg
B x H x T:37.4 cm x 4.27 cm x 25 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

Der Intel Core i3-3110M Prozessor in der Basisausstattung meistert im Grunde alle alltäglichen Aufgaben, hat aber keinen TurboBoost und bleibt bei 2,4 GHz Takt. In unserem Testgerät findet sich ein etwas runderes Hardwarepaket, der Intel Core i7-3610QM Quadcore Prozessor vermeidet dank seiner vier Kerne mit 2,3 GHz Basis- und bis zu 3,3 GHz Turbotakt eventuelle Flaschenhälse bei Videokonvertierungen, Bildbearbeitung oder anspruchsvollen 3D-Spielen. Damit letztere auch in hohen Detailstufen und der nativen Auflösung von 1.600 x 900 oder gar 1.920 x 1.080 Pixel spielbar sind, findet sich im XMG A522 die Nvidia Geforce GTX 660M Grafikkarte. Moderne Spiele wie Max Payne 3 oder Battlefield 3 laufen in hohen Detailstufen, Spec Ops: The Line auch in höchsten Einstellungen flüssig. Auch ohne Netzstecker bleibt die Grafikkarte auf ihrem Turbotakt von 950 Mhz und erlaubt damit auch kurze Spielesessions von etwas mehr als einer Stunde fernab der Steckdose oder Unterbrechungsfreies Spielen während eines Stromausfalls. Dass dies keine Selbstverständlichkeit darstellt, mussten wir bei der Fermi-Architektur Vorgängergeneration von Grafikkarten erleben. Anders sieht das für den Prozessor aus, bei Grafiklast für die Nvidia Geforce GTX 660M hält sich der Intel Core i7-3610QM strikt an seinen Basistakt von 2,3 GHz. Auch der bewältigt die meisten Spiele nochmit Leichtigkeit, dass jedoch kein thermisches Limit sondern die bloße Grafiklast den Turbotakt verhindert, ist ein wenig willkürlich. Hinsichtlich der Datenträger bietet Schenker zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten für die zwei 2,5 Zoll Laufwerksschächte. Am praktischsten ist unser Setup mit einer schnellen 128 GB SSD als Bootlaufwerk (Samsung 830, 434 MB/s Lesen u. 309 MB/s Schreiben) sowie einer 750 GB Festplatte für sperrigen Medien und Spiele. Wer mehr Platz braucht kann natürlich auch ein RAID-System aus herkömmlichen Platten einrichten.

Das XMG A522 bietet hinsichtlich des matten Displays zwei Versionen zur Auswahl: Wem die HD+ Auflösung von 1.600 x 900 Pixel nicht genügt, der kann für 30 Euro Aufpreis auch ein FullHD-Panel mit 1.920 x 1.080 Pixel konfigurieren. Letzteres ist mit einer Leuchtdichte von 240 Candela pro Quadratmeter auch für den Einsatz im Freien tauglich, direkte Sonneneinstrahlung sollte allerdings gemieden werden. Das maximale Kontrastverhältnis von 535:1 ist in Ordnung, das Panel bietet in der Horizontalen zudem eine breite Blickwinkelstabilität und erlaubt mehreren Personen einen Blick auf intensive Farben mit ausreichender Helligkeit. Wir vermuten, dass die HD+ Ausführung mit 1.600 x 900 Pixel aufgrund der geringeren Pixeldichte vielleicht etwas heller ist. Für Filme oder Spiele sollte in jedem Fall auf ein externes Soundsystem zurückgegriffen. Trotz des stattlichen 15-Zoll Gehäuses als potentiellen Resonanzkörper und der THX Klangverbesserungssoftware liefern die Stereolautsprecher einen mageren, kraftlosen und höhenlastigen Klang ab.

Das Schenker Notebooks XMG A522 arbeitet nicht immer geräuscharm, liefert mit durchschnittlich 34 Grad Celsius aber akzeptable Oberflächentemperaturen. Bei einem IDLE-Verbrauch von 16 Watt säuselt der Lüfter mit 28 Dezibel (A) angenehm leise vor sich hin. Ein anderes Bild ergibt sich unter Last bei 26 Watt für Surfen mit WLAN und 66 Watt für simple 3D-Andwendungen. Dann ist der Lüfter mit 42 Dezibel (A) schon deutlich wahrnehmbar, unter Volllast (110 Watt) steigert sich die Geräuschemission auf bis zu 51 Dezibel (A). Bis auf einzelne Hot Spots von bis zu 47 Grad Celsius an der Gehäuseunterseiteliegen die Temperaturen unter Last jedoch nur knapp über denen im Leerlauf. Von einem Spielebetrieb auf dem Schoß raten wir aber ab.

Zusammenfassung

Schenker Notebooks hat mit dem XMG A522 dank gutem Bildschirm, performanter Hardware und ansprechender Verarbeitung ein solides Gesamtpaket im Angebot. Größter Pluspunkt ist die individuelle Anpassungsmöglichkeit bei dem deutschen Hersteller, welcher jedes einzelne Notebook für den Verkauf zusammenstellt. Größter Minuspunkt ist das schlaffe Soundsystem. Unter den alternativen Gamern von der Stange bietet das MSI GE60 bis auf die SSD eine ähnliche Ausstattung für 100 Euro weniger, das ASUS G55VW einen leiseren und attraktiveren Kandidaten für 100 Euro mehr.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0614598 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112529 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage11941 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74015 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage19244 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.03091.3 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)434.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)309.0 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13387 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write13792 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz39.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read374.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22315 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4124 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)15868 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4872 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3235 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)12700 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4768 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung57 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 58 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 33 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

66 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,066 kWh x 24,00 Cent = 34,69 EUR

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