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Bilder zum Test: Schenker XMG A102 - Testgerät - Kleiner ganz groß

Das Schenker XMG A102 präsentiert sich aufgeräumt und unscheinbar. Der Hersteller setzt auf Understatement. Das komplette Gehäuse, inklusive Handballenauflage, Displayrahmen und Arbeitsumgebung, ist in einer mattschwarzen Farbgebung gehalten und aus Kunststoff gefertigt. Leistungsfähige Hardware braucht ihren Platz, daher ist das Gehäuse nicht mit einem Ultrabook zu vergleichen. Die maximale Bauhöhe liegt bei 37 Millimeter, das Gewicht bei 1,8 Kilogramm. Die Scharniere sind sehr straff angezogen, Sie benötigen beide Hände um den Deckel anzuheben. Die Verarbeitung des Gehäuses ist auf einem hohen Niveau. Handballenauflage, Displayrahmen und Tastaturfeld sind sehr stabil und lassen sich kaum verwinden. Gleiches gilt für den Deckel des Schenker XMG A102 Gaming-Notebooks.

Im Chiclet-Design vorliegend bieten die Tasten des Keyboards einen klaren Druckpunkt und einen mittellangen Hub. Eine LED-Hintergrundbeleuchtung fehlt. Das Multitouchpad von Synaptics besitzt dieselbe, strukturierte Oberfläche wie die Handballenauflage und ist leicht in das 11,6-Zoll Gehäuse eingelassen. Dank einer angerauten Beschichtung offenbart das Pad sehr gute Gleiteigenschaften. Ein Scroll-Bereich ist integriert, aber nicht extra gekennzeichnet. Beide Touchpad-Tasten sind leichtgängig und einfach zu bedienen. Die Erkennung von Mehrfinger-Gesten (Multitouch) erfolgt problemlos.

Trotz kompaktem Layout überzeugt das Schenker XMG A102 in der Tradition von Gaming-Notebooks mit einer Vielzahl von Anschlüssen. Externe Peripherie sowie Festplatten oder Sticks finden an insgesamt drei USB-Anschlüssen ihren Platz. Zwei davon bieten den schnellen USB 3.0-Standard an. Durch die neue Intel Ivy Bridge Plattform kann das Subnotebook mit einer nativen Unterstützung von USB 3.0 aufwarten. HDMI- und VGA-Ausgang ermöglichen den Anschluss an einen Fernseher, Bildschirm oder Beamer. Der 9-in-1 Kartenleser unterstützt SD, MMC und MS Karten. Um auch drahtlos im Internet unterwegs zu sein, besitzt unser Modell ein Wireless Killer-LAN Modul ohne Bluetooth. Dieses soll für eine Reduzierung der auftretenden Latenz in Online-Spielen sorgen. Kabelgebunden kommuniziert der A102 über den zügigen Gigabit LAN-Anschluss. Die integrierte Webkamera löst mit zwei Megapixel auf und eignet sich für Videotelefonate oder Schnappschüsse.

Als Betriebssystem haben wir uns bei der Konfiguration für eine Windows 7 Home Premium 64 Bit Version entschieden. Darin enthalten sind die Büro-Software Microsoft Office 2010 Starter Edition und ein THX TruStudio Pro Center. Schenker lässt die Möglichkeit weitere Software oder andere Windows Varianten zu konfigurieren.

Technische Daten

Display:11.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i7 3612QM / 2,1 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 650M
Festplatte750 GB Hybrid -+ 8 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4.5 Std.Gewicht:1.74 kg
B x H x T:28.7 cm x 3.71 cm x 20.7 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

Schenker bietet ein breites Spektrum an Ausstattungsvarianten an. So kann man beim Prozessor zwischen zwei Dual- und zwei Quad-Core Prozessoren wählen. In unserem Testgerät arbeitet ein neuer Intel Core i7-3612QM aus der Ivy Bridge Generation. Dank einer ausgewiesenen TDP von 35 Watt ist er vielseitig einsetzbar und kann auch in kompakten Geräten, wie unserem 11,6-Zoll Gaming-Notebook, Platz finden. Es ist der erste Prozessor mit vier Kernen, den Intel in einer so geringen TDP-Klasse anbietet. Der Standardtakt liegt bei 2,1 GHz, der Turbo Modus bei maximal 3,1 GHz. In Verbindung mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher steht mehr Leistung als bei so manchem 15-Zoll Modell zur Verfügung. Mit den meisten Anwendungen ist das Schenker XMG A102 schlichtweg unterfordert, was auch ein Blick in unsere Anwendungs-Benchmarks zeigt. Wie sich im Test herausgestellt hat, kann die ganze Leistung des Prozessors jedoch nicht abgerufen werden. Sofern die Nvidia Geforce GT 650M aktiviert ist, funktioniert der Turbo Boost der CPU nicht korrekt, was zu Leistungseinbußen führt. Im Akkubetrieb und wenn die integrierte Intel HD Graphics 4000 aktiv ist, reduziert sich die maximale Taktrate des Prozessors auf 1,5 GHz. Die Leistung reicht dann zwar für die meisten Büroanwendungen aus aber Gaming-Fans müssen Einschränkungen in Kauf nehmen. Mit stationärer Stromversorgung sind Titel wie The Elder Scrolls 5: Skyrim, Batman: Arkham City und auch Mass Effect 3 bei hohen Detaileinstellungen mit der 1.366 x 768 Pixel Auflösung flüssig spielbar. In Battlefield 3 erreichen wir bei mittleren Settings 32 Frames im Durchschnitt. Je nach Auslastung der Komponenten wechselt das Schenker XMG A102 zwischen der Prozessor- und der dedizierten Nvidia-Grafik automatisch via Nvidia Optimus, was eine längere Akkulaufzeit ermöglicht.

Wirklich gut gefällt uns auch die verbaute Festplatte. Wie beim Schenker XMG P502 kommt eine Seagate Momentus XT Hybrid-Festplatte zum Einsatz. Ein intelligenter 8 GB großer Flash- Speicher (SLC- NAND) bemüht sich um schnelle Boot- und Zugriffszeiten. Sobald Daten erkannt werden, die für häufige System- und Programmstarts verantwortlich sind, werden diese in den Flash-Speicher kopiert und dort dann blitzschnell ausgelesen ohne erst von der langsamen Magnetscheibe abgerufen zu werden. Zwei je 375 GB große Scheiben ergeben eine Gesamtkapazität von 750 GB.

Ab Werk wird ein 11,6 Zoll großes Glare-Display (glänzend) mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten verbaut. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 205 Candela pro Quadratmeter gestalten sich Ausflüge ins Freie als schwierig und das niedrige Kontrastverhältnis von 145:1 resultiert in schwachen Farben. Wir raten die Verwendung einer Entspiegelungsfolie an, sollte man oft unterwegs sein. Das THX zertifizierte 2.1 Stereo- Lautsprechersystem liefert gemessen an den schmalen Abmessungen ein gutes Klangbild.

Die potenten Komponenten haben einen negativen Einfluss auf die Akkulaufzeit. Abseits der Steckdose hält das Schenker XMG A102 maximal 4 Stunden und 7 Minuten durch. Bei einem realitätsnahen Anwendungsgebiet, Surfen im Internet oder Gaming reduziert sich die Laufzeit auf 2 Stunden und 39 Minuten. Das zum Einsatz kommende Kühlsystem leistet gute Arbeit. Im Leerlauf schaltet sich der Lüfter oft ab oder ist auf der niedrigsten Stufe fast unhörbar. Beim Surfen im Internet oder bei Büro-Anwendung bleibt er mit 31 Dezibel (A) sehr leise. In 3D-Spielen dreht der Lüfter hingegen hörbar auf und liefert ein konstantes Betriebsgeräusch von etwa 46 dB(A). Hierbei wird auch die Unterseite in Sachen Temperatur stark belastet, ein Schoßbetrieb ist ausgeschlossen.

Zusammenfassung

Zwei Jahre nach Alienware wagt sich auch Schenker Computer in den 11 Zoll Gaming-Bereich und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Hersteller hat ein grandioses Subnotebook auf die Beine gestellt, mit einer Leistung die man sonst nur in 15 Zoll Notebooks findet. Es gibt derzeit keine Alternative in diesem Formfaktor. Ein äußert robustes Chassis mit guten Eingabegeräten trifft auf viele verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten in Sachen Hardware. Ein Schmankerl ist die Nvidia Geforce GT 650M, die auch in aktuellen Spielen flüssige Bildraten liefert. Einziges Manko des XMG A102 ist das leuchtschwache Glare-Display. So ist es für einen Außeneinsatz nicht zu gebrauchen. Wir hoffen, dass Schenker noch die Möglichkeit nachliefert, das Gerät mit einem matten Panel auszustatten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,5 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0613293 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112401 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage9505 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73131 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage12259 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02178.2 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)113.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)85.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17139 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write24684 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz38.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read92.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20155 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2971 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)11639 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4545 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2969 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)11544 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4433 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung59 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 39 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

60 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,060 kWh x 24,00 Cent = 31,54 EUR

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