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Bilder zum Test: Samsung Serie 9 900X4B A01 - Auf dem Weg zur Perfektion

Über ein Jahr ist bereits vergangen, seitdem die Premium-Notebooks der Samsung Serie 9 in Deutschland gestartet sind. Erst zu horrenden Preisen, nun bereits in der Apple Macbook Air Preiskategorie angekommen. Das aktuelle Design unterscheidet sich von dem aus dem Jahr 2011 deutlich. Alle hochglänzenden Materialien, welche früher an Displayrahmen und Tastaturbett zu finden waren, mussten weichen. Anstelle der klassisch schwarzen Aufmachung hat sich Samsung außerdem dazu entscheiden auf die Farbe „Graphit“ zu setzen. Der Hersteller verwendet zudem mehr Metall, dessen Dasein durch die neue Farbgebung besser zur Geltung kommt. Vor allem dem dünnen Bildschirmrahmen schmeichelt der neue Look. Im zusammengeklappten Zustand fallen die dezent verchromten Seitenränder besonders auf. Die silbernen Applikationen ziehen sich von der linken Anschlussseite über die Front hin zur rechten. Ein Wiedererkennungswert ist bei der Umrandung des Touchpads zu finden. Allgemein tritt das aktuelle Flaggschiff der Premium-Subnotebooks eher dezent auf.

Das Gewicht ist mit 1,6 Kilogramm zwar immer noch gering, aber in der Aktentasche spürbar. Der kleinere 13,3-Zoll Bruder Samsung Serie 9 900X3B ist mit 1,16 Kilogramm deutlich leichter. In der Höhe unterscheiden sich die beiden Subnotebooks nur geringfügig. Während unser Testmodell im 15-Zoll Format eine maximale Bauhöhe von 14,9 Millimetern aufweist, schafft es das 13,3-Zoll Pendant mit 12,9 Millimetern noch flacher zu sein. Die Verarbeitung allerding ist bei beiden Geräten hervorragend. Selbst starker Druck erzeugt an wichtigen Stellen, wie der Tastatur und der Handballenauflage, keine Verwindungen. Ähnlich gut schneidet der Deckel des Samsung Serie 9 900X4B A01 ab. Die Scharniere sind straff angezogen. Das verhindert zwar ein Öffnen des Notebooks mit einer Hand, gewährleistet dafür jedoch auch eine gute Stabilität und weniger Nachwippen bei unruhigen Zugfahrten oder Flügen. Durch die Aluminium-Oberfläche der Deckeleinheit wird zudem der Bildschirm von außen geschützt und Verwindungen minimiert. Mit seinen Abmessungs- und Gewichtdaten unterschreitet die neue Samsung Serie 9 sogar die Ultrabook-Anforderungen von Intel. Dennoch will Samsung seine neuen Premium-Subnotebooks nicht in die Ultrabook-Sparte drängen. Ein Grund dafür könnte der von Intel eingeengte Gestaltungsfreiraum sein, den sich die Südkoreaner nicht nehmen lassen wollen.

Zu den Eingabegeräten gehört eine beleuchtete Chiclet-Tastatur und ein groß dimensioniertes Multitouchpad. Die Tastatur bietet einen kurzen Tastenhub und ein klares Feedback dank knackigem Druckpunkt. Über die Zweitbelegung der Funktionstasten können unter anderem die Beleuchtung der Tastatur und die Aktivität des Touchpads gesteuert werden. Letzteres orientiert sich an der Samsung Serie 9 aus dem Vorjahr und beherbergt die linke und rechte Maustaste in der sensitiven Fläche. Ein Mausklick kann entweder durch das Antippen mit einem beziehungsweise zwei Fingern oder durch das Klicken auf die gesamt Touchpad-Fläche ausgelöst werden. Die feine Oberflächenstruktur des Touchpads ermöglicht eine schnelle und präzise Steuerung. In unserem Test wurden alle Mehrfingergesten problemlos umgesetzt.

Aufgrund der Bauhöhe ist das Anschlussportfolio bei flachen Subnotebooks und Ultrabooks im Vergleich zu klassischen Notebooks eingeschränkt. Das Samsung Serie 9 900X4B A01 verfügt über drei USB-Schnittstellen von denen zwei mit dem schnelleren USB 3.0 Standard umgehen können. Externe Monitore, Fernseher oder Beamer werden digital via Micro-HDMI oder analog über Mini-VGA angeschlossen. Um auch klassische Kabel anschließen zu können benötigen Sie zusätzliche Adapter, die dem Lieferumfang nicht beiliegen. Die Anschaffungskosten liegen bei durchschnittlich 30 Euro. Der proprietäre Netzwerk-Anschluss, welcher ebenfalls in einer geschrumpften Form vorliegt, wird allerdings durch eine beiliegende Anschlusserweiterung zu einem normalgroßen Gigabit-Ethernet (LAN). Kabellos kann per WLAN 802.11n sowie Bluetooth 3.0 kommuniziert werden. Zudem kann das 15-Zoll Subnotebook mit Intels Wireless Display Technologie (WiDi) umgehen und Fernseher ohne Kabel ansprechen, ein kompatibles Endgerät vorausgesetzt.

Ab Werk wird das Samsung Serie 9 900X4B A01 mit einem vorinstallierten Microsoft Windows 7 Home Premium Betriebssystem in der 64-Bit Version ausgeliefert. Die Bürosoftware Microsoft Office Starter 2010 und verschiedene Cyberlink Programme zur Medienwiedergabe sind neben der Testversion der Norton Internet Security bereits auf dem 256 GB großen Solid State Drive (SSD) vorhanden. Hier versteckt sich auch eine 20 GB große Partition zum Wiederherstellen des Betriebssystems. Wenn Sie den Speicherplatz nutzen möchten, können Sie die Daten manuell auf einen USB-Stick auslagern, um die Grundkapazität des Subnotebooks zu erweitern.

Technische Daten

Display:15"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i7 2637M / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte256 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:10 Std.Gewicht:1.6 kg
B x H x T:35.7 cm x 1.5 cm x 23.7 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Kurz vor dem offiziellen Launch der Zweikern-Prozessoren mit Intel Ivy Bridge Technologie bestückt Samsung das neue Gehäuse der Serie 9 mit einem schnellen Intel Core i7-2637M, der eine Taktfrequenz von 1,7 bis 2,8 GHz ermöglicht. Hinzu kommen acht Gigabyte Arbeitsspeicher und die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 Grafikeinheit. Dieses Gespann ist für alltäglich Anwendungen im Bürobereich oder für das Surfen im Internet ausgelegt. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Stromsparpotential der Komponenten und einer daraus resultierenden, langen Akkulaufzeit. Computerspieler oder CAD-Anwender müssen wissen, dass die Leistung nicht der einer hochpreisigen Workstation oder eines Gaming-Notebooks entspricht. Im direkten Vergleich: Das Video-Rendering benötigt in unserem Test 106 Sekunden. Ein klassischer 35 Watt Prozessor der Intel Core i5 Serie erledigt dieselbe Aufgabe in 87 Sekunden, ein schneller Intel Core i7 Prozessor sogar in 78 Sekunden (Dual Core) beziehungsweise 38 Sekunden (Quad Core). Im Gegensatz zu unserer 17 Watt CPU verbrauchen die großen Brüder doppelt so viel Strom und benötigen stärkere Kühlsysteme und somit höhere und breitere Notebookgehäuse. Mit der Veröffentlichung der Intel Ivy Bridge Plattform im Samsung Serie 9 900X4C wird die Anwendungs- und Grafikleistung nochmals gesteigert. Zum aktuellen Zeitpunkt gehört unser 15-Zoll Testgerät jedoch immer noch zu den leistungsstärksten Subnotebooks mit einer Bauhöhe unter 15 Millimetern. Ein großer Geschwindigkeitsvorteil ergibt sich durch die 256 GB große Samsung SSD. Mit bis zu 415 MB/s im Lesen und 246 MB/s beim Beschreiben werden Lade- und Bootzeiten enorm beschleunigt. Wer nur wenige Programme im Autostart lagert, kann das Windows Betriebssystem innerhalb von 15 Sekunden hochfahren.

Bereits im Jahr 2011 galt Samsung als einer der wenigen Hersteller, die sich auf matte Bildschirme spezialisiert haben. Durch das Design-Update der Serie 9 Notebooks sind nun auch die nervigen Lack-Elemente von der Arbeitsumgebung entfernt wurden. Das garantiert ein reflexionsfreies Arbeiten in sonnigen Parks oder direkt beleuchteten Büros. Im Durschnitt messen wir einen Helligkeitswert von 360 Candela pro Quadratmeter. Der Maximalwert liegt bei den von Samsung angegebenen 400 cd/m². Das 13,3-Zoll Pendant Samsung Serie 9 900X3B, welches wir auf der Cebit 2012 testen konnten, wies eine bessere Ausleuchtung auf. Dennoch sind wir mit der Luminanz, der horizontalen Blickwinkelstabilität und der HD+ Auflösung mit 1.600 x 900 Pixel auf 15,6-Zoll mehr als zufrieden. Für die Filmwiedergabe sollte, aufgrund des niedrigen Kontrastverhältnisses von 125:1 und wegen des hohen Schwarzwerts bei maximaler Helligkeit, die HDMI-Verbindung zu einem externen Monitor oder Fernseher aufgenommen werden. Die Stereo-Lautsprecher werden bei Multimedia-Enthusiasten hingegen auf positive Stimmen stoßen. Für ein Subnotebook mit dieser geringen Bauhöhe sind maximale Laustärke und Klangfarbe beeindruckend.

Der Fokus auf stromsparende Elemente steigert die maximale Akkulaufzeit des Samsung Serie 9 900X4B A01 auf 11 Stunden und 15 Minuten. Bei einer durchschnittlichen Nutzung liegt die praktische Laufzeit somit zwischen sechs und sieben Stunden, je nach Anwendungsszenario. Über den Silent Mode (Fn-Taste + F11) kann der Prozessor auf 800 MHz begrenzt und die Lüfter gedrosselt werden. So verlängert sich die Akkulaufzeit und die Lautstärke sinkt in der Praxis von 33 Dezibel (A) auf kaum hörbare 28 Dezibel (A). Der Stromverbrauch ist stark an die Helligkeitseinstellung des Bildschirms gebunden. Liegt diese bei 100 Prozent, werden in der Praxis 20 Watt benötigt. Bei einer Stufe von 50 Prozent nur noch 14 Watt. Die bereits reduzierte Hitzeentwicklung scheint jedoch immer noch zu viel für den kleinen, im oberen Bereich positionierten Lüfter zu sein. Die Durchschnittstemperatur liegt zwar lediglich bei 32,2 Grad Celsius, dennoch entwickeln sich Hotspots mit bis zu 45 Grad Celsius, die einen Schoßbetrieb bei starker Beanspruchung der Hardware nicht gestatten. Die Handballenablage und Tastatur bleiben dabei weitestgehend kühl. Die höchsten Temperaturen wurden oberhalb der Tastatur am Gehäuserand gemessen.

Zusammenfassung

Im Jahr 2011 war die Samsung Serie 9 bereits mit dem Apple Macbook Air gleichgezogen und läutete eine neue Ära im Bereich der Premium-Subnotebooks mit Windows Betriebssystem ein. Mit der jetzt veröffentlichten Neuauflage hat der südkoreanische Hersteller auf das richtige Pferd gesetzt. Ein hochwertiges Metallgehäuse gepaart mit beeindruckenden Eingabegeräten und gut ausgeleuchtetem HD+ Display. Mit bis zu 11 Stunden ist die Akkulaufzeit beachtlich. Lediglich die Temperaturentwicklung macht sich negativ bemerkbar. In der aktuellen Top-Ausstattung ist das Samsung Serie 9 900X4B A01 für den gut betuchten Geschäftsführer erschwinglich. Mit der Einführung von Intels Ivy Bridge Architektur wird der Preis der Serie 9 jedoch weiter fallen. Schon jetzt können wir den neuen 15-Zoller allen empfehlen, die ein flaches Subnotebook mit langer Akkulaufzeit und gutem Display suchen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064096 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMark73789 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage11344 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01463 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)415 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)246 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15123 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15070 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read229.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen17286 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4485 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8518 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4929 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3600 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7038 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5140 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung106 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 38 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal11 Std. 15 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 27 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

14 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,014 kWh x 24,00 Cent = 7,36 EUR

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