1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Samsung Serie 9 900X3C A02 - Zu gut für das Ultrabook-Label

© Copyright by Samsung. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (17)
Bilder zum Test: Samsung Serie 9 900X3C A02 - Zu gut für das Ultrabook-Label

An ein zusammengefaltetes Papier sollte schon das erste Serie 9 Notebook von Samsung erinnern. Da die Designer minimalistische Ansätze bei der Verfeinerung ihrer Notebooks im Hinterkopf haben, finden wir diese Design-Metapher nur noch rudimentär im Bereich der seitlichen Anschlüsse. An dieser Stelle lässt die ansonsten sandgestrahlte Aluminiumhülle in „Mineral Ash Black“ Farbgebung einen Blick auf das Rohmaterial zu. Das sieht nicht nur fantastisch aus, es vermittelt die Wertigkeit des Leichtmetalls aus dem ein Großteil des beinahe Unibody-Gehäuses besteht. Eine Ausnahme machen die perfekt eingepasste Bodenplatte aus Magnesium und das Panel an dem die Displayscharniere ansitzen. Da sich darunter die Antennen für Funkverbindungen befinden, mussten die Ingenieure auf Kunststoff zurückgreifen, um den Empfang zu ermöglichen. Das fällt kaum auf, zumal im schnörkellosen Innenraum ein extrem dünner Displayrahmen, eine großzügige, beleuchtete Chiclet-Tastatur und ein effektvoll in Aluminiumumrandung eingelassenes Multitouchpad aus Glas die Blicke auf sich ziehen.

Die Verarbeitung ist tadellos. Dass nicht überall ein Spaltmaß vom Bruchteil eines Millimeters durchgehalten werden kann, darf man nicht kritisieren. Das Aluminiumgehäuse und die Magnesiumbodenplatte sind extrem stabil, nirgends können wir auch nur ansatzweise eine Eindellung bewirken. Der von Verwindungsversuchen unbeeindruckte Deckel und die Basiseinheit sind gut ausbalanciert. Öffnet man das Samsung New Series 9 900X3C A02 mit einer Hand, so geschieht das ohne die Basis anzuheben. Die Scharniere könnten sogar noch ein wenig fester angezogen werden.

Auch im Bereich der Eingabegeräte können verwöhnte Redakteure noch auf höchstem Niveau jammern. Um die phänomenale Bauhöhe von 12,9 Millimeter zu erreichen, mussten die Ingenieure im Bereich der Tastatur ein paar Kompromisse eingehen. Die großzügig dimensionierten Tasten sind deutlich flacher als beim Vorgänger oder beim Konkurrenten Apple MacBook Air. Dadurch verringert sich der Hub und entgegen Samsungs Beteuerungen schafft es auch der knackige Druckpunkt nicht ganz, das tolle Schreibgefühl des Vorgängers zu erhalten. Natürlich lässt es sich trotzdem prima tippen. Auch die Hintergrundbeleuchtung wurde angepasst. Statt wie bisher auf LED-Technologie zu setzen, verwendet Samsung ein grünlich schimmerndes Electro Luminescent Sheet (ELS, Elektrolumineszens-Folie). Das senkt die Bauhöhe des Keyboards, halbiert den Strombedarf auf 0,1 Watt – strahlt aber nicht mehr ganz so hell wie eine LED-Backlight Tastatur. Gerade in dunkler Umgebung, wofür die Hintergrundbeleuchtung eingerichtet wurde, erfüllt sie voll und ganz ihren Zweck. Das Multitouchpad erfährt ebenso die Integration neuester Technologie: In der Aluminium-Umrandung befindet sich ein Glas-Touchpad, was dank einer Touchscreen ähnlichen Technologie eine weitaus kleinere Steuerungsplatine benötigt. Die Gleiteigenschaften der matten Oberfläche sind hervorragend, alle Gesten werden sensibel erkannt und präzise umgesetzt.

Im Bereich der Anschlüsse müssen wir schon deutlicher meckern. Quantitativ kann sich das Portfolio aus USB 3.0, USB 2.0, Micro-HDMI, Mini-VGA und via Adapter erreichbarem Gigabit-LAN-Port schon mit der Konkurrenz messen. Trotzdem sollten drahtlose Verbindungen und der Einsatz unterwegs vorgezogen werden. Erstens sind HDMI, VGA und LAN wie erwähnt nur durch Adapter auf vollwertige Anschlüsse nutzbar, zweitens blockiert schon ein etwas größerer USB-Stick die benachbarten Ports und den Netzstecker im stationären Betrieb. Gerade UMTS Sticks sind gern mal etwas ausladender und ein 3G-Modul fehlt im neuen Samsung Serie 9 900X3C A02. Dafür wird Intels Wireless Display Technologie unterstützt, so lassen sich externe Bildschirme auch drahtlos anbinden. Diesmal wurde ein vollwertiger SD-Kartenleser integriert, als Speicherausbau lässt sich dieser jedoch nicht so gut nutzen da die Karten über den Gehäuserand hinausragen. Drahtlos läuft die Kommunikation über Dual-Band (2,4 und 5 GHz) WLAN sowie Bluetooth 4.0 + HS. Hier hat Samsung nach vielen Beschwerden über den schlechten Empfang des Vorgängers nachgebessert.

An Software finden wir Microsofts Windows 7 Professional (64 Bit) Betriebssystem vorinstalliert. Unter den werkseitig bereitgestellten Programmen sind die Wiederherstellungsanwendung und das Easy Settings Kontrollmenü erwähnenswert. Letzteres bietet zügigen Zugriff auf alle wesentlichen Konfigurationen wie Energieprofile, Drahtlosnetzwerke oder Anzeigeeinstellungen.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.19 kg
B x H x T:31.4 cm x 1.3 cm x 21.9 cmFarbe:sandgestrahltem Aluminium-Gehäuse in graphit

Auf dem Prüfstand

In unserem Testgerät arbeitet ein stromsparender (ULV) Intel Core i5-3317U zusammen mit 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher. Mit der Hyper Threading Technologie können beide Kerne mit ihrem 1,7 GHz Takt insgesamt vier parallele Threads bearbeiten. Sofern es die maximale Verlustleistung erlaubt, takten beide Kerne bis auf 2,4 GHz im Turbo-Modus, ein einzelner Kern erreicht bis zu 2,6 GHz. Mit diesen Geschwindigkeiten und der integrierten Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit ist das Samsung Series 9 900X3C A02 für alle wesentlichen Aufgaben im Büroalltag gewappnet. Das Notebook präsentiert sich sehr reaktionsschnell, im Fachjargon „responsive“. Die 128 GB SSD aus dem Hause SanDisk bootet dank Softwareoptimierungen in unter 10 Sekunden. Klappt man den Displaydeckel auf, so ist das System innerhalb von zwei Sekunden betriebsbereit.

Ein sprichwörtliches Highlight ist das matte 13,3 Zoll Display. Die HD+ Auflösung von 1.600 x 900 Pixel liegt schon über dem Durchschnitt und bietet einen großen Arbeitsraum. Noch überzeugender sind die durchschnittliche Helligkeit von 415 Candela pro Quadratmeter und das maximale Kontrastverhältnis von 765:1. Egal wo Arbeiten verrichtet werden müssen, Samsung gestaltet sie mit dem matten Finish und der überdurchschnittlichen Helligkeit komfortabel, während sich die MacBook Air Besitzer im Biergarten mit Reflexionen rumärgern. Die den IPS Panels ähnliche PLS-Display Technologie bietet ebenso hohe Blickwinkelstabilität in alle Richtungen. Obwohl ein wenig höhenlastig, kann sich auch die Klangleistung der Stereolautsprecher hören lassen.

Die Akkulaufzeit ist angesichts der Kapazität von 3.610 mAh beachtlich. Maximal lief unser Testgerät 9 Stunden und 19 Minuten. Unter realistischen Anforderungen hält das Samsung Series 9 900X3C A02 um die 5 Stunden, für eine längere Laufzeit sollte die Displayhelligkeit verringert oder aber der Silent-Modus aktiviert werden. Dann läuft der Prozessor nur noch bei 800 MHz, was zum Surfen oder Abrufen der Emails vollkommen ausreicht. Wir hatten das Gefühl, das Serie 9 läuft konstant im Silent-Modus und daher eignet es sich sehr gut für Hörsäle oder ähnliche stille Umgebungen. In der alltäglichen Nutzung sind die zwei Lüfter mit 31 Dezibel (A) fast nicht wahrnehmbar. Auch unter Volllast macht die Kühllösung mit maximal 37 (A) Dezibel eine sehr gute Figur. Die Durchschnittstemperaturen können weniger überzeugen, wir ermitteln 34 Grad Celsius und unter hoher Beanspruchung Hotspots an der Gehäuseunterseite mit bis zu 47 Grad Celsius. Man muss allerdings auch erwähnen, dass im Alltag kaum derart hohe Belastungen auftreten. Unter Volllast liegt der Stromverbrauch bei 39 Watt, surft man über WLAN bei voller Helligkeit sind es nur noch 17,3 Watt – das entspricht dem Anwendungsgebiet schon eher. Im Leerlauf und bei halber Displayhelligkeit können wir den Verbrauch auf bis zu 8 Watt senken.

Zusammenfassung

Das Samsung Series 9 900X3C A02 ist ein würdiger Nachfolger und bessert in allen wesentlichen Aspekten deutlich nach. Es besticht durch eine gute Anwendungsleistung in einem durchdachten und schicken Design, ein erstklassiges Display, eine Top-Verarbeitung und eine ausdauernde Akkulaufzeit. Zudem ist es im Betrieb kaum zu hören, bietet überraschend kräftige Lautsprecher und ist mit 12,9 mm Bauhöhe sowie 1,19 kg Gewicht absolut mobil. Beim für Ultrabooks recht üppigen Anschlussportfolio müssen mitunter Adapter eingesetzt werden und wuchtige USB-Sticks könnten Platzmangel verursachen. Ansonsten bietet das robuste Über-Ultrabook keinerlei Schwachstellen und erhält unsere absolute Kaufempfehlung.


Andere Notebooks von Samsung - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Samsung - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064781 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11591 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2988 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01393 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)263 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)180 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13017 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write17981 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz51.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read318.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9672 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4443 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9082 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4078 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3544 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7521 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4029 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung97 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 8 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 19 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 14 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

15 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,015 kWh x 24,00 Cent = 7,88 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.