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  3. Test Samsung Serie 5 535U4C S01 - Erstes AMD Ultrathin-Notebook am Markt

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Bilder zum Test: Samsung Serie 5 535U4C S01 - Erstes AMD Ultrathin-Notebook am Markt

Viel Aluminium, ein dünner Displayrahmen und eine geringe Bauhöhe von 20 Millimetern geben dem Samsung Serie 5 535U4C einen edlen und robusten Look. Der Aluminium-Fiberglas Materialmix ist nicht nur unauffällig schick, er verleiht dem Chassis eine hohe Verwindungssteifheit und Stabilität. Die Spaltmaße sind einheitlich und gering, an der Verarbeitung gibt es fast nichts auszusetzen. Nur das optische Laufwerk ragt ein wenig über seine Fassung hinaus und schließt nicht millimetergenau ab. Peniblen Nutzern wird auch ein nachgiebiges Tastaturbett auffallen, insgesamt wirkt sich das aber nur geringfügig auf den robusten Eindruck aus. Das breite Displayscharnier bietet einen starken Widerstand, es sind beide Hände zum Öffnen nötig. Ein Nachwippen kann trotzdem nicht verhindert werden. Hat man den 14-Zoller auf dem Schoß, so genügt der vergleichsweise geringe Öffnungswinkel gerade so für einen optimalen Blick auf das Display.

Bei den Eingabegeräten gibt es nichts zu meckern. Im aufgeräumten Innenraum findet sich eine großzügige Chiclet-Tastatur mit kurzem Hub und deutlichem Druckpunkt. Die griffigen Tasten arbeiten geräuscharm und sind ausreichend voneinander abgetrennt. Eine Hintergrundbeleuchtung oder einen separaten Ziffernblock gibt es nicht, neben der Enter-Taste am rechten Rand findet sich wie bei Dell aber eine zusätzliche Leiste mit den Tasten für Entfernen, Pos1, Bildlauf und Ende. Das Multitouchpad ist nicht mit dem Formfaktor mitgewachsen, bietet aber auch im 14-Zoller eine ausreichende Fläche mit guten Gleiteigenschaften. Die präzise umgesetzten Gesten können über die ELAN Software in der Systemsteuerung individuell konfiguriert werden. Die Mausersatztasten funktionieren knackig, Vielklicker sollten aufgrund des Geräuschpegels lieber Tippen oder auf eine externe Maus zurückgreifen.

Am Serie 5 14-Zoller finden wir alle üblichen Anschlüsse. Links sitzen der Gigabit-LAN Port sowie zwei USB 3.0 Anschlüsse. Daneben finden externe Displays Platz an einem VGA- und einem HDMI-Ausgang. Die Audiobuchse empfängt als Kombiport Kopfhörer, Mikrofone und Headsets. Die rechte Gehäuseseite trägt ein Kensington Lock, das DVD-Laufwerk, einen USB 2.0 Port und den 4-in-1 Multikartenleser. Prinzipiell ist diese Anschlussaufteilung sinnvoll, nur der USB 2.0 Port liegt ein bisschen nahe am Nutzer und könnte einer externen Maus den Platz rauben. Drahtlos verbindet sich das Ultrathin von Samsung mit WLAN-N und Bluetooth 4.0. Über die Samsung Easy Settings Software lässt sich zudem relativ unkompliziert ein WLAN Hotspot einrichten.

Windows 7 Home Premium ist vorinstalliert, ein Abbild des Betriebssystems im Werkszustand liegt auf der versteckten Wiederherstellungspartition. Das bereits erwähnte per FN-F1 Tastkürzel erreichbare Easy Settings Menu ermöglicht die grundlegende Konfiguration des Notebooks, der Easy Software Manager erleichtert die Aktualisierung von Programmen und Treibern.

Technische Daten

Display:14"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:AMD A-Series A6-4455M / 2,1 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7550M
Festplatte500 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:1.81 kg
B x H x T:33.3 cm x 2 cm x 22.95 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Dass das Samsung Serie 5 535U4C kein Ultrabook ist, liegt an der verbauten Hardware. Der Begriff „Ultrabook“ umfasst Spezifikationen von Intel, in Samsungs 14-Zoller werkelt aber eine AMD A6-4455M APU. Der Intel-Konkurrent hat sich für die dünnen und leichten Notebooks das Marketing Schlagwort „Ultrathin“ einfallen lassen. Neben der in die A6-4455M APU integrierten AMD Radeon HD 7500G Grafikeinheit wurde eine separate Radeon HD 7550M Grafikkarte verbaut. Die A6-4455M APU der Trinity Generation besitzt zwei Prozessorkerne mit 2,1 bis 2,6 GHz Takt und verbraucht mit der Radeon HD 7500M Grafikeinheit mit 17 Watt genauso viel wie ein vergleichbarer Stromsparprozessor von Intel. Im direkten Vergleich sind die Intel Prozessoren deutlich schneller (2x im Falle des Core i5-3317U) unterwegs, die AMD APU reicht jedoch für das Anwendungsgebiet von Office bis Internet und bewältigt dank 8 GB Arbeitsspeicher auch Multimedia-Anwendungen wie Bildbearbeitung. Für fordernde 3D-Anwendungen wie Spiele kann von der sparsamen Prozessorgrafik auf die separate Radeon HD 7550M gewechselt werden. Einen dualen Betrieb im Crossfire Modus gibt es nicht. Die Grafikkarte ist im Einstiegssegment anzusiedeln und kann die meisten modernen Spiele nur auf niedriger Detailstufe darstellen. Einen deutlichen Vorsprung zur Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit konnten wir nicht feststellen, angesichts des Anwendungsgebiets im mobilen Bereich hätte sich Samsung die diskrete Grafikkarte auch sparen können. Die integrierte Grafikeinheit reicht für den mobilen Einsatz vollkommen aus.

Die verbaute herkömmliche Festplatte mit 500 GB Kapazität gehört mit Lese- und Schreibraten um die 70 MB/s nicht zu den schnellsten. Das Serie 5 535U4C wacht allerdings sehr schnell aus dem Schlafzustand auf.

Gut gefällt uns die matte Beschichtung für das 14-Zoll Display. Die Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist zwar eher als Standard zu werten, die Leuchtdichte ist mit gemittelten 269 Candela pro Quadratmeter jedoch über dem Durchschnitt dieser Preisklasse und reicht für den Außeneinsatz. Für eine optimale Farbwiedergabe sollten die Blickwinkel auch in der Horizontalen nicht weiterals 30 Grad vom Lot abweichen. Das maximale Kontrastverhältnis fällt mit 133:1 sehr mager aus. Die verbauten Lautsprecher bieten eine recht ordentliche Klangqualität und genügend maximale Lautstärke. Die Bässe fehlen zwar etwas im Klangbild, für kurze Youtube-Videos reichen die Boxen aber aus.

Mit einem sparsamen Idle-Stromverbrauch von 13 Watt erreichen wir eine maximale Laufzeit von guten 7 Stunden und 46 Minuten. Unter voller Auslastung mit 46 Watt ist der Akku nach 1 Stunde und 50 Minuten leer. Im Schnitt kann mit einer Laufzeit von 4 Stunden und 48 Minuten gerechnet werden. Surfen über WLAN verbraucht etwas mehr als 20 Watt, 3D-Spiele schlagen mit 42 Watt zu Buche. Wer längere Einsätze fernab der Steckdose plant, sollte doch zu einem Ultrabook greifen. Im sparsamen Silent Mode ist das Serie 5 535U4C mit 30 Dezibel (A) kaum zu hören, auch unter voller Auslastung sind 38 Dezibel (A) ein sehr guter Wert. Das DVD-Laufwerk ist mit 35 Dezibel (A) ebenso laufruhig. Die Oberflächentemperaturen betragen im Schnitt gute 32,8 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das Samsung Serie 5 535U4C bietet ein schickes und hochwertig verarbeitetes Aluminiumgehäuse, eine umfangreiche Anschlussausstattung, ordentliche Eingabegeräte und ein außentaugliches Display. Es ist leise, relativ ausdauernd und mit 670 Euro sicher nicht zu teuer. Wer häufig rechenintensive Aufgaben wie Videokonvertierungen veranstaltet, greift vielleicht lieber zum Pendant mit Intel Hardware, da diese doppelt so schnell rendert. Im Alltag zwischen Textverarbeitung, Emails und Internet besteht auch die AMD APU und wenn nicht jede Sekunde beim Bootvorgang zählt darf gerne zum ersten Ultrathin gegriffen werden.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064792 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11772 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2301 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71379 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage3359 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0984.7 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)74.6 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)71.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read6960 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4207 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz96.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read57.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen4163 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2556 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)3478 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4227 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1675 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2534 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4102 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung265 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 50 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 46 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 48 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

32 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,032 kWh x 24,00 Cent = 16,82 EUR

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