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  3. Test Samsung Serie 5 530U3B A01 - Erschwingliches Ultrabook mit großer Festplatte

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Bilder zum Test: Samsung Serie 5 530U3B A01 - Erschwingliches Ultrabook mit großer Festplatte

Mit der hochwertigen Serie 9 konnte sich Samsung bereits im Premium-Segment der Subnotebooks beweisen. Schlanke Linien, hochwertige Materialien und geringe Spaltmaße haben neben der allgemeinen Hardware-Ausstattung einen hohen Preis gerechtfertigt. Das Samsung Serie 5 530U3B A01 ist das erste von Intel zertifizierte Ultrabook des Herstellers, welches für einen Preis von unter 800 Euro mit dem günstigen Acer Aspire S3 konkurriert. Während sich Hersteller wie Lenovo, Asus und Acer an der Aufmachung des Apple Macbook Air orientieren, setzt Samsung auf eine ebenfalls hübsch anzusehende Kombination aus Matt-Grau lackiertem Kunststoff und Aluminium. Vor allem der Außenbereich profitiert von den metallischen Applikationen, während der Innenraum – bis auf die Handballenauflage – mit Plastik auskommen muss.

In Sachen Wertigkeit und Haptik müssen Abstriche hingenommen werden. Zwar befriedigt die gute Verarbeitung des 17,6 Millimeter dicken Chassis unsere Bedürfnisse, bei gröberem Umgang kommt es jedoch an vielen Stellen zu einer minderwertigen Geräuschentwicklung. Das klassische „Plastik-auf-Plastik“ Knarzen kann vor allem im Bereich der Arbeitsumgebung und bei Verwindungen des Deckels ausgemacht werden. Hier schneiden die Samsung Serie 9 Modelle auch ohne Ultrabook-Zertifikat deutlich besser ab, orientieren sich beim Preis jedoch an der 1.000 Euro Marke. Von dieser Premium-Serie übernommen, zeigen sich im Bereich der Deckelseitenränder leicht scharfe Kanten. An der Basis-Einheit sind diese nicht zu finden. Das großflächige Scharnier lässt das Display unserer Meinung nach zu schnell nachfedern, was sich bei ruppigen Bahn- oder Autofahrten als Nachteil erweisen kann.

Mit einer guten Qualität fahren hingegen die Eingabegeräte auf. Die Chiclet-Tastatur verzichtet auf eine Hintergrundbeleuchtung, kann jedoch mit einem kurzen Hub und einem klaren Druckpunkt überzeugen. Die Tasten besitzen einen großzügigen Abstand zueinander, was Tippfehler minimiert. Einzig und allein die zu kleinen Pfeiltasten sind unseren hohen Anforderungen ein Dorn im Auge. Das Multitouch-Pad zentriert sich unter der Leertaste und ist somit minimal nach links eingerückt. Im Gegensatz zur Serie 9 oder anderen Ultrabooks setzt das Samsung Serie 5 530U3B A01 auf klassisch separierte Tasten. Die Größe der sensitiven Fläche bleibt dennoch ausreichen dimensioniert und kommt problemlos und sehr präzise mit gängigen Mehrfinger-Gesten – wie dem Scrollen mit zwei Fingern – zurecht.

Anschlusstechnisch kann sich das Samsung Serie 5 530U3B A01 von der Konkurrenz absetzen. Bis auf den Mini-VGA-Port (Adapter liegt dem Lieferumgang bei) kommen alle Schnittstellen in bekannter Normalgröße daher. Selbst ein Gigabit-Ethernet Anschluss hat es trotz geringer Bauhöhe in das Portfolio geschafft. Peripherie, DVB-T- oder UMTS-Sticks können über die drei USB-Ports mit dem Gerät verbunden werden. Einer kann zudem mit dem schnellen 3.0-Standard umgehen. Die Funktionalität des Kartenlesers beschränkt sich jedoch nur auf das Lesen- und Beschreiben von SD- und MMC-Medien. Zum Anschluss an einen externen Monitor, Fernseher oder Beamer kann der analoge Weg via VGA oder der digitale per HDMI gewählt werden. Ein kombinierter 3,5 Millimeter Klinke-Port empfängt und sendet Signale für Headsets, Kopfhörer oder Mikrofone. Die kabellose Kommunikation kann per WLAN 802.11n oder Bluetooth 3.0 gestartet werden. Den Bereich Videotelefonie deckt dabei eine 1,3 MP Webcam am oberen Bildschirmrand ab. Aufgrund der geringen Bauhöhe wird kein DVD- oder Blu-ray Laufwerk integriert. Externe USB-Lösungen sind jedoch optional erhältlich.

Ab Werk wird das Samsung Serie 5 530U3B A01 mit einem vorinstallierten Windows 7 Home Premium Betriebssystem in der 64-Bit-Version ausgeliefert. Eine Recovery-DVD befindet sich neben dem 13,3-Zoll Notebook, seinem Netzteil und dem VGA-Adapter ebenfalls im Lieferumgang. Zudem befindet sich eine Testversion der Norton Anti-Virus Suite und die kostenlose Microsoft Office 2010 Starter Edition auf der Festplatte des Ultrabooks. Einstellungen werden über die „Easy Settings“ Software vorgenommen, die leicht verständlich einen ausführlichen Überblick über die Regulierung von Energie-, Display- und Netzwerkoptionen bietet. Die Qualität der integrierten Stereo-Lautsprecher ist für ein Ultrabook nur durchschnittlich. Geräte der ASUS Zenbook UX-Serie konnten besser abschneiden. Vor allem bei hohen Laustärken neigt das Audiosystem unseres Testgeräts zu Verzerrungen.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 2467M / 1,6 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:6.5 Std.Gewicht:1.45 kg
B x H x T:31.51 cm x 1.76 cm x 21.89 cmFarbe:Edles Silber silber

Auf dem Prüfstand

Die Anwendungsgebiete für Ultrabooks sind klar abgesteckt. Zwar ist das Samsung Serie 5 530U3B A01 auch für die Wiedergabe von HD-Medien geeignet, die Hauptaufgabe liegt jedoch bei der Text- und Tabellenverarbeitung sowie beim Surfen im Internet. Spieler werden mit den flachen Geräten nur wenig Freude haben. Den Mobilitäts-Faktor unterstützend setzt Samsung auf einen stromsparenden Intel Core i5-2467M und die darin enthaltene Intel HD Graphics 3000. Der Prozessor überzeugt durch einen maximalen Stromverbrauch von 17 Watt, bei einer Taktfrequenz zwischen 1,6 GHz und 2,3 GHz. Dem Preis angemessen verfügt der 13,3-Zoller über vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher. Anhand des Cinebech-Benchmarks ist zu erkennen, dass ein vollwertiger 35 Watt Prozessor (Intel Core i5-2430M) eine theoretische Mehrleistung von bis zu 70 Prozent bieten könnte. Eine Unterbringung einer solchen CPU würde jedoch die Kühllösungen von Ultrabooks überlasten.

Der günstige Preis wird vor allem durch die klassische SATA-Festplatte mit einer Speicherkapazität von 500 GB ermöglicht. Selbst im Spitzenmodell mit Intel Core i7-2637M und acht Gigabyte Arbeitsspeicher verzichtet Samsung auf eine SSD. Trotz der vergleichsweise langsamen 5.400 Umdrehungen pro Minute kann die Festplatte unseres Testgeräts mit überdurchschnittlichen Lese- (97,1 MB/s) und Schreibgeschwindigkeiten (97,3 MB/s) punkten. Ähnlich wie bei Acer verwendet auch das Samsung Serie 5 530U3B A01 einen 16 GB großen SSD-ExpressCache, der häufig genutzte Systemdateien auslagert, um die Zugriffe darauf zu beschleunigen. Nach einer kurzen Lernphase profitiert vor allem die Windows-7-Bootzeit von dieser Lösung. Gefallen finden wir außerdem an der Aufrüstbarkeit im Bereich der Festplatte und des Arbeitsspeicher. So können Käufer mit wenig Aufwand die 2,5-Zoll Festplatte zum Beispiel gegen eine SSD tauschen oder den aufgelöteten 4 GB RAM um ein zusätzliches Modul erweitern (Steckplatz vorhanden).

In diesem für Ultrabooks fast schon niedrigem Preissegment setzt Samsung auf ein mattes 13,3-Zoll Display, welches eine native HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel bietet. Versprochen wurde eine Helligkeit von 300 cd/m². In unseren Tests konnten wird im Durchschnitt 279 Candela pro Quadratmeter messen. Der hellste Punkt übersteigt mit 319 cd/m² die Angaben des Herstellers. Der maximale Kontrast liegt wegen eines vergleichsweise hohen Schwarzwerts bei unterdurchschnittlichen 154:1. Dennoch ist das Samsung Serie 5 530U3B A01 für den mobilen Außeneinsatz geeignet. Durch die entspiegelte Oberfläche des Bildschirms werden Umgebungsreflexionen minimiert, die Farbbrillanz jedoch etwas getrübt. Um auch bei der Multimedia-Nutzung eine hohe Qualität zu bieten, kann die vorinstallierte „Easy Settings“ Software zur Farboptimierung genutzt werden.

Die Maximale Akkulaufzeit des Samsung Serie 5 530U3B A01 beträgt 7,5 Stunden. Um eine solch hohe Laufzeit zu erreichen muss der Samsung ECO-Modus aktiviert werden, der die Taktrate des Prozessors auf 800 MHz limitiert, die Bildschirmhelligkeit drosselt und das Ultrabook somit in den Idle-Zustand versetzt. Unter voller Auslastung von Grafikeinheit und Prozessor werden immerhin noch knapp über 2 Stunden ermöglicht. In der Praxis erhöht sich dieser Wert auf 4 Stunden und 51 Minuten. Die ist auch der Drosselung der CPU unter hoher Auslastung zuzuschreiben. Allgemein verhindern die BIOS-Einstellungen von Samsung eine zu starke Belastung und die damit verbundene Wärme- sowie Lautstärkenentwicklung. Diese liegen mit 32 Grad Celsius und 31 Dezibel (A) in praktischen Szenarien im grünen Bereich.

Im Idle-Betrieb erreicht das Samsung Serie 5 530U3B A01 einen Stromverbrauch von geringen 12 Watt. Unter Verwendung des Browsers, aktiver WLAN-Verbindung und voller Displayhelligkeit schwankt der gemessene Wert zwischen 15 und 18 Watt. Bei einer praxisfernen Vollauslastung (Stresstest) gerät das 40 Watt liefernde Netzteil an seine Grenzen und leitet die CPU-Drosselung ein. Nach dieser liegt der Maximalverbrauch bei 30 Watt.

Zusammenfassung

Als erster von Intel zertifizierte Ultrabook-Wurf schlägt sich das Samsung Serie 5 530U3B A01 gut. Die deutlich teurere Konkurrenz kann sich mit schnellen SSDs und einer mit dem Apple Macbook Air konkurrierenden Aufmachung absetzen, Samsung versucht jedoch mit anderen Eigenschaften zu punkten. So sind wir von einem entspiegelten Bildschirm genauso überzeugt wie von der Aufrüstbarkeit des Ultrabooks. Trotz klassischer Festplatte kann der ExpressCache SSD-Vorteile herausschlagen und die vollwertigen Anschlüsse ersparen Investitionen in Adapterkabel.

Trotz dieser Vorteile sind unsere hohen Erwartungen an ein Ultrabook nicht erfüllt wurden. Dem Display hätte eine höhere Helligkeit nicht geschadet und auch die Akkulaufzeit von unter 5 Stunden überzeugt uns wenig. Die Konkurrenz schläft nicht: Acer kann mit dem Aspire S3 ein stabileres und dünneres Gehäuse liefern, während ASUS mit hochauflösenden und extrem hellen Bildschirmen punktet. In Zukunft werden sich immer mehr Ultrabooks im niedrigen Preissegment ansiedeln, was es für das Samsung Serie 530U3B A01 sicher nicht einfacher macht.

Wer jedoch heute eine Kaufentscheidung treffen möchte und für ein Ultrabook nicht mehr als 800 Euro übrig hat, der ist mit diesem 13,3-Zoller am besten unterwegs. Wenn das Geld keine Rolle spielt, sollten Sie sich jedoch bei den ASUS Zenbook UX-Modellen umsehen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063279 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1111 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72447 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage5727 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0873.1 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)97.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)97.3 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9894 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write9583 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz52.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read73.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen13831 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3592 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)5889 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2558 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2774 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4749 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2162 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung159 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 28 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 51 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR

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