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  3. Test Samsung R525 Eikee - Allrounder mit Grafikqualitäten

Erster Eindruck vom Samsung R525 Eikee

Das Allround-Notebook Samsung R525 Eikee kommt in einer schlichten Pappverpackung. In der finden sich nach dem Öffnen dann das schützend ummantelte Notebook, ein Zusatzkarton mit dem Netzstecker und der übliche Papierkram. Das Gehäuse des Samsung-Rechners präsentiert sich einmal nicht im schwarz-roten Farbverlauf, sondern in glänzendem Schwarz, das von hellen Querlinien durchzogen ist. Das verändert zwar den gewöhnungsbedürftigen Look, hebt aber leider ein Manko nicht auf: Auch in Schwarz ist der Rechner extrem anfällig für Fingerabdrücke. Für den gepflegten Auftritt empfiehlt sich also ein Mikrofasertuch, das leider nicht beiliegt.
Praktisch: Der Deckel des R525 bietet nach oben etwas Luft. Daher zeichnet sich die Tastatur bei einem Druck auf das Gehäuse nicht so schnell auf dem Bildschirm ab. Aufgeklappt setzt sich der glänzende Trend des Äußeren Notebooks dann zum Glück nicht fort. Hier ist die Tastatur mit abgesetztem Ziffernblock in geriffelten grauen Kunststoff eingefasst.

Technische Daten und Ausstattung

Im Gehäuse des Samsung R525 arbeitet der Zweikernprozessor AMD Athlon II Dual-Core M320, der eine Taktfrequenz von 2,1 GHz hergibt. Zur Abarbeitung speicherhungriger Prozesse haben die Entwickler der CPU 4.096 MB Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Für die Platzierung der Pixel ist eine ATI Mobility Radeon HD 5470-Grafikkarte mit 512 MB zweckgebundenem Grafikspeicher zuständig. Die Festplatte des Testrechners bietet ein Fassungsvermögen von 320 GB. Daten lassen sich außerdem über einen Multiformat-DVD-Brenner mit Double-Layer-Unterstützung auslagern.

Anschlüsse

Verbindung zu externer Hardware stellt das Samsung R525 über drei USB 2.0-Ports her. Zwei davon befinden sich auf der rechten Gehäuseseite, leider recht dicht übereinander. Wer massigere USB-Geräte, wie beispielsweise einen DVB-T-Stick, anschließen möchte, muss zwangsläufig auf den Anschluss an der anderen Gehäuseseite ausweichen. Andernfalls werden zwei Ports von einem Gerät blockiert. Auf der linken Seite des Notebooks finden sich ein Anschluss für ein Kensigton-Schloss zur Sicherung des Notebooks, ein VGA-Port, eine RJ45-Schnittstelle für den kabelgebundenen Netzwerkkontakt, eine HDMI-Schnittstelle und die üblichen Pole für Mikrofon und Kopfhörer. Auch der Netzstecker wird von links verbunden. Der Schacht für den Kartenleser ist an der Vorderseite des mobilen Rechners untergebracht und praktischerweise gegen Verstauben bei Nichtgebrauch durch einen Blindstopfen gesichert.
Im Gehäusedeckel findet sich außerdem eine Webcam, die mit einer Auflösung von 0,3 Megapixeln arbeitet. Videotelefonaten mit Familie, Freunden und Kollegen über Programme, wie Skype, Microsoft Live Messenger & Co. steht also nichts im Wege.
Drahtlos funkt das Samsung R525 zügig nach dem Draft-N-Standard im Netzwerk. Schneller geht es aktuell nicht. Ein Bluetooth-Modul, für die Verbindung zu externer Hardware oder für den kabellosen Datenabgleich mit einem geeigneten Mobiltelefon, mussten die Entwickler leider dem Preisdiktat opfern.

Software und Zubehör

Samsung liefert das R525 mit dem Betriebssystem Windows 7 Home Premium in der 64 Bit-Version aus. Die 64-Bit-Variante ist maßgeschneidert für den Rechner, um vollen Nutzen aus dem verfügbaren Arbeitsspeicher zu ziehen. Ansonsten ist die Software-Ausstattung eher karg: Sie besteht aus der CyberLink DVD Suite und dem Webcam-Spielzeug CyberLink YouCam. Mit Letzterem lassen sich Bilder über die Webcam des Rechners aufnehmen und verfremden. Mit Zeitlimit befinden sich Testversionen der Programme Microsoft Office, McAfee Security und AnyPC im Lieferumfang.

Display

Der Bildschirm des Samsung R525 misst eine Diagonale von 15,6 Zoll und stellt eine maximale Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten dar. Das glänzende Display liefert in klassischer Büroumgebung eine erhöhte Farbbrillanz und einen guten Kontrast. Der Vorteil wird aber zum Bumerang, wenn das Notebook bei weniger günstigen Lichtverhältnissen – beispielsweise draußen – eingesetzt werden soll. Hier sind lästige Spiegelungen nicht zu vermeiden.
Ein kleines Manko weißt auch die Ausleuchtung auf. Kräftige 220 cd/m² messen wir hier in der oberen rechten Ecke des Displays, die dann allerdings auf 178 cd/m² unten rechts abfallen. Gleichmäßig ist anders. Dafür bietet der Bildschirm einen seitlich großen Einblickwinkel ohne nennenswerte Einbußen bei der Lesbarkeit. Lediglich von oben betrachtet wird das Bild schnell milchig. Da die Bildschirmscharniere sehr straff reagieren, lässt sich das Display – beispielsweise bei zugeschaltetem HDMI-Bild – problemlos nach unten neigen, ohne den Rechner versehentlich in den Ruhezustand zu schicken.

Eingabegeräte

Auf den ersten Blick fallen beim Aufklappen des Samsung R525 die großen, separat abgesetzten Tasten auf. Die Tastatur bietet einen weichen Anschlag mit einem griffigen Druckpunkt. Tippfehlern wird so von Herstellerseite vorgebeugt. Zahlenakrobaten, die häufig mit dem Taschenrechner oder Excel arbeiten werden sich über den abgesetzten Ziffernblock auf der Tastatur freuen. Ansonsten bietet das Keyboard die übliche „FN“-Taste, die – gedrückt in Kombination mit anderen Tasten - unter anderem Lautstärke, Bildschirm-Helligkeit & Co. reguliert.
Schick fällt das Touchpad für die Steuerung des Cursors auf dem Bildschirm ins Auge. Es ist etwas links der Mitte unterhalb der Tastatur untergebracht und leuchtet an den Rändern in dezentem Blau, wenn es berührt wird. Die Multitouch-Eigenschaft erlaubt auch die Bedienung mit zwei Fingern, beispielsweise, um den Inhalt von Webseiten im Browser oder Texte in Word zu vergrößern. Das Touchpad hebt sich angenehm von der rauen Oberfläche der Handablage ab und ist sehr präzise zu bedienen. Die linke und rechte Maustaste sind unterhalb der berührungsempfindlichen Einheit als separate Tasten untergebracht.

Temperatur

Gerade Allround-Notebooks stehen nicht immer nur auf dem Schreibtisch. Daher ist die Betriebs-Temperatur entscheidend. Schließlich soll der Rechner unterwegs auch mal auf den Knien stehend betrieben werden und gegebenenfalls Holz-Möbel nicht durch überhöhte Hitze beschädigen.

Betriebsgeräusche

Im Leerlauf bietet das Samsung R525 kaum einen wahrnehmbaren Geräuschpegel. 33 db(A) zeigt das Messgerät hier an. Auch im Betrieb bleibt die Messung bei akzeptablen 35 db(A) stecken. Etwas lauter wird das Allround-Notebook beim Betrieb des optischen Laufwerks. Hier fallen beim Datenzugriff immerhin 51 db(A) an. Bei der Filmwiedergabe wirken sich 42 db(A) Betriebsgeräusch nur in sehr leisen Szenen störend aus.

Leistung

Keine Frage: Bei einem Allround-Notebook, das gleichzeitig in der niedrigen Budget-Klasse angesiedelt ist, muss der Käufer automatisch Zugeständnisse an die Leistungsfähigkeit machen. So auch beim Samsung R525. Das beginnt bei der Grafik: 3DMark06, der Benchmarktest für das Grafiksystem, weist ein Ergebnis von 3270 Punkten aus. Damit ist der Rechner bestenfalls für Casual Games geeignet. Aufwendige Spiele sollten dem DVD-Laufwerk fern bleiben.
Käufer werden den Rechner aber wahrscheinlich sowieso eher für Büro- und Internet-Tätigkeiten einsetzen. Hier weißt PCMarkVantage einen Wert von 3656 Punkten aus. Das macht aus dem mobilen Rechner beileibe kein Office-Rennpferd, verspricht aber eine solide Abarbeitung grundlegender Büroarbeiten. Zügig arbeitet der Arbeitsspeicher des Samsung R525.
Zusammenfassend ist das Samsung R525 ein klassischer Allrounder ohne nennenswerte Schwächen, aber auch ohne hardwareseitige Stärken. Die eingesetzte CPU zählt zu den Stomfressern, bringt aber nur im Office-Bereich ausreichend Leistung. Aufwendige Bild- oder gar Videobearbeitung gestaltet sich mit dem Prozessor als zeitraubend bis unmöglich.
Dasselbe gilt für den Grafikchip. Der kann auf der Habenseite eine bessere Leistung als Onboard-Lösungen und einen geringen Strombedarf verbuchen, bedient in der Praxis aber bestenfalls ältere Games bei niedrigen Detailstufen oder aktuelle Casual Games, die beispielsweise im Browser bespielt werden.
Einsatzszenarien sind: Büro- und Internet-Arbeiten sowie Filme anschauen und Spiele mit geringem Grafikanspruch.

Akku und Energieverbrauch

Unterwegs hält das Samsung R525 maximal 4 Stunden und 10 Minuten ohne Anschluss an die Steckdose durch. Das sind dann allerdings die Optimalbedingungen, also mehr oder weniger Rechnerstillstand. Kommt das R525 ins Arbeiten, sieht die Situation weniger gut aus. Bereits nach zwei Stunden und fünf Minuten ohne Netzstecker-Anschluss quittiert das System aufgrund eines leeren Akkus den Dienst. Die Akkulaufzeit halbiert sich also! Es kommt aber noch dicker: Arbeitet der mobile Rechner unter Volllast, wird das Display bereits nach 46 Minuten zwangsverdunkelt, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

Praxis

Die Wiedergabe von HD-Videos bewältigt das Samsung R525 souverän und ohne Aussetzer – sowohl mit Netzanschluss als auch im Batteriebetrieb.
Als akustisch praktisch erweisen sich die Lautsprecher, die oberhalb der Tastatur des Allround-Notebooks auf einer glänzenden Leiste untergebracht sind. Sind keine externen Speaker vorhanden, liefern sie einen akzeptablen Sound.

Zusammenfassung

Das Samsung R525 ist voll auf die Ansprüche von Kunden ausgerichtet, die einen günstigen Rechner suchen und damit alltäglich Aufgaben bewältigen wollen. Für das Büro- und Internet-Umfeld ist das System dabei bestens gerüstet.
In der Preisklasse kann die Grafikkarte nicht aus der Top-Kategorie stammen, aber immerhin haben die Entwickler dem System überhaupt eine Lösung mit dediziertem Grafikspeicher verpasst. So wird der Nutzer wenigstens bei den Casual Games keine Probleme bekommen – und die werden ja schließlich immer beliebter.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,8 (Gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display2,0 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,7 (Gut)
  5. Temperatur1,9 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,3 (Gut)
  10. Leistung2,3 (Gut)
  11. Praxis1,9 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063270 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3656 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read6289 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5580 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz72 nsMin. 27.6 ns
Everest CPU Queen7681 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2050 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)3941 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3699 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1794 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)3457 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3686 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung630 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 46 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

36 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,036 kWh x 24,00 Cent = 18,92 EUR