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  3. Test Samsung QX310 S02 - Schnelles Subnotebook mit edlem Design

Erster Eindruck vom Samsung QX310 S02

Das mit nur zwei Kilogramm Gewicht sehr leichte Subnotebook bietet eine hervorragende Haptik. Kein Wunder! Der Deckel ist aus gebürstetem Metall und wirkt angenehm kühlend. Samsung hat nicht nur auf das Material, sondern auch auf die Abmessungen geachtet. Das Notebook ist sehr kompakt und äußerst flach. Erst einmal aufgeklappt, wandert der Blick vom 13-Zoll-LED-Bildschirm über die Chiclet-Tastatur bis hin zu dem auffallend großen Touchpad. Die Handballenablage sowie der Rahmen um die Tastatur sind dunkelgrau, die Tasten hingegen in schwarzer Farbe. Auf der linken Seite der Vorderkante befinden sich lediglich zwei Status-LEDs, die sowohl bei geöffnetem als auch geschlossenem Gehäuse ablesbar sind. Drei weitere Leuchtdioden befinden sich direkt unterhalb des Displays. Sie zeigen den Betrieb des WLAN-Moduls und der Festplatte an. Das Samsung QX310 besitzt vier zusätzliche Sondertasten für die Regelung der Lautstärke und der Steuerung des WLAN-Adapters. DVD-Laufwerk und ein USB-Anschluss befinden sich auf der rechten Seite, alle anderen Anschlüsse links. Der An/Aus-Schalter ist rechts unterhalb des Bildschirms. Er reagiert nur auf deutlichen Druck und lässt das Notebook in wenigen Sekunden hochfahren.

Technische Daten und Ausstattung

Im Samsung QX310 werkelt ein Intel Core i5-460M. Dieser Zweikernprozessor arbeitet mit einer Frequenz von 2,53 Gigahertz (GHz). Das Gerät besitzt vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 320 GB Festplattenkapazität. Ein DVD-Kombolaufwerk liest und beschreibt die meisten DVD-Formate. Für die Bildausgabe ist eine NVIDIA GeForce G310M mit 512 Megabyte (MB) Grafikspeicher verantwortlich. Das Notebook ist mit einer Webcam ausgestattet, die Bilder und Videos in VGA-Auflösung aufnimmt. Der eingebaute Kurzstreckenfunk Bluetooth 3.0 nimmt Verbindungen mit Smartphones oder kabellosen Headsets auf. Die Übertragungsrate ist dabei deutlich höher als mit dem bisher verbreiteten Standard Bluetooth 2.1.

Anschlüsse

Das Samsung QX310 hat drei USB-2.0-Anschlüsse. Auf den modernen und vielfach schnelleren USB-3.0-Standard muss man unverständlicherweise verzichten. Der integrierte Kartenleser unterstützt drei Formate, unter anderem das in Digitalkameras häufig eingesetzt SDHC-Format, allerdings nicht das neuere SDXC-Format. Im Gegenzug wartet das Samsung QX310 mit einem HDMI-Anschluss auf. Über diesen kann es große, digitale Flachbildschirme ansteuern. Außerdem gibt es einen VGA-Anschluss, wie er etwa bei Projektoren noch häufig zum Einsatz kommt. Über einen Gigabit-Netzwerk-Anschluss lässt sich das Samsung QX310 in ein lokales Netzwerk einbinden. Optional verwendet es auch den bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) schnellen WLAN-Adapter.

Software und Zubehör

Die Softwareausstattung fällt beim Samsung QX310 mager aus. Ein Office-Paket sucht man vergebens. Lediglich Standardprogramme stecken im Paket: Norton sorgt mit seiner Internet Security Suite für Systemsicherheit und die YouCam-Software von CyberLink zeichnet Videos und Bilder mit der integrierten Webcam auf. Vom gleichen Hersteller stammt auch die DVD-Suite zum Abspielen von Video-DVDs. Da das Samsung QX310 SRS-zertifiziert ist, gibt es ein entsprechendes Kontrollmenü, dessen Möglichkeiten aber kaum über das Aktivieren und Deaktivieren der SRS-Effekte hinausgehen. SRS soll Raumklangton simulieren. Vorinstalliert ist weiterhin die Internettelefoniesoftware Skype, die auch kostenlos über das Internet erhältlich ist.

Display

Der 13-Zoll-Bildschirm des Samsung QX310 ist nicht gleichmäßig ausgeleuchtet. Die mittlere Helligkeit liegt mit 188 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) im unterdurchschnittlichen Bereich. Die Messwerte ergeben zudem einen starken Helligkeitsabfall von der linken zur rechten Seite. Die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Helligkeitswert beträgt fast 50 Prozent. Zu der geringen Helligkeit kommt noch die Spiegelung des Displays, die das Ablesen bei Lichteinstrahlung zusätzlich erschwert. Der Betrachtungswinkel fällt recht großzügig aus. Besonders seitlich ist der Bildschirm gut ablesbar. Die Reaktionszeit ist in Ordnung. Beim Verschieben von Fenstern zeigen sich kaum Schlieren oder Schatten.

Eingabegeräte

Die sehr gut verarbeitete Chiclet-Tastatur bietet ein angenehmes und flüssiges Schreibgefühl. Die Tasten haben niedrigen Hub und einen guten Druckpunkt. Die für eine Chiclet-Tastatur typische Umrahmung der Tasten soll Tippfehler verhindern helfen. Das gesamte Tastenfeld lässt sich nicht eindrücken. Ein Ziffernblock fehlt. Die FN-Taste regelt in Kombination mit bestimmten Zusatztasten Einstellungen wie Helligkeit und Lautstärke.

Besonders gut gefällt das Touchpad. Es ist im Vergleich mit größeren Notebooks auffallend groß und bietet eine äußerst glatte Oberfläche, über die ein Finger wie auf Luft gleitet. Die Fläche des Touchpads ist eindeutig von der Handballenablage abgegrenzt. Die Markierungen für die Tasten sind nur aufgezeichnet. Im Prinzip funktioniert das gesamte Touchpad als Taste, ähnlich wie bei Apples MacBook. Außerdem unterstützt das Touchpad Multitouch. Damit ist es beispielsweise möglich, komfortabel mit zwei Fingern durch Dokumente oder Webseiten zu scrollen.

Temperatur

Der Prozessor des Samsung QX310 neigt zu hohen Betriebstemperaturen. Bereits ohne Last ist der Prozessor 68 Grad Celsius (°C) warm. Unter Last steigt der Wert auf bis zu 81 Grad an. Das ist insofern relevant, als die Taktsteigerung durch die TurboBoost-Technik auch von der Temperatur und daraus resultierenden Reserven abhängt. Das kompakte Gehäuse erwärmt sich im Betrieb nur unwesentlich.

Betriebsgeräusche

Das Samsung QX310 bleibt sehr ruhig, sofern die Hardware nicht komplett ausgelastet ist. So hält sich der Geräuschpegel ohne aktive Anwendung konstant bei 30,5 Dezibel (dB(A)) und steigt in der Praxis, etwa beim Surfen im Internet, nur moderat auf 33,2 dB(A) an. Unter Last ist das Samsung QX310 aber richtig laut: 42,4 dB (A) zeigt das Messgerät. Genau so laut ist das DVD-Laufwerk, wenn es Daten liest. Spielt es einen Film ab, erreicht es nur etwa 36,1 dB (A).

Leistung

Das Samsung QX310 kann insbesondere mit seiner guten Arbeitsleistung punkten. Der schnelle Hauptprozessor tut sein Bestes, um keinerlei Verzögerungen aufkommen zu lassen. Das zeigt sich auch in den Benchmarks: Im 64-Bit-Modus des Render-Tests CineBench R10 erreicht das Notebook einen Punktwert von 8.215. Auch der Wert mit nur einem Kern überzeugt: Hier sind es 3.777 Zähler. Das Samsung QX310 ist deutlich schneller als die meisten anderen Subnotebooks. In der Praxis zeigt sich die hohe Geschwindigkeit beispielsweise bei der Videokonvertierung. Für das 20 Minuten lange Testvideo benötigt das Notebook knapp sechs Minuten. Gut!

Beim Arbeitsspeicher zeigt sich das Samsung QX310 durchschnittlich. Es bietet eine gute Leistung, die aber nicht aus dem Testfeld hervorsticht. Die Leserate des Speichers beträgt 7.559 Megabyte pro Sekunde (MB/s). Die Schreibrate liegt nur knapp darunter bei 7.418 MB/s. Ebenfalls nur Mittelmaß: die Festplatte. Sie liest Daten bei zufälligen Lesezugriffen durchschnittlich mit 61 MB/s aus.

Samsung verwendet beim QX310 eine dedizierte Grafikkarte der Einsteigerklasse. Die ist kaum geeignet, aktuelle Spiele auf ein ruckelfreies Maß zu beschleunigen. Das zeigt sich auch in der relativ niedrigen Punktzahl beim 3D Mark 2006. Das Notebook kommt auf 3.815 Zähler. Dennoch ist die Grafikkarte erheblich schneller als integrierte Grafiklösungen. Das Samsung QX310 eignet sich durchaus für ein Spiel zwischendurch. Besonders reibungslos klappt das mit älteren Spielen und reduzierten Details.

Akku und Energieverbrauch

Die Akkulaufzeit hängt beim Samsung QX310 ganz erheblich von der Art der Nutzung ab. Die minimale Laufzeit beträgt bei voller Auslastung der Prozessorkerne und der Grafikkerne lediglich knapp 90 Minuten. Wartet das Notebook demgegenüber mit deaktiviertem WLAN-Modul und heruntergeregelter Helligkeit auf Eingaben, hält es gut acht Stunden ohne Netzstrom durch.

Ein in der Praxis realistischer Wert sind viereinhalb Stunden. Dieser ist mit aktiviertem WLAN-Modul beim Surfen im Internet und mittlerer Bildschirmhelligkeit möglich. Der Stromverbrauch liegt dann bei 38 Watt. Besonderheit: Der Akku des Samsung QX310 lässt sich nicht herausnehmen, sondern ist fest installiert. Bei einem Akkudefekt muss das Notebook in die Werkstatt.

Praxis

Auch das Samsung QX310 teilt Probleme, die symptomatisch für Notebooks sind. Dazu gehört zum Beispiel der schwache Klang der eingebauten Lautsprecher aufgrund von winzigen Membranen. Die SRS-Steuersoftware sorgt dafür, dass der Klang der Musik etwas differenzierter ist. Besonders die Höhen profitieren davon. Doch an fehlenden Bässen kann auch die beste Software nichts ändern. Zur Not bleibt die Möglichkeit, Kopfhörer an das Notebook anzuschließen.

Die Webcam bietet zwar nur VGA-Auflösung, dafür aber bei günstigen Lichtverhältnissen ein ruckelfreies Bild. Auffällig ist der warme Farbton der Kamera.

Zusammenfassung

Samsung macht beim Samsung QX310 vieles richtig. Das an Apple angelehnte Touchpad-Konzept geht auf, die Verarbeitung ist hochwertig und die Akkulaufzeit auch für längere Reisen ausreichend. Der ganz große Wurf gelingt Samsung aber nicht: Warum ist das Display so dunkel und ungleichmäßig beleuchtet? Warum ist kein vollwertiges Office-Programm inklusive? Wieso gibt es keine zukunftssicheren USB-3.0-Anschlüsse? Alles in allem bleibt das Samsung QX310 ein gutes Notebook. Nicht mehr und nicht weniger.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,3 (Sehr gut)
  2. Ausstattung2,0 (Gut)
  3. Display4,5 (Ausreichend)
  4. Eingabegeräte1,1 (Sehr gut)
  5. Temperatur2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,9 (Gut)
  7. Anschlüsse1,7 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,7 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,2 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
  11. Praxis2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063815 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5650 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7559 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7418 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz102 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read61 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen16908 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3777 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8215 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1953 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3062 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6812 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2067 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung342 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 25 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 15 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

38 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,038 kWh x 24,00 Cent = 19,97 EUR

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