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  3. Test Samsung P530 Pro JA01 - Der preiswerte Einstieg in die neue Prozessor-Generation

Erster Eindruck vom Samsung P530 Pro JA01

Das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts kommt in einem matten, dunkelgrauen Gehäuse, dessen Oberfläche eine etwas raue Textur hat daher. Es besitzt eine insgesamt recht rundliche Form bei kompakten Abmessungen und einem Gewicht von nur 2,50 Kilogramm. Das ohnehin schon nicht sehr schöne Plastikgehäuse gibt auf Druck zum Teil deutlich nach – nicht gerade ein Indikator für hervorragende Fertigungsqualität.

An der Vorderkante des Gehäuses sind beim Samsung P530 Pro i3-330M Pitts die Status-LED angebracht. Sie bleiben also auch bei zugeklapptem Display ablesbar und zeigen auf einen Blick, ob beispielsweise der WLAN-Adapter aktiviert ist oder nicht. Klappt man das Display auf, fällt zunächst die Tastatur auf, die völlig ohne notebook-spezifische Zusatztasten auskommt. Eine Displaysicherung, die beispielsweise verhindert, dass sich das Notebook selbstständig aufklappt, gibt es beim Samsung P530 Pro i3-330M Pitts nicht. Schnell erfolgt der Systemstart, und der blau aufleuchtende, dünne Rahmen um das Touchpad vermittelt einen recht futuristischen Eindruck.

Technische Daten und Ausstattung

Samsung spendiert seinem Notebook einen Prozessor aus Intels aktueller Einsteiger-Serie: Den Intel Core i3-330M, dessen zwei Kerne mit jeweils 2,13 GHz takten. Mangelnde Rechenleistung, soviel sei vorweg gesagt, müssen Sie jedoch nicht befürchten. Eine externe Grafiklösung gibt es nicht, Samsung vertraut auf den direkt im Prozessor verbauten Intel GMA HD Grafikchip. Wie alle integrierten Grafikchips, so kann auch dieser keinen Speicher sein Eigen nennen, sondern muss sich beim mit 2048 MB recht kleinen RAM bedienen. Die Festplatte fasst durchschnittliche 320 GB. Daten können Sie beispielsweise mit Hilfe des integrierten DVD-Brenners sichern. Dieser unterstützt auch 9 GB fassende Dual-Layer-Rohlinge. Das 15,6 Zoll Display zeigt 1366x768 Bildpunkte und verfügt über ein Widescreen-Format. Wahlweise gibt es das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts mit Windows 7 Professional und Windows XP Professional – Hier sollen also Business-Kunden angesprochen werden.

Anschlüsse

Drei USB-Anschlüsse stehen zur Erweiterung mit Peripherie oder externen Laufwerken zur Verfügung. Ein Gigabit-Ethernet Adapter bietet schnellen Anschluss ans Internet und der Drahtlos-Netzwerkadapter funkt mit bis zu 300 MBit/s den nächsten Access Point an. Ein HDMI Anschluss ermöglicht den Betrieb eines größeren Bildschirms. Mit dem CardReader können Urlaubsfotos zügig auf den Computer kopiert werden, unterstützt werden allerdings nur drei Formate – unter anderem immerhin das SDHC Format, das in immer mehr Digitalkameras zum Einsatz kommt. Die eingebaute Webcam zeigt eine Auflösung von 640x480 Pixeln.

Software und Zubehör

Im Vergleich mit der Konkurrenz zeigt sich Samsung bei seinem Notebook fast schon großzügig. Richtig praktisch ist die Software FailSafe. Die geht nämlich über ein einfaches Datensicherungsprogramm hinaus: Bei Diebstahl ermöglicht diese Software den Remote-Zugriff auf das Notebook von einem anderen Rechner aus. Damit auch Multimedia-Freunde beim Samsung P530 Pro i3-330M Pitts nicht zu kurz kommen, spendiert der Hersteller die Cyberlink DVD Suite sowie das Webcam-Tool Cyberlink YouCam. Beide Programme sind recht praktisch, so bietet YouCam zahlreiche mehr oder minder witzige Effekte, um abwechslungsreiche Webcam-Fotos zu ermöglichen und die mindere Qualität des Sensors etwas zu kompensieren.

Eine Recovery-Software von Samsung liegt dem Notebook bei, um im Notfall den Hersteller-Zustand wiederherzustellen. Ein Update-Tool soll Treiber und Ähnliches auf dem neuesten Stand halten, braucht aber natürlich eine Internet-Anbindung. Die Sicherheit gewährleistet die Programm-Suite von McAfee. Microsoft Office muss nach 60 Tagen neu gekauft werden, dann läuft nämlich die Testversion ab.

Display

Kunden, die gern auch mal im Freien arbeiten, werden Samsung für das matte Display danken. Das bietet vielleicht nicht ganz so knallige Farben, ist dafür jedoch auch bei direkter Lichteinstrahlung noch gut ablesbar. Dazu trägt auch die recht gute Helligkeit des Displays von im Schnitt 220 cd/m² bei. Auch ergaben die Labor-Messungen, dass die Ausleuchtung vergleichsweise gleichmäßig ist. Der Betrachtungswinkel könnte, insbesondere zu den Seiten etwas größer sein. Allerdings bleibt der Nutzer dadurch vor neugierigen Blicken geschützt. Aufgefallen ist die pfeilschnelle Reaktionszeit. Keinerlei Schatten beim Verschieben von Fenstern waren erkennbar.

Eingabegeräte

Das integrierte Touchpad sieht dank der blauen Beleuchtung nicht nur schön aus: Es besitzt eine extrem glatte Oberfläche und ist multitouch-fähig. Mit zwei Fingern können Sie somit also nicht nur durch Dokumente Scrollen, sondern auch in Bildern Zoomen.

Die Tasten der Tastatur sind etwas zu weich. Ansonsten ist die Tastatur aber gut, auch gibt das Tastenfeld auf Druck nicht nach, wodurch ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht wird. Für Office-Benutzer ganz wichtig: Das Ziffernblatt. Besonders in Statistik- und Tabellenprogrammen erleichtert es die Arbeit ungemein. Die Steuerung von Funktionen erfolgt mangels Zusatztasten über die FN-Knöpfe. So wird beispielsweise Display-Helligkeit und Lautstärke an die eigenen Bedürfnisse angepasst.

Temperatur

Das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts behält einen recht kühlen Kopf. Festzumachen ist das zum Beispiel an der Festplatte, die sich im normalen Betrieb auf gerade mal 32°C erwärmt. Besonders solch empfindliche Geräte wie die Festplatte sollten immer auf einem niedrigen Temperatur-Niveau gehalten werden, um einen Daten-Crash zu vermeiden.
Oben:

Betriebsgeräusche

Die kühlen Temperaturen der Hardware und des Gehäuses werden mit einem zum Teil lauten Lüfterrauschen erkauft. Im Leerlauf ist die Lautstärke mit 35 db noch annehmbar; im Praxisbetrieb steigt sie aber auf 37 db an, unter Last sogar auf lärmende 46°C. Spätestens dann kann es auf einer Firmenkonferenz peinlich werden. Das DVD-Laufwerk ist bei Datenzugriff fast eben so laut: 45 db konnten gemessen werden. Bei der Filmwiedergabe wird das Laufwerk nur wenig leiser, etwa 43 db sind es dann.

Leistung

Dem Samsung P530 Pro i3-330M Pitts können wir eine recht ordentliche Arbeits- und Rechenleistung, aber eine miserable 3D-Leistung bescheinigen. Doch zu den einzelnen Tests:

Der zu klein geratene Arbeitsspeicher legt noch recht ordentliche Werte hin – 7033 MB/s Lese- und 7234 MB/s Schreibgeschwindigkeit bieten ausreichend Leistungsreserven, und lediglich die Latenz von 107 ns ist ein eher schwacher Wert. Auch der Prozessor erreicht mit 13615 Punkten beim CPU Queen Test von Everest ein solides Ergebnis. Der aktuelle CineBench 10 Benchmark in der 32 Bit Version ermittelte eine Multi-Prozessor-Punktzahl von 5564. Das ist okay, aber nicht umwerfend. Richtig flott gab sich das Notebook hingegen bei der Konvertierung eines 20 Minuten langen Videos. Der ganze Vorgang dauerte gerade etwas mehr als 5 Minuten. Der allumfassende PCMark Vantage brachte einen Wert von 4274 hervor, womit sich das Testgerät im Mittelfeld platziert.

Mit 3D-Software ist der Grafikchip allerdings hoffnungslos überfordert. Die Punktzahl von 1496 beim 3DMark 2006 gleicht einer Ruckelorgie und stellt dem Samsung P530 Pro i3-330M Pitts kein gutes Zeugnis für Spiele aus. Selbst Gelegenheitsspieler werden mit dem Notebook keine Freude haben. Hinzu kommt noch, dass der Intel Core i3 als Einsteiger-Modell nicht über den TurboBoost Zusatz verfügt. Dieser beschleunigt Programme, die nur einen Prozessorkern unterstützen, wie das bei Spielen manchmal der Fall ist. In keinem Fall überschreitet die Taktfrequenz des Prozessors also die 2,13 GHz – es sei denn, Sie übertakten ihn manuell.

Akku und Energieverbrauch

Trotz der eher schwachen Grafikpower macht das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts unter Volllast schon nach einer Stunde schlapp. Im Praxisbetrieb, beispielsweise beim Arbeiten im Internet und mit Office Programmen zeigt sich das Notebook mit einer Laufzeit von 3 Stunden und 46 Minuten aber ausreichend ausdauernd. Die maximale Laufzeit, also wenn keinerlei Programme auf dem Gerät ausgeführt werden, liegt sogar bei knapp 5 Stunden.

Für Energiesparer unter Ihnen interessant: Der Stromverbrauch im Praxisbetrieb liegt bei 35 Watt.

Praxis

Durch die zwei Kerne, zusätzlich durch die bewährte HyperThreading Technologie unterstützt, erreicht das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts eine tolle Arbeitsgeschwindigkeit. Der schnelle Speicher tut sein Übriges. Nutzer, die Multitasking betreiben, werden beim Samsung P530 Pro i3-330M Pitts aber schnell an ihre Grenzen stoßen. Durch den kleinen Arbeitsspeicher müssen komplexe Programme im Betrieb häufig auf die Festplatte ausgelagert werden, was viel Zeit verschlingt.

Die Widescreen Auflösung des Bildschirms mag für Multimedia- und Filmfreunde interessant sein; in Dokumenten und auf Internetseiten muss durch die 768 Zeilen allerdings viel gescrollt werden. Filmfans werden vermutlich sowieso einen größeren Bildschirm über den HDMI Anschluss betreiben – genügend Power liefert der Grafikchip nämlich, was die Wiedergabe von FullHD Material betrifft. Die Webcam-Auflösung ist ohnehin schon gering, zusätzlich war das erzeugte Bild recht unscharf und ruckelte zusätzlich. Falls Videokonferenzen für Sie an der Tagesordnung sind, wäre eine externe Webcam ratsam.

Zusammenfassung

Das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts bietet sich sowohl für Allround-Nutzer als auch fürs Office an. Mit seinem recht geringen Gewicht und den kompakten Abmessungen findet das Notebook in jeder Aktentasche Platz. Die Leistung reicht prima für das Büro und den Alltag aus, prima fanden wir auch die geringe Temperaturentwicklung. Die Remote-Software als Diebstahlschutz ist klasse und sollte in allen Office-Notebooks selbstverständlich sein. Schade, dass sich das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts auch viele Schwächen, beispielsweise in der Geräuschentwicklung, aber auch in der Gehäusewertigkeit oder der Ausstattung mit Arbeitsspeicher leistet. Alles in allem ist das Samsung P530 Pro i3-330M Pitts gut, aber keinesfalls überragend.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display1,8 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  5. Temperatur1,1 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche3,8 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse2,4 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,6 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör1,8 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
  11. Praxis2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061496 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage4274 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7033 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7234 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz106.9 nsMin. 27.6 ns
Everest CPU Queen13615 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2304 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5564 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1768 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung315 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 2 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 54 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 46 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

35 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,035 kWh x 24,00 Cent = 18,40 EUR