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  3. Test Samsung N150 Endi - Klein und Design

Erster Eindruck vom Samsung N150 Endi

Durch seine sehr runden Formen wirkt das Samsung N150 Endi recht kompakt. Vor allem der Displaydeckel wirkt aus manchen Perspektiven hauchdünn. Wenn man seine Position ein bisschen verändert, merkt man schon, dass der Deckel etwas mehr aufträgt als zunächst vermutet, mit 8 mm aber doch noch recht schlank ist, zumal er im geschlossenen Zustand vom Gehäuse umschlossen wird.

Insgesamt gefallen sowohl die Formensprache als auch die Materialwahl beim Samsung N150 sehr gut: Der hochglänzende Deckel ist zwar schnell übersäht mit Fingerabdrücken, dafür sieht er schick aus. Innen gibt es matten Kunststoff zu sehen, abgesehen von einer schmalen glänzenden Monitoreinfassung.

Tastatureinfassung, Handballenauflage und Unterseite sind aus dem selben, schwarzen Material gefertigt und umschließen einen roten Kunststoffstreifen, der um das Gehäuse läuft. Unter dem Namen N150 Eliah verkauft Samsung das Netbook übrigens auch in der Farbkombination Rot – Weiß.

Nach hinten schwingt sich das Gehäuse leicht nach oben und formt ein Scharnier für den Deckel. Alle Achtung, Samsung hat ein sehr gefälliges Design hinbekommen, ohne es mit der Verspieltheit zu übertreiben.

Auch die Verarbeitung stellt uns zufrieden: Zwar lässt sich das Gehäuse an der Unterseite an ein, zwei Stellen eindrücken und der Monitordeckel ist nicht gerade der stabilste, insgesamt wirkt die Verarbeitung aber sehr gelungen. Bei nicht einmal 1,2 Kilo inklusive Akku ist das Gerät zudem recht leicht. 26,4 mal 18,8 mal 2,7 Zentimeter misst das Gehäuse maximal und ist damit recht kompakt geraten, besonders in der Höhe.

Technische Daten und Ausstattung

Für einen netbooktypischen Preis gibt es die netbooktypischen Komponenten, könnte man meinen. Samsung jedoch baut neben dem im Netbooksegment omnipräsenten Atom N450-Prozessor und einem GB RAM auch noch eine 250 GB große Festplatte in das Gehäuse ein und sichert sich damit einen kleinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, die meist nur mit 160 GB Festplattenspeicher daherkommt. Alle Geräte der N150-Serie können werkseitig mit mobilem Internet bestückt werden und sollen auch zusammen mit Verträgen von Telefonanbietern zu vergünstigten Preisen verkauft werden.

Anschlüsse

An der Vorderseite sitzen nur der Kartenleser, der neben SD-Karten auch Multimediakarten und SDHC-Karten lesen kann. Rechts daneben befindet sich der Einschalter. Wegen des großen Akkus bleibt die Rückseite frei von Anschlüssen.

Links am Gehäuse sind von vorne nach hinten Kopfhörer- und Mikrofonanschluss verbaut, es folgt ein USB 2.0-Anschluss, dann schon das Lüstungsgitter, der LAN-Port und der Stromanschluss.

Rechts platziert Samsung einen Hardwareschalter für die drahtlose Kommunikation, zwei weitere USB-Ports, einen VGA-Anschluss und weiter hinten eine Anschlussmöglichkeit für ein Notebookschloss.

Insgesamt platziert Samsung die komplette Palette an Anschlüssen im Gehäuse des N150 Endi, die ein Netbook heute so mitbringen sollte. Aber eben auch nicht mehr. Lediglich der Hardwareschalter für die drahtlose Kommunikation ist eine nette Dreingabe.

Apropos drahtlose Kommunikation: Das Samsung N150 Endi kann WLAN und Bluetooth nach allen aktuellen Standards.

Software und Zubehör

Windows 7 Starter als 32 Bit-Betriebssystem ist auf dem N150 Endi installiert. Daneben gibt es zahlreiche Testversionen, die Samsung auf seinem System installiert, so von McAfee Security Center, Microsoft Office, oder Phoenix FailSafe, das das Aufspühren des Rechners ermöglicht, wenn er verloren geht oder gestohlen wird. Daneben gibt es zahlreiche Testversionen von Spielen, die ebenfalls nur einige Stunden lauffähig sind und danach gekauft werden müssen.

Weiters installiert Samsung seine übliche Software-Suite, die neben CyberLink YouCam für den Einsatz der Webcam auch Samsung Recovery Solution enthält, mit dem man sein System sichern kann, oder den Samsung Easy Resolution Manager. Der bietet das ungewöhnliche Feature, dass man die Auflösung des Monitors auf 1024 mal 768 Pixel erhöhen kann, man erhält also 168 Pixel mehr in der Höhe als in der Standardauflösung des Monitors. Wer ein langes Textdokument bearbeitet, der wird sich darüber wohl freuen. Ob man wirklich mehr Details und kräftigere Farben dadurch auf den Bildschirm bringt, wie es Samsungs Marketing verspricht, bleibt zu bezweifeln.

Insgesamt ist die Softwareausstattung auf Standardniveau, wobei für unseren Geschmack zu viele Testversionen auf dem Gerät installiert sind. Samsungs eigene Programme aktivieren teils aber ganz nützliche Features.

Display

Der Monitor misst 10,1 Zoll, löst mit 1024 mal 600 Pixeln auf und ist matt beschichtet. Leider ist die Ausleuchtung nicht wirklich gleichmäßig, es können also Farbverschiebungen in großen Flächen auftreten und die Farben sind durch die matte Beschichtung etwas stumpf. Dafür ist die maximale Helligkeit in Ordnung, selbst bei direktem Lichteinfall kann man noch etwas auf dem Monitor erkennen.

Insgesamt ist der Monitor auf Netbookniveau, reicht also für alle Bürotätigkeiten aus. Wer Bilder gerne in strahlenden Farben betrachtet und viele Multimediainhalte auf seinem Netbook anschauen möchte, der sollte sich den Monitor vorher genau ansehen.

Eingabegeräte

Die Tastatur muss sich in dem 10,1 Zoll-Gehäuse schon etwas zusammenstauchen, um Platz zu haben. Dafür gibt es vor allem im linken Bereich des Eingabegerätes ausreichend Platz für recht große Tasten mit ordentlichen Abständen zwischen den einzelnen Buchstaben. Nach rechts hin müssen sich vor allem "Ä" und "Ü" sehr klein machen, damit dieses Tastaturlayout Platz hat: Nur knapp einen Zentimeter sind diese Tasten breit.

Trotzdem lässt es sich ganz ordentlich mit der Tastatur arbeiten, wenn man sich erst einmal an die etwas beschränkten Platzverhältnisse im rechten Bereich gewöhnt hat: Der Anschlag der Tasten ist deutlich, die Tastatur sitzt fest im Gehäuse und dank der großen Abstände zwischen den Tasten trifft man sie meist recht zuverlässig.

Bemängeln könnte man noch die teils etwas unklare Beschriftung der Funktionstasten: Die Taste für Bildschirm ausschalten verwendet dasselbe Symbol wie die Tasten für mehr und weniger Helligkeit. Warum zudem die Taste "F3" in Kombination mit der "Fn"-Taste ein Eurozeichen erzeugt, wo das doch auch mittels "Alt Gr" + "E" möglich ist, ist ebenfalls nicht ganz ersichtlich.

Das Touchpad sitzt in der Handballenauflage und ist etwas klein geraten: Gerade mal 7 Zentimeter misst die Diagonale. Der Finger gleitet mit gut dosiertem Widerstand über die Fläche, die durch eine leicht Absenkung gegenüber der Handballenauflage abgegrenzt ist. Die beiden Tasten unterhalb fühlen sich zwar etwas wackelig an, sprechen aber zuverlässig an.

Auch Gestensteuerung per Touchpad ist möglich, wie ein Aufkleber auf dem Touchpad erläutert: Mittels zweier Finger auf dem Touchpad kann man durch Auseinanderziehen zoomen, durch eine Drehbewegung drehen und am Rand des Touchpads scrollen.

Temperatur

37,1 Grad erreichen die Temperaturen bei unserem Belastungstest maximal. Besonders die rechte Unterseite wird unter Last warm. Die Erwärmung ist allerdings zu keiner Zeit wirklich kritisch.
Im Praxistest, also beim Surfen per WLAN im Web bleiben die Temperaturen zudem leicht unterhalb.

Betriebsgeräusche

30,3 dB(A) ist nur leicht oberhalb dessen, was man als normalen Geräuschpegel in einem ruhigen Zimmer annimmt. Somit ist das Samsung N150 Endi fast als unhörbar zu bezeichnen. Dabei ist man mit 30,3 dB(A) schon im Lastbetrieb, unbelastet sinkt der Schalldruckpegel sogar auf 29,8 dB(A).

In keiner Situation ist das Netbook also laut oder auch nur deutlich wahrnehmbar. Lediglich, wenn man sich der linken Gehäuseseite nähert, kann man wahrnehmen, dass der Lüfter überhaupt läuft.

Hierzu eine kurze Anmerkung: Die Betriebsgeräusche, wie auch die Temperaturen messen wir im sogenannten "Silent Mode", der sich per Tastenkombination einstellen lässt. Da Samsung diesen Modus standardmäßig aktiviert hat und er selbst unter Volllast vollkommen ausreicht, um das Netbook kühl zu halten, nehmen wir diesen Wert auch als Maximalwert. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Geräuschpegel in der Einstellung "Normal" auf bis zu 30,8 dB(A) ansteigen kann, immer noch ein sehr leiser Wert.

Leistung

Von dem altbekannten Gespann Atom N450 und Intel GMA 3150 erwarten wir keine Höchstleistungen, die Erfahrung zeigt, dass es fürs Websurfen meist reicht, für viel mehr aber nicht.

So sind denn auch die Messwerte aus unseren künstlichen Leistungstests nur mäßig: 861 Punkte im Cinebench R10, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig vom Prozessor berechnet werden, die Grafikkarte wird nur mit 286 Punkten bewertet. Das liegt beides innerhalb der normalen Messwerte, die wir auch in der Vergangenheit mit dieser Ausstattung erreicht haben.

Die Festplatte liefert eine überraschend hohe Datenrate von 62,6 MB pro Sekunde ab, der Arbeitsspeicher hingegen liefert durchschnittliche Werte, die vom langsamen Prozessor etwas ausgebremst werden.

Insgesamt ist die Leistung für sehr grundlegende Tätigkeiten eben ausreichend. Viel sollte man seinem Netbook aber nicht zumuten, sonst kommt es zu langen Wartezeiten.

Akku und Energieverbrauch

48 Wattstunden stellt die 6 Zellen-Batterie bereit, die Samsung im N150 Endi verbaut. Durch seine außergewöhnliche Form fügt sich der Akku gut in das Gehäuse ein, steht aber dennoch nach unten leicht über. Dadurch ergibt sich einerseits eine etwas größere Höhe, andererseits steht das Netbook etwas zum Benutzer geneneigt, wodurch es sich angenehmer Tippen lässt.

9 Watt verbraucht das Netbook mindestens, wenn man die Bildschirmhelligkeit völlig heruntersetzt und alls Energiesparmaßnahmen aktiviert. 32 Watt ergeben sich als Maximalwert und 14 Watt in der Praxis. Für Atom-Netbooks alles in allem recht übliche Werte.

So sind auch die Akkulaufzeiten ebenfalls ziemlich in der Norm: 8:27 als maximale Laufzeit, 3:58 Stunden hält der Akku durch, wenn man das Gerät voll belastet. Wenn man per WLAN im Internet surft sind es 5 Stunden und 4 Minuten.

Praxis

Um ein Video in voller HD-Auflösung abzuspielen ist das Samsung N150 Endi zwar stark genug, aber nur, wenn man sich mit einzelnen fehlenden Bildern und leichtem Ruckeln anfreunden kann. Zieht man den Stecker und schaltet in den Energiesparmodus, verkommt das flüssige Video leider zur Diashow.

Der Klang beim Musik hören klingt eher nach Badezimmerradio, als nach Soundanlage, das ist bei so einem kleinen Gerät aber auch nicht verwunderlich. Die Höhen sind dtark überbetont und die Bässe fehlen. In Filmen ist die Sprache allerdings recht gut verständlich und für alle Soundenthusiasten gibt es ja immer noch den Kopfhörerausgang.

Zusammenfassung

Sich aus der Masse der Atom-Netbooks herauszuheben ist schwer. Samsung schafft es aber dennoch, zumindest einen etwas besseren Eindruck als viele Konkurrenten zu hinterlassen. Woran das liegt? Wohl an dem entspiegelten Monitor, der hell genug ist, um auch noch bei durchschnittlich heller Beleuchtung arbeiten zu können. Wohl auch an dem schlanken Design, das gut gelungen ist und an der meist wertigen Verarbeitung. Dazu packt Samsung ein unhörbares Betriebsgeräusch, sowie für Netbooks normale Akkulaufzeiten.

Herummäkeln kann man am Monitor, der keine überragende Bildqualität bietet und nicht der stabilste ist, an der Tastatur, die nach rechts hin doch recht kleine Tasten bietet und an den vielen Testversionen, die die Festplatte verstopfen. Wer damit leben kann, der bekommt ein schlankes, leises und insgesamt einfach gutes Netbook ohne Schnickschnack.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,4 (Sehr gut)
  2. Ausstattung3,5 (Befriedigend)
  3. Display2,5 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,1 (Gut)
  5. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,2 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse3,2 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung3,6 (Ausreichend)
  11. Praxis2,6 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Everest RAM Read4265 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3036 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz105.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen3926 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)555 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)861 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)286 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung3483 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 58 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 45 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 4 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

10 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,010 kWh x 24,00 Cent = 5,26 EUR