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Bilder zum Test: Panasonic Toughbook CF-C1 - Tougher Convertible für den Außendienst

Im schnelllebigen Geschäftsalltag handelt man nicht immer mit Bedacht und gerade sensiblere Notebooks gehen sehr schnell kaputt. Kaffee wird verschüttet, das Tablet rutscht aus der Hand – eine PowerPoint-Präsentation kann gefährlich werden für die multimedialen Begleiter. Panasonic hat sein Convertible Toughbook CF-C1 gegen so manche Ungeschicklichkeit im Außendienst geschützt. Zugeklappt erscheint das 12,1 Zoll Toughbook sehr klobig, doch das hat seine Gründe. Der mattschwarze Displaydeckel ist etwas dicker geraten, lässt sich dafür aber nur sehr schwer verbiegen. Auch der Rest vom Gehäuse ist von den Abmessungen her alles andere als ein Ultrabook, für die Größe mit knapp 1,7 Kilogramm aber angenehm leicht. Bis auf die Oberseite des Displaydeckels sind die Kunstoffoberflächen in angerautem Silber gehalten. Das erweckt einen neutralen Eindruck. Das Toughbook ist nicht das eleganteste in den Chefetagen, aber unauffälliger Begleiter im Krankenhaus. Das Design ermöglicht eine große Vielfalt in Bezug auf die Arbeitsumgebungen, ein 3-Wege Display Gelenk ermöglicht den einfachen Umbau von Laptop zu Tablet. Der Neigungswinkel im hinteren Bereich des Gehäuses erleichtert zudem das Arbeiten.

Das Toughbook CF-C1 erweckt nicht gleich diesen Eindruck, ist jedoch hervorragend verarbeitet. Den anfänglich vielleicht als störend empfundenen Gummitragegurt an der Unterseite lernt man sehr schnell zu schätzen – er hätte sogar noch etwas dicker ausfallen können. Eine Inventur, ein Visitengang im Krankenhaus, Messungen im Labor – all das erscheint auf einmal viel simpler umsetzbar mit digitaler Unterstützung. Der Convertible erspart einem ständiges Hoch- und Runterfahren größerer Notebooks, aufgeklappte Subnotebooks auf dem Unterarm oder eine umständliche Einhandbedienung bzw. filigrane Tablets, die schnell aus der Hand rutschen können.

Als Tablet macht das Toughbook nur im, schnell per Funktionstaste umschaltbaren, Hochformat Sinn. Die Bedienung ist umständlich. Vor allem das Halten des Querformats im Stehen. Das Toughbook ist etwas zu schwer, um es mit einer Hand an der Seite zu halten. Der Gummigurt ist zum Tragen, ähnlich einem Aktenkoffer, oder für das Bedienen im Hochformat angemessen. Eine rundliche Auflage unter dem Gummi ermöglicht auch, das Toughbook aufgeklappt auf der Handfläche zu nutzen. Nur wird es auch dann schnell zu schwer. Die robusten Scharniere sind schwergängig, heben die Unterseite beim Aufklappen an, halten aber auch härteres Zupacken oder das Drehen des Displays in die falsche Richtung aus. Verwindungen lassen sich selbst bei grober Behandlung nicht ausmachen.

Die Tastatur bietet einen guten Widerstand und klingt sehr unaufdringlich. Die einzeilige „Enter“ – Taste geriet etwas klein. Hub, Druckpunkt und Feedback agieren hingegen nach unseren Wünschen. Das kreisrunde Touchpad reagiert sensibel und das Scrolling funktioniert sehr praktisch, indem der Nutzer einen Halbkreis entlang der silbernen Umrandung fährt. Das eingelassene Touchpad und das Keyboard sind mit Folien unterlegt und schützen somit das Innenleben vor verschütteten Flüssigkeiten oder Spritzwasser. Unterhalb der Tasten befindet sich ein Drainagesystem, welches die Flüssigkeiten an der Unterseite des Chassis ablaufen lässt.

Auch die Bedienung mittels mitgelieferten Stift (Stylus) oder per Finger funktioniert gut. Nach kurzer Eingewöhnungsphase trifft man auch kleinere Bereiche zielsicher mit der Fingerspitze. Die Handschrift in Druckbuchstaben wird in unserem Test ebenfalls gut erkannt, für längere Texte ist die Tastatur aber unabdingbar.

Käufer müssen sich mit drei USB 2.0 Schnittstellen, einem Gigabit LAN und einem VGA-Anschluss zufrieden geben. Schnurlos kann man das Toughbook über WLAN, Bluetooth oder ein per UMTS-Moduls über das Mobilfunknetz verbinden. An der Vorderseite findet man eine Kopfhörer- und eine Mikrofonbuchse sowie einen SD-Kartenleser. Für sichere Geschäfte bringt das Toughbook ein Trusted Platform Modul (TPM) mit, welches Kennwortschutz, Festplattensperre und eine integrierte Hardwaresicherungsöse besitzt. Des Weiteren gehört ein Docking-Anschluss an der Unterseite zum Standardrepertoire. Features wie ein Smartcard- und Fingerprint-Reader sowie Anschlüsse für Moden und Fax können optional nachgerüstet werden. Ein DVD-Laufwerk findet lediglich in der optionalen Docking-Station oder als externes Device via USB einen Platz. Für einen Preis von über 2.500 Euro haben wir im Ausstattungs-Bereich mehr erwartet.

Auf der vergleichsweise kleinen 320 GB Festplatte installiert Panasonic das Betriebssystem Windows 7 Professional vor und liefert eine Reihe Software-Utilities für die Optimierung der Eingabe, des Bootvorgangs, Displaydrehung und für die Energiesparmodi.

Technische Daten

Display:12.1" TouchAuflösung:1280 x 800
Prozessor:Intel Core i5 2520M / 2.5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte320 GBRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Professional SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:12 Std.Gewicht:1.69 kg
B x H x T:29.9 cm x 4.43 cm x 22.6 cmFarbe:weiß

Auf dem Prüfstand

Der Intel Core i5-2520M ist ein schneller Zweikernprozessor mit einem Turbotakt von 3,2 GHz. Zusammen mit den 4 GB Arbeitsspeicher bewältigt er auch anspruchsvolle Anwendungen. Das Komplettsystem ist für den Office-Bereich und damit für Text- und Tabellenverarbeitung ausgelegt. Aber auch hochauflösende Videos on- oder offline meistert das Panasonic Toughbook CF-C1. Die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 3000 beherrscht zwar nur die DirectX 10 Schnittstelle, bietet als onboard Variante aber nach wie vor eine gute Performance.

Das 12,6 Zoll Display kann für Außendienstler anstrengend werden. In Ansätzen haben die 1.280 x 800 Pixel ein mattes Finish, wirken jedoch eher wie ein beschlagener Spiegel. Die durchschnittliche Helligkeit von 243 Candela pro Quadratmeter ist zu gering für sonnige Plätze, der Kontrast von 123:1 kann als miserabel eingestuft werden. Dass das Toughbook kein Entertainer ist, war schon zu erwarten. PowerPoint und Excel werden an sonnigen Flecken im Park oder auf der Baustelle aber zu einer Tortur. Das Toughbook bleibt also lieber drinnen.

Die beiden integrierten Akkus halten mit bis zu 12 Stunden überragend lang. Ein großer Vorteil dieser Kombination ist jedoch der Batteriewechsel im laufenden Betrieb. Die Akkus werden nacheinander entladen, somit kann der erste einfach ausgetauscht werden und in einem externen 4-fach Ladegerät aufgeladen werden. Das ermöglicht einen endlosen Betrieb, sofern Sie genügend Akkus und eine Steckdose in der Nähe haben. Ohne einen Wechsel konnte das Panasonic Toughbook CF-C1 eine Laufzeit von 6,5 Stunden in der Praxis erreichen.

Mit 24,6 Grad Celsius unter Last und 23,5 °C im Leerlauf bleibt das Toughbook sehr kühl. Auch eine Lautstärke von 26 Dezibel (A) im Leerlauf ist vorbildlich. Unter Last dreht der Lüfter hingegen schon mal auf 46 dB(A) auf und ist dann deutlich zu hören.

Zusammenfassung

Das Toughbook macht seinem Namen alle Ehre und hält so einiges an Schikanen aus. Als Convertible präsentiert es sich sehr praktisch in allen Bereichen. Die unbedingte Outdoor-Tauglichkeit wird aber vom schwachen Display zunichte gemacht. Für Privatanwender dürfte das Angebot von Panasonic weniger attraktiv sein. Für den gleichen Preis erhält man aktuell leistungsfähige Gaming-Notebooks oder gar zehn Android-Tablets. Im Business-Bereich lässt sich der Hersteller jedoch eine gute Service-Leistung und langhaltig austauschbare Komponenten sowie die Multifunktionstauglichkeit von Zubehör gut bezahlen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,0 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063722 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1712 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72132 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6863 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01134 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)77 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)64 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read10075 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10417 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20675 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4848 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8113 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5033 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3890 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6846 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4983 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung105 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 28 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal12 Std. 6 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 36 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

20 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,020 kWh x 24,00 Cent = 10,51 EUR

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