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Bilder zum Test: Panasonic Toughbook CF-19 - Tough, Tougher, Toughbook

Beim ersten Auspacken fällt uns sofort auf, dass es sich bei dem Panasonic Toughbook CF-19 um ein sehr spezielles Notebook handelt, das für Extremeinsätze konzipiert wurde. Getreu dem Motto „Survival of the Fittest“ ist das gesamte Chassis des 10-Zoll Gerätes mit Schrauben und Klappen, hinter denen sich Anschlüsse befinden, nur so übersäht und wirkt sehr wuchtig. Allein der Displayrahmen ist Daumendick und extrem verstärkt. Auf der Unterseite befindet sich eine Trageschlaufe um das 2,5 Kilo schwere Gerät zu transportieren. Panasonic selbst bezeichnet das Modell als Fully-Rugged. Das heißt: Geräte dieser Klasse halten Nässe, Staub, Sand, Hitze und Kälte aus, ohne einen Schaden davonzutragen. In der Praxis zeigte sich das Modell als unverwüstlich. Ein Fall aus einem Meter Höhe hinterlässt nicht einen Kratzer. Ein halbes Glas Wasser hält es aus und keine Feuchtigkeit dringt bis zu den elektronischen Komponenten vor.

Beim Aufklappen fallen das sehr schmale Touchpad und die eng zusammenliegenden Tasten ins Auge. Diese sind ordentlich verarbeitet und haben einen kurzen Hub, aber eignen sich nicht für längere Schreibeinsätze. Eine Hintergrundbeleuchtung kommt in unserer Konfiguration des Panasonic Toughbook CF-19 nicht zum Einsatz.

Das Touchpad ist mehr zur Zierde integriert, als dass es nützlich wäre. Es fühlt sich an als würde man auf Sandpapier agieren und ebenso effektiv ist es. Nur unter starkem Druck reagiert es halbwegs genau. Gezieltes Scrollen auf Webseite oder in Ordnern ist kaum möglich. Hier ist die Benützung des Touchscreens oder der Einsatz einer Maus zu empfehlen.

Alle Anschlüsse des CF-19 befinden sich hinter verschließbaren Kunststoff-Klappen und bieten ein breites Spektrum an. USB liegt nur im Standard 2.0 vor und ist mit zwei Anschlüssen vertreten, die sich an der hinteren und linken Seite befinden. Des Weiteren befinden sich auf der linken Seite die Anschlüsse für Strom, Gigabit Ethernet, Modem, Firewire und ein SD-Kartenslot nebst Moduleinschub für ein PC-Card oder Express Card Modul. Die rechte Anschlussseite wird vom herausnehmbaren Akku und der Festplatte dominiert. Die Status LEDs sind am unteren Ende der Handballenauflage angesiedelt und befinden sich oberhalb von Funktionstasten zum Anpassen der Helligkeit. Auf der Unterseite befindet außerdem sich ein Anschluss für eine optionale Docking Station. Eine kabellose Kommunikation erfolgt via WLAN 802.11n, Bluetooth 2.1 oder per integriertem UMTS-Modul (3G).

Technische Daten

Display:k.A.Auflösung:Unbekannt
Prozessor:Intel Core i5 2520M / 2.5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplattek.A.RAM:k.A.
Laufwerk:optional - extern
Akkulaufzeit:9 Std.Gewicht:2.3 kg
B x H x T:27.1 cm x 4.9 cm x 21.6 cmFarbe:Voll magnesiumlegiert mit Halteriemen

Auf dem Prüfstand

Im Office-Betrieb ist das Toughbook CF-19 durchaus zu gebrauchen. Andere Geräte punkten mit starken Grafikkarten, viel Arbeitsspeicher oder einem 3D-Display. Bei Panasonic ist alles auf das Überleben unter harten Bedingungen eingestellt. Der Intel Core i5-2520M liefert für gängige Anwendungen genug Power. Selbst Videos und Streams schafft das Gerät ohne Probleme, auch wenn das interne Display mit nur 1024 x 768 Bildpunkten auflöst. Für Spiele oder Produktionsarbeiten im HD-Bereich ist das Gerät nicht ausgelegt. Die Festplatte ist mit 320 GB recht klein gehalten und bietet nur eine moderate Leserate von 66,2 MB/s und 70 MB/s beim Schreiben, lässt sich dafür aber schraubenlos entfernen und austauschen.

Beim verbauten, matten 10,1-Zoll Display wurde nicht gespart. Außeneinsätze sind auch bei direkter Sonneneinstrahlung dank einer durchschnittlichen Helligkeit von respektablen 470 Candela pro Quadratmeter kein Problem. Das Kontrastverhältnis ist mit 41:1 bei maximaler Helligkeit allerdings miserable und wirkt sich auf den Gesamteindruck negativ aus.

Unter dem Display ist ein Schalter angebracht, mit dem sich das Panel um 180 Grad drehen lässt und so das Notebook in ein Tablet verwandelt. Darauf lässt es sich mit dem beiliegendem Stift oder per Fingereingabe deutlich schneller und genauer arbeiten als mit den herkömmlichen Eingabemethoden. Panasonic bietet Firmen und Unternehmen sogar an, gewünschte Programme bereits beim Bau des Gerätes zu berücksichtigen und das Toughbook somit spezifisch auf verschiedene Anwendungsgebiete zu konfigurieren.

Das gesamte Gehäuse besitzt keinen integrierten Lüfter und ist somit lautlos. Die Kehrseite der Medaille schlägt sich allerdings in den hohen Temperaturen nieder. Im Windows Betrieb kommt das Modell ohne Auslastung durch Prozesse oder Programme bereits auf durchschnittliche 37,7 Grad auf der Oberseite und knapp 40 Grad auf der Unterseite. Unter Last schaltet das Panasonic Toughbook CF-19 nochmal einen Gang rauf und wird beim Arbeiten und Tippen mit 40 °C spürbar heißer. Durch Verzicht auf eine dedizierte Grafikkarte wird beim Stromverbrauch ordentlich Energie eingespart. Im normalen Windows Betrieb gönnt sich der Outdoor-Convertible durchschnittlich nur 20 Watt. 628 Minuten vergehen, bevor der Akku leergezogen ist und sich das Gerät abschaltet. In der Praxis zeigt sich eine Akkulaufzeit von über 6 Stunden.

Zusammenfassung

Das Panasonic Toughbook CF-19 bietet ausreichend Leistung für gängige Office- und Business-Anwendungen und genügend Schutz, um auch unter härtesten Bedingungen eingesetzt zu werden. Für Privatpersonen ist es aufgrund des hohen Preises von 3.900 Euro allerdings zu kostspielig. Der große Pluspunkt liegt im sehr hellen, matten Display und der Möglichkeit aus dem Notebook ein Tablet zu machen. Dies empfiehlt sich vor allem in Hinblick auf die zwar soliden, aber für längeren Einsatz nicht zu gebrauchenden Eingabegeräte. Die Tasten des Tastaturfeldes stehen zu dicht beisammen und das Touchpad ist sehr ungenau. So wird der Haupteinsatzzweck wohl vor allem in der Industrie liegen oder bei Anwendern, die auf ein zähes Arbeitstier angewiesen sind.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck3,0 (Befriedigend)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur3,5 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062820 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage837 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71715 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6526 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0857 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)66 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)70 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9969 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10435 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz55.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read60.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen16781 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3227 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)5013 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3707 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2548 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4150 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3537 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung179 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 59 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 28 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 13 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

20 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,020 kWh x 24,00 Cent = 10,51 EUR

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