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Bilder zum Test: One Gaming Notebook M73-2N - So "günstig" ist mobiles High-End Gaming

Die Formgebung des Plastikchassis aus dem Hause MSI kommt uns nur allzu bekannt vor. Sehr viele Hersteller, darunter Medion, Deviltech und MSI selber setzen bei ihren High-End Gamern auf das wuchtige Gehäuse und wandeln hier und da kleinere Details ab. Zu den potentiellen Extras zählen eine Handballenauflage und ein Displaydeckel aus Metall, leuchtende Gehäuseteile, schicke Lautsprecherverkleidungen. One verzichtet bei dem M73-2N bewusst auf optische Feinheiten und widmet sich voll und ganz inneren Werten. Das bedeutet nicht, dass das Kunststoffchassis unansehnlich wäre – Handballenauflage und Displaydeckel bieten eine Optik, die an gebeiztes Aluminium erinnert und wehrhaft gegenüber Fingerabdrücken ist. Das glänzende Tastaturbett braucht eine Weile um sich Verschmutzungen einzufangen, der innere Displayrahmen ist da bedeutend schneller. Typisch für den Built-to-Order Hersteller One sind die silbernen Elemente wie die Touchpadtasten, die Umrandung der Webkamera, der mittig platzierte Netzschalter und die Lautsprecherabdeckungen. Prinzipiell ist die Optik genügend, Schönheitspreise gewinnt man mit dem One M73-2N aber nicht. Die aggressiv roten Status-LED unter dem Multitouchpad und im Funktionstasten-Panel schaffen es sogar, Akzente zu setzen.Die Verarbeitung des Chassis ist in Ordnung, geringe und gleichmäßige Spaltmaße sowie die Steifheit der robusten Basiseinheit erlauben den Transport des 17-Zoll Desktop-Replacements ohne gleich Schäden befürchten zu müssen. Der Displaydeckel ist weniger stabil, leicht lässt er sich verwinden und auf das zugeklappte Notebook sollte man keine allzu schweren Sachen ablegen.

Auf der Chiclet-Tastatur sind die WASD- und Pfeiltasten für Spieler farblich hervorgehoben. Die Tasten verfügen über ausreichend Abstand zueinander und einen kurzen Hub. Der Druckpunkt hätte etwas knackiger ausfallen können, etwas mehr Widerstand hätte den Schreibkomfort noch erhöht. Das Multitouchpad bietet neben einer angenehm angerauten Oberfläche eine sehr direkte Umsetzung aller Gesten. Gamer setzen in den meisten Fällen auf ihre eigenen Eingabegeräte.

Der 17-Zoll Gamer von One bringt eine ordentliche Anzahl Anschlüsse mit. Von insgesamt fünf USB Ports unterstützen drei den schnellen USB 3.0 Standard. Für Festplatten findet sich zudem ein eSata-Port an der Rückseite des Gehäuses. Gleich daneben sind mit HDMI und VGA die Schnittstellen für externe Bildschirme sinnvoll positioniert. Links am Gehäuse finden wir vier konfigurierbare Audioanschlüsse und einen Multikartenleser. Am rechten Gehäuserand wurde neben den zwei USB 2.0 Ports nur das Blu-ray Laufwerk untergebracht. Dieses Modell bringt eine mechanische Taste zum Ausfahren mit. Netzwerke werden entweder kabelgebunden mit dem Killer Gigabit-Ethernet Adapter oder aber drahtlos über Intel Centrino Wireless LAN-2230 mit integriertem Bluetooth 4.0 angesteuert. One verbaut eine HD-Webkamera für Videochats in hoher Qualität. Optional kann ein Killer Wireless Modul mit besseren Latenzen oder auch ein Blu-ray-Brenner geordert werden.

In der Grundausstattung kommt der Gamer ohne Software, für das Betriebssystem sind Windows 7 Versionen von Home Premium bis Ultimate inklusive Installation erhältlich.

Technische Daten

Display:17,3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3720QM / 2,6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 680M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
120 GB SSD
1 TB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD+RW (+R DL) (DVD-Brenner), BD-ROM (Blu-ray-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:4 kg
B x H x T:42.8 cm x 5.5 cm x 28.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Wie bereits erwähnt setzt One auf die inneren Werte, unser Testgerät ist mit brandaktueller und leistungsfähiger Hardware vollgestopft.Die Basis bildet ein performanter High-End Vierkernprozessor: Der Intel Core i7-3720QM bewältigt unseren Benchmarkparkour mit 2,6 GHz Basis- sowie bis zu 3,6 GHz Turbotakt sehr flink und ist allen Anforderungen gewachsen. One hat in unserem Gerät zwei Riegel mit 4 GB Arbeitsspeicher verbaut. Die insgesamt 8 GB lassen auch bei Videokonvertierungen oder Bildbearbeitungen keine Engpässe aufkommen. Bei der für Gamer kritischen Komponente, der Grafikkarte, greift das Testgerät auf die derzeit schnellste Einzelchipkarte, die Nvidia Geforce GTX 680m zurück. Dank der neuen Kepler-Architektur erreicht die Karte mit einer Verlustleistung von 100 Watt beeindruckende 6180 Punkte im 3DMark11. Eine solche Leistung erlaubt fast ausnahmslos maximale Detailstufen in modernen Spieletiteln wie Alan Wake, Batman: Arkham City, Battlefield 3 oder Max Payne 3.

Das matte FullHD-Display liefert eine im Großen und Ganzen gute Vorstellung ab. Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel bietet einen großzügigen Arbeitsraum, der M73-2N hat auch genügend Grafikpower um die meisten Spiele in dieser Auflösung darzustellen. Die Ausleuchtung ist sehr unregelmäßig, unser Panel weist Unterschiede von mehr als 60 Candela zwischen den Randbereichen im oberen Drittel und dem unteren Drittel auf. Der Durchschnitt liegt bei 222 Candela pro Quadratmeter, dank der matten Beschichtung sind auch LAN-Parties im Freien, ein schattiges Plätzchen vorausgesetzt, möglich. Das maximale Kontrastverhältnis von 946:1 ist sehr gut, die mäßige Blickwinkelstabilität lässt in beide Richtungen noch etwas zu wünschen übrig. Die sehr knackigen und intensiven Farben erleiden schnell Verluste, wenn man die optimale Position vor dem Notebook verlässt. Dank großzügigen Resonanzräumen können die zwei mal 2 Watt Stereolautsprecher und der zusätzliche Subwoofer mit einem vollen Klang und hoher maximaler Lautstärke punkten. Zusätzlich können THX-Klangverbesserungen den Sound verfeinern.

Die praktische Akkulaufzeit von 3 Stunden und 16 Minuten hat uns ein wenig verblüfft. Eine Kapazität von 87 Wh erlaubt mit Nvidia Optimus Technologie zum Umschalten der Grafikkarte sogar eine maximale Laufzeit von 5 Stunden und 46 Minuten. Für ein 5 Kilogramm Schwergewicht (1 kg davon allein das Netzteil) ist das erstaunlich mobil. Im Leerlauf, ohne WLAN und bei niedrigster Helligkeitsstufe des Displays ist der M73-2N mit 18 Watt Verbrauch sehr sparsam. Surfen bei WLAN-Verbindung erhöht den Verbrauch auf 40 Watt, Gaming auf 100 und die volle Auslastung braucht kurzzeitig bis zu 173 Watt. Die Kühllösung verrichtet dabei auch unter höchster Belastung diszipliniert ihr Werk und hält die Durchschnittstemperaturen auf sehr guten 29,9 Grad Celsius. Im Leerlauf bleibt der bullige Lüfter in der linken hinteren Gehäuseecke mit 32 Dezibel (A) angenehm ruhig. Werden Filme über DVD geschaut oder mittlere Hardwareleistungen abgefordert, ist die Kühlung mit 40 Dezibel (A) zu hören. Unter Volllast registrieren wir 52 Dezibel (A). Damit ist der Gamer nicht ganz so leise wie beispielsweise das Asus G75VW, bringt aber auch eine ordentliche Mehrleistung mit.

Zusammenfassung

Das One Gaming Notebook M73-2N ist in erster Linie unschlagbar billig. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sogar besser als bei der Erazer-Gaming-Reihe von Medion. One packt mit dem Intel Core i7-3720QM, der Nvidia Geforce GTX 680M und einer SSD die schnellste, aktuelle Hardware in das Desktop-Replacement das sich nicht vor aktuellen Gaming-PCs verstecken muss. Wer mit möglichst geringen finanziellen Mitteln an die größtmögliche mobile 3D-Performance kommen will, für den ist das One Gaming Notebook M73-2N definitiv in der engeren Auswahl.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0623377 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark116180 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage21873 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74509 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage20045 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02878.6 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)242 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)88.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read18240 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write27003 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz31.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read158.9 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen24479 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)6184 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)23239 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6812 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4909 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)19351 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6794 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung42 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 45 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 46 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 16 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

95 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,095 kWh x 24,00 Cent = 49,93 EUR

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