1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test New Razer Blade - „Die Schöne ist jetzt das Biest“

© Copyright by Razer. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (13)
Bilder zum Test: New Razer Blade - „Die Schöne ist jetzt das Biest“

Unfassbar, im wahrsten Sinne des Wortes: Das New Razer Blade lässt uns immer wieder ins Leere greifen. Das mattschwarze Aluminiumchassis beherbergt anstelle eines Multitouch-Trackpads unter der Tastatur die Razer Switchblade Oberfläche - da wo sonst der Ziffernblock verortet ist. Hinter 10 programmierbaren App-Tasten und dem darunterliegendenMultitouch-Trackpad liegen Miniatur-Displays für Symbole, Spielinformationen oder sogar Webseiten. Diese „verrückte“ Anordnung ist erst mal extrem ungewohnt, fällt aber angesichts der Innovationsdichte des restlichen Notebooks gar nicht mal so sehr ins Gewicht. Der mattschwarze 17-Zoller verwendet ein 2,24 Zentimeter flaches Aluminiumchassis und liefert trotzdem ordentliche Leistung dank Intel Quadcore-Prozessor und Nvidia Geforce GTX 660M Grafikkarte. Für die Geräteklasse ist das New Razer Blade mit knapp unter 3 Kilogramm Gewicht erstaunlich leicht.

Das Gehäuse selbst erinnert an das MacBook Pro von Apple, auch die Verarbeitung ist auf einem ähnlich hohen Niveau. Auf dem Displaydeckel finden sich zwei Erhebungen, dazwischen prangt das grün illuminierte Logo des Herstellers mit den drei Schlangen. Der Displayrahmen im Innern ist mattiert und fasst eine Gummiumrandung um sauber mit der Basis abzuschließen. Das Scharnier liefert einen angemessenen Widerstand und hemmt allzu langes Nachwippen. Der Arbeitsraum ist sehr schlicht gehalten - die Eingabegeräte sind der Hingucker beim New Razer Blade. Der mittig platzierte Netzschalter leuchtet ebenso grün wie die Chiclet-Tastatur darunter. Auf den 10 Sondertasten werden die Icons für Facebook, Twitter, Emails, den Browser etc. angezeigt und vier grüne Ecken auf dem LCD darunter deuten an, dass sich das Display im Trackpad-Modus befindet. Die Mausersatztasten liegen direkt darunter, besitzen die gleich Glasoberfläche und sind dementsprechend auch anfällig für Schlieren und Fingerabdrücke. Der Rest des schlanken, matten Chassis ist dahingehend einigermaßen wehrhaft. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, sowohl die Basiseinheit als auch der Displaydeckel sind dank des hochwertigen Aluminiums verwindungssteif. Das 120W-Netzteil ist nur halb so groß wie das vergleichbarer Gaming-Notebooks und die Wärmeentwicklung hält sich in angenehmen Grenzen.

Die Eingabegeräte des New Razer Blade sind ein absolutes Alleinstellungsmerkmal da das Multitouchpad mit integriertem Display als zweiter kleiner Bildschirm genutzt werden kann und die 10 Sondertasten darüber ebenso beliebige Symbole darstellen können. Die Chiclet-Tastatur selber bietet mit ausreichend Abstand, griffigen Tasten, kurzem Hub und knackigem Druckpunkt nicht nur Gamern einen hohen Komfort. Erstaunlicherweise teilen sich die Pfeiltasten „Oben“ und „Unten“ in die Fläche einer vollwertigen Taste hinein. Die Spiele, in denen speziell die Pfeiltasten eine Rolle spielen, gehören wohl sowieso der Vergangenheit an. Die Windows-Taste liegt zwar noch zwischen STRG und ALT, kann aber über die Sondertaste mit dem Symbol „G“ für Gaming-Mode genauso wie die Tastenkombinationen ALT-TAB und ALT-F4 (Rage Quit) deaktiviert werden. Unter ergonomischen Gesichtspunkten hätte die Handballenablage durchaus geräumiger ausfallen können, das Keyboard liegt genau mittig in der Basiseinheit. Die 10 Sondertasten haben ebenso einen knackigen Druckpunkt, links neben dem Trackpad gibt es eine Taste mit dem Razer Logo für die Rückkehr in den Trackpad Modus.

Im Sinne traditioneller Trackpads funktioniert das Multitouch-LCD ordentlich, sämtliche Gesten werden prompt erkannt und umgesetzt. Nur gelegentlich werden Mauszeigerbewegungen als Scroll-Spirale missverstanden. Die innovative Switchblade Oberfläche bekommt ein durchwachsenes Fazit. Für die Darstellung von Facebook greift die Software beispielsweise auf eine Art Browser-Version des Social Netzwerkes zurück – eine auf kleinere Displays spezialisierte App wäre hilfreicher gewesen. Auch für Youtube-Videos sollte lieber auf den großen Bildschirm zurückgegriffen werden. Für vier Spiele, darunter Battlefield 3 und Counter Strike ist mit einer 3-Finger Wischgeste ein Profil für die Switchblade Oberfläche erreichbar. Während für Egoshooter lieber zu einer externen Maus gegriffen werden sollte, bieten die Sondertasten nun einen echten Mehrwert im Spiel. Waffen, Timer, Screenshots und alles was der Gamer sonst noch so braucht sind schnell zugänglich.

Die Ausstattung des New Razer Blade ist außergewöhnlich schlicht ausgefallen. Am rechten Gehäuserand finden sich ein Gigabit-LAN Port, ein HDMI-Ausgang, drei USB 3.0 Anschlüsse, passend zum Design in Grün und eine Audiobuchse für Headsets. Die integrierte Webkamera löst mit 2.0 Megapixel auf, einen SD-Kartenleser oder gar ein optisches Laufwerk sucht man beim puristischen New Razer Blade vergebens. Drahtlos kommuniziert das Gerät über WLAN a/g/n und Bluetooth 4.0.

Das New Razer Blade wird mit Windows 7 Home Premium (64Bit) verschifft, zusätzlich findet sich die Konfigurationssoftware Synapse 2.0 für das Switchblade Interface. Bei den Apps stehen ein Game Timer, Google Mail, Twitter, Facebook, Youtube, der Browser, eine Uhr, ein Macro Recorder und der Gaming Mode zur Verfügung.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3632QM / 2,2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 660M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
500 GB
64 GB SSD
RAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:2.99 kg
B x H x T:42.7 cm x 2.24 cm x 27.7 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Mit dem Intel Core i7-3632QM und einer Nvidia Geforce GTX 660M bringt das New Razer Blade Notebook genügend Gaming-Power mit. Der Intel Core i7-3632QM ist der schnellste Quadcore mit einer Verlustleistung von 35 Watt und taktet zwischen 2,2 und 3,2 GHz. Trotz der höheren Modellnummer ist der Core i7- 3632QM ein wenig langsamer als der Core i7-3630QM mit einer Verlustleistung von 45 Watt. Für den praktischen Spielebetrieb ergeben sich jedoch kaum Unterschiede. Bestückt mit 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher rechnet sich der 17-Zoller ebenso flink durch unsere Videokonvertierungen oder Bildbearbeitungen. Dank der Nvidia Optimus Technologie kann das Notebook im Desktop- oder Office-Betrieb auf die sparsame Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit zurückgreifen. Für Spiele wird die schnelle Gaming-Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 660M genutzt. Den grafiklastigen Shooter Battlefield 3 konnten wir in hoher Detailstufe und FullHD-Auflösung flüssig spielen.

Beim Massenspeicher setzt Razer auf eine Kombination aus herkömmlicher 500 GB Festplatte und schnellem 64 GB SSD Cache. Rund 10 GB werden von einer versteckten Recovery Partition belegt. Ohne Garantieverlust ist kein Austausch der Festplatten möglich, das Gespann bietet jedoch mit 404,7 MB/s Lese- und 105,9 MB/s Schreibrate. Unter den Käufern finden sich sicher trotzdem genug Enthusiasten die ein SSD-RAID installieren wollen, die Gehäuseunterseite lässt sich mit Torx-Schraubenzieher lösen.

Das 17,3 Zoll Display des New Razer Blade ist solide aber nicht hervorragend. Dank matter Beschichtung und einer durchschnittlichen Helligkeit von 263 Candela pro Quadratmeter steht auch Außeneinsätzen nichts im Wege. Die FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel ist bei der Größe des Displays von 17,3 Zoll eine Voraussetzung und liefert eine angenehm geräumige Arbeitsoberfläche. Erfreulich sind auch das hohe maximale Kontrastverhältnis von 671:1 und die geringe Blickwinkelabhängigkeit. Razer verbaut zwar nur eine unscheinbare Lautsprecherleiste unter dem Displayscharnier, der Klang ist trotzdem recht rund und satt. Die maximale Lautstärke hätte jedoch etwas höher ausfallen können.

Bei den Emissionen ist der Gamer sehr zurückhaltend, im Leerlauf bleibt Kühllösung mit zwei Lüftern bei angenehmen 31 Dezibel (A). Auch unter moderater Belastung werkeln die Lüfter sehr lange unter 37 Dezibel (A) um im Spielebetrieb bei einer vergleichsweise geringen maximalen Lautstärke von 46 Dezibel (A) zu gipfeln. Der Stromverbrauch liegt unter maximaler Auslastung bei 150 Watt, beim Surfen bei 40 Watt und im Idle-Betrieb bei nur 20 Watt dank der stromsparenden Nvidia Optimus Technologie. Wir erreichen eine maximale Akkulaufzeit von 6 Stunden und 10 Minuten, unter Volllast wird der 60Wh Akku in 38 Minuten leergezogen. Bei ausgewogener Anwendung hält der New Razer Blade rund 3,5 Stunden abseits der Steckdose durch. Die Durchschnittstemperatur von 36 Grad Celsius ist akzeptabel, kritische Bereiche wie die Handballenauflage bleiben angenehm kühl.

Zusammenfassung

Das New Razer Blade kommt mit allerlei Alleinstellungsmerkmalen und punktet mit extrem hohem Stylefaktor. Es ist der dünnste 17-Zoll Gamer, er hat ausgefallene aber gute Eingabegeräte und zeigt eine hervorragende Verarbeitung. Das FullHD Display ist solide, der Akku liefert auch eine akzeptable Leistung. Das stylische Design, die Switchblade-Oberfläche, die potente Hardware mit Intel Core i7-3632QM und Nvidia Geforce GTX 660M sowie das geringe Gewicht von knapp 3 Kilogramm rechtfertigen den Kaufpreis von 2.500 US-Dollar in unseren Augen. Ein paar Anpassungen an den Apps für das Trackpad würden auch das Browsing durch Facebook beispielsweise erleichtern. Wer aufs Geld schaut und nur auf die Leistung aus ist, kann natürlich zur ähnlich stylischen Alternative in Form des ASUS G75VW greifen und bekommt ein optisches Laufwerk dazu. Dann müssen aber auch 4,3 Kilogramm zur Lan-Party transportiert werden.


Andere Notebooks von Razer - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Razer - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0615904 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112619 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12284 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74427 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage12705 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02388 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)404.7 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)105.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17839 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write25561 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz36.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read105.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20862 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5429 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)20123 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6707 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4267 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)16013 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6000 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung44 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 38 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 24 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

62 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,062 kWh x 24,00 Cent = 32,59 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.