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  3. Test MSI GT70-i789BLW7H - Bekanntes Gehäuse, neues Innenleben mit Intel Ivy Bridge

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Bilder zum Test: MSI GT70-i789BLW7H - Bekanntes Gehäuse, neues Innenleben mit Intel Ivy Bridge

Beim bulligen Aluminiumgehäuse können wir keine Unterschiede zum Vorgänger ausmachen. Die schwarze, gebeizte Oberfläche des Displaydeckels und der Handballenauflage fühlt sich sehr wertig an und sieht auch ansprechend aus. MSI greift für den inneren Displayrahmen und die Umrandung der eingelassenen Steelseries Gamer-Tastatur auf spiegelnde Oberflächen zurück. Das erhöht den Hingucker-Effekt, fängt aber auch Fingerabdrücke ein und reflektiert mitunter störend. Die Kanten und Rundungen als Designelemente strahlen eine gewisse Aggressivität aus. Die silbernen, perforierten Blenden der Stereolautsprecher und die Chromleisten um die Touchpad-Tasten sind uns schon fast zu viel des Guten. An der Verarbeitung gibt es wenig auszusetzen. Das Gehäuse ist stabil und der Deckel weitestgehend verwindungssteif. Auch die stabilen Scharniere darf man bei einem Desktop-Ersatz in dieser Preisklasse voraussetzen. Das Tastaturbett federt minimal nach. Die Spaltmaße bleiben rund um das 3,9 Kilogramm schwere Gehäuse durchweg gering und gleichmäßig.

Seit dem Jahr 2010 kooperieren MSI und der dänische Peripherie-Hersteller Steelseries, um in den Gaming Notebooks von MSI für Spiele optimierte Eingabegeräte zu verbauen. Leichte Anpassungen im Layout beispielsweise vermeiden unabsichtliche Sprünge auf den Desktop. Die drei Zonen der sehr gleichmäßigen Hintergrundbeleuchtung lassen insgesamt mehr als 1.000 Farbvariationen und Verhaltensweisen zu. Wie bereits erwähnt, federt die Tastatur im Vergleich zum Vorgänger MSI GT780 etwas mehr nach. Die rutschfest beschichteten Tasten lassen sich mit einem mittellangen Hub und einem knackig definierten Druckpunkt trotzdem gut bedienen. Das leicht nach links versetzte Multitouchpad bietet eine haptisch wertige, angeraute Oberfläche und zwei knackige Maustasten. Sämtliche Mehrfinger-Gesten werden schnell erkannt und präzise umgesetzt.

Hinsichtlich der Anschlussvielfalt kann das MSI GT70 punkten. Drei von fünf USB-Ports beherrschen den schnellen USB 3.0 Standard, zusätzlich kann auch über die rückseitige eSATA-Schnittstelle eine schnelle, externe Festplatte angebunden werden. Bildschirme finden an dem HDMI- oder an dem VGA-Port Platz. Auch optisch ansehnlich zeigt sich die Metallumrandung der Audiobuchsen für Kopfhörer, Mikrofon, Line-in und S/P-DIF. In Netzwerke verbindet das MSI GT70 über Gigabit Ethernet, Spieler dürften sich besonders über das Killer LAN Modul freuen. Dieses liefert kabelgebunden sehr hohe Geschwindigkeiten und niedrige Latenzen. Zusätzlich ist ein Bluetooth 4.0 Featurel in dem Wireless Display fähigen WLAN-Modul (802.11n) verbaut. Der 7-in1-Kartenleser unterstützt alle gängigen SD-, MMC- und MemoryStick-Formate und die integrierte Webkamera löst mit 1,3 Megapixel auf. Das optische Laufwerk unterstützt auch die Wiedergabe von Blu-ray Discs.

Vorinstalliert sind ein 64 Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem, die Microsofts Office 2010 Starter Version und eine Reihe MSI Konfigurations- und Wartungstools. Anfänglich irritiert die Vielfalt an kryptischen Symbolen in der Dockingleiste. Wer sein Gaming-Notebook kennengelernt hat, der findet seine Einstellungen für den Betrieb zu Hause oder auf LAN-Parties relativ schnell.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 670M
Festplatte750 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.9 kg
B x H x T:42.8 cm x 5.5 cm x 28.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Mit dem Intel Core i7-3610QM verbaut MSI den „kleinsten“ Quadcore-Prozessor aus dem mobilen Ivy Bridge Portfolio. Die Rechenleistung des Vierkerners mit 2,3 GHz Basis- und maximal 3,3 GHz Turbotakt liegt oberhalb der Performance des Intel Core i7-2860QM aus der Vorgängergeneration Sandy Bridge. Im Zusammenspiel mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher bewältigt die Ivy Bridge CPU selbst fordernde Anwendungen, wie die Videokonvertierung oder anspruchsvolle Spiele, problemlos. Die Turbotaste im Touchpanel hebt die Leistung noch einmal um ein paar Prozent. Dank der leistungsstarken Nvidia Geforce GTX 670M, welche im Turbo ebenfalls leicht übertaktet wird, lassen sich in fast allen Spielen höchste Detaileinstellungen anwählen. Dazu zählen auch fordernde Titel wie Battlefield 3, Alan Wake, Mass Effect 3, Batman: Arkham City und The Elder Scrolls 5: Skyrim. Verlassen Sie den heimischen Schreibtisch und damit die Steckdose, müssen Sie jedoch nach wie vor eine massive Untertaktung der Nvidia Geforce GTX 670M in Kauf nehmen. Der Akku verkraftet laut Hersteller keine derart schnelle Entladung, weswegen bei den High-End Gaming Notebooks noch immer nicht an mobiles Gaming, das heißt Spielen unterwegs, zu denken ist. Zuhause bleiben muss der MSI GT70 Gamer deswegen nicht, eine praktische Akkulaufzeit von 4 Stunden erlaubt auch längere Ausflüge. Im Leerlauf hält die Batterie sogar fast 7 Stunden durch. Und das obwohl das Engineering Sample (Vorserienmuster) des Intel Core i7-3610QM mit 1,2 GHz einen 400 MHz höheren Stromspartakt (Low Frequency Mode) als die finale Serien-CPU vorweist. Ein BIOS-Update wird die sehr ausdauernde Akkulaufzeit in Kürze also nochmals steigern können.

Unser Testgerät verfügt über keinen mSATA-RAID sondern nur über eine herkömmliche Western Digital Scorpio Black Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Sekunde und überdurchschnittlichen Geschwindigkeiten. Wer auf kompromisslose Leistung setzt, sollte ein SSD-RAID 0 konfigurieren. Für eine solche Option muss jedoch auch deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Die durchschnittliche Leuchtdichte von 255 Candela pro Quadratmeter macht den matten FullHD Bildschirm auch für Außeneinsätze tauglich. Nicht nur die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel sondern auch das extrem gute Kontrastverhältnis von 1006:1 zeigen, dass MSI im GT70 ein sehr gutes Display verbaut hat. Auch das Dynaudio Soundsystem, bestehend aus Stereo Lautsprechern und einem Subwoofer, unterstreicht die Multimediaambitionen mit einem kraftvollen Bass und rundem Klangbild. Letzteres profitiert zusätzlich von Crystalizer- und Surround-Optionen im THX-Menü. Einzig mit der hohen, maximalen Lautstärke zeigt sich der Subwoofer in basslastigen Anwendungen ein wenig überfordert und knarzt.

Vorbildlich geht das Kühlsystem mit den hitzigen Komponenten im MSI GT70 um. Trotz Spitzenlast von mehr als 200 Watt bleibt der 17,3-Zoller im Durchschnitt unter 30 Grad Celsius an der Oberfläche. Im Idle messen wir einen Verbrauch von 24 Watt, dank Nvidia Optimus Technologie können im Leerlauf so 13 Watt gegenüber dem Vorgänger gespart werden. In Spielen liegt der Verbrauch bei durchschnittlich 106 Watt, die Lüfter drehen in diesem Szenario mit einer akzeptablen Lautstärke von 38 Dezibel (A). Hartgesottene Gamer dürften sich auch nicht an den 53 Dezibel (A) unter Volllast stören. Im Idle-Betrieb sind 35 Dezibel (A) zu vernehmen. Per Knopfdruck auf dem Multimedia-Panel steht es zum Nutzer frei, die Lüftung auf maximale Umdrehungen zu bringen, um die Komponenten schneller und besser zu kühlen.

Zusammenfassung

MSI hält sich mit dem GT70 recht wacker unter der stärker werdenden Konkurrenz im Gaming Segment. Ein kontraststarkes, mattes FullHD-Display, neueste Grafik- und Prozessortechnologie in einem wertigen Gehäuse und effektvolle Tastaturbeleuchtung gehören zu den Stärken des Gamers. Wer es gern etwas schicker als bei Medion und ein wenig günstiger als bei Alienware hat, der kann bei dem Desktopersatz zugreifen. MSI gehört zudem zu den wenigen Herstellern, die direkt zum Start der Intel Ivy Bridge Plattform mit einem entsprechenden Gaming-Notebook an den Start gehen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0619535 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark113086 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12705 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72943 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage11277 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02332.3 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)124.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)110.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17733 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26434 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz35.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read93.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22313 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5568 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)21515 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6334 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4483 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17118 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6263 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung43 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 54 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 52 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 53 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

106 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,106 kWh x 24,00 Cent = 55,71 EUR

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