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  3. Test MSI EX629-T6647W7P - Mit alter Hardware ins neue Jahrzehnt

Erster Eindruck vom MSI EX629-T6647W7P

Abgerundete Kanten und hochglänzende Oberflächen bestimmen vor allem das Design des MSI EX629-T6647W7P. Durch die runden Formen wirkt das Gehäuse kompakt, die tatsächlichen Maße betragen 37,4 Zentimeter in der Breite, 24,6 Zentimeter in der Tiefe und maximal 4,2 Zentimeter in der Höhe. Für ein 16 Zoll-Notebook recht übliche Werte.

Der Displaydeckel besteht aus schwarzem Kunststoff, der mit einem dezenten Wellenmuster bedruckt und mit glänzendem Lack überzogen wurde. Diese spiegelnde Oberfläche sieht zwar schick aus, ist aber sehr anfällig für Fingerabdrücke. Auf der Handballenauflage setzen sich sowohl das Wellenmuster als auch der Glanzlack fort, einziger Unterschied ist hier die hellgraue Färbung des Untergrunds. Nach hinten verläuft dieses Muster langsam in schwarz, oberhalb der Tastatur sind hinter zwei chromfarbenen Gittern die Lautsprecher untergebracht.

Die Verarbeitung befindet sich auf ordentlichem Niveau, kleinere Kanten zwischen Ober- und Unterschale oder zwischen Vorder- und Rückseite des Displaydeckels sind allerdings fühlbar. Zudem ist der Displaydeckel nicht sehr stabil, lässt Druck von hinten auf dem Bildschirm sichtbar werden und lässt sich zudem stark verbiegen. Im rechten, vorderen Bereich zeigt sich die Unterschale als teils sehr nachgiebig, stabil ist sie seltsamerweise dort, wo viele andere Notebooks Probleme haben: unterhalb des DVD-Brenners.

Insgesamt zeigt sich das MSI EX629-T6647W7P in einem nicht sonderlich aufregenden, aber gefälligen Design und liefert ein zumindest in dieser Preiskategorie ausreichend stabiles Gehäuse sowie eine akzeptable Verarbeitung ab.

Technische Daten und Ausstattung

Warum MSI immer noch auf einen Core2Duo-Prozessor setzt, wissen wohl nur die taiwanischen Ingenieure selbst: Leistungstechnisch sind die Prozessoren den aktuellen Modellen der Core i-Serie nicht ganz ebenbürtig, sogar der Stormverbrauch ist leicht höher und sparen kann vielleicht MSI, nicht aber der Nutzer: Die Preise für das MSI EX629-T6647W7P sind ähnlich hoch wie für vergleichbare Modelle mit Core i5-Prozessor.

Die Grafikkarte ist immerhin aus der aktuellen Produktreihe von NVidia. Die GT130M ist eine ordentliche Einsteigerlösung, die Entertainment und grundsätzlich auch Gaming, allerdings mit reduzierter Auflösung und geringen Details ermöglichen sollte. 4 GB Arbeitsspeicher, allerdings nur der langsamere DDR2 und eine 500 GB-Festplatte sind immerhin an Bord.

Ein DVD-Brenner, sowie eine Webcam und sogar ein Fingerabdrucksensor bringt das MSI EX629-T6647W7P ebenfalls mit. Abgesehen von der seltsamen Prozessorwahl ist das EX629 damit ein recht üblich ausgestattetes Multimedianotebook der Einsteigerklasse mit kleinen Beigaben, wie dem Fingerabdrucksensor.

Anschlüsse

An der linken Seite finden sich von vorne nach hinten: Ein USB 2.0-Anschluss, ein Kopfhörerausgang, Mikrofoneingang, sowie zwei weitere Audioausgänge, die den Anschluss eines Raumklangsystems ermöglichen, mittels Software aber beispielsweise auch als zweiter Mikrofoneingang belegt werden können. Es folgt der DVD-Brenner und ganz hinten ein Modem-Anschluss.

Rechts von vorne nach hinten befinden sich ein Kartenleser, sowie ein Expresskarten-Slot, ein USB 2.0-Port, ein eSATA-/USB-Comboanschluss, eine HDMI-Buchse, dahinter LAN- und VGA-Anschluss sowie der Stromanschluss.

An der Rückseite findet sich rechts ein Anschluss für ein Kensington Lock, das ähnlich einem Fahrradschloss das Notebook sichert, sowie das Lüftungsgitter und ein weiterer USB-Anschluss.

Alles in allem stellt das MSI EX629-T6647W7P eine gute Anschlussvielfalt bereit und platziert sie auch noch ordentlich im Gehäuse: Ein USB-Anschluss an der Rückseite hilft, den Kabelsalat neben dem Notebook zu verringern und das DVD-Laufwerk an der linken Seite ist für Rechtshänder angenehm. Lediglich die Monitoranschlüsse auf der rechten Seite könnten durch dicke Kabel die Maushand behindern. Auch die Tonanschlüsse im vorderen Bereich der linken Seite können für Linkshänder, die eine Maus benutzen wollen, zum Problem werden.

Software und Zubehör

Windows 7 Home Premium, allerdings nur in der 32 Bit-Version legt MSI als Betriebssystem bei. Dadurch sind nur etwas über 3 der 4 GB Hauptspeicher wirklich nutzbar, für mehr wäre ein 64 Bit-System nötig. Dafür gibt es eine echte Recovery-DVD, mit der man sein Notebook im Notfall wieder in den Lieferzustand bringen kann.

Auch ein Handbuch sucht man vergeblich in der Schachtel, außer einigen Schnellstartanweisungen muss man alles digital auf dem Computer nachlesen.

An Software sind hauptsächlich Testversionen installiert, so von Norton Internet Security und Microsoft Office. Außer einigen Webcamtools und MSI Burn Recovery, das sich aufgrund der beiliegenden Recovery-DVD als recht unnütz entpuppt, sind keine weiteren Programme enthalten.

So zeigt sich die Softwareausstattung insgesamt als recht mager, immerhin gibt es aber echte Datenträger für das Betriebssystem und die Treiber.

Display

16 Zoll misst der im Format 16:9 ausgeführte Bildschirm und löst dabei mit 1366 mal 768 Pixeln auf. Die Oberfläche ist, passend zu den meisten anderen Oberflächen des Notebooks, mit einer glänzenden Beschichtung überzogen ist.

Schwarz ist auf dem Bildschirm des MSI EX629-T6647W7P eher dunkelgrau, die Kontraste sind jedoch in Ordnung, die Farben strahlen und auch die maximale Helligkeit ist in Ordnung. Man sollte darauf achten, den Bildschirm nicht aus zu spitzen Winkeln zu betrachten, sonst kommt es schnell zu Farbverschiebungen. Aufgrund der nur mittelmäßigen Auflösung für ein recht großes Display wirkt das Bild weniger knackig als auf anderen Geräten.

Insgesamt ist das Display solides Mittelmaß, das zwar niemand wirklich begeistern, aber auch niemand zu sehr verärgern sollte.

Eingabegeräte

Die Tastatur des MSI EX629-T6647W7P nimmt fast die gesamte Breite des Gehäuses ein. Kein Wunder, schließlich bringt MSI einen vollständigen Ziffernblock mit normalbreiten Tasten unter. Dafür müssen allerdings einige andere Tasten an Größe lassen: So ist die Eingabetaste nur eine Tastenreihe hoch, die Rücktaste ist ebenfalls verkürzt und die "0"-Taste des Ziffernblocks ist nur noch halb so breit, da sich die, übrigens auch recht kleinen Pfeiltasten dazwischenquetschen.

Die Stabilität der Tastatur ist nicht optimal: Besonders im Bereich des "U" biegt sich das Keyboard doch deutlich durch, viel Rückmeldung über den Tastendruck bekommt man von den weichen Tasten auch nicht. Insgesamt lässt es sich aber ganz passabel mit dem Keyboard arbeiten.

Oberhalb der Tastatur befinden sich zahlreiche berührungsempfindliche Felder, die Bluetooth und WLAN einschalten, als Multimediatasten fungieren oder sich sogar frei vom Benutzer belegen lassen. Sie reagieren recht zuverlässig auf Berührung und bilden eine sinnvolle Ergänzung zum ohnehin eng besetzten Keyboard.

Das Touchpad sitzt recht stark nach links versetzt in Gehäuse, wodurch es für Rechtshänder unter Umständen angenehmer zu erreichen ist, als für Linkshänder. Die angeraute Oberfläche ist zudem abgesenkt und farblich in einfachem hellgrau gehalten, so dass man optisch und haptisch den Unterschied zur Umgebung gut erkennen kann. Die darunterliegenden zwei Maustasten sind wiederum mit einer glänzenden Beschichtung überzogen.

Was den Bedienkomfort angeht, kann man sich über das Touchpad nicht beschweren: Der Finger gleitet mit gutem Widerstand über die Fläche und die beiden Tasten sprechen zuverlässig und mit guter Rückmeldung an.

Temperatur

Bis auf 89 Grad kann die interne Temperatur der Grafikkarte unter Last schon mal ansteigen. Klar, dass sich das auch nach Außen überträgt: 55,7 Grad messen wir als Maximalwert an der Unterseite des Notebooks. Das ist für den Betrieb beispielsweise auf dem Schoß viel zu warm. Die Oberseite erwärmt sich erfreulicherweise auch unter Vollast kaum.

Betriebsgeräusche

Beim Betriebsgeräusch messen wir nicht immer erfreuliche Werte. Vor allem das DVD-Laufwerk kann beim Daten lesen schon mal sehr laut werden: 51,2 dB(A) sind wirklich störend. Auch während der Filmwiedergabe stört ein deutlich hörbares Betriebsgeräusch von 39,1 dB(A). Und das gemessene Maximum des Lüfters liegt bei 45,8 dB(A), ebenfalls nicht gerade ein Flüsterton.

Selbst im unbenutzten Zustand rauscht der Lüfter vor sich hin und erzeugt 34,3 dB(A), während unseres Praxistests mit einem HD-Video aus dem Internet steigt das Geräusch auf 36,5 dB(A).

Insgesamt ist das Betriebsgeräusch durchwachsen: Das DVD-Laufwerk geht eindeutig zu laut ans Werk, der Lüfter ist für ein leistungsfähiges Allroundnotebook noch im erträglichen Bereich.

Leistung

Ein Drittel weniger Leistung bringt der Core2Duo-Prozessor im Vergleich zu ähnlich getakteten aktuellen Core i5-CPUs. Das zeigt ein Vergleich beispielsweise der Everest CPU Queen Ergebnisse: Erreicht ein Core i5 430M mit 2,26 GHz circa 14.000 Punkte in diesem Benchmark, sind es mit dem Core2Duo T6600 und einer Taktung von 2,2 GHz nur 9282 Punkte.

Ein deutlicher Unterschied, kein Wunder also, dass auch der Windows 7 Leistungsindex vom Prozessor auf 5,7 limitiert wird. Trotzdem sollte der Core2Duo-Prozessor noch ganz ordentlich Power für alle Anwendungen bereitstellen, die man üblicherweise so als Privatanwender auf seinem Rechner installiert. 3942 Punkte im PCMark Vantage sind immer noch ein ganz ordentliches Ergebnis, ebenso wie 6704 Punkte im 3DMark06 dafür sprechen, dass auch aktuellere Spiele auf dem Entertainmentnotebook noch laufen sollten – allerdings sollte man die Details für flüssigen Spielgenuss etwas reduzieren.

8:44 Minuten braucht der Prozessor für unsere Videokonvertierung. Ebenfalls ein ordentlicher Wert, aber immer noch fast zwei Minuten langsamer als die langsamsten Prozessoren der neuen Core i3-Serie. Es zeigt sich, dass es doch Sinn macht, die modernste Prozessorengeneration zu kaufen, zumal Preisunterschiede eigentlich nicht feststellbar sind.

Akku und Energieverbrauch

Beim Stromverbrauch schließlich kann der Core2Duo ganz gut mithalten, auch wenn der Minimalverbrauch mit 20 Watt höher ist, als bei den Core i-CPUs mit modernen Stromsparmechanismen. Praxis- und Maximalverbrauch sind jedoch mit 37 respektive 82 Watt ähnlich hoch, wie bei Multimedianotebooks mit Core i5.

Der Akku ist mit 48 Wattstunden nicht gerade großzügig bemessen, schafft es aber immerhin, 133 Minuten Video schauen zu ermöglichen. Das sind über zwei Stunden und sollte wohl für die allermeisten Filme ausreichen. Dass die maximale Laufzeit auf knapp 2 ½ Stunden gedrückt wird, liegt ebenfalls am selbst im Leerlauf recht energiehungrigen Prozessor.

Praxis

In der Praxis wollen wir wissen, wie der Allrounder MSI EX629-T6647W7P mit einem Video in voller HD-Auflösung aus dem Internet zurecht kommt. Der zwar etwas ältere, aber dennoch recht kraftvolle Prozessor und die dezidierte Grafikkarte haben keine Problem mit dem Kinotrailer, auch nicht, nachdem wir das Netzteil entfernen und in den Energiesparmodus wechseln.

Dabei überprüfen wir auch gleich den Klang des 2.1 Soundsystems. Der Subwoofer befindet sich übrigens an der linken Unterseite des Gehäuses und ist deutlich durch einen silbernen Rahmen gekennzeichnet. Das Soundsystem überzeugt uns mit einem recht vollen Klang, der aber nicht ganz ausgewogen ist. Zudem sind die Bässe trotz des Subwoofers nicht so kräftig, wie wir uns das wünschen würden. Die maximale Lautstärke und die gehobene Klangqualität reichen aber auch für Hollywoodfilme aus. Wer noch mehr will, kann wie bereits erwähnt über die zahlreichen Audioausgänge auch ein Surround-System anschließen.

Der CinemaPro-Modus, den man über die Touch-Leiste oberhalb der Tastatur aktivieren kann, machte unsere Ansicht nach das Bild zwar heller, dafür litt aber der Kontrast. Die sonstigen Multimedia-Steuerelemente erwiesen sich als zuverlässig und praktisch.

Zusammenfassung

Das MSI EX629-T6647W7P ist ein im guten wie schlechten Sinne durch und durch solider Allrounder. Da sind Qualitäten wie ausreichende Leistung auch zum Spielen, akzeptable Temperaturwerte, ordentliche Lautsprecher und ein angemessener Stromverbrauch.

Der nicht immer leise Lüfter und die allenfalls passable Akkulaufzeit gehören eigentlich zu den meisten Klassenvertretern. Doch dazu ist auch der Bildschirm nur mittelmäßig und die Tastatur lässt bei Größe und Aufteilung doch etwas zu wünschen übrig.

Manche Details wirken zudem wir bloße Marketinggags, etwa der Fingerabdruckleser oder der CinemaPro-Modus, der keine sichtliche Bildverbesserung bringt. Andere Kleinigkeiten wirken durchaus clever, wie die funktionale Touch-Leiste oberhalb der Tastatur oder die vielen Audioanschlüsse. Manche werden sich vielleicht sogar über den Modem-Anschluss freuen, der immer seltener wird.

Wer damit leben kann, das die Technik aus der letzten Generation stammt, obwohl man für den Preis auch die aktuellen Prozessoren bekommt, der bekommt ein ordentliches Allroundgerät mit kleinen Macken, aber auch einigen schlauen Details.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,4 (Gut)
  2. Ausstattung3,0 (Befriedigend)
  3. Display2,5 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,7 (Befriedigend)
  5. Temperatur2,4 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,3 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,3 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,6 (Ausreichend)
  10. Leistung2,8 (Befriedigend)
  11. Praxis1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066704 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3942 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read5750 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4239 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz81.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read61.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9282 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2212 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4419 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2488 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung924 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal2 Std. 35 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 12 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

37 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,037 kWh x 24,00 Cent = 19,45 EUR