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Bilder zum Test: Medion Erazer X6817 (MD 97892) - Günstiger Intel-Gamer mit Verbesserungspotenzial

Günstig und leistungsstark. Das sind die Haupteigenschaften der Erazer-Serie aus dem Hause Medion. Wer nun an billige ALDI-Ware denkt, der liegt falsch. Bereits seit mehreren Jahren werden die Gaming-Notebooks des Essener Unternehmens fast ausschließlich im hauseigenen Shop angeboten. Und neben der starken Hardware kann sich auch das Äußere des 15,6-Zollers sehen lassen.

Das Gehäuse ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und mit einer linienförmigen Maserung versehen. Damit verleiht Medion dem Erazer X6817 eine gebürstete Aluminium-Optik, die das Gerät auch haptisch aufwertet. Bis auf den glänzenden Display-Rahmen ziehen sich die mattierten Materialien über das komplette Chassis. Auch die Verarbeitung hinterlässt einen guten Eindruck. Die Handballenauflage ist stabil und auch die Verwindungen des Deckels halten sich in Grenzen. Selbst die kritische Stelle über dem DVD-Brenner wurde mit einer entsprechend guten Gehäuseverstärkung beseitigt. So spielen auch die Eingabegeräte in der obersten Liga.

Die Tastatur kommt im Chiclet-Design daher und vermindert Tippfehler um ein Vielfaches. Außerdem überzeugen uns der knackige Druckpunkt und der mittellange Hub. Einzig und allein an die verkleinerte, einzeilige Enter-Taste müssen wir uns gewöhnen. Beim Touchpad sind hingegen keine Umstellungen von Nöten. Es ist leicht in die Handballenauflage eingelassen und von einem dünnen Rahmen umgeben. Multitouch-Befehle werden anstandslos erkannt und ausgeführt. Auf eine externe Maus kann also getrost verzichtet werden.

Wer diese dennoch anschließen möchte, kann sich eine von vier USB-Schnittstellen aussuchen. Zwei davon treten mit dem aktuellen 3.0 Standard auf. An der Rückseite positioniert Medion den HDMI-, VGA-, eSATA- und Gigabit-LAN-Anschluss, um eventuelles Kabelwirrwarr im stationären Betrieb zu vermeiden. Für den notwendigen Sound sorgen die Stereo-Boxen, die im Vergleich zu Multimedia-Notebooks durch den integrierten Subwoofer einen Vorteil mit sich bringen. Gegen die Systeme von Alienware oder ASUS hat Medion jedoch keine Chance. Über analoge 8-Kanal-Schnittstellen oder digital via S/PDIF kann der Ton auch an externe Audio-Systeme übertragen werden.

Serienmäßig wird das Medion Erazer X6817 (MD 97892) mit dem Windows 7 Home Premium Betriebssystem ausgeliefert. Hinzu kommen die Programme Power2Go und YouCam aus dem Hause Cyberlink. Für Unentschlossene ist außerdem die Office Starter Version vorinstalliert, welche die Grundfunktionen von Word, Excel und Co. kostenlos anbietet.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2,2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 560M
Festplatte640 GB Hybrid -+ 80 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), DVD-RAM (DVD-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.5 kg
B x H x T:39.5 cm x 5.6 cm x 26.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Das Hauptaugenmerk des Medion Erazer X6817 liegt auf dem Intel Core i7-2670QM Prozessor, der dem aktualisierten Sandy Bridge Line-Up angehört. Gegenüber dem Vorgänger i7-2630QM bietet diese 45 Watt CPU einen Mehrwert von 200 MHz und somit einen Maximaltakt von 3,1 GHz. Im direkten Benchmark-Vergleich liegt der Leistungsvorteil zwischen fünf bis zehn Prozent. Am besten zeigt sich die Steigerung bei einer Videokonvertierung mit dem AVS Video Converter.

Unsere Testkonfiguration MD 97892 des Medion Erazer X6817 verfügt über einen HD-Bildschirm mit einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Wer auf eine FullHD Auflösung über einen externen Monitor verzichten kann, der wird so gut wie alle aktuellen Games flüssig spielen können. Selbst Titel wie Crysis 2 oder F1 2011 sind für den 15,6-Zoller kein Problem. An einigen Stellen und vor allem bei hohen Auflösungen muss auf eine geringere oder abgeschaltete Kantenglättung (Antialiasing) umgestellt werden. Hier kommt selbst eine Nvidia Geforce GTX 560M an ihre Grenzen. Bei den meisten Spielen leidet die Qualität aber nur minimal unter diesen Auswirkungen und auf der LAN-Party muss sich kein Besitzer des Medion Erazer X6817 schämen.

Nach draußen sollte man dieses Event jedoch nicht verlagern, obwohl der 9-Zellen Akku eine entsprechend hohe Laufzeit liefert. Das 15,6-Zoll Display des Medion Erazer X6817 ist nämlich durchschnittlich nur mit 199 Candela pro Quadratmeter ausgeleuchtet. In Kombination mit der glänzenden Bildschirmoberfläche kann es der Sonne nur wenig entgegensetzen. Auch der Kontrast von 180:1 und die schnelle Invertierung der Farben bei einer Blickwinkelveränderung zeigen, an welcher Ecke Medion sparen musste. Schließlich wird der Preis zum Testzeitpunkt mit 1.099 Euro ausgeschrieben. Vergleichbare Geräte kosten mindestens 200 Euro mehr.

Und vergleichbare Geräte werden sogar noch heißer und lauter als unser Testmodell des Medion Erazer X6817. Denn unter praxisnahen Bedingungen bleibt die Ober- und Unterseite des 15,6-Zollers mit durchschnittlich 30 Grad Celsius sehr kühl. Auch die Lautstärkenentwicklung hält sich mit 36 Dezibel (A) in Grenzen. Und das bei einem leistungsstarken Gaming-Notebook, welches in der Praxis 105 Watt verbraucht.

Zusammenfassung

Der neue Vierkern-Prozessor in Form des Intel Core i7-2670QM leistet hervorragende Arbeit. In praxisnahen Benchmarks kann ein Mehrwert von bis zu 10 Prozent im Vergleich zum Vorgänger ermittelt werden. In Kombination mit der Nvidia Geforce GTX 560M wird das Medion Erazer X6817 zum perfekten Begleiter für Gaming-Fans. Der 9-Zellen Akku treibt die Akkulaufzeit auf lange 6,5 Stunden. Mit der Nvidia Optimus Technologie wären hier sicher noch einige Stunden mehr drin gewesen.

Als eigentlicher Schwachpunkt geht das glänzende Display hervor, was bereits bei geringer Sonneneinstrahlung seine Schwächen zeigt. Ein Trostpflaster für Erazer-Fans: Medion bietet in den kommenden Wochen das X6817 auch mit einem matten FullHD-Bildschirm an, der bis zu 270 Candela pro Quadratmeter erreichen soll.

Laut Medion wurde die Drosselung des GPU-Kerntakts absichtlich integriert, um eine zu starke Erhitzung der Akku-Zellen zu verhinden. Dies würde aufgrund der schnellen Entladung passieren und über die Sicherheitslimits hinausgehen. Aufgrund dieser Einschränkung verpasst das Medion Erazer X6817 die Note "Sehr Gut" und wird im Leistungsbereich abgestraft. An der Steckdose angeschlossen handelt es sich dennoch um eines der günstigsten 15,6-Zoll Gaming-Notebooks mit einer solch guten Performance.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0617019 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage9262 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage14603 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read15580 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15628 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz55.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read140.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34578 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4876 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)18013 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5243 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3892 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)15024 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5233 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung48 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 56 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 42 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 45 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

105 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,105 kWh x 24,00 Cent = 55,19 EUR

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