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Bilder zum Test: Medion Akoya S4216 (MD 99080) - Windows 8 Ultrabook-Schnäppchen von ALDI

Beschreibung

Das Medion Akoya S4216 Ultrabook hält eine gehörige Portion Überraschung bereit. Wir waren beispielsweise nicht darauf vorbereitet, nach dem Auspacken auf Aluminium zu fassen. Beim 21 Millimeter flachen 14-Zoller sind sowohl der komplette Displaydeckel und die Handballenauflage aus gebeiztem Aluminium und fühlen sich dementsprechend etwas wertiger an. Der Rest des Chassis und der Displayrahmen verwenden mattierten Kunststoff und fügen sich ein in das klassische, schlichte Erscheinungsbild. Aus der Reihe fällt der ins Displayscharnier integrierte, transparente Netzschalter welcher sich sowohl im auf- als auch im zugeklappten Zustand bedienen lässt. Eine weitere Besonderheit ist das DVD-Laufwerk welches sich durch das Lösen einer Schraube relativ unkompliziert durch einen mitgelieferten Akku ersetzen lässt. Die Verarbeitung ist durchwachsen, angesichts des Preissegments aber ordentlich. Der Displaydeckel ist dank der flächigen Metallrückseite äußerst verwindungssteif, die Basiseinheit gibt Biegeversuchen dafür gerade auf Höhe der Tastatur zu leicht nach. Die Spaltmaße sind nicht immer gleichmäßig und gering, wir können aber nirgends durch unsere Fingernägel irgendeins der Elemente abheben. Der Akku hat geringfügig Spiel und das Displayscharnier erlaubt ein wenig Nachwippen. Insgesamt ergibt sich ein stimmiges Bild in Form eines erstaunlich hochwertigen Notebooks für 600 Euro.

Die Eingabegeräte offenbaren die Sparsamkeit des Ultrabooks. Der Druckpunkt der Chiclet-Tastatur hätte knackiger ausfallen können, das federnde Tastaturbett trägt bei zum Mangel an Feedback. Gelegenheits-Texter dürften aber trotzdem gut zurechtkommen. Den Luxus einer Hintergrundbeleuchtung darf man nicht erwarten, auch wenn viele Notebooks unter dem Intel Ultrabook-Label eine solche bereithalten. Das Multitouchpad erschwert mit der horizontalen Beizrichtung die Pinch-to-Zoom Geste, das in der Kachel-Oberfläche des Windows 8 Betriebssystems häufig genutzte horizontale Scrolling geht jedoch weich von der Hand. Die Navigation läuft flüssig und präzise, die Mausersatztasten sind aber sehr schwergängig. Für häufige Klicks sollte eine externe Maus genutzt werden, ansonsten erledigt auch das Tippen auf der Oberfläche die Aufgabe.

Die Ausstattung ist einem 14-Zoller angemessen, gerade mit DVD-Laufwerk und Wechselakkuergibt sich ein üppiges Paket. Von drei USB Ports beherrscht einer den USB 3.0 Standard und erlaubt somit die Anbindung schneller externer Datenträger. Neben den zwei rechtsseitigen USB 2.0 Ports finden sich eine Mikrofon- und eine Kopfhörerbuchse. Die andere Gehäuseseite bietet einen HDMI- sowie einen VGA-Ausgang nebst dem Gigabit-LAN Port. Drahtlos kommuniziert das Aldi-Ultrabook über WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0, ein Kartenleser rundet das Schnittstellenportfolio ab. Die integrierte Webkamera für Videochats löst mit 1,3 Megapixel auf. Erwähnenswert ist das Intel Wireless Display Feature mit dem Bild und Ton auch drahtlos auf entsprechend ausgerüstete Monitore und Fernseher gestreamt werden kann.

Softwareseitig bestückt Medion das S4216 Ultrabook mit dem Windows 8 64 Bit Betriebssystem, eine ausführliche Anleitung findet sich in unserem How-to-Bereich. Zusätzlich finden sich vorinstallierte Apps für die Medienwiedergabe mittels PowerDVD von Cyberlink, diverse Xbox Spiele, eine Recovery-Anwendung und die Ebay-App.

Display:14"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i3 3217U / 1.8 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
1. Festplatte:
2. Festplatte:
32 GB SSD
1 TB
RAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), DVD-RAM (DVD-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:1.9 kg
B x H x T:33.8 cm x 2.1 cm x 24.18 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Voraussetzung für das Ultrabook-Prädikat von Intel ist unter anderem ein stromsparender ULV-Prozessor. Medion erfüllt diese Auflage mit dem „kleinsten“ Intel Core i3-3217U Stromsparprozessor mit einer Verlustleistung von maximal 17 Watt. Die Taktrate von 1,8 GHz liegt zwar gleichauf mit dem Intel Core i5-3427U, einen Turbotakt für kurzzeitige Leistungszuwächse gibt es jedoch nicht. Die Arbeitsspeicherausstattung von 4 GB (erweiterbar auf maximal 8 GB) und das 32 GB SSD Cache Laufwerk sorgen mit der Unterstützung des Intel Prozessors für eine angenehm flotte Systemgeschwindigkeit.Das Medion Akoya S4216 Ultrabook bootet in 15 Sekunden, der Wechsel zwischen Desktop- und Modern Oberfläche mit den Live-Kacheln geht schnell und flüssig vonstatten und auch bei der Bearbeitung von hochauflösendem Video- sowie Bildmaterial muss nicht mit allzu großen Einschränkungen gerechnet werden. Für die Grafikausgabe ist die integrierte Intel HD 4000 Grafikeinheit zuständig, eine separate Grafikkarte wie die Nvidia Geforce GT 640M im Acer Aspire Timeline Ultra M3 gibt es nicht. Für Büroanwendungen, Medienwiedergabe undEmails reicht die Intel Grafik, bei modernen Spielen muss die Detailstufe allerdings meist auf die mittlere Einstellung reduziert werden. Im Gegensatz zu vielen Ultrabooks bietet das Medion Akoya S4216 mit einer 1.000 GB Festplatte sehr viel Platz für sperrige Film- und Musiksammlungen.

Das 14-Zoll HD-Display löst mit 1.366 x 768 Pixel auf und versucht sich mit einer matten Beschichtung auch im mobilen Umfeld. Die durchschnittliche Helligkeit von 168 Candela pro Quadratmeter fällt allerdings sehr mager aus, in Innenräumen fühlt sich das Medion Akoya S4216 bedeutend wohler. Auch das maximale Kontrastverhältnis von 171:1 ordnet sich unter dem allgemeinen Durchschnitt ein – das Schwarz tendiert vielmehr zum blassen Grau. Für die Lautsprecher empfiehlt sich ebenfalls eine externe Lösung. Die Stereolautsprecher liegen auf Smartphone-Niveau und müssen sich im direkten Vergleich beispielsweise dem iPhone 5 von Apple im Klangumfang klar geschlagen geben.

Für die Messung der Akkulaufzeit haben wir den Zusatzakku verbaut und kommen damit auf gute 10 Stunden und 41 Minuten im Leerlauf (6,9 Watt Verbrauch) bei deaktivierten Funkverbindungen. Unter Last (35,1 Watt) hält der Akku rund 2 Stunden und 42 Minuten durch – in der Praxis darf mit mehr als satten 6,5 Stunden gerechnet werden. Die Lüfter erweisen sich im Normalbetrieb mit 30 Dezibel (A) Lautstärke als angenehm zurückhaltend, auch unter Volllast sind 39 Dezibel (A) ein sehr guter Wert. Der sparsame Verbrauch äußert sich zudem in einer niedrigen Oberflächentemperatur von durchschnittlich 27,3 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das Medion Akoya S4216 Ultrabook ist ein passender Allrounder und bietet überraschend viel für die 600 Euro Kaufpreis. Leider kratzen die niedrige Displayhelligkeit, der magere Klang und die Eingabegeräte ein wenig am attraktiven Gesamtpaket.Der ausdauernde Akku, die passable Verarbeitung und die üppige Festplatte kompensieren das jedoch und wir können eine Kaufempfehlung aussprechen. Gelegenheitsspieler sollten sich das Acer Aspire Timeline Ultra M3 zum Vergleich heranziehen. Dieses 15-Zoll Ultrabook bringt zwar leicht geringere Prozessorleistung und nur 500 GB Speicherplatz mit, kann für 25 Euro Aufpreis jedoch ein hochwertiges Magnesiumchassis, ein leicht helleres Glare-Type Display und mit der Nvidia Geforce GT 640M signifikant mehr Gaming-Leistung in die Waagschale werfen. Vor allem das Soundsystem im Acer untermalt Youtube-Videos und Musikdateien wesentlich kraftvoller.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 2,0 (Gut)
  2. Display 4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte 2,5 (Gut)
  4. Temperatur 1,0 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher 3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 3,0 (Befriedigend)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 3686 Pkt. Max. 28871 Pkt.
3DMark11 535 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 2324 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 3505 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1068 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 367 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 82.7 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 9542 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 10542 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 52.8 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 78.9 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 7237 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 3191 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 6648 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 3868 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 2485 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 5443 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 3800 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 133 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 2 Std. 42 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 10 Std. 41 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 6 Std. 42 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

12 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,012 kWh x 24,00 Cent = 6,31 EUR

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