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  3. Test Medion Akoya P7615 (MD 97516) - Schlepptop aus deutschen Landen

Erster Eindruck vom Medion Akoya P7615 (MD 97516)

Der dunkle Karton mit der weißen Beschriftung wirkt erfreulich aufgeräumt: Kein Marketing-Bla-Bla, keine billigen Übertreibungen, dafür sinnvolle Informationen, stimmige Fakten, das schafft erst mal Vertrauen. Wir ziehen also den klavierlack-schwarzen Medion akoya P7615 aus einem Transportkarton im Format einer großen Aktentasche. Schon des Laptops schiere Größe schindet Eindruck. Medion will das Gesamtkunstwerk aus Chips und Plastik als elegantes Hochglanzdesign verstanden wissen. Das geht okay, der große Schwarze sieht von außen schon fast nobel aus. Fettflecken aus normal fettigen Händen sieht man auf der hellgrauen Handballen-Auflage und auf der mattschwarzen Tastatur fast überhaupt nicht. Auf dem Hochglanz-schwarzen Deckel hingegen mag man ab und zu ein Tüchlein zum Polieren bemühen. Der Deckel schwabbelt beim Verwindungstest recht stark, was angesichts der Größe kaum überrascht. Das eigentliche Rechnergehäuse ist dagegen recht stabil und knarzt auch nur bei ausgesprochen grober Behandlung. Bei einer Breite von 42 cm und einer Tiefe von 28 cm wirkt auch die Höhe des Laptops mit hinten knapp 4 cm nicht wirklich dick. Das schwarze Gehäuse des großen Laptops wirkt schlanker als es ist, auch weil ein silbriger Streifen in Metalloptik die beiden Hälften raffiniert unterbricht. Mit eingesetztem Akku wiegt das Laptop-Kaliber 3,3 Kilogramm. Packt man das 480 Gramm schwere Netzteil samt Netzkabel noch drauf, dann ziehen 3,78 kg am rechten oder linken Arm in Richtung Erdmittelpunkt. Damit ist der Laptop nicht mehr ausgesprochen mobil, aber als Desktopersatz lässt er sich doch einigermaßen komfortabel von einem Zimmer in das nächste tragen.

Technische Daten und Ausstattung

Der mächtige Medion akoya P7615 hat einen aktuellen, mobilen Dual-Core-Prozessor der Marke Intel Core i5 430M @ 2,26GHz unter der Haube. Der Zwei-Kern-Prozessor kann zwei Threads pro Kern verarbeiten. Als Arbeitsspeicher sind in dem Testgerät mit der edlen Hochglanzoptik sehr vernünftige 4GB DDR3-RAM installiert. Diese setzen sich aus zwei Speicherbänken der Bauart Samsung M471B5673FH0-CF8 2GB DDR3 zusammen. Der 17,3-Zoll-Breitbildschirm des Medion akoya P7615 hat eine Auflösung von 1600x900 Bildpunkten. Die matte Oberfläche macht auf Anhieb zwar weniger Eindruck als ein spiegelndes Glossy-Display. Dafür ist so ein Bildschirm aber für stundenlange Büroarbeiten besser geeignet, weil augenfreundlicher. Testweise haben wir parallel zum Laptop-Display noch einen externen Full-HD-Monitor der Marke Samsung SyncMaster T260HD über ein HDMI-Kabel mit 1920x1200 Bildpunkten nativ angesteuert. Das schafft der moderne Laptop selbstverständlich völlig klaglos. Das verbaute LED Backlight Display des Medion akoya P7615 wird von einer stromsparenden Grafikkarte der Marke Intel HD Graphics angetrieben. Sie unterstützt DirectX10. Bei anspruchsvolleren Grafikapplikationen wie etwa 3D-Grafik oder Gaming schaltet sich eine schnellere, gesonderte Grafikkarte der Marke NVIDIA GeForce GT 330M zu. In der NVIDIA Systemsteuerung kann der User genau festlegen, welche seiner installierten Programme mit dem Strom sparenden Intel Grafik Prozessor und welche mit dem Hochleistungs-Prozessor von NVIDIA bedient werden sollen. Wer das nicht selber machen will, kann sich auch auf die Automatik von NVIDIA verlassen, die ständig von NVIDIA über das Internet aktualisiert wird, und genau weiß, welches Programm die schnelle Grafik gut gebrauchen kann, und welches Programm auch mit der langsameren Intel Grafik bestens klar kommt. Die so genannte NVIDIA Optimus Technologie hilft Strom zu sparen, weil nie mehr Grafikleistung eingeschaltet wird, als das aktuell geladene Programm benötigt. So hält der Akku länger, falls man den großen Laptop tatsächlich auch mal unterwegs fern ab jeder Steckdose einsetzen sollte. Als Festplatte nutzt der deutsche Laptop aus Essen, laut Bodenplatte Made in China, eine 2,5-Zoll-kleine Seagate ST9500325AS mit stattlichen 500GB. Sie hängt am SATA-300-Bus und dreht sich mit 5400rpm. Nach dem Lösen der mit zahlreichen Schräubchen befestigten Bodenplatte findet man einen weiteren, noch leeren Schacht zum Einbau einer zweiten Festplatte im 2,5 Zoll Format. Schön, dass dem großen Laptop Body eine solche Ausbaureserve spendiert wurde. Ansonsten steckt in einem großen Laptop ja auch nicht viel mehr drin als in einem kleinen. Auf gut Deutsch: Die meisten großen Laptops sind anno 2010 innen drin sowieso halb leer. Als optisches Laufwerk hat der Laptop einen 8-fach-Multi-Standard DVD-/CD-Brenner mit DVD-RAM und Dual-Layer-Unterstützung der Marke TSSTcorp CDDVDW SN-S083C eingebaut. Wer auf Blu-ray derzeit noch verzichten kann, dürfte damit gut klar kommen.

Anschlüsse

Der Medion akoya P7615 hat mit HDMI, eSATA und einem DisplayPort sehr moderne Anschlüsse. Ältere Anschlüsse wie VGA, serielle und parallele Schnittstellen fehlen derweil schon komplett. An der Vorderseite hat der Medion Laptop nur Lüftungsschlitze, aber keine Anschlüsse. An der rechten Außenseite finden wir zunächst drei Audio Schnittstellen: Einen Mikrofon Anschluss, einen Audioausgang und einen Audioeingang. Deren Beschriftung ist schwer lesbar. Hier sollte man bei künftigen Modellen vielleicht bunte Buchsenringe in Erwägung ziehen. Es folgt ein USB 2.0 Anschluss, ein DVD Brenner mit Auswurftaste und Notentnahme-Öffnung, sowie ganz hinten zwei weitere USB 2.0 Buchsen. An der Rückseite des Laptops sitzt im Wesentlichen nur der Akku, ein paar Lüftungsschlitze und die Scharniere für den Laptopdeckel. An der linken Seite hat der Medion akoya P7615 zunächst einen Schlitz für ein Kensington-Schloss. Es folgt eine runde Stromversorgungs-Buchse für den Netzteilanschluss sowie eine RJ45-8-Pin-Ethernet-LAN-Buchse. Sie wird von einem 1-Gigabit-Adapter der Marke Atheros AR8131 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (NDIS 6.20) angetrieben. Damit kann man den Laptop per LAN-Kabel in ein sehr schnelles lokales Netzwerk einbinden. Einen externen Monitor kann man sehr gut über den Displayport oder über den HDMI-Anschluss mit dem Laptop verbinden. Eine traditionelle VGA Schnittstelle fehlt aber komplett. Es folgt ein praktischer eSATA-USB-Kombi-Anschluss. Über ein geschirmtes Kabel kann man hier eine externe Serial ATA-Festplatte anschließen. Alternativ kann man diese Buchse auch als USB Port nutzen, etwa um eine USB-Maus an der rechten Seite des Laptops anzuschließen. Ganz vorne sitzt ein ExpressCard Slot für 34 und 54 mm breite Karten. Darunter sitzt ein Multi Format Kartenleser.

Nun zu den unsichtbaren Funk-Anschlüssen: Einen Hardware-Schalter für WLAN haben wir nicht gefunden. WLAN wird mit einem Druck auf Fn+F7 eingeschaltet. Damit springt das im Bauch des Laptops versteckte 11n-WLAN-Modul namens Realtek RTL8191SE Wireless LAN 802.11n PCI-E NIC im Format einer Half-Mini Card an. In unserem Kurztest hat sich der Medion akoya P7615 Laptop mit den Funkzellen eines AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 Routers am VDSL 50.000 und eines Cisco Linksys WRT610N WLAN-Routers am hausinternen EMC-Iomega-NAS-Speicher-Netzwerk verbunden. Allerdings hat der Laptop die Funkzellen der beiden Dual-Band-Router nur auf 2,4 GHz erkannt, nicht aber jene im 5GHz-Band. Somit steckte in unserem Testgerät noch kein Dual-Band-Adapter, sondern nur ein Single-Band-WLAN-Modul. Wenn schon zu viele Nachbarn auf 2,4-GHz funken, wäre es jedoch praktisch, wenn der Laptop in das noch nicht so überfüllte 5 GHz Band ausweichen könnte. Ein Bluetoothmodul war in unserem Testgerät nicht zu finden, wäre laut Handbuch aber optional erhältlich. 3G-Module haben wir im Bauch des Testgerätes und im Geräte-Manager ebenfalls nirgends gefunden. Dafür sind aber nützliche USB-Buchsen am Laptop, über die man solche fehlenden Schnittstellen bei Bedarf extern mit einem 3G Stick nachrüsten könnte. Bei reinen Consumer-Laptops findet man integrierte 3G Module noch selten, bei Business Laptops gehören sie schon fast zur Grundausstattung.

Software und Zubehör

Auf unserem Testgerät war das Betriebssystem Microsoft Windows 7 Home Premium 6.01.7600 in der 32-Bit-Version vorinstalliert. Das ist zu vielen älteren Programmen ja deutlich kompatibler als die 64 Bit Version von Windows 7. In der Laptop-Verpackung finden wir eine Recovery-DVD für Windows 7 in der 32 Bit Version, eine weitere DVD mit der 64 Bit Version, sowie eine „Application & Support Disk P7615“. Außerdem finden sich alle Gerätetreiber auch pieksauber auf einer gesonderten Partition der in den Laptop eingebauten Festplatte. Außerdem liegt ein komplettes Backup-Image auf der 500GB-Festplatte. Durch Druck auf die F11-Taste im Bootprozess kann man eine komplette Neuinstallation des Rechners auslösen. Das Restore wird gesteuert von CyberLink PowerRecover for Windows 7 Preload. Die komplette Neu-Installation des Betriebssystems samt allen Geräte-Treibern hat in unserem Test damit keine 30 Minuten gedauert. Das kann man gar nicht genug loben, denn viele Consumer-Laptops werden heutzutage einfach nur noch mit einem 64 Bit Windows 7 System auf der Festplatte ohne gesonderte Recovery-DVDs und ohne Backup-Image ausgeliefert. Dann muss der Laptopkäufer sich seine Sicherungs-DVDs gleich nach dem Kauf erst mal selber brennen, bevor der neue Rechner oft schon nach kurzer Zeit komplett versaut ist und dann auch immer langsamer wird oder im schlimmsten Falle vielleicht sogar die Festplatte einen Hardware Schaden bekommt, bevor man selber ein Backup-Image angefertigt hat.

Außerdem haben wir auf dem Medion akoya P7615 wie folgt gefunden: Windows Live Essentials, Microsoft Office Starter 2010 mit den Einzel-Programmen Excel Starter, Word Starter und Microsoft Office Picture Manager, CyberLink Power2Go, CyberLink YouCam und als Virenwächter BullGuard Internet Security mit 90 Tagen kostenlosem Update aus dem Internet. Danach muss man für den BullGuard Virenservice Zahlen, oder Verzichten, oder einen anderen Virenjäger installieren. Die im Deckel verbaute Chicony Webcam wird von einer Applikation namens CyberLink YouCam 3 gesteuert. Sie bietet jede Menge lustige Gadgets und Effekte, wie die meisten anderen aktuellen Multimedia Laptops auch.

Display

Unser Labor attestiert dem getesteten 17,3-Zoll-Display eine durchschnittliche Leuchtdichte von 176 Candela pro Quadratmeter. Am dunkelsten bleibt der Bildschirm mit 161 Candela links oben, am hellsten strahlt er mit 185 Candela rechts unten. In abgedunkelten Umgebungen reicht diese eher schwache Leuchtkraft, aber in hellen Umgebungen wünscht man sich oft mehr. Gottlob spiegelt der matte Bildschirm aber kaum. So kann man im Büro zur Not auch viele Stunden daran arbeiten, sofern kein externer Monitor zur Verfügung steht. Die gehobene Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten übertrifft zwar schon die mittlere Laptop-Einheitskost von 1366 x 768 Bildpunkten, aber echtes FULL-HD ist das ja nicht, denn dazu müsste der Allround-Laptop ja native 1920x1080 Pixel auf dem Display zeigen. Jedoch hat der Laptop Schnittstellen wie DisplayPort und HDMI für den Anschluss externer Full-HD Monitore. Die geringe Lichtstärke pro Fläche würde dem Display nach unserem internen Bewertungsraster eigentlich die Schulnote Vier einbringen. Aufgrund der spiegelungsarmen, matten Oberfläche geben wir dem Bildschirm aber eine Drei.

Eingabegeräte

Der erste Eindruck einer 10-Finger-Schnell-Chatterin aus der Generation Facebook: „Diese Tastatur scheint mir auffallend mittelmäßig zu sein. Abrutschgefahr fast so hoch wie bei einer vollglatten Cherry Tastatur. Ansonsten ist der Hub angenehm mild, man muss nicht wahnsinnig tief durchdrücken, spart also Zeit, solange man nicht auf die Nachbartaste abrutscht“. Und in der Tat, die wackeligen Tasten federn schwammig nach. Man fragt sich, warum Medion hier nicht zwei, drei Euro mehr in die Tastatur investiert hat, denn dann wäre es auch gleich ein richtig komfortabler Büro-Laptop geworden. Immerhin ist die Tastatur des Medion akoya P7615 mit 100 deutschen Tasten halbwegs voll bestückt und dank der komfortablen Breite von knapp 34cm auch einigermaßen bequem in der Bedienung. Zudem fragt man sich, warum Medion rechts und links der Tastatur jeweils volle 4 cm Leerfläche verschenkt? Selbst kleinere Laptops haben oft eine 35 cm breite Tastatur, bei der dann auch der Ziffernblock etwas breiter ausfällt, als bei diesem großen Medion akoya P7615. Etwas unverständlich auch, warum die Komma-Taste links über dem Ziffernblock und nicht rechts unter dem Ziffernblock sitzt, dort wo die meisten Laptopnutzer, Buchhalter, Steuerberater und weitere Zahlen-Menschen sie doch normalerweise erwarten würden. Immerhin ist wenigstens die Enter-Taste groß genug geraten, denn die wird ja von vielen Business- und Privatusern gleichermaßen häufig benutzt. Die Tastatur ist zwar nicht wirklich schlecht, aber hier hat Medion wegen zwei, drei Euro Preisvorteil bei einem derart großen Laptop doch echtes Potenzial verschenkt.

Das TouchPad des Medion akoya P7615 hat mit 9,6 cm Breite und 5,3 cm Höhe eine komfortable Größe. Das Synaptics TouchPad v7.2 am PS/2 Port ist sicher nicht zu rau, eher schon fast ein bisschen zu glatt geraten. Es hebt sich optisch, farblich, vom Materialfeeling und vom Höhenlevel her kaum von der benachbarten Handballenauflage ab. Bei den grundlegenden Mausbewegungen reagiert das Touchpad gut. Doch wie sieht es bei den fortgeschrittenen Funktionen der Gestensteuerung aus? Wie etwa vertikaler Bildlauf rauf und runter? Horizontaler Bildlauf nach rechts und links? Blättern nach vorwärts und rückwärts mit einem Fingerwisch? Vergrößern von Fotos mittels Finger spreizen? Verkleinern durch Finger zusammen führen? Drehen von Fotos und anderen Objekten in 90 Grad Schritten mit einer Drehbewegung durch zwei Finger auf dem TouchPad? Im Prinzip ist das alles möglich. Medion klebt sogar eine abziehbare Bedienungsanleitung direkt auf das Touchpad, damit man als Touchpad-unerfahrener User nicht lange herum probieren und auch nicht lange im Handbuch nachlesen muss.

Im oberen Displayrand sitzt eine Web-Kamera namens Chicony. Sie taugt etwa für Videoaufnahmen, Videokonferenzen, Online-Chats oder Skype Video Telefonate. Sie erspart das Aufstecken einer externen Webcam. Rechts oder Links neben der Webcam vermissen wir aber ein Lämpchen, das stetig leuchtet, sobald die Kamera aktiv geschaltet ist. Das findet man bei Laptops nämlich immer häufiger. Denn damit hat man auch eine optische Kontrolle, ob man im Internet gerade auf Sendung ist. Das für Tonaufnahmen und Laptop-Telefonate benötigte interne Mikrofon sitzt rechts neben der Kamera, ebenfalls im oberen Laptopdeckel.

Temperatur

Die durchschnittliche Erwärmung des Laptops auf 35,77 °C war im Betrieb zwar durchaus spürbar, wird aber von den meisten Menschen sicherlich noch nicht als heiß empfunden.

Betriebsgeräusche

Die Geräusche des Medion akoya P7615 Laptops fanden wir nicht wirklich nervig. Außerdem hat der große Lüfter im Test auch nicht unerwartet aufgeheult oder schrill gequietscht. Die Laptop-Lüftung des Medion akoya P7615 surrte im Leerlauf mit 32 Dezibel, im Praxis-Durchschnitt mit 40 und bei Volllast ebenfalls mit 40 Dezibel. Bei der Filmwiedergabe rödelte das DVD-Laufwerk mit 37 und beim Datenzugriff mit 41 Dezibel.

Leistung

Der mobile Dual-Core-Prozessor der Marke Intel Core i5 430M @ 2,26GHz bekommt von Windows 7 recht passable 6,4 Leistungs-Punkte. Dem Arbeitsspeicher von Samsung spendiert Windows 7 auffallend gute 7,2 Leistungspunkte. In vielen Massen-Laptops stecken ja deutlich langsamere RAM-Module. Die stromsparende Grafikkarte der Marke Intel HD Graphics schafft laut Windows-7-Leistungs-Index 4,7 Leistungs-Punkte. Die deutlich schnellere, gesonderte Grafikkarte der Marke NVIDIA GeForce GT 330M kommt auf einen Leistungsindex von 6,2 Punkten. Der 500 GB Seagate Festplatte attestiert das Festplattentestprogramm HD Tune eine mittlere Transferrate von 62,2 MB/sec und eine mittlere Zugriffszeit von 18,0 ms. Windows 7 gibt ihr 5,9 Leistungs-Punkte. Kurz gesagt: Die Platte bietet viel Platz und eine ordentliche Leistung. Insgesamt passen diese Komponenten relativ gut zusammen. Am schwächsten ist die verbaute Intel Grafikkarte, am stärksten ist der verbaute Samsung Hauptspeicher.

Wer das Gerät selbst weiter aufmotzen will, wird durch einen Austausch der rotierenden Festplatte gegen eine in der Regel auch immer noch sehr teure SSD-Festplatte wohl den stärksten Effekt erzielen. Damit laden Daten und Programme spürbar schneller. Sehr interessant ist auch der zweite, noch nicht belegte Festplatten-Slot im Bauch des Medion. Hier kann man ohne großen Aufwand testen, was eine zweite 2,5 Zoll Festplatte in herkömmlicher oder in SSD-Bauweise zusätzlich an Speed, Komfort und Speichervolumen bringt. Auch beim WLAN Modul könnte man für ein paar Dutzend Euro ein wesentlich besseres Modell mit dem Funkstandard ABGN im Internet finden.

Akku und Energieverbrauch

Das Netzteil, FSP090-DMCB1, Made in China, von der Zhonghan Electronics (Shenzhen) Co., Ltd. speist den Laptop und lädt den Akku mit maximal 4,74 Ampere und 19 Volt. Es toleriert Stromquellen von 100 bis 240 Volt und Wechselstrom-Frequenzen von 50 bis 60 Hertz. Das reicht auch Business-Travellern und Weltenbummlern jenseits von Europa. Mit 480 Gramm gehört es nicht gerade zu den leichten Exemplaren.

Der Lithium-Ionen Akku der Marke BTP-D5BM, Made in China, by Cheng Usi for Medion, versorgt den Laptop unterwegs laut Aufdruck mit 61,92 Wattstunden bei 14,4 Volt und 4,3 Ampere. Er kann im Prinzip zwar ausgesprochen leicht aus dem Laptop-Boden gezogen und wieder hineingesteckt werden. Allerdings waren die beiden Schiebe-Verschlüsse des Akkus an unserem Testgerät schon derart ramponiert oder ab Werk derart unpräzise gearbeitet, dass es schier unmöglich war, den Akku sicher zu arretieren. Bei jeder zweiten ungeschickten Bewegung des Laptops auf der Tischoberfläche löste sich der Akku ein paar Millimeter weit aus seiner Fassung und der Bildschirm wurde schwarz. So war ein sinnvoller Testbetrieb nur mit dem angesteckten Netzteil möglich. Das ist aber sicher nur ein Einzelfehler an unserem Testexemplar und hoffentlich kein Serienfehler am Akkuverschluss.

Und was bringt der eigentliche Akku nun? Das Labor von notebookinfo.de attestiert dem Testgerät unter Volllast eine Laufzeit von einer Stunde und zwei Minuten. Im gemischten Praxisbetrieb sind es ebenfalls eine Stunde und zwei Minuten. Die maximale Akkulaufzeit lag bei 4 Stunden und 27 Minuten.

Praxis

HD-Video-Trailer aus dem Internet zog der große Medion akoya P7615 sowohl im Hochleistungsmodus mit Netzstromversorgung als auch im Energiesparmodus im Akku-Betrieb ruckelfrei über WLAN-11n aus dem Internet. Dabei kamen die höheren Töne aus zwei Lautsprechern oberhalb der Tastatur und die tieferen Lagen aus einem Subwoofer rechts hinten an der Bodenplatte. Das High Definition Audio ist laut Medion-Angaben Dolby Home Theater v3 zertifiziert und klingt für Laptopverhältnisse recht ordentlich.

Zusammenfassung

Der mobile Intel Core i5 430M @ 2,26GHz Prozessor, die stromsparende Intel HD Grafikkarte, das NVIDIA GeForce GT 330M Grafiksystem und eine 500-GB-Festplatte machen den Medion akoya P7615 mit seinem matten 17,3-Zoll-Display zu einem komfortablen Gesellen für sehr viele stationäre Einsatzfelder. Die Tastatur mit abgesetztem Zehnerblock ist vom Layout her überwiegend bequem, mal abgesehen von der sehr unüblich positionierten Kommataste. Durch den großen und spiegelungsarmen Bildschirm, die große Tastatur und das große Touchpad ist dieser Medion akoya P7615 sicher auch für stundenlange Büroarbeiten im stationären Betrieb einigermaßen gut geeignet. Außerdem hat er ja mit HDMI und Displayport zwei sehr moderne Monitor Anschlüsse. In einer Zusammenschaltung mit dem 17,3 Zoll-Display des Laptops kann damit also eine recht brauchbare elektronische Arbeitsfläche entstehen. Wäre die Tastatur nicht etwas glatt und schwammig und der Akku nicht so wackelig befestigt, dann hätten wir diesen Laptop schon fast als gelungene Universalmaschine für ganz viele Einsatzfelder empfehlen können. Zumal Medion ja auch oft einen sehr interessanten Preispunkt für sehr breite Käuferschichten trifft. Besonders mobil ist so ein 17,3 Zoll Kaliber natürlich nicht, aber durchaus Transportabel.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,8 (Gut)
  2. Ausstattung2,0 (Gut)
  3. Display3,0 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte2,3 (Gut)
  5. Temperatur2,7 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,7 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,1 (Gut)
  11. Praxis1,9 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066232 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage4302 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7528 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7265 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz101.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read63.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen15903 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2348 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5500 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3742 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung281 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 2 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 27 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 2 Min.Max. 13 Std. 36 Min.