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Bilder zum Test: Medion Akoya E7219 (MD 97874) - Preiswerter 17-Zoll Einsteiger in Hochglanzoptik

Auf den ersten Blick macht das 17-Zoll Einsteiger-Notebook einen guten Eindruck. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist zu einem großen Teil mit Klavierlack überzogen. Vor allem die Arbeitsumgebung ist davon betroffen, was einen täglichen Einsatz eines Putztuchs nicht vermeiden lässt. Die Unterseite, die Tasten und der Displayrahmen sind dagegen in einem matten Schwarz gehalten. Medion setzt beim Akoya E7219 dennoch auf einen schlichten Look – lediglich die Lautsprecherleiste über der Tastatur erweist sich als Blickfang.

Dem Preis entsprechend hat unser Testgerät mit einigen Verarbeitungsmängel zu kämpfen. Im geschlossenen Zustand lässt sich der Deckel leicht verbiegen und die Tastatur federt über dem DVD-Laufwerk stark nach. Lediglich die Stabilität der Handballenauflage kann das Ruder noch herumreißen. Das Keyboard kann zwar mit einem Chiclet-Layout punkten, Vielschreiber werden sich jedoch einen kürzeren Hub wünschen. Außerdem ist das Touchpad in der Höhe eingeschränkt, was längere Scroll-Manöver erschwert. Die horizontale Navigation hingegen kann ohne Probleme durchgeführt werden.

Im Bereich der Anschlüsse ist Standardkost angesagt. Der vorhandene Platz wurde jedoch gut genutzt. An der rechten Seite befinden sich unterhalb des DVD Multi-Brenners zwei USB 2.0 Anschlüsse und die Audio-Schnittstellen für Mikrofon und Lautsprecher beziehungsweise Kopfhörer. Diese werden jedoch in den seltensten Fällen gebraucht, da die Boxen in diesem Preisbereich eine vergleichsweise gute Performance bieten. Technologien wie USB 3.0, HDMI, VGA und ein Gigabit-LAN finden wir an der rechten Seite wieder. Kabellos wird über das integrierte WLAN-Modul (802.11n) gefunkt. Auf Bluetooth müssen Nutzer verzichten. Bis auf den Multi-Kartenleser und blau beleuchtete Status-LEDs bleibt die Front des Medion Akoya E7219 unbesetzt.

Das Essener Unternehmen spendiert dem Notebook eine Windows 7 Home Premium Lizenz in der 64-bit Variante mit zahlreichen Zusatzprogrammen. Mit dabei: Microsoft Office 2011 Starter und Kaspersky Anti-Virus. Knapp zwei Minuten braucht das Akoya E7219 um hochzufahren und die vorinstallierte Software von der 500 GB großen Festplatte zu laden. Das ist deutlich zu lang.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900 ( WSXGA )
Prozessor:Intel Pentium B950 / 2.1 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics
Festplatte640 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.5 kg
B x H x T:41.9 cm x 3.2 - 3.77 cm x 27.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Der verbaute Intel Pentium B950 Prozessor gilt als Einstiegs-Zweikerner und basiert auf der Sandy Bridge Architektur. Der Takt liegt mit 2,1 GHz in einem annehmbaren Bereich. Im Vergleich zu seinen großen Brüdern der Core i3- oder Core i5-Serie wurde er jedoch stark eingeschränkt und bietet weder eine dynamische Taktanpassung via Turbo Boost 2.0, noch die Multikern-Simulation per Hyper Threading. Zusammen mit den verbauten 4 GB Arbeitsspeicher reicht die Leistung für gängige Office-Anwendungen, das Betrachten von Fotos und Filmen sowie dem Surfen im Internet aus. Bei der Wiedergabe eines 1080p YouTube-Stream waren beide Prozessorkerne zu 40 Prozent ausgelastet. Parallel dazu sind noch genügend Leistungsreserven vorhanden, um das Microsoft Office Paket zu nutzen.


Spieler und Multimedia-Nutzer werden an der integrierten Intel HD Graphics scheitern, die neben der beschnittenen Prozessor-Leistung den Flaschenhals weiter verengt. Unsere Grafikbenchmarks bestätigen diese Feststellung. Wer seine Zeit in die Produktion von Medien investieren will und an aktuelle Gaming-Titel denkt, der sollte zu einem Notebook mit Core i5- oder Core i7 Prozessor und dedizierter Grafikkarte greifen. Unser Konfigurator liefert im Preisbereich unter 600 Euro mehr als 10 passende Notebooks für dieses Einsatzgebiet.

Ein großer Pluspunkt des Medion Akoya E7219 ist das matte HD+ Display. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 219 Candela pro Quadratmeter ist es jedoch nur bedingt für den Außeneinsatz geeignet. Bei starker Sonneneinstrahlung hilft nur eine Luminanz ab 300 cd/m². Erfreulich hingegen ist die hohe Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten. Auf dem Desktop bietet sich so ausreichend Platz für zwei Dokumente oder Browser-Fenster. Der Kontrast hingegen ist mit einem Maximum von 180:1 miserabel. Gleiches gilt für die Blickwinkelstabilität im vertikalen und horizontalen Bereich. Bereits leichte Abweichungen genügen und die Helligkeit nimmt rapide ab.

Ein Trostpflaster ist bei den Emissionswerten zu finden. Das große Gehäuse kann die verbaute Intel-Hardware optimal kühlen und die Oberflächentemperatur liegt so in einem guten Bereich zwischen 24 und 32 Grad Celsius. Bei starker Auslastung dreht der Lüfter zwar auf unangenehme 39 Dezibel (A) auf, pendelt sich in der Praxis jedoch bei 34 dB(A) ein. Im gleichen Szenario messen wir eine praxisnahe Akkulaufzeit von drei Stunden.

Zusammenfassung

Das Medion Akoya E7219 bietet eine gute Verarbeitung, starke Lautsprecher und ein mattes Display. Abstriche müssen in Bezug auf die Leistung und Anschlussvielfalt hingenommen werden. Dafür wird das 17-Zoll Einsteiger-Notebook mit einer vorinstallierten Windows 7 Home Premium Version ausgeliefert, für die viele Hersteller einen Aufpreis von 100 Euro verlangen. Weitere Schattenseiten zeigen sich bei der Größe des Touchpads, dem leuchtschwachen Display und der stark glänzenden Arbeitsumgebung. Arbeiten im Freien sind zwar möglich, wir empfehlen jedoch eine Positionierung im Schatten oder in Innenräumen.

Hinzu kommt, dass uns andere Hersteller wie HP und Dell mit deutlich attraktiveren Angeboten locken und im gleichen Preisbereich unter 500 Euro sogar zu Intel Core i3- bzw. Core i5-Prozessoren greifen oder gar eine dedizierte Grafiklösung bereitstellen. Den Preiskampf hat Medion im Einsteiger-Segment verloren.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck3,0 (Befriedigend)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062787 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1003 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71441 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage3913 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0918 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)64.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)45.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13309 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write11685 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz61.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read63.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9938 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3364 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6451 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2875 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2717 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5206 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3451 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung174 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 8 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 59 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 3 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

20 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,020 kWh x 24,00 Cent = 10,51 EUR

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