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Bilder zum Test: Medion Akoya E2312 - AMD-System zwischen Subnotebooks und Netbooks

Das kleine Medion Akoya E2312 hüllt sich komplett in schwarzem Kunststoff. Während die Unterseite mit einer matten Oberfläche anmutet, ziert den Deckel und die Bereiche rund um die Tastatur eine Schicht Klavierlack. Gerade die Areale zwischen den einzelnen Tasten sind schnell mit Fettflecken und Fingerabdrücken übersäht. Ein Putztuch ist im Lieferumfang nicht enthalten. Ein silbernes Designelement auf der Oberseite des Displaydeckels lockert das sehr schlicht gehaltene Design auf. Das Wechseln der Festplatte oder des Arbeitsspeicher geht leicht von der Hand, da nur zwei Schrauben gelöst werden müssen, um die Unterseite zu entfernen. Die Verarbeitung des 12,1-Zoll Subnotebooks fällt insgesamt positiv aus, doch beim Tastaturfeld müssen Abstriche gemacht werden. Dort wippen die Tasten etwas nach, was zu Einschränkungen bei längeren Schreibeinsätzen führen könnte. Gleiches gilt für den Deckel, der zwar durch recht straffe Scharniere das Wippen auf ein Minimum reduziert, aber sich dennoch leicht eindrücken lässt.

Über die Qualität der Eingabegeräte lässt sich streiten. Die verwendete Tastatur fällt aufgrund des 12-Zoll Formates deutlich größer aus als bei Konkurrenten mit nur 10-Zoll Abmessungen. Die Tasten stehen insofern weiter auseinander und sorgen für ein angenehmeres Tippen. Vielschreiber wissen, dass sich Netbooks und kleine Subnotebooks nur im Notfall bei längeren Texten anbieten und ebenso ist es beim Medion Akoya E2312 der Fall. Der Druckpunkt ist etwas schwammig und der Hub kurz. Gewöhnungsbedürftig ist die verkleinerte Enter-Taste die man im Eifer des Gefechtes hin und wieder verfehlt. Schlicht, dafür aber präzise und leicht zu bedienen ist das verbaute Multi-Touchpad mit matter, strukturierter Beschichtung.

Das Medion Akoya E2312 Subnotebook bietet alle wichtigen Anschlüsse. Externe Monitore, Bildschirme oder Beamer können sowohl über die analoge VGA- als auch über die digitale HDMI- Schnittstelle angeschlossen werden. Um externe Peripherie oder Datenspeicher zu verbinden, stehen zwei USB 2.0 und ein schneller USB 3.0 Anschluss zur Verfügung. Die Kommunikation mit dem Internet oder anderen Netzwerken erfolgt über den schnellen Gigabit LAN Standard und mit Hilfe eines WLAN 802.11n Moduls inklusive Bluetooth. Speicherkarten von Kameras oder Smartphones können mit einem Multikartenleser für SD-, SDHC- MMC-, MS und MS-Pro abgespielt werden. Videokonferenzen über Skype lassen sich mit einer eingebauten 1,3 MP Kamera und internem Mikrofon führen. Alternativ können Kopfhörer, Headsets oder Stereo-Lautsprecher per 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss verbunden werden. Wir raten allerdings dazu externe Stereo-Lautsprecher für den multimedialen Genuss zu nutzen, da die verbauten Lautsprecher sehr höhenlastig sind und keinen Bass bieten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Netbooks sowie Low-Budget Subnotebooks verfügt das Medion Akoya E2312 über 4 GB Arbeitsspeicher und wird nicht mit Windows 7 Starter, sondern mit dem vollwertigen Betriebssystem Windows 7 Home Premium (64 Bit) ausgestattet. Anwender können sich zudem über eine Recovery-DVD freuen, die mittlerweile bei vielen Herstellern aus Kostengründen nicht mehr mitgeliefert wird.

Technische Daten

Display:12.1"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:AMD E-Series E-450 / 1.65 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6320
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:1.4 kg
B x H x T:29.7 cm x 3.26 cm x 19.0 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Das Medion Akoya E2312 kann mit einer AMD Konfiguration und einer 500 GB großen Festplatte aufwarten. Verbaut wird ein AMD E-450 Dual Core Prozessor, welcher eine Taktfrequenz von 1,65 GHz bietet. Verwendung findet dieser in kleinen Notebooks sowie Netbooks und bildet eine direkte Konkurrenz zu Intels Atom Prozessoren. Vorteil gegenüber der Intel Lösung ist die deutlich stärkere, integrierte Grafikkarte in Form der AMD Radeon HD 6320. Dank 80 Shadern und einem UVD3 Video Prozessor ermöglicht sie das Dekodieren von HD Videos mithilfe des Grafikprozessors. Anspruchslose und ältere Spieler lassen sich in niedriger Detailstufe durchaus spielen. Am Wohlsten fühlt sich das Netbook dann aber doch beim Surfen im Internet und im Umgang mit Büroanwendungen.

Abzüge in der Note müssen wir beim verbauten Display machen. Der 12,1-Zoll große Bildschirm bietet eine native Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten und ist nicht entspiegelt. Die durchschnittliche Ausleuchtung von 194 Candela pro Quadratmeter sorgt in Verbindung mit einem Kontrastverhältnis von 206:1 ebenfalls nicht für Freudensprünge. Im Freien, bei direkter Sonneneinstrahlung ist auf dem Display fast nichts zu erkennen und aufgrund des niedrigen Kontrasts ergeben sich bereits ab 15 Grad Neigung in der Vertikalen deutliche Farbinvertierungen und Helligkeitsverluste.

Negativ fällt auch die Lautstärkenentwicklung auf. Beim Surfen im Internet schwingt sich das Medion auf 36 Dezibel (A) auf und zieht dabei 20 Watt aus der Steckdose. Bei Temperaturen von nur 27 bis 28 Grad unter Last können sich die Werte durchaus sehen lassen. Der mitgelieferte 6-Zellen Lithium-Ionen Akku reicht für eine praxisnahe Akkulaufzeit von bis zu 3 Stunden und 40 Minuten aus.

Zusammenfassung

Medion versucht mit dem Medion Akoya E2312 (MD97974) im Subnotebook-Segment weiter Fuß zu fassen. Und das gelingt auch, wenn auch nur zum Teil. Die gebotene Leistung des AMD Systems spielt in der oberen Liga mit. Die AMD Technik kann mit einer starken Grafikkarte aufwarten und bietet genug Leistung für Filme, Musik und Büroanwendungen. Zudem setzt sich das 12,1-Zoll System mit Features wie USB 3.0, HDMI und Gigabit LAN vom sonstigen Einheitsbrei ab.

Dennoch patzt Medion in den Kernpunkten eines mobilen Subnotebooks. Die Akkulaufzeit ist mit knapp 3 Stunden 40 Minuten nur unterer Durschnitt und das spiegelnde Display verhagelt einen den schönsten Sonnentag. Zudem ist der Preis mit 400 Euro kein wirkliches Schnäppchen und auch die nicht ideale Verarbeitungsqualität ist zu bemängeln. In ruhigen Arbeitsumgebungen ist die Lautstärke des Lüfters als durchaus störend anzusehen. Denn in unregelmäßigen Abständen dreht er nochmal auf und ist mit 34 bis 36 Dezibel (A) deutlich hörbar.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062505 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11336 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage898 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark7927 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage1995 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0453.7 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)59 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)65.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read3227 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3783 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz86.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read59.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5045 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1186 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)2292 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2057 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1086 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2060 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2059 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung492 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 50 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 44 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 47 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

20 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,020 kWh x 24,00 Cent = 10,51 EUR

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