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Bilder zum Test: LG P420-N.AE21G - Kompakter Allrounder im Minimalgewand

Das LG Electronics P420-N steckt in einem matt-weißen Kunststoffgehäuse, das mit seinem kantigen Design an Notebooks älteren Baujahrs erinnert und kaum anfällig für Fingerabdrücke ist. Das Notebook glänzt mit durchweg guter Verarbeitung. Die Ausstattung des Notebooks ist minimalistisch: Zusatztasten fehlen und an der Vorderkante sind nur wenige Status-LEDs vorhanden.

Die schwarze Chiclet-Tastatur bildet einen Kontrast zum Gehäuse. Sie besticht durch leichtgängige Tasten mit gutem Druckpunkt und angenehmen Tippgefühl. Der Tastenanschlag ist im Vergleich zu anderen Notebooks relativ laut. Das gute, aber kleine Touchpad ist haptisch nur wenig von der umliegenden Handballenablage abgegrenzt und beherrscht Multitouch. Die beiden Maustasten bilden unterhalb des Touchpads einen Balken und überzeugen mit gutem Druckpunkt.

Die Lautsprecher klingen laut und differenziert, allerdings fehlt es an tiefen Frequenzen. Insgesamt sind die kleinen Boxen gut.

An der Vorderkante befindet sich ein Kartenlesegerät. Bei den ansonsten seitlich angebrachten Anschlüssen gibt es drei USB-Ports, einen HDMI-Ausgang, einen VGA-Ausgang, zwei Klinken-Anschlüsse und einen Ethernet-Port. Drahtlos kommuniziert das Notebook via Bluetooth 3.0 und WLAN. Letzteres unterstützt das 802.11n-Protokoll.

Positiv fällt die beigelegte Vollversion der Cyberlink DVD-Suite auf, die Multimediaansprüchen fürs Erste genügt. Die integrierte Webcam zeigt ein scharfes Bild, das bei dämmrigem Licht leider ruckelt und rauscht.

Technische Daten

Display:14"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:Intel Core i5 2410M / 2.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 520M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:4.5 Std.Gewicht:1.99 kg
B x H x T:33.3 cm x 2.59 - 3.15 cm x 22.1 cmFarbe:weiß

Auf dem Prüfstand

Wie bei vielen Allround-Notebooks übersteigt die Leistung des Prozessors die der Grafikkarte deutlich. Der Intel-Core-i5-Prozessor gehört zur neuesten Generation und erledigt auch anspruchsvolle Aufgaben wie Videokonvertierung oder -komprimierung spielend. Die Geforce-520M-GT-Grafikkarte ist trotz DirectX-11-Unterstützung und Nvidia-exklusiven Features wie PhysX und CUDA zu langsam für Spiele mit hohen Hardware-Anforderungen. Die interne Intel-Grafik des Prozessors übertrifft sie jedoch deutlich, womit sich das Notebook durchaus für ein Strategiespiel zwischendurch eignet. Die Lesegeschwindigkeit der Festplatte liegt im Mittelfeld. Schneller macht's der Arbeitsspeicher. Er erreicht dank des guten Speichercontrollers im Prozessor sehr hohe Durchsatzraten.

Das spiegelnde 14-Zoll-Display hat eine Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten und punktet mit guter Reaktionszeit. Der seitliche Betrachtungswinkel ist großzügig, der vertikale Betrachtungswinkel hingegen stark eingeschränkt. Der Bildschirm ist zwar gleichmäßig ausgeleuchtet, aber viel zu dunkel. Im Schnitt erreicht er knapp 186 Candela je Quadratmeter (cd/m²). Das macht ihn zusammen mit der spiegelnden Oberfläche für den Außeneinsatz nahezu unbrauchbar – selbst bei nur mäßigem Sonnenschein.

Mit Temperaturen von 51 und 44 Grad Celsius stechen Prozessor und Grafikkarte im Praxisbetrieb nicht aus der grauen Masse hervor. Wohl aber unter Last. Hier überschreitet der Prozessor teilweise deutlich die 80-Grad-Marke, die Grafikkarte kratzt daran. Um die Lebensdauer des Prozessors nicht zu gefährden, ist also eine regelmäßige Reinigung des Kühlkörpers Pflicht. Das Gehäuse bleibt hingegen im Betrieb ausreichend kühl. Die Temperaturen liegen meist nur knapp oberhalb von 30 Grad.

Die Lautstärke liegt in der Praxis bei rund 33 Dezibel (dB(A)). Unter Last dreht der Lüfter auf knapp 42 Dezibel auf. Das toppt nur das DVD-Laufwerk mit bis zu 42,3 dB(A). Leider ist das DVD-Laufwerk auch bei der Filmwiedergabe mit 38,8 dB(A) noch deutlich lauter als der Lüfter, was den Filmspaß etwas trübt.

Mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 21 Watt zählt das LG Electronics P420-N weder zu den Stromfressern noch ist es besonders sparsam. Die praxisnahe Akkulaufzeit von knapp fünf Stunden gehört dennoch zum oberen Mittelfeld. Die minimale Akkulaufzeit ist mit 50 Minuten jedoch viel zu kurz.

Zusammenfassung

Auf den ersten Blick überzeugt das LG Electronics P420-N. Im schicken und kompakten Gehäuse stecken gute Hardware und eine dedizierte Grafikkarte. Der Preis ist in Ordnung. Die beiliegende Software-Vollversion ist heutzutage längst nicht mehr selbstverständlich. Bei genauerem Hinsehen fallen jedoch das Display mit zu geringer Helligkeit und die hohen Temperaturen negativ auf. Wen beides nicht stört, kann beherzt zugreifen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065284 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5941 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read10095 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10416 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz57.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read65.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen17605 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4583 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9191 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5550 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3676 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7156 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5420 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung98 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 54 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 0 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 50 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

21 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,021 kWh x 24,00 Cent = 11,04 EUR

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