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Bilder zum Test: Lenovo IdeaPad Z570 102468G - Metallischer Außenseiter

Neben den bekannten ThinkPad Geräten, die auf den Businessbereich angepasst sind, versucht Lenovo nun auch verstärkt neue Modelle im Consumer-Markt zu etablieren. Zu diesem Zweck wurde die Lenovo IdeaPad Z-Reihe geschaffen. Diese soll preisgünstige Notebooks, gekoppelt mit schicken Design und genug Leistung bieten. Mit dem Lenovo IdeaPad Z570 schickt der Hersteller nun ein 15,6-Zoll Gerät ins Rennen um die Gunst des Kunden. Das Design weiß zu gefallen: Display-Deckel und Tastaturumrandung hat Lenovo aus gebürstetem Aluminium gefertigt, während sich die Unterseite im unaufdringlichen, mattschwarzen Plastik präsentiert. Durch abgerundete Ecken und metallische Farben wirkt es auf den ersten Blick sehr hochwertig.

Die Arbeitsoberfläche präsentiert sich beim Aufklappen aufgeräumt. Oberhalb der Tastatur sind Stereo-Boxen eingelassen und Schnellstarttasten verbaut worden. Das High-Glossy Display ist mit einem Rahmen aus glänzendem Klavierlack umgeben, auf dem sich Fingerabdrücke und Staubkörner genauestens dokumentieren lassen. Die sogenannte AccuType Tastatur bietet leicht geschwungene, beziehungsweise konkave geformte Tasten, die einen guten Druckpunkt und kurzen Hub bieten. Unterhalb der Tastatur ist eine Bodenplatte aus Plastik verbaut, die für die nötige Stabilität sorgen soll. Trotzdem biegt sich die Tastatur ganzflächig leicht durch. Dies stört zwar nicht beim normalen Arbeiten, zeigt aber doch, dass hier mehr Augenmerk auf den Preis, als auf die Wertigkeit gelegt wurde. Das Multi-Touchpad des Lenovo IdeaPad Z570 grenzt sich deutlich von der Tastatur ab und sitzt mittig unterhalb der Leertaste. Es ist somit leicht links versetzt angebracht worden. Dank einer perforierten Oberfläche lässt sich der Mausersatz schnell und einfach bedienen.

Lenovo spendiert dem Z570 eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten. Der USB 3.0 Standard ist zwar nicht an Bord, dafür aber vier USB 2.0 Schnittstellen, bei denen eine auch für eSATA-Festplatten genutzt werden kann. Als Verbindung zu Netzwerken oder dem Internet können Sie den aktuellen WLAN 802.11n-Standard oder Bluetooth 3.0 nutzen. Auf schnelles Gigabit-Ethernet müssen Sie allerdings verzichten. Der verbaute Controller bietet nur die langsame Variante mit 100 MBit/s an. Zum Anschluss von externen Monitoren, stehen der digital HDMI- und analoge VGA-Port zur Verfügung. Hinzu kommen Multikarten-Leser und Audio-Schnittstellen in Form von zwei 3,5 Millimeter Klinke-Buchsen. Ein DVD-Brenner rundet die Ausstattung ab. Bei einem europäischen Preis von rund 500 Euro können sich Privatanwender also nicht beschweren.

Als besonderes Extra sind an der Vorderseite, unterhalb der Touchpads zwei Hardwareschalter integriert. Einer aktiviert, beziehungsweise deaktiviert die drahtlosen Schnittstellen wie WLAN und Bluetooth. Diese Technik ist mittlerweile in vielen Notebooks anzutreffen. Der andere Schalter hingegen hat uns etwas stutzig gemacht. Das Modell verfügt über eine Nvidia Geforce GT 520M Grafikkarte und Nvidias Optimus Technologie. Soll heißen: Je nach Auslastung schaltet der Laptop eigenständig zwischen integrierter Intel HD Graphics 3000 und der dedizierten Nvidia-Lösung um. Doch der Schalter bietet die Möglichkeit Optimus zu deaktivieren, um nur die integrierte Karte zu nutzen oder aber Optimus anzuschalten. Durch die Integration von Nvidia Optimus ist dieser Schalter an sich überflüssig.

Ausgeliefert wird das Lenovo IdeaPad Z570 mit einem Windows 7 Home Premium 64-Bit Betriebssystem, bei dem neben Microsoft Office 2010 Starter noch eine McAfee Anti-Virus Testversion enthalten ist. Der 15,6-Zoller bringt zwar keinen Fingerprint-Reader mit, doch über die installierte Gesichtserkennungssoftware VeriFace lässt sich der Laptop mithilfe der Webcam sichern.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:Intel Core i3 2330M / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 520M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.6 kg
B x H x T:37.6 cm x 2.0 - 3.55 cm x 25.0 cmFarbe:Bronze - gebürstetes Aluminium

Auf dem Prüfstand

Der verbaute Intel Core i3-2330M ist ein Doppelkernprozessor der Mittelklasse, der dank Hyper Threading Technologie anstehende Aufgaben auf bis zu vier Kanäle verteilen kann und eine Taktfrequenz von 2,2 GHz bietet. Er bietet mehr als genug Leistung für das Surfen im Internet und Büroanwendungen. Die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 bekommt Unterstützung von einer dedizierten Grafiklösung in Form der Nvidia Geforce GT 520M. FullHD-Filme und Blu-ray Medien freuen sich über diesen Support, Spiele hingegen können nur mit geringen Detailstufen und niedriger Displayauflösung angespielt werden. Dank einer 500 GB großen Festplatte mangelt es jedoch nicht an Speicherplatz, um auch größere Musiksammlungen und Filme auf dem Modell abzuspeichern.

FullHD-Filme laufen flüssig ab und werden auf dem High-Glossy-Panel (1.366 x 768 Pixel) problemlos dargestellt. Allerdings bringt dieses auch die typischen Probleme glänzender Bildschirme mit sich. Während die Leuchtdichte mit durchschnittlich 224 Candela pro Quadratmeter dem Durchschnitt entspricht, schwächelt der Kontrastwert mit 175:1. Bereits bei einer vertikalen Blickwinkel-Abweichung von 20 Grad ergeben sich zudem Farbverfälschung. Aufgrund der starken Spiegelung eignet sich das Modell nur bedingt für den Außeneinsatz.

Die unscheinbar wirkenden Stereo-Lautsprecher sind oberhalb der Tastatur neben den Displayscharnieren untergebracht. Diese bieten eine kräftige Betonung von Mitten und Tiefen und sind für Filme vollkommend ausreichend. Bei Musik sollte man auf externe Lösungen wie Lautsprecher oder Kopfhörer zurückgreifen. Der 6-Zellen starke Akku bietet eine praktische Akkulaufzeit von 3,5 Stunden und zieht im laufenden Betrieb maximal 70 Watt aus der Steckdose. In der Praxis sind es noch 50,6 Watt. Erfreulich niedrig ist die Temperaturentwicklung. Die Handballenauflage bleibt auch unter voller Auslastung angenehm kühl und die Temperaturen liegen bei nur 29 Grad im Durchschnitt. Im reinen Office-Betrieb ist der Lüfter kaum hörbar. In anstrengenden Multimedia-Sitzungen dreht das Lenovo IdeaPad Z570 aber gern auf 40 Dezibel (A) auf. Bei voller Auslastung liegen unsere Messungen sogar bei deutlich hörbaren 48 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Das Lenovo IdeaPad Z570 kann sich nicht so recht entscheiden für welchen Typ von Benutzer es ausgelegt sein soll. Die von uns getestete Konfiguration bietet auf der einen Seite im Office-Bereich zu viel Leistung. Auf der anderen Seite aber haben Gamer dank schwacher Grafikkarte und Business-Anwender wegen fehlender Features auch keine Freude daran. Um HD-Videos abzuspielen würde sogar ein günstigeres System ohne dedizierte Nvidia-Grafiklösung ausreichen. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, aber auch hier wurde gespart. Besonders im Bereich der Tastatur leidet die Stabilität. Eine direkte Kaufempfehlung können wir für dieses 15,6-Zoll Notebook also nicht aussprechen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065213 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11561 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2229 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71559 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage4769 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01135 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)83.7 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)76.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9855 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10449 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz61.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read71.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen15184 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3580 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7703 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4589 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2873 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6487 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4758 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung115 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 53 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 26 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 36 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

45 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,045 kWh x 24,00 Cent = 23,65 EUR

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