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Bilder zum Test: Lenovo IdeaPad Y580 M7788GE - Heimanwender-Liebling

Beschreibung

Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür und Lenovo hat mit dem IdeaPad Y580 beste Chancen, im beliebten 15-Zoll Formfaktor abzuräumen. Wir haben uns für den Test die Vollausstattung für rund 1.150 Euro aus dem Modell-Wirrwarr herausgesucht: Das 2,8 Kilogramm-Chassis trägt einen modernen Intel Core i7-3630QM Quadcore-Prozessor nebst 8 GB Arbeitsspeicher, ein glänzendes FullHD-Display, eine Nvidia Geforce GTX 660M Gaming-Grafikkarte, Blu-ray Brenner und eine üppige 1000 GB Festplatte mit 16 GB SSD Cache. Dieses Paket spricht Multimedia-Enthusiasten und Spieler gleichermaßen an, Schmankerl wie kräftige JBL-Lautsprecher und die Hintergrundbeleuchtung der Chiclet-Tastatur unterstreichen das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis. Vorab ist Vorsicht beim Kauf geboten: Bei manchen Anbietern taucht ein DVB-T TV-Tuner im Datenblatt auf, den gibt es allerdings nur in bestimmten Konfigurationen des IdeaPad Y580.

Die Bauhöhe von 3,5 Zentimetern und das stattliche Gewicht von 2,8 Kilogramm kratzen ein wenig an der Mobilität des IdeaPad Y580. Das spiegelnde Display mindert zudem die Außentauglichkeit und grenzt das Anwendungsgebiet auf den Ersatz des Heimrechners ein. Wer ein mobiles Notebook für die Uni sucht, sollte sich unter den leichteren Ultrabooks aus dem Einstiegssegment umsehen. Auf dem heimischen Schreibtisch macht der 15-Zoller jedoch eine sehr gute Figur. Der Displaydeckel und der Arbeitsraum tragen eine gebürstete Aluminium-Oberfläche in der Farbe „Dawn Grey“. Der Gehäuseunterbau besteht aus mattiertem Kunststoff, beim Displayrahmen greift Lenovo auf Klavierlack zurück. Die Scharniere sind zwar fest angezogen, können ein Nachwippen, was aufgrund der spiegelnden Oberflächen auf Bildschirm und Rahmen besonders auffällt, allerdings nicht verhindern. Ein härterer Anschlag auf der Accutype-Tastatur sorgt für unschöne Bewegungen der Lichtreflexe. Dafür erlauben die Scharniere einen großen Öffnungswinkel. Die Lautsprecher sind mit verchromten Applikationen versehen und auch das Multitouchpad besitzt eine silberne Umrandung. Das Gesamtbild trägt eine gewisse klassische Eleganz und muss sich mit dem modernen Design nicht verstecken. Auch die Verarbeitung ist recht ordentlich. Die Spaltmaße sind gering, das Tastaturbett erlaubt wie die gesamte Basis nur mäßige Eindellung. Am Displaydeckel können wir Verwindungen und Eindellungen erreichen, der Plastikrahmen lässt sich aber nicht so einfach abheben und schließt dank einer hervorstehenden Umrandung sauber mit der Basis ab. Wie jedes Notebook sollte das IdeaPad Y580 beim Transport in einer Schutzhülle Platz finden.

Die Eingabegeräte sind für Heimanwender bestens geeignet. Die großzügige Chiclet-Tastatur fällt nur mit einer etwas klein geratenen Enter-Taste negativ auf. Der ansonsten deutliche Druckpunkt macht bei dieser Taste eine Ausnahme. Die konkaven Tasten sind ausreichend voneinander abgegrenzt und bieten einen mittellangen Hub für komfortable Schreibarbeiten. Büroanwendungen profitieren vom separaten Ziffernblock und dank Hintergrundbeleuchtung können die Tasten auch im Dunkeln zielsicher angesteuert werden. Für Farb- und Kontrastprofile, Stummschaltung und die OneKey Recovery Software gibt es Sonderfunktionstasten neben den Lautsprechern. Das flächige Multitouchpad erkennt sowohl trockene als auch schwitzige Finger mit Präzision und die integrierten Mausersatztasten besitzen einen ordentlichen Druckpunkt.

Bei dem Schnittstellenportfolio hat sich Lenovo nicht lumpen lassen, wir finden eine üppige Ausstattung. Am rechten Gehäuserand sitzen zwei USB 2.0 Ports, die Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofone und der Blu-ray-Brenner. Planen Sie bei Benutzung einer externen Maus etwas Abstand ein, der Einsatz von optischen Medien oder USB-Sticks verbreitert die in Anspruch genommene Fläche des Desktop-Replacements. Der große Öffnungswinkel fordert Tribut in Form der seitlichen Positionierung aller Anschlüsse. Links finden sich zwei USB 3.0 Ports, ein HDMI-, Gigabit-LAN sowie ein VGA-Anschluss. Die Ports wurden ebenfalls in Nutzernähe platziert und tragen dadurch Potential für Kabelwirrwarr wenn zwei externe Displays, ein Netzwerk und eine Festplatte angebunden werden. Die Frontseite versteckt einen Multikartenleser und im Displayrahmen wurde eine 1,3 Megapixel Webkamera mit Unterstützung für die Veriface-Gesichtserkennung integriert. Drahtlos kommuniziert das IdeaPad Y580 über WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0.

Auch das Softwarepaket ist recht umfangreich. Als Betriebssystem dient Windows 8 in der 64 Bit Version. Anwendungen wie ReadyComm für Netzwerkanbindung, OneKey Recovery für Backups und Wiederherstellung in Verbindung der zuständigen, versteckten Partition und das Energy Management Widget vereinfachen die Konfiguration des Notebooks. Auf der Multimediaseite finden wir PowerDVD, Intel Wireless Display Software und das Power2Go Brennprogramm.

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3630QM / 2,4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 660M
Festplatte1000 GB Hybrid -+ 16 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), BD-RE (-RE DL) (Blu-ray-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.8 kg
B x H x T:38.5 cm x 3.5 cm x 25.5 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Ein Intel Core i7-3630QM Vierkernprozessor mit 2,4 bis 3,4 GHz (Turbo) Takt, 8 GB Arbeitsspeicher und die Nvidia Geforce GTX 660M Grafikkarte verhelfen unserer Konfiguration des Lenovo IdeaPad Y580 zu einer ansehnlichen Leistung. Für Internet, Office, Emails und Multimedia greift das System dank Nvidia Optimus Technologie auf die sparsamere integrierte Intel HD Graphics 4000 Prozessorgrafik zurück. Erst fordernde 3D-Anwendungen bringen die separate Grafikkarte zum Einsatz. Für die FullHD-Auflösung und maximale Detailstufen reicht die Leistung der Nvidia Geforce GTX 660M nicht in allen Fällen, bei leistungshungrigen Spielen wie Battlefield 3 oder Max Payne 3 müssen jedoch nur geringe Kompromisse bei der Kantenglättung eingegangen werden.

Unter voller Auslastung drosselt der Prozessor relativ schnell auf den Basistakt von 2,4 GHz herunter. Wird der Netzstecker gezogen, erreichen wir nur 800 Mhz. Auch die Grafikkarte kann im Stresstest mit 405 MHz nur die Hälfte ihres Potentials abrufen.

Dank einem 16 GB SSD Cache zur Unterstützung der üppigen 1TB Festplatte kann das IdeaPad Y580 in unter 20 Sekunden booten und häufig ausgeführte Programme laufen deutlich schneller. Über das Lösen von zwei Schrauben erlaubt die Wartungsklappe einen unkomplizierten Austausch von Festplatte oder Arbeitsspeicher ohne Garantieverlust. Für einen ordentlichen Performanceschub sorgt das Nachrüsten einer mSATA SSD als Bootlaufwerk, für 90 bis 110 Euro bekommt man 128 GB, für 170 Euro bereits 256 GB.

Das Lenovo IdeaPad Y580 ist mit zwei verschiedenen, glänzenden Displays erhältlich. Unser Modell (M7788GE) trägt ein FullHD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixel, die Variante mit der HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel schränkt den Arbeitsraum deutlich ein. Die FullHD-Auflösung kommt der Wiedergabe von Blu-rays in voller Qualität zugute, die ordentlichen Blickwinkel erlauben auch mehrere Zuschauer nebeneinander vor dem Bildschirm. Das maximale Kontrastverhältnis von 511:1 liegt über dem Durchschnitt die Farben wirken sehr knackig. Die durchschnittliche Helligkeit von 248 Candela pro Quadratmeter reicht für Innenräume, die von der spiegelnden Beschichtung hervorgerufenen Reflexionen können im Freien jedoch nicht überstrahlt werden. Für den heimischen Filmgenuss sprechen auch die Stereolautsprecher von JBL. Das Klangbild ist rund, wir vermissen weder Mitten noch Bässe und die maximale Lautstärke liegt auf hohem Niveau.

Bei einem Stromverbrauch von minimal 21 Watt erreichen wir eine gute maximale Akkulaufzeit von 7 Stunden und 40 Minuten. Unter Last werden maximal 111 Watt gefordert und der Akku hält rund 1,5 Stunden. Bei ausgewogener Belastung kommen wir auf 4 Stunden und 39 Minuten Laufzeit. Das IdeaPad Y580 bleibt die meiste Zeit mit 30 bis 38 Dezibel (A) angenehm leise, das Maximum an Lüfterlautstärke liegt bei akzeptablen 42 Dezibel (A). Die durchschnittliche Oberflächentemperatur liegt bei sehr guten 29 Grad Celsius, wird aber nur unter Leistungseinbußen beim Turbotakt erreicht.

Zusammenfassung

Das Lenovo IdeaPad Y580 (M7788GE) bietet ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und ist die ideale Wahl für Heimanwender. Das spiegelnde Display, die Drosselung und die leicht wuchtigen Proportionen verdonnern die leistungsfähige Hardware leider zum Hausarrest. Dort kann das IdeaPad Y580 mit der FullHD-Auflösung, dem Blu-ray Brenner, guten Eingabegeräten und tollem Sound alle Anforderungen erfüllen. Wer seinen 15-Zoller gern transportiert und auch mal auf der Terrasse nutzt, sollte zum ASUS N56VZ mit ähnlicher Ausstattung greifen. Das optische Laufwerk kann keine Bluy-rays brennen, die Grafikleistung ist ein wenig schwächer aber dafür hat das hellere FullHD-Display im ASUS Vertreter eine matte Beschichtung und abseits der Steckdose kann für etwas kürzere Zeit mehr Leistung abgerufen werden.


1275.60 EUR*zzgl. 6,90€ Versand

von Amazon.de | Händlerangabe: 21.04.14 14:41

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte 1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 1,5 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 13919 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 2467 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 11348 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 2885 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage 13537 Pkt. Max. 23313 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1968.1 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 88.2 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 89 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 17899 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 25497 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 34.2 ns Min. 27.6 ns
Everest CPU Queen 23401 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 5914 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 22123 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6534 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 4681 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 18052 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6620 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 41 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 38 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 7 Std. 40 Min. Max. 23 Std. 32 Min.
Praxis 4 Std. 39 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

46 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,046 kWh x 24,00 Cent = 24,18 EUR

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