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  3. Test Lenovo G565 M42D4GE - Allround-Notebook in sattem Schwarz

Erster Eindruck vom Lenovo G565 M42D4GE

Das Lenovo-Notebook kommt komplett in matt-schwarzem Kunststoff-Gehäuse auf den Schreibtisch. Zur optischen Aufwertung steigt ein größerer Innenbereich des Deckels nach hinten hin an (also vorne 2,65 und hinten 3,62 cm) und ist mit dem Herstellerlogo versehen. Nach dem Aufklappen sieht man einen Standard-Tastatur mit Nummernblock in glänzendem Schwarz. Neben dem Power-Knopf sind zwei Funktionstasten eingebaut, die sowohl die Wiederherstellungs- bzw. Backup-Funktion sowie das Fenster für den Akku-Status aktivieren. Alle weiteren Funktionen muss der Nutzer – wie bei Notebooks üblich – über die Fn-Taste starten.

Das 15,6 Zoll Display ist glänzend. Darüber ist oben zentral die Webcam installiert. Rechts ist der Multi-Format-Brenner ins Gehäuse eingelassen. Mit einem leichten Druck auf die Taste öffnet sich mit einem leisen Schnappgeräusch das DVD-Laufwerk. Natürlich verfügt es auch über WLAN- und Bluetooth-Verbindungen. Direkt nach dem Start des Windows 7 Home Premium 64-Bit Betriebssystems, der unter acht Sekunden dauert, wird man direkt aufgefordert, sich mit dem kabellosen Netzwerk zu verbinden – durch Eingabe des WLAN-Schlüssels. Die Bildschirmdarstellung überzeugt auf den ersten Blick. Allerdings wird der Raum und das Licht auf dem Hochglanz-Display reflektiert, was auf Dauer störend ist.

Der Deckel des Notebooks lässt sich bis zu 165 Grad öffnen. Das liegt daran, dass die Scharniere an der Rückseite eingebaut sind. Für Schnittstellen war da kein Platz.

Der Kühler startete nach wenigen Minuten hörbar seinen Dienst. Die Wärme, die dort ausgestrahlt wird, ist deutlich spürbar. Mit 2,6 Kilogramm hat das Lenovo-Notebook ein durchaus noch gut tragbares Gewicht.

Technische Daten und Ausstattung

Lenovo hat sein G565 M42D4GE mit dem Dreifach-Kern-Prozessor AMD Phenom II N830 mit 2,1 Gigahertz ausgestattet. Damit das Betriebssystem Windows 7 Home Premium als schnellere 64-Bit-Version laufen kann, ist der Arbeitsspeicher 4 Gigabyte groß. Die Festplatte fasst insgesamt 500 Gigabyte, so dass man hier neben seiner Foto-Sammlung auch einige Filme speichern kann.

Die Grafikkarte ATI Radeon HD 5470 ist ein guter Allrounder für Fotobearbeitung bis hin zu Spielen. Allerdings ist sie für die neuesten Games mit HD 3D-Grafik nicht geeignet.

Die beiden Stereo-Lautsprecher (2 x 2 Watt) verrichten ihren Dienst recht ordentlich. Wer aber seine Musik mit sattem Sound hören will, sollte sie doch besser über die heimische HiFi-Anlage hören oder sich externe Lautsprecher anschaffen. Für die Meldungs- oder Warnsounds bei üblichen Computeranwendungen und selbst für Spiele reichen sie aber aus.

Zur Sicherheit ist zwar kein Fingerabdruck-Leser an Bord, dafür wird die Webcam samt dem Lenovo-Programm VeriFace 3.6 eingesetzt. Hier kann man sein Gesichtsfoto speichern lassen und so einen kleinen Schutz – zusätzlich zum Passwort – vor Fremdnutzung gewährleisten.

Anschlüsse

Spärlich sieht es mit den USB-Schnittstellen aus. Zwei USB 2.0-Schnittstellen an der linken Seite und eine eSATA/USB-Kombi – auch Multiport genannt – auf der rechten ist nicht gerade viel. Da hätte sich Otto Normalverbraucher mehr gewünscht. Weiterhin gibt es das obligorische Kensington-Lock, eine HDMI-Schnittstelle sowie einen VGA-Anschluss für einen externen Monitor oder Beamer. Für kabelgebundene LAN-Netzwerke ist ein Ethernet-RJ-45-Anschluss installiert.
Natürlich fehlen auch die üblichen Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer nicht.

Der Multicard-Reader auf der Frontseite ist gut und vor allem praktikabel platziert. So können Fotos der Digitalkamera direkt von MMC, SD Memory Card, SDHC, Memory Stick, Memory Stick Proeingelesen werden, ohne groß die Kamera über USB-Kabel mit dem Notebook verbinden zu müssen.

Natürlich ist auch WLAN und Bluetooth an Bord. Wären ein bis zwei USB-Schnittstellen mehr da, hätten wir sogar noch ein Gut vergeben können. Weil aber die meisten externen Peripherie-Geräte über USB an das Notebook angeschlossen werden, sind zwei definitiv zu wenig. Außerdem werden Video-affine Nutzer sicherlich die Firewire-Schnittstelle vermissen.

Für Videokonferenzen wurden am oberen Bildschirmrahmen eine WebCam eingebaut. Man sollte sich allerdings ein Mikrofon besorgen, um klar verstanden zu werden. Neben Videos lassen sich damit auch Einzelaufnahmen machen. Ein kurzer Selbsttest hat gezeigt, dass der Tester deutlich blasser wirkt, als er wirklich ist. Ansonsten sind die Bilder der Webcam aber gut – selbst bei einer schwachen Raumbeleuchtung.

Software und Zubehör

Bei der Software-Beigabe folgt Lenovo leider dem negativen Hersteller-Trend seit Einführung von Windows 7, dass sie keine CDs oder DVDs mehr beilegen und nur alles vorinstallieren auf Festplatte. Jedenfalls wurde unkommentiert vom Hersteller unserem Testgerät nichts beigelegt. So lassen sich die Programme auch nicht neu installieren, wenn das Gerät mal komplett abstürzt. Da nützen auch die durch Windows 7 zu erstellende Wiederherstellungs-CD oder Backups nicht viel.

Allerdings sind die vorinstallierten Programme von Anzahl und Qualität her recht gut. Neben Windows 7 Home Premium 64-Bit-Version ist die aktuelle Microsoft Office 2010 Starter-Edition als 60-Tage-Testversion installiert. Wie schon erwähnt gibt es das Lenovo-Programm VeriFace 3.6, mit dem man über die Webcam sein Gesichtsfoto speichern lassen kann. So kann man zusätzlichzum Passwort einen kleinen Schutz gegen Fremdnutzung einrichten. Zur normalen Webcam-Nutzung arbeitet man mit Cyberlink YouCam 3. Etwas einfacher gestaltet sich das Brennen der Wiederherstellungs-CD als mit Windows-Bordmitteln über Cyberlink OneKey Recovery. Zum normalen Brennen von CDs oder DVDs ist Cyberlink Power2Go geladen. Um Daten etwa von der Notebook-Festplatte und einer externen oder einem anderen Computer zu synchronisieren, sollte der Anwender auf die Lenovo Eigenentwicklung DirectShare zurückgreifen.

Gegen Viren, Trojaner und Spyware hilft das aktuelle McAfee Security Center. Die zugehörigen Updates, die meist täglich eingehen, erhält man für ein Jahr gratis. Bilder von der Bildschirmdarstellung kann man mit dem Snipping Tool aufzeichnen bzw. speichern.

Display

Der 15,6 Zoll (39,62 cm) Display mit Hochglanzbeschichtung hat eine Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Durch die LED-Hintergrundbeleuchtung werden die Farben klar und ohne Schatten und Videos flüssig dargestellt. Subjektiv gesehen ist die Beleuchtung des Bildschirms gleichmäßig und hell.

Auf den ersten Blick mögen ja Hochglanz-Displays gut aussehen, aber im Computerbetrieb stören auf Dauer doch die ganzen Lichtreflexionen der unmittelbaren Umgebung. Das führt daher zu leichten Punktabzügen.

Die Bildschirmhelligkeit wurde im Testlabor genau unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass es genau im mittleren Bereich mit 215 cd/m² am Hellsten ist. Am Schwächsten ist der Bildschirm in der rechten unteren Ecke mit 181 cd/m² beleuchtet.

Die Wertunterschiede bei den Messergebnissen aus dem Testlabor sind aber verglichen mit anderen Notebooktests relativ gering. Daher fällt dies dem menschlichen Auge auch nicht auf.

Aus Nutzerperspektive ist der horizontale Blickwinkel gut. Das heißt, von den Seiten lässt sich die Bildschirmdarstellung ohne starke Grauschleier oder Kontrastunterschiede erkennen. Ebenso sieht es mit dem prüfenden Blick von der Oberkante des Bildschirms aus. Alles in allem haben wir hier also einen ziemlich gleichmäßig ausgeleuchteten, stromsparenden Bildschirm mit klarer Farbdarstellung.

Eingabegeräte

Die Normaltastatur ist leichtgängig und verursacht auch bei Vieltippern sicherlich keinen Muskelkater in den Fingern. Vom Anschlaggefühl sind die einzelnen Tasten selbst leicht zu betätigen, diese stecken aber in einer starren Umrandung. Das weist bereits darauf hin, dass das Gehäuse an keiner Stelle nachgibt. Der zusätzliche Nummernblock ist sicherlich bei Buchhaltung oder ähnlichen Rechenaufgaben hilfreich, bei einer privaten Nutzung aber verzichtbar.

Viele aktuelle und moderne Notebooks verfügen über die Chiclet-Tastatur mit breiten, flachen Tasten, die einzeln umrandet sind. Bei dieser Normaltastatur sind die Zwischenräume offen und es können sich dort auf Dauer wesentlich mehr Staub und Schmutzpartikel ansammeln. Auch lässt sich so ein Keyboard schwieriger reinigen. Andererseits sind die leichten Fingermulden der einzelnen Tasten insbesondere für Schreiber, die das Zehnfinger-System beherrschen, hilfreich, weil sich so weniger Tippfehler ergeben wegen der so verbesserten „Treffsicherheit“ der Buchstaben oder Zahlen.

Mit den zwei Funktionstasten neben dem Power-Schalter aktiviert der Nutzer das Programm für die Erstellung der Recovery-Disc oder öffnet das spezielle Fenster mit Informationen über den Akku-Status. Das sind vergleichweise wenig Funktionstasten. Die üblichen zum Abspielen, Vor- oder Zurückspulen oder Stoppen eines Musiktitels sucht man hier vergebens.

Diese und weitere Einstellungen muss der Anwender durch Tasten-Kombination mit der „Fn“-Taste vornehmen. Das einfache Touchpad wie auch die Tastatur sprechen schnell und direkt an. So werden direkt bei Druck auf eine Buchstaben- oder Zahlentaste diese auf dem Bildschirm dargestellt.

Temperatur

Das Lenovo G565 M42D4GE bleibt selbst im wärmsten Bereich unter 40 Grad. Die Maximaltemperatur lag bei 39,4 Grad. Die niedrigste haben wir mit 26,8 Grad gemessen. Das zeigt, dass die Luftkühlung die „inneren Werte“ gut vor Überhitzung schützt.

Betriebsgeräusche

Der Kühler rotiert am Lautesten mit 40 Dezibel, wenn man ein Programm von DVD installiert oder sonstige Datenzugriffe auf eine silberne Scheibe im Laufwerk tätigt.

Bei maximaler Belastung der verbauten Hardware im Betrieb hört man den Lüfter mit 38 Dezibel.

Einen Film von DVD kann man sich bei 33 Dezibel Ventilationsgeräusch ansehen. Alles in allem liegen diese Werte noch im Rahmen.

Leistung

Als Allround-Notebook lässt sich das Lenovo G565 M42D4GE nahezu für alles nutzen. Dass sich Hardcore-Gamer garantiert ein anderes Notebook mit wesentlich mehr Power in der Hardware-Ausstattung aussuchen werden, dürfte die wenigsten überraschen. Sicherlich kann man aber aktuelle Adventures, sofern sie nicht in 3D-Grafik sind, und alle Online-Flash-Spiele gut auf diesem Flachrechner spielen.

Alle Office-Anwendungen lassen sich zügig nutzen. Sofern das entsprechende Bildbearbeitungs-Programm installiert wird, kann der Nutzer an diesem Computer auch seine Fotos digital verbessern. Auch einfache Videos lassen sich hier noch flüssig bearbeiten. Stellt man allerdings in der Foto- und Videobearbeitung professionelle Anforderungen an das Gerät, stößt man hier an seine Grenzen. Das spiegelt auch das Testergebnis unseres Labors bei der Videokonvertierung mit 564 Punkten wider.

In der Klasse der Allround-Notebooks für zu Hause oder auch fürs Büro erfüllt es seine Anforderungen durchaus gut.

Akku und Energieverbrauch

Obwohl ein 6-Zellen-Akku verbaut ist, hält das Lenovo-Notebook nicht mal ganze 4 Stunden durch, bevor man es per Adapter an das Stromnetz anschließen muss. Selbst simple Netbooks halten mindestens sechs Stunden durch. Im Praxisbetrieb hielt der matt-schwarze Flachrechner nur 2 Stunden und 50 Minuten durch. Unter Volllast liefert eine Akkuladung gerade mal 1 Stunde und 10 Minuten.

Diese Werte enttäuschen doch etwas. Sie wurden meist bei Notebooks mit größeren Displays gemessen. Sicherlich ist dieses Allround-Notebooks mit 15,6 Zoll Display auch nicht gerade das ideale Mobilgerät, sondern ist eher für einen festen Standort auf dem Schreibtisch zu Hause oder im Büro konzipiert. Dennoch hätte man sich eine deutlich längere Akku-Laufzeit vor dem Hintergrund der zurecht erwarteten Energieeffizienz gewünscht.

Praxis

Von der kurzen Akku-Laufzeit mal abgesehen, ist das Lenovo-Notebook durchaus für den Allround-Einsatz geeignet. Von Office-Programmen bis hin zur (einfachen) Videobearbeitung kann der Nutzer es für fast alles nutzen.

Die Bildschirmdarstellung ist flüssig und auch bei der Filmwiedergabe ohne Bewegungsunschärfen. Ebenso wenig stört die Lautstärke des Kühlers, die im Rahmen liegt, wenig.

Die Tastatur spricht direkt an und ist leichtgängig. Das matt-schwarze Kunststoff-Gehäuse ist stabil. Gegenüber dem bei Business-Notebooks üblichen Fingerabdruck-Leser ist die Veriface-Lösung mit der Webcam eine gute Alternative.

Zusammenfassung

Wer mit einer Akku-Laufzeit von unter vier Stunden zurecht kommt und sich das Notebook als Desktop-PC-Ersatz anschaffen will, liegt mit dem matt-schwarzen Allrounder von Lenovo durchaus richtig. Allerdings lassen sich hieran nicht viele Peripherie-Geräte anschließen. Mit Maus und Drucker sind die zwei USB-2.0-Schnittstellen schnell bestückt. Eine externe Festplatte lässt sich an den eSATA/USB-Kombiport anschließen und schon sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Es ist für alle Anforderungen gut gerüstet. Sowohl Office-Anwendungen als auch Bildbearbeitunglässt sich auf diesem Notebook flüssig erledigen. Auch aktuelle Games, sofern sie nicht in anspruchsvoller 3D-Grafik sind, sollten auf dem Lenovo G565 M42D4GE kein Problem sein.

Für Videochats und auch eine bessere Klangwiedergabe sollte man sich allerdings ein Headset oder Mikrofon sowie externe Lautsprecher anschaffen.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,1 (Gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display2,1 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,2 (Gut)
  5. Temperatur2,1 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,4 (Gut)
  7. Anschlüsse2,7 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,3 (Gut)
  10. Leistung2,1 (Gut)
  11. Praxis2,2 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064083 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage6127 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7170 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write6309 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz61.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen10871 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2265 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)5983 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3795 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2108 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5212 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3642 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung564 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 39 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 50 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

42 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,042 kWh x 24,00 Cent = 22,08 EUR