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  3. Test HP Pavilion dv7-6c04sg Entertainment Notebook (A8V34EA) - Multimedia-Riese

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Bilder zum Test: HP Pavilion dv7-6c04sg Entertainment Notebook (A8V34EA) - Multimedia-Riese

Hewlett Packard hat seine Multimedia-Notebooks überarbeitet und schickt neue Pavilion dv7 Modelle im 17-Zoll Format mit neuer Aufmachung ins Rennen. Dies zeigt sich schon beim ersten Auspacken und Anschalten des Modells. Eine Mischung aus Kunststoff und Metall, in Verbindung mit geschwungenen, abgerundeten Ecken sorgt für einen sehr wertigen Eindruck. Die Unterseite zeigt sich schlicht und aufgeräumt in schwarzem Kunststoff, während der Rest eine gebürstete, silbergraue Aluminiumoptik bietet. Diese sieht nicht nur schick aus, sondern sorgt auch für eine sehr gute Verwindungssteifheit des Chassis. Weder beim Deckel, noch der Handballenauflage oder der kritischen Stelle über dem integrierten DVD-Laufwerk können wir ein Nachgeben feststellen. Anders als bei vielen Konkurrenzprodukten hinterlassen die Displayscharniere des HP Pavilion dv7-6c04sg, welche auch im Metall-Look gehalten sind, einen sehr stabilen Eindruck und halten den Bildschirm auch bei unruhigen Autofahrten fest. Da sie sehr straff angezogen sind, benötigt man zum Öffnen des Displays beide Hände.

Das Keyboard zeigt sich aufgeräumt mit separaten Ziffernblock. Die Tasten sind matt und liegen im Chiclet-Design vor. Sie sind zudem leicht in das Tastaturbett eingelassen und befinden sich auf einer Ebene mit der geschwungenen Handballenauflage. Dies ermöglicht eine ergonomisch gute Handhaltung, was sich für Vielschreiber bestens eignet. Diese werden auch den angenehm kurzen Hub und knackigen Druckpunkt der Tasten zu schätzen wissen. Umrahmt von einer weißen LED-Beleuchtung ist das große Multi-Touchpad ein optischer Hingucker. Die matte, Teflon-artige Oberfläche kann mit guten Gleiteigenschaften aufwarten. Beide Maustasten sind klar voneinander getrennt und machen mit einem lauten Klick-Geräusch auf sich aufmerksam.

An der Anschlussfront hat sich zum Vorgänger nichts verändert. Einen Firewire- oder eSATA-Anschluss sucht man weiterhin vergebens und auch Bluetooth ist ab Werk nicht vorhanden. Platz dafür wäre bei dem HP Pavilion dv7-6c04sg durchaus. Hewlett Packard verbaut weiterhin zwei USB 3.0- und zwei USB 2.0 Ports, was für die meisten Nutzer ausreichend sein sollte. Beamer, externe Bildschirme oder Fernseher finden an den integrierten VGA- und HDMI-Displayausgängen einen Anschluss. Umrahmt von zahlreichen Stickern ist oberhalb der Handballenauflage ein Fingerabdruck-Scanner eingelassen. Anschlussfreudiger zeigt sich das Pavilion beim Sound. Gleich drei Audioanschlüsse stehen im 3,5 Millimeter Klinke-Format zur Verfügung, an die man somit theoretisch Mikrofon, Kopfhörer und eine externe Soundanlage gleichzeitig anbinden kann. Eine Ein-Megapixel-Kamera, Gigabit-Ethernet (1.000 MBit/s LAN), WLAN 802.11n und ein 2-in-1 Kartenleser runden das Schnittstellen-Portfolio ab.

Softwareseitig wird das HP Pavilion dv7-6c04sg mit dem Microsoft Windows 7 Home Premium Betriebssystem ausgeliefert. Anwendungen in Form von Datenträgern liegen nicht bei, aber eine Recovery Partition zum Wiederherstellen des Systems ist bereits angelegt. Des Weiteren ist eine kostenfreie Microsoft Office 2010 Starter Edition bereits vorinstalliert. Über verschiedene, HP eigene Einrichtungsassistenten lassen sich Drucker anbinden, Verbindungen ins Internet herstellen oder auch Kennwörter und Benutzerkonten verwalten.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i5 2450M / 2.5 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7690M XT
Festplatte500 GBRAM:6 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.43 kg
B x H x T:41.6 cm x 3.6 cm x 27.5 cmFarbe:Stahlgrau

Auf dem Prüfstand

Unter der Schale aus Plastik und Aluminium schlägt ein Intel Core i5-2450M Zweikern-Prozessor aus der Sandy Bridge Generation. Die Taktfrequenz liegt bei 2,5 GHz und erhöht sich dank Intels Turbo Boost 2.0 Technologie kurzzeitig auf bis zu 3,1 GHz. Ihm zur Seite stehen sechs Gigabyte Arbeitsspeicher, die HP über zwei DDR3-Bänke voll bestückt hat (1x2 / 1x4). Maximal lässt sich das Modell auf acht Gigabyte RAM aufrüsten. Mit 500 GB Speicherplatz ist die verbaute, mechanische Festplatte (HDD) etwas klein geraten. Bei einem 17-Zoll Modell dieser Preisklasse hätte man sich mit einer 750 GB oder gleich Ein-Terabyte-Platte sicher nicht übernommen. Auch die niedrigen Leseraten von 65,2 MB/s und Schreibraten von 64,7 MB/s sind nur Mittelmaß.

HP setzt bei der Grafik auf ein Doppelgespann aus integrierter Intel HD Graphics 3000 und einer AMD Radeon 7690M XT, welche in ihrer Leistungsfähigkeit mit einer Nvidia Geforce GT 555M konkurriert. Ähnlich wie bei der Nvidia Optimus Technologie wird automatisch zwischen den beiden Grafiklösungen hin und her geschaltet. Beim Surfen im Internet, dem Bearbeiten und Verfassen von Texten und auch für Videos und Bilder ist die im Intel Chip verbaute Grafiklösung stark genug und sorgt für eine bessere Akkulaufzeit. Sofern mehr Leistung verlangt wird lassen sich mit der AMD-Karte auch Computerspiele betreiben, wobei aktuelle Titel nur in geringerer HD-Auflösung bei mittlerem Detailgrad flüssig laufen. Will man Programme spezifisch mit der AMD Karte oder der Intel Onboard ansprechen, geschieht dies umständlich über das AMD Vision Center. Dort lassen sich Energiespar- und Höchstleistungsprofile für jedes Programm manuell erstellen.

In unserer Ausstattungsvariante bekommen wird ein Display mit HD+ Auflösung vorgesetzt. Mit einer Diagonale von 17,3 Zoll bietet es nativ 1.600 x 900 Bildpunkte und eine spiegelnde Oberfläche. Die gemessene, durchschnittliche Helligkeit von 234 Candela pro Quadratmeter sorgt für einen Betrieb in Innenräumen ohne Einschränkungen. In Außenarealen ergibt sich durch die auftretenden Reflektionen in Verbindung mit der zu niedrigen Ausleuchtung eine schlechte Lesbarkeit des Bildschirminhalts. Mit einem Kontrastverhältnis von 178:1 sollte man in Betracht ziehen, sich für eine Konfigurationsvariante mit FullHD-Display und matter Beschichtung zu entscheiden, die jedoch deutlich jenseits der 900 Euro liegt.

Eines der Highlights und mögliches Kaufargument der Pavilion Reihe liegt bei dem verbauten “Beats Audio“ Sound-System. Ganze vier Lautsprecher plus Subwoofer verwendet HP in dieser Serie. Die Klangqualität liegt dabei deutlich über den herkömmlichen und leistungsarmen Stereo-Lautsprechern vieler Hersteller. Die Maximallautstärke reicht zur Beschallung von kleineren Räumen komplett aus und erst bei maximaler Lautstärke ergeben sich leichte Verzerrungen. An die Soundqualität eines Dell XPS 17 oder Alienware Modells kommt das Marken-System zwar nicht heran, doch zählen die Lautsprecher eindeutig zu den besseren im Multimedia-Segment.

Um dem Anspruch an Mobilität gerecht zu werden, verbaut Hewlett Packard einen 6-Zellen starken Lithium-Ionen Akku in das HP Pavilion dv7-6c04sg. Abseits der Steckdose konnten wir in der Praxis eine Laufzeit von 3 Stunden 51 Minuten messen, was einen guten Wert für ein 17,3-Zoll Modell darstellt. Als maximale Laufzeit ermittelten wir mit dem Battery Eater Benchmark 407 Minuten. Dabei behält es im Windows Betrieb einen kühlen Kopf. An der Ober- und Unterseite bleiben die Temperaturen bei angenehm kühlen 27 Grad Celsius. Im Windows Betrieb mit aktiviertem WLAN und beim Surfen gönnt sich das Pavilion knappe 18,6 Watt, im Multimedia-Betrieb steigt der Wert auf über 50 Watt an. Die Lautstärke pendelt dabei zwischen 33,4 und 38 Dezibel (A) und ist in der Praxis auch deutlich hörbar. Unter hoher Auslastung von Prozessor und Grafikkarte steigt die Emission auf bis zu 52 Dezibel (A) an.

Zusammenfassung

HP hat es geschafft mit dem Pavilion dv7-6c04sg ein attraktives Paket zu schnüren. Zu einem Preis von 800 Euro erhält der Käufer ein gut verarbeitetes 17,3 Zoll Notebook mit langer Akkulaufzeit und guten Lautsprechern. Nachbesserungsbedarf besteht aber beim Display und beim gewählten Kühlsystem. Zwar passt die gewählte 1.600 x 900 Auflösung gut mit den verbauten Komponenten zusammen, aber für ein Hochglanzdisplay ist der Kontrast schlecht und die Helligkeit zu niedrig. Die laute Lüftung macht sich im Windows-Betrieb zudem störend bemerkbar. Die Mischung aus gebürsteten Aluminiumelementen und klaren, abgerundeten Linien fand in der Redaktion großen Zuspruch. Die gebotene Leistung reicht für Gelegenheitsspieler sowie zum Schneiden von Videos aus und kann somit den Anspruch an ein Multimedia-Gerät erfüllen. Auch der Preis kann in Hinblick auf die gebotene Leistung überzeugen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0610698 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111449 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage6323 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72374 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7223 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01299.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)65.2 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)64.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13457 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write14992 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20024 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4766 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10190 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5623 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3909 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8522 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5635 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung87 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 6 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 47 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 51 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

53 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,053 kWh x 24,00 Cent = 27,86 EUR

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