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  3. Test HP Pavilion dm1-4300sg Entertainment Notebook (C0U25EA) - Günstiges Windows 8 Subnotebook

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Bilder zum Test: HP Pavilion dm1-4300sg Entertainment Notebook (C0U25EA) - Günstiges Windows 8 Subnotebook

Microsofts Windows 8 ist nun seit einigen Tagen erhältlich und die Hersteller drängen mit neuen Tablets, Notebooks und Hybrid-Systemen auf den Markt. Jedes Unternehmen bietet sein eigenes Portfolio an, so auch Hewlett Packard mit seinem neuen HP Pavilion dm1-4300sg Subnotebook. In Zeiten von teuren Ultrabooks und preisintensiven Kombinationen aus Tablet und Tastatur-Dock wirkt das Modell mit seinem Preis von momentan 399 Euro richtig günstig.

Beim Chassis setzt HP auf Altbewährtes und nutzt die gleiche Ausführung wie beim Vorgänger Pavilion dm1-4200sg mit allen Stärken, aber auch Schwächen. Das Kunststoffgehäuse ist für mehr Griffigkeit auf Deckel und Unterseite mit einer matten, anthrazitfarbenen Oberfläche versehen. Rund um den Displayrahmen sowie an den Seiten der Basiseinheit ist der Kunststoff in Silber lackiert und erweckt den Eindruck von Aluminium. Die Tastatur hingegen liegt in einem Bett aus schwarzglänzendem Klavierlack, welcher sich auch um den Displayrahmen zieht und Staubkörner, sowie Fingerabdrücke begierig aufnimmt.

Erstaunlich einfach gestalten sich die Wartung und das Aufrüsten der Komponenten. Die komplette Unterseite kann einfach nach vorne hin aufgeschoben und komplett abgenommen werden. So lässt sich auch der Lüfter des Kühlsystems einfach abstauben. Die Nachteile dieser Lösung zeigen sich aber bereits nach dem ersten Öffnen. Die Bodenplatte schließt zwar sauber ab, kann aber verrutschen und sorgt somit für ungleichmäßige Spaltmaße. Zwei oder drei Schrauben zur Fixierung hätten hier Wunder bewirkt. Keine gute Vorstellung hinterlässt die Stabilität der Basiseinheit. Handballenauflage und Tastatur lassen sich stark verwinden und schmälern die Wertigkeit. Die Scharniere des Displays sind hingegen straff angezogen und ermöglichen einen sehr weiten Öffnungswinkel von 180 Grad.

Auch den Eingabegeräten hätte mehr Zuneigung nicht geschadet. So bietet die Tastatur im Chiclet-Design einen weichen und leisen Anschlag und einen mittelangen Hub, während der Druckpunkt etwas schwammig wirkt. Dennoch ergibt sich ein flüssiges und angenehmes Schreibgefühl. Die Tasten F11 und F12 besitzen eine kleine LED. Diese zeigt an, ob das WLAN und der interne Sound ein- oder ausgeschaltet sind. Als Mausersatz fungiert ein Touchpad mit einer genoppten Struktur. Durch diese finden die Finger einen guten Halt und erlauben eine zügige Navigation. Jeder Tastendruck wird jedoch von einem lauten Klackern begleitet, das eher an günstige Netbooks erinnert.

Das Anschlussportfolio beschränkt sich auf das Nötigste. Nur einer der drei verbauten USB-Schnittstellen bieten den neuen USB 3.0 Standard. Kopfhörer, Mikrofone oder Stereo-Soundanlagen können über zwei 3,5 Millimeter Klinke-Stecker genutzt werden und kabelgebunden geht es über ein Gigabit-Ethernet-Port (LAN) ins Internet. Um Bildschirminhalte wie Filme oder Präsentationen auch auf externen Geräten anzuzeigen, können Beamer, Fernseher oder Bildschirme an einem HDMI- und VGA-Ausgang angebracht werden. Ein 2-in-1 SD-Kartenleser rundet das eher spärliche Angebot ab. Kabellos wird via WLAN und Bluetooth kommuniziert.

Das Windows 8 Betriebssystem wurde weitestgehend unangetastet aufgespielt. Nur wenig HP eigene Software wurde vorinstalliert. Mit dabei beispielsweise das Universal Music-Paket. Nach einer Anmeldung kann die Software 90 Tage kostenfrei genutzt werden und bietet Zugang zum Universal Musik-Katalog. Zudem ist Skype vorinstalliert sowie eine Testversion von Microsoft Office 2012. Microsoft hat beschlossen das kostenlose Office 2010 Starter Paket, bestehend aus Word und Excel, nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Die Hersteller sollen zukünftig die Web-Varianten bewerben, die Teil der neuen Office Web Apps sind.

Technische Daten

Display:11.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:AMD E-Series E2-1800 / 1,7 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7340
Festplatte320 GBRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:1.6 kg
B x H x T:29.2 cm x 3.2 cm x 21.5 cmFarbe:Schwarz, Windradmuster, Soft-Touch-Oberfläche schwarz

Auf dem Prüfstand

Unter der Schale des neuen HP Pavilion dm1-4300sg arbeitet ein Zweikern-Prozessor von AMD. Der AMD E2-1800 besitzt eine eingebaute Grafikkarte und zeichnet sich durch eine sehr geringe Energieaufnahme aus. Er kommt bei Netbooks und Subnotebooks zum Einsatz und bietet eine vergleichsweise geringe Systemleistung. In Verbindung mit 4 GB Arbeitsspeicher, welcher maximal auf 8 GB erweiterbar ist, reicht die gebotene Performance zum Surfen und für einfache Büroanwendungen aus. Aktuelle Computerspiele sind nur bedingt spielbar, da die integrierte AMD Radeon HD 7340 Grafikeinheit nicht über genügend Leistungsreserven verfügt.

HP setzt bei der Festplatte auf eine herkömmliche HDD mit 5.400 Umdrehungen pro Minute und einer Kapazität von 320 GB. Knapp 20 Sekunden dauert der Start ins System. Bis Programme oder Apps gestartet sind, können schon einmal einige Augenblicke vergehen, womit der Tatendrang des Nutzers ausgebremst wird. Mit durchschnittlichen Übertragungsraten von 65,4 MB/s bei Lese- und 61 MB/s bei Schreibvorgängen ist sie eine von der langsamen Sorte. Bei Bedarf kann jedoch jederzeit eine 2,5 Zoll große SSD nachgerüstet werden.

Das 11,6 Zoll TFT-Display löst in 1.366 x 768 Pixel auf und ist mit einer glänzenden Beschichtung versehen. Da es sich nicht um ein Touchdisplay handelt, kann man das Windows 8 Betriebssystem - welches vor allem für die Fingerbedienung ausgelegt ist - nur mit Touchpad, Tastatur oder externen Eingabegeräten bedienen. Trotz den schmalen Abmessungen und dem geringen Gewicht von rund 1,6 Kilogramm verhindert das Display einen Einsatz unterwegs. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 167 Candela pro Quadratmeterbraucht man sich in der Sonne nicht blicken zu lassen. Hier überwiegen die Umgebungsreflektionen. Des Weiteren gibt es die üblichen Probleme von TN-Panels, wie die sehr geringe Blickwinkelstabilität. Bereits ab einer vertikalen Neigung von 10 Grad kommt es zu unerwünschten Farbinvertierungen und Helligkeitsverlusten. Der durchschnittliche Kontrast liegt bei ebenfalls mageren 170:1.

Unterhalb der Handballenauflage ist eine perforierte Lautsprecherleiste mit kleinen Stereo-Boxen angebracht. Diese erschaffen - gemessen an der Größe - ein relativ ausgewogenes Klangbild, aber nur in Verbindung mit den aktivierten Beats Audio Einstellungen. Ohne diese wirkt das Klangbild dünn und ohne Tiefen. Die Gesamtlautstärke ist für ein 11,6 Zoll Subnotebook aber recht gut. Optional kann über den 3,5 Millimeter Klinke-Port eine externe Musikanlage oder Kopfhörer angeschlossen werden.

Der Lüfter steht im HP Pavilion dm1-4300sg niemals still und sorgt damit für einen Grundpegel von 31,4 Dezibel (A). Auch bei längeren Leerlaufphasen schaltet er sich nicht ab. Sobald Arbeit anfällt, beispielsweise in Form eines YouTube-Videos, geht die Lautstärke innerhalb von wenigen Sekunden auf 45,2 dB (A) hoch und pendelt sich dort ein. Immerhin wird dadurch eine geringe Temperaturentwicklung ermöglicht. Im Durchschnitt messen wir rund 30,6 Grad auf Ober- und 33,8 Grad Celsius auf der Unterseite. Die Mobilität bleibt trotz höherem Strombedarf der AMD Fusion- gegenüber der Intel Atom-Plattform angemessen. Im Idle-Betrieb zieht sich das Modell nur knapp 10,6 Watt aus der Steckdose. Der niedrige Stromverbrauch wirkt sich auch positiv auf die Akkulaufzeit aus. 6 Stunden 16 Minuten bei der praktischen Laufzeit stellen einen sehr guten Wert dar.

Zusammenfassung

Das HP Pavilion dm1-4300sg ist im Grunde genommen nur ein HP Pavilion dm1-4200sg mit stärkerem Prozessor und Windows 8 Betriebssystem. Anstatt an den Kritikpunkten des Vorgängers zu arbeiten, wurden sie einfach übernommen. Positiv hervorzuheben die niedrige Energieaufnahme und die damit verbundene, lange Akkulaufzeit. Die matte und griffige Oberfläche des Chassis weiß zu gefallen. Aber die unregelmäßigen Spaltmaße sowie die schlechte Stabilität der Basiseinheit mindern die Wertigkeit. Das Display kann nur mit einer unterdurchschnittlichen Helligkeit aufwarten und sorgt in Verbindung mit der glänzenden Beschichtung für eine geminderte Bedienbarkeit unterwegs. Zwar lässt es sich mit de, Touchpad und der Tastatur halbwegs sauber durch das neue Betriebssystem navigieren, doch die langsame Festplatte bremst das Arbeitstempo aus und ohne nutzbaren Touch-Bildschirm werden einige Vorteile von Windows 8 nicht genutzt. Letztendlich zählt der geringe Preis von unter 400 Euro als Hauptverkaufsargument, denn das HP Pavilion dm1-4300sg hat deutlich mehr zu bieten als ein Netbook der gleichen Preiskategorie.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062783 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11361 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage1079 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71208 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0483 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)65.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)61 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read3342 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3916 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz81.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read56 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5200 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1128 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)1649 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2135 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1185 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2159 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2093 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung434 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 5 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 27 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 16 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

15 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,015 kWh x 24,00 Cent = 7,88 EUR

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