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Bilder zum Test: HP Envy 4-1102sg TouchSmart C1X20EA - Ultrabook mit Energiespar-Display

Beschreibung

Ultrabooks haben sich mittlerweile als fester Bestandteil in der Notebook-Landschaft etabliert und auch wenn Intel etwas optimistisch war, was die Verkaufszahlen bis Ende 2012 anging, so erfreuen sie sich dennoch wachsender Beliebtheit. Geräte mit Touchscreen sind in freier Wildbahn allerdings noch nicht so oft anzutreffen. Hewlett-Packard möchte mit seinem neuen Envy 4-1102sg TouchSmart den Spagat zwischen Tablet- und Notebookbedienung schaffen.

Viel Aluminium, ein schmaler Displayrahmen und eine geringe Bauhöhe von 23 Millimetern geben dem Ultrabook einen edlen und robusten Look. Der Displaydeckel ist mit einer Schicht von geschwärztem gebürstetem Aluminium überzogen, die sich erstaunlich gut gegen Fingerabdrücke behauptet. Die Unterseite ist mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen und aus einem Stück gefertigt. Ohne größere Umbauarbeiten kommt man somit nicht an das sensible Innenleben. Straff angezogen, aber nicht zu fest, präsentieren sich die Displayscharniere. Man benötigt zwar beide Hände um den Bildschirm aufzuklappen, doch dafür wippt das Display nur kurz nach und eignet sich somit auch für Autofahrten. Die Verarbeitungsqualität und Verwindungssteifheit des Gehäuses ist gut und die Spaltmaße sind gleichmäßig. Auch der Displaydeckel lässt sich kaum verwinden, was aber hauptsächlich an der verwendeten Hartglasoberfläche vor dem Display liegen dürfte. Dadurch erhöht sich aber auch das Gewicht. Mit 2,1 Kilogramm ist das HP Envy 4 wahrlich kein Leichtgewicht.

Klappt man den Displaydeckel auf, wird der Blick frei auf eine große Chiclet-Tastatur mit Touchpad. Der Abstand der Tasten zueinander ist großzügig gewählt und wirkt sich positiv auf den Schreibkomfort aus. Dafür muss auf einen zusätzlichen Ziffernblock verzichtet werden und die Pfeiltasten in der rechten unteren Ecke wirken arg gequetscht. Die Tasten selbst bieten einen kurzen Druckpunkt und ein schwammiges Feedback. Trotz des hohen Verkaufspreises hat sich HP gegen den Einsatz einer Tastatur-Beleuchtung entschieden. Das mit 100 x 64 Millimetern großzügig ausgefallene Touchpad ist mittig unterhalb der Tastatur angebracht und in die Handballenauflage eingelassen. Dank matter Oberfläche gleiten die Finger schnell und präzise über die Oberfläche, in welcher fein gefräste, konzentrische Ringe zu erkennen sind. Man benötigt etwas Kraft, um die Touchpad Tasten zu drücken, sie bieten einen recht hohen Widerstand.

Das Anschlussangebot fällt Ultrabook-typisch sehr kompakt aus. Auf ein optisches Laufwerk und einen analogen VGA-Ausgang wurde aufgrund der schmalen Bauhöhe komplett verzichtet. Für das mitgelieferte DVD-Laufwerk steht ein High-Power USB 2.0 Anschluss auf der rechten Gehäuseseite bereit. Auf der linken Seite sind zwei weitere USB 3.0 Anschlüsse angebracht. Darunter befindet sich ein 2-in-1 Kartenlesegerät für SD- und MMC-Speicherkarten. Zwei Audio-Buchsen für Kopfhörer oder Lautsprecher, ein digitaler HDMI-Ausgang, sowie ein vollwertiger Gigabit LAN-Anschluss runden das Angebot ab. Drahtlos kommuniziert das Ultrabook über WLAN-N und Bluetooth 4.0.

Ab Werk wird das HP Envy 4-1102sg TouchSmart mit einem Windows 8 Betriebssystem in der 64 Bit Version ausgeliefert. Das vorinstallierte Softwarepaket gestaltet sich umfangreich. In Kooperation mit der Universal Music Group startete HP vor kurzem einen neuen Musik-Streaming Dienst namens Connected Music in Europa. Dieser Service ist für Käufer eines Windows 8 Gerätes in den ersten 90 Tagen kostenlos. Dabei erhält man Zugriff auf den gesamten Musik-Katalog und kann sich alle 30 Tage zehn MP3-Songs herunterladen. Im Kaufpreis enthalten ist ein Abhol- und Lieferservice für zwei Jahre. Legt man noch 105 Euro oben drauf, erweitert sich die Garantie auf 3 Jahre und erlaubt als zusätzlichen Service eine Remote-Fehlerdiagnose und eine eigens eingerichtete Hotline mit kurzen Wartezeiten.

Display:14"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
1. Festplatte:
2. Festplatte:
32 GB SSD
500 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), externPlattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:2.17 kg
B x H x T:34.22 cm x 23.72 cm x 2.3 cmFarbe:Natürliches Silber, metallische Oberfläche

Auf dem Prüfstand

Wie bei Ultrabooks üblich, setzt auch HP auf einen stromsparenden ULV-Prozessor von Intel. Der Intel Core i5-3317U zeichnet sich trotz seines niedrigen Stromverbrauchs durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus. Die beiden verbauten Rechenkerne bieten einen Grundtakt von 1,7 GHz. Wird kurzzeitig mehr Leistung gefordert, hebt die Intel Turbo Boost Technologie den Takt auf bis zu 2,6 GHz an. Unterstützt wird der Prozessor dabei von 8 GB Arbeitsspeicher und einer 500 GB fassenden Festplatte. Genau genommen sind zwei Laufwerke verbaut, aber auf die 32 GB große SSD kann man nicht direkt zugreifen. Sie wird als Cache genutzt und sorgt für einen schnellen Start des Betriebssystems und häufig genutzter Programme. Bei der Grafikkarte muss man mit der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit Vorlieb nehmen. Sie ist stark genug, um HD Videomaterial abzuspielen aber bei aktuellen Computerspielen geht ihr schnell die Puste aus. Ältere Spiele sind in niedrigen bis mittleren Detailstufen lauffähig.

Unter voller Auslastung beobachteten wir eine Drosselung des Prozessors. Dabei sank die Taktfrequenz auf 1,4 GHz. Da die Volllast aber im Alltag selten vorkommt, fällt die Drosselung im normalen Gebrauch nicht ins Gewicht. Dank schnellem SSD-Cache erreicht das HP Envy 4-1102sg TouchSmart eine ansprechende Systemleistung.

Beim Display hat sich Hewlett-Packard für einen 14 Zoll großen Touchscreen entschieden, welcher eine native Auflösung von 1.366 x 768 Pixel darstellt. Wie jeder Touchscreen ist auch dieser durch die Verwendung einer Hartglasbeschichtung glänzend. Dadurch ergeben sich auch bei schlechtem Wetter starke Reflexionen der Umgebung. In der Regel sorgt eine hohe Lichtstärke dafür, dass die Bildschirminhalte auch bei Sonne noch gut zu erkennen sind. Der Touchscreen bietet allerdings nur eine sehr schwache Ausleuchtung von 137 Candela pro Quadratmeter. Damit stößt es bereits in hell ausgeleuchteten Innenräumen an seine Grenzen - an einen Außeneinsatz ist erst gar nicht zu denken. Auch das durchschnittliche, maximale Kontrastverhältnis von 144:1 kann nicht überzeugen. Farben wirken zwar sehr leuchtstark aber durch den niedrigen Kontrast leidet auch die Blickwinkelstabilität. Bereits ab rund 20 Grad Neigung in der Vertikalen und Horizontalen ergeben sich erste Farbverfälschungen und Helligkeitsverluste. Mehr als eine Person sollte somit nicht vor dem Bildschirm sitzen. Beim Display büßt das Ultrabook Einiges im Bereich der Mobilität ein.

Für den heimischen Film- und Musikgenusssorgen Stereo-Lautsprecher mit integrierten Subwoofer, die in einer perforierten Blende oberhalb der Tastatur angebracht sind. In Verbindung mit „Beats Audio“ soll sich ein gehobenes Klangbild entfalten. Dies können wir teilweise bestätigen. Die Soundqualität mit aktivierten „Beats Audio“ ist definitiv besser als bei vielen Konkurrenzprodukten. Vor allem bei voller Lautstärke ergeben sich keine Verzerrungen in den hohen Frequenzen. Die Soundqualität liegt im Segment der Ultrabooks auf einem gehobenen Niveau.

Im Bereich der Emissionen schneidet das HP Envy 4 gut ab. Mit durchschnittlich 30 Grad Celsius auf der Ober- und Unterseite bleibt es recht kühl. Vor allem die Handballenauflage und das Touchpad sind dank der integrierten HP Cool Sense Technologie jederzeit angenehm kühl. Von einer Nutzung auf dem Schoß raten wir dennoch ab, denn unter Last entstehen mehrere Hotspots auf der Unterseite. Dort messen wir maximale Temperaturen von 50 – 55 Grad Celsius. Die Lüfter der Kühllösung stehen nie still, sind aber im Windows Betrieb kaum hörbar. Mit einer Lautstärke von 30,5 Dezibel (A) fallen sie nicht unangenehm auf. Es braucht schon einiges an Rechenlast bis die Lüfter hochdrehen. Unter Volllast ergab sich dann ein Pegel von 45,8 Dezibel (A), dieser wird aber nur für ein paar Minuten gehalten dann dreht der Lüfter wieder herunter. Im Windows-Betrieb bei deaktivierter WLAN-Verbindung zieht sich das Ultrabook magere 9,7 Watt aus der Steckdose. Der verbaute 4 Zellen Lithium-Ionen Akku verhilft dem HP Envy 4 Touchsmart zu einer maximalen Akkulaufzeit von 7 Stunden und 32 Minuten. Bei ausgewogener Belastung kommen wir auf eine Laufzeit von guten 4 Stunden und 22 Minuten.

Zusammenfassung

Das HP Envy 4-1102sg TouchSmart basiert auf dem Gehäuse des HP Envy 4-1000sg und bietet all seine Stärkenaber auch Schwächen. Allen voran ist hier das sehr dunkle und kontrastschwache Display zu nennen. Es lässt sich mit dem Touchscreen sehr flott und angenehm durch Windows 8 navigieren. Die niedrige Helligkeit, gepaart mit der glänzenden Displaybeschichtung, schränken die Mobilität jedoch stark ein. Der fest verbaute Akku bietet zwar nur 4 Zellen, liefert dafür aber eine ordentliche Akkulaufzeit ab. Verarbeitung und Design wissen zu gefallen. Die Verwendung von gebürstetem Aluminium wirkt hochwertig. Auch bei den Eingabegeräten gibt es wenig zu meckern, nur der schwache Druckpunkt der Tasten könnte stören. Das mitgelieferte DVD-Laufwerk ist eine nette Geste, entsprechende Geräte kosten im Handel aber auch nur 20 Euro. Letztendlich muss der Kunde selbst entscheiden, ob ihm das leuchtschwache Display ausreicht. Denn der Preis von knapp 1000 Euro ist nicht wirklich günstig.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 2,0 (Gut)
  2. Display 5,5 (Mangelhaft)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,5 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 5735 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 626 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 3147 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 4493 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage 4493 Pkt. Max. 23313 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1370.3 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 107.3 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 79.4 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 15101 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 20749 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 46.5 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 91.3 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 9635 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 4552 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 8906 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 5570 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Videokonvertierung 139 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 11 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 7 Std. 32 Min. Max. 23 Std. 32 Min.
Praxis 4 Std. 22 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

14 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,014 kWh x 24,00 Cent = 7,36 EUR

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