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Bilder zum Test: HP Envy 4-1000sg - Günstiger Display-Schwächling

Das 22 Millimeter dünne und 1,7 Kilogramm schwere HP Envy 4-1000sg gehört zu der Kategorie der Einsteiger-Ultrabooks. Deckel und Oberseite der Basiseinheit bestehen aus schwarzem, gebürstetem Aluminium. Die in Rot gehaltene Unterseite ist mit einer Soft-Touch-Oberfläche überzogen und bietet einen guten Halt. Der Akku ist fest integriert und um Komponenten zu tauschen muss die komplette Unterseite abgenommen werden, eine Wartungsklappe fehlt. Die Scharniere des Bildschirms sind gut verarbeitet, aber nur schwach angezogen. Somit ergibt sich ein deutliches Nachwippen im Auto oder auf Bahnfahrten. Zudem ist der Displayrahmen mit einer stark reflektierenden Schicht Klavierlack überzogen, was in Kombination mit dem Glare-Display für störende Reflexionen sorgt. Die Verwindungssteifheit der Basiseinheit ist gut, auf Druck gibt sie kaum nach. Dies gilt aber nicht für den Displaydeckel, welcher sich sehr leicht verwinden lässt und dabei das unschöne Geräusch von knackendem Plastik von sich gibt.

Eine matt-schwarze Chiclet-Tastatur bietet einen mittellangen Hub und ein gutes Feedback. Der Abstand der Tasten zueinander wirkt sich positiv auf den Schreibkomfort aus, dafür muss man auf einen zusätzlichen Ziffernblock verzichten. Einzig die Pfeiltasten in der unteren rechten Ecke sind kleiner ausgefallen als der Rest der Tastatur. Das mit 100 x 63 Millimetern groß ausgefallene Touchpad ist mittig unter dem Tastaturfeld angebracht und bietet eine konzentrisch angeraute Oberfläche. Die Tasten sind fest in der sensitiven Fläche integriert und nicht voneinander abgegrenzt. Das gesamte Touchpad liegt in einer leichten Vertiefung der Handballenauflage. Die Bedienung ist nicht optimal gelöst. Ein schwammiger Druckpunkt und ein schwaches Feedback machen exakte Eingaben zur Kunst.

Das Angebot an Anschlüssen fällt Ultrabook-typisch kompakt aus. USB-Sticks und andere Massenspeicher finden an insgesamt drei USB-Schnittstellen Platz. Zwei von ihnen bieten den aktuellen USB 3.0 Standard. Aufgrund der geringen Bauhöhe fällt der veraltete, analoge VGA-Port weg, der noch von vielen Beamern und Monitoren genutzt wird. Bildschirminhalte werden somit nur über eine digitale HDMI-Schnittstelle an einen Fernseher oder Bildschirm übertragen. Speicherkarten aus Kameras können an einem 2-in-1-Kartenleser eingelesen werden. Unter einer kleinen Klappe versteckt sich ein vollwertiger Gigabit-LAN-Port. Das Intel WLAN-Modul ermöglicht zudem eine kabellose Verbindung und mobile Endgeräte wie Smartphones finden über Bluetooth 3.0 Anschluss. Beim Sound setzt HP wieder auf die Beats-Audio-Technik und spendiert dem Modell neben zwei Lautsprechern auch einen Subwoofer. Musik und Filme klingen allerdings blechern, sind sehr hochtonlastig und es fehlt trotzdem an Bass. In jedem Fall empfiehlt es sich also die verbaute 3,5 Millimeter Klinke-Buchse zu nutzen, um dort ein Headset oder eine externe Anlage anzuschließen.

Ab Werk wird das HP Envy 4-1000sg mit Windows 7 Home Premium ausgeliefert. Vorinstalliert sind eine Microsoft Office 2010 Starter Edition und der HP Security Manager. Mit diesem können Backups eingerichtet und aktuelle HP und Windows Updates installiert werden.

Technische Daten

Display:14"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i3 2367M / 1,4 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte320 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:1.8 kg
B x H x T:33.97 cm x 23.57 cm x 1.98 cmFarbe:Midnight Black

Auf dem Prüfstand

In unserem Gerät arbeitet ein stromsparender (ULV) Intel Core i3-2367M Prozessor aus der letzten Intel Sandy Bridge Generation. Auf zwei Kernen bietet dieser eine Taktfrequenz von 1,4 GHz. Sonderfunktionen wie die Intel Turbo Boost Technologie, die eine kurzzeitige Übertaktung ermöglicht sind damit nicht möglich. In Zusammenarbeit mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher ergibt sich genug Leistung für anspruchslose Anwendungsgebiete. Die Hauptaufgabengebiete liegen bei Büro-Anwendungen, wie dem Schreiben und Bearbeiten von Text- und Excel-Dokumenten, dem Betrachten von HD-Filmen und dem Surfen im Internet. Vor allem die integrierte Intel HD Graphics 3000 Grafikeinheit ist deutlich langsamer als die in der aktuellen Intel Ivy Bridge Generation genutzte Intel HD Graphics 4000, womit aktuelle Computerspiele von vornherein ausgeschlossen sind. Dies spiegelt sich auch in den Anwendungsbenchmarks wieder, wo der Stromsparprozessor deutlich hinter der aktuellen Generation hinterher hinkt.

Als Massenspeicher kommt eine 320 GB fassende Seagate Festplatte zum Einsatz. Um Intels Anforderungen an ein Ultrabook zu erfüllen, handelt es sich dabei um eine sogenannte Hybrid-Festplatte. Diese enthält noch einen 32 GB fassenden SSD-Cache, auf dem Teile des Betriebssystems ausgelagert werden, um einen schnellen Systemstart und ein flottes Aufwachen aus dem Ruhezustand sicher zu stellen. Allerdings ist das Angebot an Speicherplatz knapp bemessen, da sich die Recovery Partition des Envy 4 noch einmal knappe 20 GB abzwackt.

Der Rotstift wurde beim Display angesetzt. HP verbaut in das 13-Zoll Gehäuse ein 14-Zoll großes Display mit einer spiegelnden Oberfläche und die native Auflösung liegt bei 1.366 x 768 Pixel. Mit einer schwachen durchschnittlichen Helligkeit von 173 Candela pro Quadratmeter fallen Ausflüge ins Freie auch bei Regentagen flach. Bildschirminhalte sind dabei kaum zu erkennen und das spiegelnde Display sorgt in Verbindung mit dem glänzenden Klavierlackrahmen für starke Reflexionen der Umgebung. Auch das maximale Kontrastverhältnis von 179:1 fällt ist alles andere als multimediatauglich.

Dank Ultra Low Voltage (ULV) Technik zeigt sich das HP Envy 4-1000sg sehr genügsam was den Stromverbrauch angeht. Die maximale Akkulaufzeit liegt bei knapp acht Stunden und der Verbrauch bei 8,5 Watt, sofern man das Display abdunkelt und die Internetverbindung kappt. Im Office-Betrieb beim Erstellen von Dokumenten und dem Surfen im Internet zieht sich das Ultrabook knapp 12,6 Watt aus der Steckdose. Bei einer Mischung aus Surfen, Textverarbeitung und HD-Videos ergibt sich eine realistische Laufzeit von 4 Stunden und 42 Minuten. Trotz der stromsparenden Hardware heizt sich das Aluminium-Gehäuse stark auf. Kalte Luft wird über Lüftungsschlitze auf der Unterseite angesaugt und knapp daneben wieder ausgeschieden. Dadurch wird vor allem die Unterseite im Bereich der Kühlung sehr warm. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen bei 30 Grad Celsius auf der Ober- und Unterseite. Positiv hingegen ist die Lautstärkenentwicklung des Kühlsystems zu betrachten. Im Windows Betrieb ist es mit 27,8 Dezibel (A) nicht aus dem normalen Büroalltag herauszuhören und bei einer ausbalancierten Nutzung liegt das Ultrabook mit 36,4 Dezibel (A) in einen annehmbaren Bereich.

Zusammenfassung

Rein optisch ist das HP Envy 4-100sg Ultrabook schon hübsch anzusehen, aber nicht ohne Grund bereits für 690 Euro erhältlich. Für diesen Preis muss man bereit sein einige Abstriche in Kauf zu nehmen. Zu nennen ist dabei das kontrastschwache und dunkle HD-Display, welches einen Outdoor-Einsatz unmöglich macht. Durch den Einsatz der angestaubten Intel Sandy Bridge Plattform hinkt es leistungstechnisch der aktuellen Ultrabook-Konkurrenz hinterher. Positiv zu bewerten ist die gelungene Verarbeitung und eine lange Akkulaufzeit. Auch das Angebot an Anschlüssen ist für das Preissegment ordentlich. Sparfüchse können zugreifen und mit einer matten Displayfolie das spiegelnde Display aufrüsten. An den fehlenden Qualitäten für den Außeneinsatz ändert das allerdings nichts.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063249 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1265 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72640 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage4653 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0774.1 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)75.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)83.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read8977 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write8042 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz70.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read77 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9662 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2332 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)5011 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1290 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1855 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)4196 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1748 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung174 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 26 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 58 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 42 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

12 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,012 kWh x 24,00 Cent = 6,31 EUR

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