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Bilder zum Test: Gigabyte X11 Intel Core i5 1.7 GHz Win 7 Home Premium - Weltweit leichtestes Ultrabook

Gigabytes Einstieg in die Notebookwelt ist von Innovationen gezeichnet, im aktuellen Portfolio finden sich ein knallgelber Gamer, ein dünner 14-Zoller mit spieletauglicher Nvidia Geforce GT 650M Grafikkarte und das ultraleichte X11 Ultrabook. Nicht einmal ein Kilogramm bringt das Gigabyte X11 auf die Waage. Die geflochtenen Faserbündel der „Woven Diamond“ Farbvariante schimmern unter einer transparenten Lackschicht hervor und erinnern uns an das Hightech Material des Chassis. Die Designsprache ist einem Rennwagen entnommen, dementsprechend sportlich wirkt der handliche Flitzer. Das X11 wird auch in Schwarz auf erhältlich sein. Die Klavierlackoberflächen und das Milchglas-Touchpad sind nicht ganz unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, der restliche Innenraum ist mattiert und bietet Verschmutzungen wenig Halt. Der filigrane Displaydeckel, auf dessen Rückseite das Karbonfasermuster ins Schwarz verläuft, erweist sich als sehr verwindungssteif. Wir erreichen zwar minimale Biegungen, bei dieser Schlankheit halten die Kohlenstofffasern im Vergleich zu Kunststoff als Material jedoch was sie versprechen. Auch der Konkurrent Asus UX21A kann mit seinem Aluminiumchassis nur geringfügig bessere Stabilität vorweisen, wiegt dafür jedoch 125 Gramm mehr. Gigabyte im Innenraum nur das solide Displayscharnier als Hingucker mit einem Aluminiumverbundwerkstoff versehen, der Displayrahmen bietet mit seiner sehr rauen Oberfläche eine angenehme Haptik und reflektiert nicht unnötig. Das Scharnier ist sehr fest angezogen, hält das Display im gewünschten Winkel, lässt aber ein wenig Nachwippen zu. Die dünne gummierte Linie rund um den Displaydeckel schließt sauber mit der Basiseinheit ab und schützt den Innenraum vor Staub.

Die geringen Abmessungen des X11 Ultrabooks schlagen sich nicht wesentlich auf die Eingabegeräte nieder. Die Tasten der Chiclet-Tastatur besitzen einen erstaunlich langen Hub und einen deutlichen Druckpunkt. Die einzelnen Tasten sind klar voneinander abgegrenzt und ermöglichen mit dem guten Feedback komfortable Schreibarbeiten. Das großzügige Multitouchpad der Firma Sentelic wartet mit guten Gleiteigenschaften, präziser Erkennung und umfangreichen Möglichkeiten zur Konfiguration auf. Wir empfehlen, die Funktion zur Schreiberkennung zu aktivieren. Das Touchpad schaltet sich während des Tippens aus und verhindert unbeabsichtigte Sprünge des Mauszeigers. Die komplette Milchglasfläche erlaubt Klicks, Scrolling Leisten können auf die Ränder programmiert werden und es gibt eine Reihe frei konfigurierbarer Gesten für installierte Programme. Die Tastatur verwendet ein amerikanisches QWERTY-Layout mit chinesischer Zweitbeschriftung. Wir finden FN-Sondertasten für eine eventuelle Hintergrundbeleuchtung – diese ließ sich jedoch nicht aktivieren und damit bestätigen. Ein solches Schmankerl würde den Premiumanspruch des X11 natürlich unterstreichen. Die frühe BIOS-Version lässt vermuten, dass unser Testgerät mitunter nicht serienreif, zumindest nicht für den europäischen Markt gedacht ist.

Die Ausstattung ist dem Formfaktor entsprechend auf das Nötigste reduziert. Am hinteren Teil des keilförmigen Gehäuses wurden rechts ein USB 2.0 und links ein USB 3.0 Port positioniert. Links sitzen zudem der Netzstecker und ein miniDisplayPort, rechts die Audiobuchse für Kopfhörer und ein microSD Slot. Hier kann natürlich kritisiert werden, dass sich kein vollwertiger SD-Kartenleser am Gerät findet. MicroSD wird jedoch öfter auch in noch mobileren Geräten wie Smartphones oder Tablets vorgefunden und so erleichtert das Format den Datenaustausch zwischen diesen Geräten. Mit Datenraten um die 100 MB/s können microSD-Karten das Platzangebot der 128 GB SSD erweitern. Die Karten verschwinden komplett im Slot und stehen nicht über. Drahtlos ist das X11 mit WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0 auf der Höhe der Zeit. Einem derart leichten und mobilen Gerät stünde auch ein UMTS oder LTE Modul nicht schlecht. Komplettiert wird die Ausstattung mit der 1,3 Megapixel Webkamera.

Softwareseitig bringt das Gigabyte X11 ein Windows 7 Home Premium Betriebssystem und in unserem Fall die Intel Management und Anti-Theft-Technologie mit. Wir finden also ein weitestgehend sauberes System vor. Etwas mehr als 11 GB der SSD sind für die versteckte Wiederherstellungspartition reserviert, die restlichen 108 GB sind auf eine 74,5 GB System- und eine 33,5 GB Datenpartition verteilt.

Technische Daten

Display:11.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.98 kg
B x H x T:29.7 cm x 1.65 cm x 19.2 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Unser Gigabyte X11 Testmodell trägt mit einem Intel Core i7-3667U den stärksten Prozessor, der in einem Ultrabook Platz finden kann. Mit 2,0 GHz Basis- und bis zu 3,2 GHz Turbotakt sowie 4 GB Arbeitsspeicher bewältigt der Zweikerner auch anspruchsvolle Aufgaben wie HD-Videoschnitt oder Bildbearbeitung.Die üblichen Aufgaben für mobile Anwender wie Emails, Internet, Büroanwendungen und ein wenig Multimedia sind kein Problem. Da wir den Intel Core i7-3667U sehr selten im Turbotakt sondern meist bei 2,5 GHz erleben konnten und diese Leistung für die meisten Anwender ausreicht, ist die Konfiguration eines Intel Core i5 Prozessors vielleicht sinnvoller. Der Intel Core i5-3317U liefert ausreichend Performance und falls auf die Intel Technologien Trusted Execution und vPro als exklusive Business Features des Intel Core i7-3667U verzichtet werden kann, wird der Käufer mit geringeren Anschaffungskosten, weniger Abwärme und einem leiseren Betrieb belohnt. Nur Prozessor-intensive Aufgaben wie Videokonvertierungen laufen etwas langsamer. Für moderne 3D-Spiele ist die Intel HD Graphics 4000 Prozessorgrafik ein wenig zu schwach, die meisten Spieletitel werden nur in niedriger bis mittlerer Detailstufe und Auflösung flüssig dargestellt. Einen großen Beitrag zu flotten Systemgeschwindigkeit leistet die 128 GB SSD mit Leseraten von 442,1 MB/s und Schreibraten von 176,8 MB/s. Ob auch ein Modell mit mehr Kapazität erhältlich sein wird, steht noch nicht fest.

Das glänzende Display bietet mit der Standard-HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ausreichend Arbeitsraum auf der 11,6 Zoll Diagonale. Mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 328 Candela pro Quadratmeter sind die Bildschirminhalte trotz der spiegelnden Beschichtung auch im Freien noch gut lesbar. Die Blickwinkelstabilität kann überzeugen, Farben wirken knackig und frisch und das maximale Kontrastverhältnis von 759:1 unterstreicht die Multimedia-Tauglichkeit. Die Anpassung der Helligkeit mittels Umgebungslichtsensor funktionierte noch etwas träge und stockend, mit einer manuellen Einstellung ist man da besser beraten. Wirklich überrascht waren wir vom Soundsystem des X11. Im 11,6 Zoll Formfaktor sind zwar keine Basswunder zu erwarten, das X11 liefert im Vergleich jedoch einen erstaunlich runden und kräftigen Klang.

Das X11 ist im Leerlauf mit einem Verbrauch von nur 5,8 Watt (niedrigste Helligkeit, Funk aus) extrem sparsam und kommt auf eine gute maximale Laufzeit von 7,5 Stunden. Bei ausgewogener Belastung durch Surfen über WLAN (15 Watt) und gelegentlich geforderter 3D-Performance ist im Alltag mit einer Akkulaufzeit von 4,5 Stunden und länger zu rechnen. Die Oberflächentemperaturen bleiben bis auf ein paar Ausreißer nahe der Heatpipe im Rückraum bei angemessenen 34 Grad Celsius. Das Aluminiumpanel wird bis zu 50 Grad Celsius warm, der Lüfter muss die Abwärme von CPU und Chipsatz abtransportieren und bläst sie hinter das Displayscharnier. Ein Betrieb auf dem Schoß ist dennoch möglich. Mit 45 Dezibel (A) unter Last ist die kleine Kühllösung nicht gerade leise, reduziert man die Belastung regelt der Lüfter jedoch sehr schnell runter. Im Leerlauf ist er mit 30 Dezibel (A) kaum zu hören, in der Praxis sind auch 34 Dezibel (A) noch akzeptabel.

Zusammenfassung

Das Gigabyte X11 markiert einen gelungenen Einstieg des taiwanesischen Herstellers in die Ultrabook-Klasse. Der 11,6 Zoller ist extrem handlich, sieht sehr schick aus und bietet dank schnellem Intel Core i7-Prozessor und SSD eine Top-Performance. Wir empfehlen allerdings das Modell mit dem etwas schwächeren Intel Core i5 zu kaufen, die Stärken des Core i7 können kaum ausgespielt werden.Die Eingabegeräte konnten uns komplett überzeugen, der Akku bewies Ausdauer und auch das Glare-Type Display kratzt nicht wesentlich an der Mobilität. Mobile Geschwindigkeitsfans dürfen unbesorgt zugreifen. Als Alternative lohnt es, das etwas schwerere und teurere Asus UX21A einmal anzuschauen. Gegen einen Aufpreis gibt es einen Tick mehr Ausdauer, 256 GB Platz, Aluminium statt Karbonfaser und ein mattes FullHD-Panel.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064954 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11594 Pkt.Max. 15311 Pkt.
PCMark75357 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage14163 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01562.2 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)442.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)176.8 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read14719 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write19813 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz42.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read305.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen10070 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4817 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9095 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5199 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4024 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7552 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4080 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung95 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 33 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 26 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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