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Bilder zum Test: Gigabyte U2442N - Klassisch, schlank und leistungsorientiert

Das Gigabyte U2442N ist bereits das dritte Notebook von Gigabyte welches uns in letzter Zeit im Büro besucht. Der taiwanische Hersteller möchte auch etwas vom Ultrabook-Kuchen abhaben und will Leistung mit schmalen Abmessungen kombinieren. Dabei zählt es mit einer Displaydiagonale von 14 Zoll zu den etwas größeren Geräten dieser Klasse. Bereits Anfang März diesen Jahres hatten wir die Möglichkeit ein Vorseriengerät in den Händen zu halten. Dieses faszinierte die Technik-Begeisterten auf der Cebit 2012 in Hannover. Damals bemängelten wir aber die Stabilität des Chassis.

Das U2442N ist komplett in einer silbergrauen Farbe gehalten. Es kommt ein Mix aus Kunststoff und Aluminium zum Einsatz der nicht ganz so hochwertig wirkt wie bei der Konkurrenz. Bei diesem Materialmix muss man sich um Staub, Schmutzablagerungen und Fingerabdrücke keine Sorgen machen. Bei einer Bauhöhe von nur 2,1 Zentimetern bietet die Basis-Einheit eine sehr hohe Stabilität bei der schon viel Kraftaufwand nötig ist, um sie einzudrücken. Und auch der Displaydeckel erreicht durch den Einsatz von poliertem Aluminium eine ansprechende Stabilität. Die Scharniere sind leichtgängig und erlauben ein Öffnen des Notebooks mit nur einer Hand. Allerdings neigt es dazu, bei Autofahrten oder in der Bahn lange nachzuwippen. Alle Ecken sind abgerundet und wir entdecken keine Verarbeitungsmängel. Auch die Unterseite zeigt sich unaufdringlich und aufgeräumt und gewährt über Wartungsklappen den Zugang zu den Festplatten und den Arbeitsspeicher.

Bei den Eingabegeräten setzt Gigabyte auf eine Chiclet-Tastatur mit schwarzen Tasten und einer integrierten Hintergrundbeleuchtung. Diese macht sich vor allem in dunklen Arbeitsumgebungen oder in der Nacht bezahlt. Es bietet auf der gesamten Fläche eine gute Stabilität. Beim Tippen fällt ein sehr weich abgestimmter Druckpunkt auf, der ein etwas kräftigeres Feedback vertragen könnte. Die Tasten selbst geben beim Tippen ein lautes Klappern von sich. Hier hätten wir etwas mehr erwartet, zumal das Modell nicht gerade billig ist. Geräuschempfindliche Vielschreiber sollten Abstand von diesem Ultrabook halten.

Das mittig unter dem Tastaturfeld positionierte Touchpad präsentiert sich mit einer angerauten Oberfläche. Diese bietet auch schwitzigen Fingern einen angenehmen Halt und erlaubt eine gute Navigation. Die Touchpad-Tasten sind in einer zusammenhängenden Leiste zusammengefasst und zeigen sich sehr leichtgängig. Damit schneidet das Touchpad besser ab als die Tastatur.

Im Gegensatz zu vielen Ultrabooks schafft es der Gigabyte Vertreter alle seine Anschlüsse im Standard-Format unterzubringen. Damit entfällt der etwaige Einsatz von lästigen Adaptern und auch das Layout ist gut durchdacht, da der Gigabit-LAN-Anschluss sowie die beiden Displayausgänge in Form einer HDMI- und VGA-Schnittstelle am hinteren Ende der Seiten platziert sind. So können die Kabel direkt vom Gerät weggeleitet werden und liegen nicht im Weg. Zum guten Ton gehören zwei USB 3.0- und zwei USB 2.0-Ports an denen Peripherie oder Massenspeicher angebunden werden können. Dazu gesellen sich ein SD-Kartenleser, sowie zwei 3,5 Millimeter Klinke-Anschlüsse an denen ein Headset, Kopfhörer oder eine Soundanlage angeschlossen werden können. Im Vorserienmodell befand sich noch ein Thunderbolt-Anschluss, der aber nun weggefallen ist. Kabellos funkt das Gerät per WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 4.0. Als Speicherlösung setzt Gigabyte auf die Vorteile einer handelsüblichen HDD und einer schnellen SSD. Mit 750 GB bietet die HDD viel Speicherplatz und eine 128 GB SSD sorgt für einen schnellen Systemstart und flotter Ausführung von Programmen. Gigabyte verbaut eine Crucial RealSSD M4 die eine der momentan schnellsten SSDs auf den Markt ist und in unserem Random Read Test mit einer Übertragungsrate von 347,2 MB/s punkten konnte. In weniger als 20 Sekunden ist der Systemstart abgeschlossen.

Auf unserem Testgerät befindet sich eine vorinstallierte Version von Microsofts Betriebssystem Windows 7 Home Premium sowie eine Starter Edition von Microsoft Office 2010. Softwareseitig fällt die Ausstattung also recht dünn aus. Im Lieferumfang enthalten ist neben verschiedenen Broschüren und einer Treiber-CD auch eine schicke Tasche aus Kunstleder um das Notebook bequem zu transportieren.

Technische Daten

Display:14"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i5 3210M / 2,5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 640M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB SSD
750 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:5,3 Std.Gewicht:1.69 kg
B x H x T:33.9 cm x 2.04 cm x 23.3 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Unter der Haube des Gigabyte U2442N steckt nicht wie bei Ultrabooks üblich ein stromsparender ULV-Prozessor, sondern ein schneller Intel Core i5-3210M Dual-Core. Er basiert auf der aktuellen Intel Ivy Bridge Architektur und kann dank Hyperthreading bis zu vier Threads gleichzeitig abarbeiten. Mit einer Taktrate von 2,5 GHz sowie 8 GB Arbeitsspeicher bewältigt das System auch anspruchsvolle Aufgaben wie HD-Videoschnitt oder Bildbearbeitung und stellt damit die meisten Ultrabooks in den Schatten. Die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit reicht für Filme aus, macht aber bei Spielen und anspruchsvollen Bildbearbeitungsprogrammen schnell schlapp. Für diese Anwendungsgebiete eignet sich die dedizierte Nvidia Geforce GT 640M Grafikkarte aus der Kepler-Generation. Sie wird in Allround- und Multimedia-Notebooks verbaut und kannmit einer guten Leistung punkten die zwischen einer Nvidia GT 555M sowie der GTX 460M liegt. Ältere Spiele lassen sich meistens in vollen Details spielen und aktuelle Titel in mittleren bis hohen Detailstufen. Das allerdings mit einer niedrigeren Auflösung, da die native Displayauflösung von 1.600 x 900 Pixeln zu viel für die Karte wird bei maximalen Grafikeinstellungen. Somit bleiben auch aktuelle Spiele nicht mehr ausschließlich den teuren und großen Gaming-Notebooks vorenthalten. Dank Nvidias Optimus-Technologie kann die Karte je nach Situation schnell aktiviert oder deaktiviert werden und spart damit Energie, was sich in einer besseren Akkulaufzeit äußert.

Beim Display setzt Gigabyte auf ein matt beschichtetes WXGA++ Display mit einer Auflösung von 1.600 x 900 Pixel. Wir ermitteln eine durchschnittliche Helligkeit von 227 Candela pro Quadratmeter, wobei die gebotene Ausleuchtung des Displays unregelmäßig ist. Vor allem an den Rändern fällt sie ab, das stört aber nicht die Alltagstauglichkeit. Diese fällt dank der matten Beschichtung sehr gut aus. Auch unterwegs in der Sonne hat man den Bildschirminhalt stets im Blick da störende Reflexionen auf ein Minimum reduziert werden. Im direkten Vergleich zu Bildschirmen mit IPS-Displaytechnologie fällt aber die schwache Blickwinkelstabilität auf. Bereits ab Neigungen von rund 20 Grad in der Horizontalen und Vertikalen ergeben sich Farbverfälschungen, womit ein Einsatz mit mehreren Leuten die nicht zentriert vor dem Gerät sitzen können, schwierig wird. Unterhalb des Displays und oberhalb der Tastatur verbergen sich die Stereolautsprecher. Mit blechernen Mitten und einem nicht vorhandenen Bass reichen sie aber nur für normale Office-Zwecke aus. Musikliebhabern legen wir die Benutzung einer HiFi-Anlage oder hochwertigen Kopfhörern ans Herz.

Abseits der Steckdose hält das Gespann aus vollwertigem Intel Prozessor und Nvidia Grafikkarte bei abgedunkeltem Display und ohne aktive Internetverbindung maximal 5 Stunden 23 Minuten durch. Der Verbrauch liegt dabei bei 13,3 Watt. Bei einer ausgewogenen Belastung durch Surfen und 3D-Performance ergibt sich eine praxisnahe Laufzeit von rund 3 Stunden und 4 Minuten. Dabei schaltet sich der integrierte Lüfter hin und wieder komplett aus und ermöglicht ein nahezu lautloses Arbeiten. Die Temperaturen liegen auf der Oberseite bei durchschnittlich 32,8 und auf der Unterseite bei 32,9 Grad Celsius. Die Handballenauflage bleibt dabei stets kühl, aber deutlich heißer wird es oberhalb der Tastatur bei den Lautsprechern wo die wärmeintensiven Komponenten sitzen. Dabei taktet der Prozessor jederzeit konstant und drosselt nicht herunter. Wenn der Lüfter konstant arbeitet messen wir eine Lautstärke von immer noch akzeptablen 36 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Gigabyte hat seit dem von uns getesteten Vorserienmodell einige Verbesserungen am U2442N vorgenommen. So wurde die Stabilität des Chassis deutlich erhöht und auch das Display bietet eine höhere Helligkeit. Was das Modell aber wirklich interessant macht, ist die Performance. Hier kann das Gespann aus Intel Core i5-3210M und Nvidia Geforce GT 640M die Muskeln spielen lassen und auch der Arbeitsspeicher ist mit 8 GB doppelt so hoch bemessen wie bei vielen vergleichbaren Produkten. Nicht überzeugen konnte die klapprige Tastatur und die blechern klingenden Boxen. Die Verarbeitung ist ordentlich, allerdings erwarten wir in der Preisklasse von 1200 Euro etwas mehr. Auch die Akkulaufzeit ist im Vergleich zu einem Ultrabook etwas niedrig. Wer ein mobiles, schlankes und portables Gerät mit überdurchschnittlichen Leistungsreserven sucht, sollte sich das Gigabyte U2442N aber doch genauer ansehen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0611572 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111848 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage7870 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73653 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage13706 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01980.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)373.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)188.5 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15527 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write21023 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz36.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read347.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11687 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5246 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10879 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6443 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4143 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8802 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6470 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung91 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 44 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 3 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 4 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

64 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,064 kWh x 24,00 Cent = 33,64 EUR

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