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Bilder zum Test: Fujitsu Lifebook SH531 - Altbackener Intel-Allrounder mit harten Kanten

Kompakt, günstig und mit leistungsstarker Intel-Hardware bestückt. Scheinbar genau das Paket, was der angehende Notebook-Prosumer sein Eigen nennen will. Doch für einen Preis von unter 600 Euro könnten viele Interessenten ihre Ansprüche zu hoch ansetzen. Bereits das Design des Fujitsu Lifebook SH531 fährt auf zwei Gleisen.

Der Deckel zeigt eine schlichte, matte aber dennoch zeitgemäße Aufmachung. Die Seitenränder und die Unterseite hingegen erinnern an veraltete Plastikbomber aus dem Jahr 2005. Ähnlich tritt der 13,3-Zoller auch bei der Arbeitsumgebung auf. Während das Display und die Handballenauflage Matt-Schwarz angestrichen wurden, wird die Tastatur von einem glänzenden Klavierlack-Rahmen umrandet. Fingerabdrücke werden von solchen Materialien magisch angezogen. Und täglich grüßt das Murmeltier – ein matter Bildschirm wird von Fujitsu mit einer glänzenden Umrandung kombiniert. So zeigen sich gute Outdoor-Ansätze, gepaart mit dem spiegelnden Glossy-Faktor.

Bei den Eingabegräten gibt es weniger zu meckern. Zwar verwendet Fujitsu im Lifebook SH531 ein klassisches Tastatur-Layout, dafür ist dieser Bereich sehr gut verarbeitet. Selbst bei starkem Druck treten keine Verwindungen auf. Das sehen wir in dieser Preisklasse selten. Die Handballenauflage und das darin integrierte Touchpad fallen für unseren Geschmack zu klein aus. Wer die Größe und Qualität eines Apple-Trackpads gewöhnt ist, der wird sich mit diesem Mausersatz sicher nicht anfreunden. Trotz aktueller Synaptics-Treiber konnten wir dem Touchpad bis zum Schluss keine Multitouch-Geste entlocken. Dennoch finden wir am kurzen Hub der Tastatur und der Touchpad-Tasten Gefallen. Bei härteren Anschlägen kommt es jedoch zu einer eher minderwertigen Geräuschentwicklung.

Diese kann mit externer Peripherie vermieden werden. Zum Anschluss stehen dafür drei USB 2.0 Schnittstellen, ein eSATA-Port sowie die Erweiterungsmöglichkeit via Express Card 34 zur Verfügung. Externe Monitore können digital per HDMI oder über den analogen VGA-Port angeschlossen werden. Der Multi-Kartenleser dient zur Übertragung von Daten von Speicherkarten. An der Front des Fujitsu Lifebook SH531 platzieren sich zwei 3,5 Millimeter Klinke-Buchsen neben einem WLAN-Aktivitätsschalter und den Status-LEDs für Akku, Festplatte und Netzverbindung. Die Kommunikation mit der Außenwelt übernehmen das Gigabit-LAN oder die kabellosen Verbindungen via WLAN 802.11n und Bluetooth 2.1.

Musik-Enthusiasten sollten sich direkt mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern anfreunden. Die interne Lösung des Fujitsu Lifebook SH531 tritt in unserem Test sehr mittenlastig auf und neigt bei höherer Lautstärke schnell zu Verzerrungen. Hier hilft nicht einmal mehr der Windows Media Equalizer des vorinstallierten Windows 7 Home Premium. Dabei wäre auf der 500 GB großen Festplatte genug Platz für Videos und MP3-Tracks.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:Intel Core i5 2410M / 2.3 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:6.5 Std.Gewicht:1.9 kg
B x H x T:32.3 cm x 3.23 cm x 23.4 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Kehren wir die Schattenseiten des Fujitsu Lifebook SH531 zusammen und beschränken unseren Blick auf die wesentliche Leistung des 13,3-Zollers. Die Kombination aus Intel Core i5-2410M Zweikern-Prozessor und der darin integrierten Grafikeinheit Intel HD Graphics 3000 kann unter Verwendung von Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint voll und ganz überzeugen. Mehr als die Wiedergabe von YouTube HD-Clips ist jedoch nicht drin. Wer an die Produktion von Videos oder gar an das Spielen von aktuellen Gaming-Titeln denkt, der muss sich nach einem System mit dedizierter Grafiklösung umsehen. Die onboard-Karte von Intel bildet in diesem Fall den Flaschenhals. Das bestätigen auch der Grafikbenchmark 3DMark06 bzw. der Test des Gesamtsystem mit Hilfe des PassMark Performance Test 7.0.

Halbherzig integriert Fujitsu ein 13,3-Zoll Display mit einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Zwar kann das Lifebook SH531 mit einer matten Bildschirmoberfläche punkten, die durchschnittliche Ausleuchtung von 200 Candela pro Quadratmeter reicht dennoch nicht aus um in sonnigen Gefilden die Arbeit zu erleichtern. Der geringe Kontrast von 140:1 sei hier nur am Rande erwähnt. Wie für ein TN-Panel üblich ist die Blickwinkelstabilität mangelhaft. Im vertikalen sowie horizontalen Bereich genügen bereits geringe Winkelveränderungen um Farbinvertierungen einzuleiten.

In unserem Praxis-Szenario, bei geöffneter Flash-Webseite, aktiviertem WLAN und hoher Bildschirmhelligkeit, ermitteln wir eine Akkulaufzeit von maximal 3,5 Stunden. Abhängig von der Aktivität des WLAN-Moduls. Unter geringer Belastung im Office-Programm Microsoft Word liegt die Laufzeit bei circa sechs Stunden, ohne Internet-Verbindung und bei niedrigster Helligkeitsstufe. Trotz dieser vergleichsweise schlechten Werte bleibt das Fujitsu Lifebook SH531 in allen Lebenslagen kühl und leise. Die Ober- und Unterseite des 13,3-Zoll Allround-Notebooks wird durchschnittlich mit 32 Grad Celsius belastet, während sich der Lüfter zwischen 34 und 36 Dezibel (A) einpendelt.

Zusammenfassung

Bis auf den Preis des Fujitsu Lifebook SH531 konnten wir in jedem Bereich die Perfektion des Allround-Notebooks in Frage stellen und Mängel herausfiltern. Das Design zeigt sich mit einer Mischung aus schlichten und stark altbackenen Elementen. Glänzende Oberflächen integriert Fujitsu an den unbrauchbarsten Stellen. Trotz der guten Verarbeitung müssen Abstriche beim Touchpad und der Tastatur gemacht werden. Das sehr kleine Pad kann nicht mit Multitouch-Befehlen umgehen, während die Tastatur auf ein zeitgemäßes Chiclet-Design verzichtet. Eine gleiche Zweigleisigkeit zeigt sich beim matten Display, dessen geringe Ausleuchtung auch in der Sonne keine Vorteile aufweisen kann.

Eine Kaufempfehlung können wir für das Fujitsu Lifebook SH531 nicht aussprechen. Selbst Nutzer die auf ein günstiges 13,3-Zoll Allround-Notebook mit Intel-Hardware setzen möchten, werden bei der Konkurrenz besser bedient.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck4,0 (Ausreichend)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062560 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1586 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72085 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage5750 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01203 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)76.8 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)74.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9969 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10403 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen18660 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4557 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9854 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4901 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3682 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8085 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4722 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung95 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 52 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 59 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 25 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

24 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,024 kWh x 24,00 Cent = 12,61 EUR

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