1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Fujitsu Lifebook P771-012 - Schlecht verarbeiteter Plastik-Bomber mit guten Outdoor-Eigenschaften

© Copyright by Fujitsu. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (14)
Bilder zum Test: Fujitsu Lifebook P771-012 - Schlecht verarbeiteter Plastik-Bomber mit guten Outdoor-Eigenschaften

Für den mobilen Geschäftsmann ist der Formfaktor eines 12-Zoll Subnotebooks optimal. Das Gerät ist leicht im Handgepäck zu verstauen und selbst in eng besetzten Inlandsfliegern lässt sich das Notebook problemlos in Betrieb nehmen. Doch ist das „Kleine Schwarze“ auch für den harten Büro-Alltag und Reisen ausgelegt?

Der glänzende Deckel und das durchweg aus Kunststoff hergestellte Gehäuse lassen den Ersteindruck in Anbetracht des hohen Preises negativ ausfallen. Bereits beim Auspacken konnten wir die schlechte Verarbeitung spüren. An vielen Stellen fallen die großen Spaltmaße auf und auch die Blende des integrierten DVD-Laufwerks wirkt sehr instabil. Im Vergleich mit einem Lenovo ThinkPad oder der Apple Macbook Pro Serie, ist das Fujitsu Lifebook P771-012 ein sehr billig verarbeiteter Plastikbomber.

Auch die Eingabegeräte können nicht in allen Bereichen Lorbeeren ernten. Während das Touchpad und das zusätzliche Scroll-Pad eine gute Oberfläche besitzen und ausreichend groß sind, versagt die Tastatur auf ganzer Linie. Die schlechte Gehäuseverstärkung sorgt für ein ständig nachfederndes Keyboard. Hinzu kommt die Umstellung auf das kleinere Tastenformat, das einen aufgrund der 12-Zoll Größe des Subnotebooks begleitet.

Ein Licht am Ende des Tunnels stellen die Anschlüsse des Fujitsu Lifebook P771-012 dar. Neben dem aktuellen USB 3.0 Standard wird auch eine Express Card Schnittstelle verbaut. Externe Monitore oder Projektoren können digital über den HDMI-Anschluss oder analog via VGA mit dem Subnotebook verbunden werden. Um auch abseits von WLAN-Hotspots im Internet zu surfen befindet sich unter dem Akku ein Schacht zum Einsatz einer SIM-Karte. Ähnlich wie bei einem Smartphone oder Tablet verbindet sich das Notebook in diesem Fall über das Mobilfunknetz. Natürlich sind auch die klassischen Kommunikationsmittel WLAN 802.11n, Gigabit-Ethernet und Bluetooth vorhanden. Wem diese Anschlüsse nicht ausreichen, der kann über einen proprietären Docking-Port an der Unterseite einen optionalen Port-Replikator anschließen und das Portfolio erweitern.

Die Auslieferung des Fujitsu Lifebook P771-012 erfolgt mit vorinstalliertem Windows 7 Professional Betriebssystem. Zur Neuinstallation der Software liegen DVDs in der 32- sowie 64-Bit Version vor. Gleiches gilt für die Nero StartSmart Essentials Software und die spezialisierten Treiber. Eine Transporttasche gehört ebenfalls mit zum Lieferumfang des 12-Zollers.

Technische Daten

Display:12.1"Auflösung:1280 x 800 ( WXGA )
Prozessor:Intel Core i7 2617M / 1.5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit
Akkulaufzeit:13 Std.Gewicht:1.3 kg
B x H x T:28.2 cm x 2.99 cm x 21.5 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Aufgrund der geringen Abmessung werkelt im Inneren des Fujitsu Lifebook P771-012 stromsparende Hardware in Form des Intel Core i7-2617M. Dieser verbraucht maximal 17 Watt und beherbergt die Intel HD Graphics 3000. Für den Office-Einsatz reicht dieser niedrig getaktete Zweikern-Prozessor vollkommen aus. Word-Dokumente, Excel-Tabellen und PowerPoint-Präsentation bringen ihn nur bei der Integration von hochauflösenden Medien oder Flash-Inhalten ins Schwitzen. In den Pausen ist also auch an den ein oder anderen YouTube-Stream oder die Wiedergabe von MP3s zu denken.

Gänzlich ungeeignet ist das Fujitsu Lifebook P771-012 zum Spielen von aktuellen 3D-Titeln. Hierfür reicht weder die Leistung des Prozessors, noch die der Grafikeinheit aus. Bei der Bearbeitung von Fotos oder Videos ist mit einer entsprechend langen Wartezeit zu rechnen. Im Vergleich: Unsere Video-Konvertierung nimmt mit einem vollwertigen Zweikern-Prozessor circa 78 Sekunden in Anspruch. Die stromsparende Variante Intel Core i7-2617M braucht für den gleichen Prozess 316 Sekunden. Immerhin verkürzt die 128 GB große SSD Boot- und Ladezeiten – das System wird somit geringfügig verbessert. Unser Testgerät kann im Random Read Benchmark der Analyse-Software Everest nur 191 MB/s erreichen.

Dafür wirkt sich die fehlende Leistung positiv auf die Akkulaufzeit aus. Maximal sind bis zu 10 Stunden aus dem 12-Zoll Subnotebook herauszuholen. In unserem Praxis-Szenario werden immerhin noch sehr gute 6,5 Stunden erreicht. Außerdem besitzt das Fujitsu Lifebook P771-012 einen matten Bildschirm mit einer Ausleuchtung von 243 Candela pro Quadratmeter. Mit diesen Faktoren kann das Gerät auch im Freien gut genutzt werden. Spiegelungen treten lediglich auf dem glänzenden Display-Rahmen auf.

Zum grünen Bereich der Akku- und Displayleistung gesellen sich außerdem gute Emissions-Werte. Beanspruchen wir das Fujitsu Lifebook P771-012 mit bekannten Office-Anwendungen, messen wir an der Ober- und Unterseite Temperaturen im Bereich von 29 Grad bis 34 Grad Celsius. Der Lüfter bleibt im gleichen Test mit 31,5 Dezibel (A) sehr leise. Im Durchschnitt verbraucht der 12-Zoller mit seiner stromsparenden Hardware lediglich 15 Watt.

Zusammenfassung

Die geringe Abmessung des Fujitsu Lifebook P771-012 ist der größte Vorteil dieses 12-Zoll Subnotebooks. Für einen Preis von über 1.500 Euro wünschen wir uns jedoch eine deutlich bessere Verarbeitung. Der Plastikbomber zeigt große Spaltmaße und eine schlechte Gehäuseverstärkung. Daraus resultieren ein billiges, haptisches Auftreten und eine stark nachfedernde Tastatur. Betuchte Geschäftskunden werden sich mit diesem Notebook sicher nicht anfreunden.

Dafür überzeugen uns andere Werte des Lifebooks. Das Display ist für den Outdoor-Einsatz gut gerüstet und die Akkulaufzeit wirkt mit bis zu 10 Stunden positiv darauf ein. Der Prozessor liefert eine dem Anwendungsbereich entsprechend gute Leistung und Temperatur- sowie Lautstärkenentwicklung stehen in einem positiven Licht.

Wer sich im gleichen Preissegment bei der Konkurrenz erkundigt, wird deutlich leistungsstärkere und besser verarbeitete Geräte finden. Selbst die 128 GB große SSD bringt uns nicht dazu eine Kaufempfehlung auszusprechen.


Andere Notebooks von Fujitsu - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Fujitsu - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck4,0 (Ausreichend)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte4,0 (Ausreichend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher4,0 (Ausreichend)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062818 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1179 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage5043 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read5700 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4613 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz103.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read191 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5521 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1303 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)2885 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1908 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)980 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2135 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1886 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung316 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 13 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 25 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

15 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,015 kWh x 24,00 Cent = 7,88 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.