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  3. Test Fujitsu Lifebook E780 - Kraftpaket für Business Traveller

Erster Eindruck vom Fujitsu Lifebook E780

Der matt-schwarze Fujitsu Lifebook E780 sieht wie ein typischer Business Laptop aus. Ein robuster Kunststoff hält seinen funktionalen Body zusammen, es gibt aber nirgendwo edle Chrom oder Aluminium Teile. Ein Arbeitstier für Büro und Business-Reisen also, das optisch keine großen Neidausbrüche bei Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Kunden provoziert. Ein Arbeitstier, mit dem man sich überall gut blicken lassen kann.

Die relative Dicke des Laptop Bodys geht auch okay, wenn man bedenkt, dass der E780 ungewöhnlich viele Schnittstellen hat, große Kühlkörper benötigt und eine doch sehr leistungsfähige Gesamtausstattung in sich vereint, die ja irgendwo auch untergebracht werden muss. Durch seine schwarz-silberne Sandwich-Farbgebung finden wir den Laptop durchaus noch attraktiv. Den eleganten Hauch von Glamour und Lifestyle einiger Apple- und Sony-Modelle kann er aber nicht versprühen, soll er vielleicht auch gar nicht.

Technische Daten und Ausstattung

Der stattliche Fujitsu Lifebook E780 hat einen matten Anti-Glare-Bildschirm mit einer Diagonale von 15,6 Zoll alias 39,6 cm, eine Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten und 16 Mio. Bildschirm-Farben.Mit seinen Maßen von 372 mm x 256,5 mm x 35/37 mm Breite x Tiefe x Höhe passt er wohl in alle größeren Aktentaschen und Pilotenkoffer.Je nach Ausstattung und Einschüben wiegt er 2,7 kg oder mehr.

Nun zum Innenleben: Der getestete Fujitsu Lifebook E780 hat einen sehr schnellen Prozessor und eine starke Grafikkarte. Im Detail wird er von einer schnellen CPU Intel(R) Core(TM) i7 M620 @ 2.67GHz angetrieben. Das ist ein mobiler Intel Dual Core Prozessor mit zwei Prozessor-Kernen. Er sitzt auf einem Intel Centrino kompatiblen Mainboard der Marke Fujitsu FJNB211 mit einem System BIOS von Fujitsu alias Phoenix Technologies. Der Front Side Bus ist mit 133MHz getaktet. Unser Testgerät hatte 4GB DDR3 SO-DIMM Hauptspeicher, bestehend aus zwei Speichermodulen von Hynix alias Hyundai mit jeweils 2GB DDR3 SO-DIMM PC3-8500S DDR3-1066. Das System unterstützt maximal 8 Gbyte DDR3 SDRAM Hauptspeicher auf zwei 2 Steckplätzen. Als Grafikkarte ist eine flinke NVIDIA GeForce GT 330M mit einem dedizierten Videospeicher von 1GB DDR3 VRAM und 800MHz Taktung verbaut.Die 2,5-Zoll-SATA150-Festplatte von Western Digital dreht sich mit 5400rpm und speichert brutto bis zu 320GB. Der sehr sensible Schocksensor zum Schutz der Festplatte vor Stößen hat sich im Test bereits bei geringsten Erschütterungen des Arbeitstisches sehr oft am unteren Bildrand des Laptops gemeldet. Als optisches Laufwerk dient ein auswechselbares MATSHITA DVD-RAM Drive für DVD+-RW und CD-RW.

Anschlüsse

Der große Fujitsu Lifebook E780 Laptop hat eine reichhaltige Ausstattung an Schnittstellen.

An der Vorderseite sitzt ein Steckplatz für Speicherkarten an einer ergonomisch gut bedienbaren Stelle. Das ist praktisch für Menschen, die oft ihre Kamerabilder in den Laptop laden möchten. Laut Handbuch unterstützt der Slot die Formate Secure Digital alias SD-Card sowie MemoryStick und MemoryStick Pro.

An der rechten Seite sitzt ganz vorne ein Schiebeschalter für die Funkmodule des Fujitsu Lifebook E780.Danach folgen drei USB-2.0-Anschlüsse. Sie sitzen allerdings so dicht nebeneinander bzw. übereinander, dass sich Geräte mit einem etwas dickeren Aussenvolumen gegenseitig behindern und somit oft nicht alle drei Anschlüsse gleichzeitig nutzbar sind.Die USB-2.0-Anschlüsse unterstützen die Geschwindigkeiten: Niedrig (1,5 Mbps) Voll (12 Mbps) und Hoch (480 Mbps). Sie werden angetrieben von zwei USB Controllern der Marke Fujitsu P55/PM55/3400 USB2 Enhanced Host Controller mit dem OEM Gerätenamen Intel P55/PM55/3400 USB2 Enhanced Host Controller.Gleich rechts daneben folgt eine Kensington-Lock Vorrichtung. Damit kann der Fujitsu Lifebook E780 mit einem speziellen Drahtseil angebunden und gegen Diebstahl gesichert werden.

Rechts hinten ist ein Modulschacht im Fujitsu Lifebook E780. Darin steckte ab Werk ein optisches Laufwerk, ein Double-Layer-Super-Multi-Drive DVD-Laufwerk. Es lässt sich über den Auswurfhebel wirklich leicht entfernen und durch ein anderes Laufwerk ersetzen. Alternativ kann der Modulschacht auch einen zweiten Akku aufnehmen, damit verlängert sich dann die Laufzeit des Laptops im Akkumodus.Schiebt man dagegen ein zweites Festplattenlaufwerk in diesen Schacht, dann lässt sich die eingebaute Festplattenkapazität des Laptops vergrößern. Braucht man das alles nicht und will einfach nur Gewicht sparen, so kann man auch einen Leereinschub in den Modulschacht einführen.

Die Rückseite des großen Fujitsu Lifebook E780 enthält von links nach rechts gesehen zunächst eine Kensington-Lock Vorrichtung.Danach folgt ein Modem-Anschluss. Er bietet Zugang zum integrierten 56 Kilobit Modem. Es dient der Datenkommunikation mit bis zu 56 Kilobit und dem Fax-Betrieb bis zu 14,4 Kilobit in Sende- und Empfangsrichtung. Die VGA Schnittstelle dient dem Anschluss eines externen, analogen Monitors oder Projektors, laut Datenblatt mit bis zu 1920 x 1200 Pixel. Die serielle Schnittstelle ist bei vielen Laptops bereits ausgestorben, der große Fujitsu Lifebook E780 hat aber noch eine. Über den Gigabit-Ethernet-LAN-Anschluss kann der Laptop über ein Gigabit Kabel mit anderen Rechnern, Routern und Servern vernetzt werden. Dieser Anschluss wird angetrieben von einem Intel(R) 82577LM Gigabit Network Connection Modul. Daneben folgt eine 20 polige Display Port Buchse (DP). Laut Datenblatt schafft sie Auflösungen bis zu 2560 x 1600 Bildpunkten auf externen Monitoren. Der Lüfter bläst seine heiße Luft links mittig und links hinten aus dem Laptop heraus. Er wird gelegentlich gut hörbar, wenn der Laptop ansonsten zu heiß laufen würde.

Auf der linken Seite sitzt ganz hinten die Gleichspannungsbuchse für den Anschluss des Netzteils. Danach folgt eine eSATA Buchse. Sie dient dem Anschluss einer externen SATA Festplatte. Das Kabel darf maximal 2 Meter lang sein. Die Datentransferrate beträgt laut Handbuch bis zu 2400 Megabit. Zum Vergleich: USB 2.0 schafft nominal 480 Mbps. Es folgt eine kleine FireWire Buchse. Sie dient dem Anschluss digitaler Audio und Video Geräte, etwa CamCorder. Der hinter dieser Buchse arbeitende FireWire/1394 Controller ist ein Fujitsu Integrated OHCI IEEE 1394 Host Controller alias O2 Micro Integrated OHCI IEEE 1394 Host Controller mit einer Taktung von 400MHz.Es folgen Mikrophon und Kopfhörerbuchsen für normale Klinkenstecker mit 3,5 Millimeter Durchmesser. Nach den Lüftungsschlitzen folgt ein USB Anschluss, ein Express-Card Steckplatz, ein PC-Card Steckplatz sowie ein Steckplatz für einen Smart-Card Leser. Smart-Cards ähneln in Form und Dicke einer EC oder einer Kreditkarte. Wer will, kann seinen Laptop so schalten, dass er nur noch mit eingesteckter Smart-Card benutzt werden kann. Dies dient der Sicherheit, genauer der Verschlüsselung von persönlichen Daten. Toll für Business Leute, toll für den Schutz sensibler Geschäftsdaten, aber auch Klasse für Teenager, die eine allzu neugierige Mutter haben. Auch sind viele weitere Sicherheitslösungen mittels einer Smart-Card möglich, beispielsweise eine digitale Unterschrift oder die Verschlüsselung von Emails.

An der Unterseite des Fujitsu Lifebook E780 sind größere Flächen mit einem Filzstoff überklebt, damit man sich die Finger oder die Schenkel nicht an den heißen Flächen verbrennt. Unten findet sich auch ein 100 poliger Anschluss für eine optionale Docking Station. Im Display-Deckel schauen von unten innen zwei winzige Digital Array Mikrophone in Richtung Tastatur und User. Ganz oben schaut eine Videokamera alias Webcam mit 1,3 Megapixel Bildauflösung aus dem Displaydeckel in Richtung Bediener.Mit diesen beiden Einrichtungen wird auch Videotelefonie ohne weitere Peripherie-Teile möglich, sofern eine entsprechende Software auf dem Laptop installiert ist.

WLAN 11abgn

Der große Fujitsu Lifebook E780 wird von einem Dual-Band-Wireless Modul der Marke Intel(R) Centrino(R) Advanced-N 6200 AGN (802.11g (ERP), AES-CCMP, 130Mbps) angetrieben. Das Modul unterstützt offiziell Linkraten bis zu 300 Megabit in den Frequenzbändern 2,4 und 5 Ghz.In einem Kurztest erkannte und nutzte der große Fujitsu Lifebook E780 Funksignale aus einer modernen AVM-Box 7390 tatsächlich auf 2,4 und auf 5 GHz.Es gibt laut Intel übrigens noch einen größeren Intel Centrino Ultimate 6300. Der unterstützt nominal Datenraten bis zu 450 Megabit durch 3 MIMO Signalströme. Der war im Testgerät aber noch nicht verbaut. Die hier genannten WLAN Module sind selbstverständlich schnell genug für das HD-Video streaming. Der WLAN Schalter sitzt beim großen Fujitsu Lifebook E780 rechts aussen vorne. Vorsicht: wenn das WLAN einmal nicht funktioniert, bitte prüfen, ob man aus Versehen den WLAN-Schieber ausgeschaltet hat.

Bluetooth 2.1

Beim großen Fujitsu Lifebook E780 ist ein Bluetooth Logo rechts unterhalb der Tastatur angebracht. Der Windowsleistungsindex erkannte zunächst aber keinen eingebauten BT Adapter. Auch im Gerätemanager zeigte der große Fujitsu Lifebook E780 zunächst keinen BT Sender an. Erst nach der Installation der BT Software wurde der Blauzahn-Adapter beim großen Fujitsu Lifebook E780 auch im Gerätemanager als so genanntes Bluetooth Device (Personal Area Network) sichtbar. Laut Datenblatt ist es die Bluetooth Version 2.1.

Surfen über Mobilfunk

Sehr nützlich für mobile Frequent Traveller ist sicher das von außen unsichtbare, optionale 3G-Funkmodul zum schnellen Surfen über Mobilfunknetze. Dazu hatte der große Fujitsu Lifebook E780 Testling ein Sierra Wireless GOBI 2000 HS-USB Mobile Broadband Device 9001 ab Werk fest verbaut. Will man das 3G-Modul nutzen, so installiert man die mitgelieferte 3G-Software und setzt eine SIM-Karte eines Mobilfunk-Anbieters in den dafür passenden Schlitz im Akkufach. Beim großen Fujitsu Lifebook E780 lässt sich der Akku zu diesem Zwecke sehr leicht entfernen. Die kanadische Firma Sierra Wireless unterstützt Fujitsu bei der Integration, beim Testing und bei der Zertifizierung der 3G-Funkmodule für die unterschiedlichsten Modelle und Länder dieser Welt. Sierra Wireless wiederum bezieht das 3G Funkmodul namens GOBI von der südkalifornischen Firma Qualcomm aus dem sonnigen San Diego. Das GOBI Funkmodul versteht sich mit unterschiedlichsten 2G und 3G Mobilfunknetzen in Amerika, Europa und Asien. Also fast rund um den Globus. Das hat Vorteile für den Hersteller und für den Anwender. So kann der Hersteller sämtliche Laptops für den gesamten Weltmarkt mit ein und demselben Funkmodul ausstatten, das vereinfacht seine Lagerhaltung und verbessert die Kostensituation. Der Vorteil für den User: Er kann mit ein und demselben Laptop durch die ganze Welt reisen und hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sein Laptop in fast allen Mobilfunknetzen dieser Welt funktioniert.

Im Detail unterstützt das GOBI Funkmodul laut Qualcomm-Datenblatt den in Amerika üblichen EV-DO Funkstandard auf 800MHz und 1900MHz. Zudem versteht es HSDPA mit 7,2 Megabit sowie HSUPA bis 5,76 Megabit pro Sekunde. Daneben kann das GOBI Funkmodul auch auf langsamere Mobilfunkgeschwindigkeiten wie GSM, GPRS und EDGE zurückschalten. Zudem hat das GOBI Funkmodul auch schon GPS und AGPS für die Satellitenortung eingebaut: Es bleibt jedem Laptop Hersteller selbst überlassen, ob und in welchem Umfang er diese Funktionen freischaltet.

Software und Zubehör

Der große Fujitsu Lifebook E780 kam ab Werk mit einem vorinstallierten Betriebssystem Windows 7 Professional 64-Bit Version. Wer das System selbst neu aufsetzen möchte, findet es auch auf einer Recovery DVD. Weiterhin findet sich eine Recovery DVD für die Windows 7 Professional 32-Bit Version im Lieferumfang. Zudem liegt dem Fujitsu Lifebook E780 eine Twin-Load-Installations-DVD für Microsoft Windows XP Professional Service Pack 3 bei. Neben zwei weiteren DVDs mit Treibern, Handbüchern und Utilities liegt dem Gerät eine DVD mit Nero 9 bei. Zudem findet man eine DVD mit Fingerprint und Security Software. Die braucht man, um den Fingerprint Sensor sinnvoll in Betrieb zu nehmen. In einer bunten Verpackung liegt eine weitere DVD namens Fujitsu Value4You Premium Suite 2009. Die schöne DVD enthält vier Progamme:

Erstens: Corel Home Office mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm, worauf dieser Testbericht geschrieben wurde. Die Programmsuite hat große Ähnlichkeit mit Microsofts Office Programmen.
Zweitens: CoralDRAW Essentials 4 für Fotobearbeitung und Layout Gestaltung.
Drittens: Serif PhotoPlus X2, der sogenannte Alleskönner unter den digitalen Bildbearbeitungsprogrammen.
Viertens: Nuance Scansoft PDF Create 5. Damit kann mal alle gängigen Dateien in ein PDF Dokument umwandeln.

Zusätzlich befand sich eine 60 Tage Testversion des Büroprogrammes Microsoft Office 2007 auf dem Fujitsu Lifebook E780 vorinstalliert. Dafür lag aber keine Recovery DVD bei. Auch die vorinstallierte Sicherheitslösung Internet Security 2010 von Norton alias Symantec gegen Viren, Hacker, Spyware und Identitätsdiebstahl ist als Testversion auf 90 Tage Updateservice limitiert. Mit weiteren kleinen Progrämmchen und Utilities wie CyberLink YouCam oder dem altbekannten Fujitsu Wireless Selector hat der große Fujitsu Lifebook E780 insgesamt eine recht gute und für Business-User nützliche Software Ausstattung.

Display

Der große Fujitsu Lifebook E780 hat einen matten Anti-Glare Bildschirm: 15,6 Zoll, 1600 x 900 Bildpunkte, 16 Mio. Bildschirm-Farben: Da wirken Fotos und Filme zwar nicht so brilliant und farbkräftig wie auf glänzenden Glossy-Bildschirmen. Sie spiegeln aber auch weniger und man kann deshalb über einen längeren Zeitraum ergonomischer damit arbeiten. Für Business Zwecke werden grundsätzlich matte Bildschirme empfohlen.

Der Bildschirm des E780 ist für ein produktives Arbeiten mit Office-Programmen sicher hell genug, die Helligkeit ist auch recht gleichmäßig über das Display verteilt. Die Einblickwinkel sprengen ebenfalls keinen Rekord, gehen aber okay.

Eingabegeräte

Die Tastatur des großen Fujitsu Lifebook E780 fühlt sich auf Anhieb griffig an, aber man muss tief durchdrücken, man kann nicht oberflächlich drübergleiten. Das mag für den Ein-Finger-Adler-Such-System-Schreiber sehr angenehm sein, hindert allerdings den Zehn-Finger-Super-Schnell-Schreiber-Profi doch etwas am raschen Vorankommen. O-Ton eines Schnelltippers: „Ich habe das Gefühl, ich muss hier wie ein Hornochse reinschlagen. Will sagen: Die Tasten haben einen zu tiefen Hub.“ Die Tastatur des großen Fujitsu Lifebook E780 hat keinen gesonderten 10er Block, was aber möglich gewesen wäre, wenn man die gesamte Breite des Laptops für die Tastatur verwendet hätte und nicht so viel Platz für die Lautsprecherabdeckung gebraucht hätte. Aus diesem Grunde ist wohl auch die Enter Taste sehr klein geraten: Größer wäre besser, weil man sie oft benötigt und somit besser treffen würde.

Auf der Oberseite des Fujitsu Lifebook E780 findet man mitten in der Tastatur einen Touchstick, früher auch Nippel genannt, sowie zwei Touchstick Tasten unterhalb der Leertaste. Der Touchstick funktionierte im Test sehr präzise. Manche User lieben diesen Nippel, andere stört er mächtig, weil sie ständig ungewollt beim Tippen daran hängen bleiben und Aktionen damit auslösen, die gar nicht beabsichtigt waren.

Unter der Tastatur des Fujitsu Lifebook E780 liegt ein Touchpad mit zwei Touchpad Tasten. Die Präzison hat am konkreten Testgerät aber nicht beeindruckt. Die Bedienung war etwas verwirrend. Manchmal schien der Mauszeiger zu hängen, sich in die falsche Richtung zu bewegen oder überhaupt nicht anzusprechen.

High-Security-Laptop dank Finger-Print-Sensor

Zwischen den beiden Touchpad Tasten des Fujitsu Lifebook E780 liegt ein Fingerabdruck-Sensor: Er kann das Bild eines Fingerabdrucks aufzeichnen. Im Zusammenspiel mit einer geeigneten Software wird dieses Bild ausgewertet und kann so als Ersatz für ein Passwort oder als Ersatz für eine Smart-Card als Zugangs-Kontrolle verwendet werden.

Temperatur

Die reichhaltige Ausstattung des Fujitsu Lifebook E780 mit starken Komponenten führt im Betrieb zu einer deutlichen Erwärmung. Das Kunststoff-Gehäuse kann wenig Wärme passiv ableiten, also muss viel Wärme links aus dem Lüftungsgitter hinaus geblasen werden.

Betriebsgeräusche

Im Lüfter-Leerlauf ist der große Fujitsu Lifebook E780 mit 35 dB(A) kaum zu hören. Auch das durchschnittliche Betriebsgeräusch von 38 dB(A) fanden wir von der Tonlage her nicht wirklich störend. Wird der Laptop jedoch stark gefordert, dann faucht der Lüfter mit 48 db(A) deutlich hörbar. Auch das verbaute DVD-Laufwerk war bei der Filmwiedergabe mit 43 db(A) und beim Datenzugriff mit 49 db(A) deutlich präsent. In überfüllten Flughäfen, Bahnhöfen, Restaurants und Hotelhallen sicher kein Problem, aber bei spannenden Filmen im Wohnzimmer an leisen Filmstellen vielleicht doch etwas störend.

Ein ähnlich kraftvoll ausgestatteter Apple MacBook Pro 15,4 Zoll Intel Core i7 620M 2.66 GHz bleibt in allen Laptop-Lebenslagen durchwegs leiser. Der ist allerdings noch teuerer als der große Fujitsu, schon wegen des edlen Alugehäuses.

Leistung

Starker Prozessor, starke Grafikkarte: Damit bringt der Fujitsu Lifebook E780 eine rundum gute Verarbeitungs- und Grafik-Leistung.

Beim Windows Gesamtleistungsindex etwa wird der große Fujitsu Lifebook E780 nur durch die eingebaute Primäre Festplatte auf 5,5 Punkte begrenzt. Der schnelle Intel Doppelkern Prozessor hat einen Einzelindex von satten 6,8. Die schnelle Grafikkarte Nvidia Gforce GT330M erreicht einen Index von 6,5. Das heißt: Mit einer schnelleren Festplatte, etwas SSD, könnte man insgesamt noch mehr Speed aus dem großen Fujitsu Lifebook E780 herausholen.

Akku und Energieverbrauch

Der getestete Fujitsu Lifebook E780 kam mit einem wechselbaren 8-Zellen-Akku in den Test. Der spendiert bis zu 5800mAh alias 83 Wattstunden. Damit läuft der Laptop unter Volllast eine Stunde und 41 Minuten. Das ist wenig, aber bei den starken Komponenten absolut normal, denn ein ähnlich starker Apple MacBook Pro 15,4 Zoll Intel Core i7 620M 2.66 GHz lief unter Volllast auch nur 1 Stunde 27 Minuten. Als maximale Laufzeit erreicht der große Fujitsu 5 Stunden 2 Minuten, der große Apple brachte es hier allerdings auf 10 Stunden 35 Minuten. In der alltäglichen Praxis ist der Akku des E780 nach 3 Stunden und 38 Minuten leer und der Laptop zieht da 61 Watt aus dem Energiespeicher.

Der Akku lässt sich übrigens sehr leicht entnehmen. Das freut diejenigen User, die den 3G-Mobilfunk in ständig wechselnden Ländern dieses Planeten nutzen und deshalb öfter mal die hinter dem Akku sitzende SIM-Karte wechseln wollen.

Praxis

HD-Videos aus dem Internet spielt unser Fujitsu Lifebook E780 dank der rundum starken Komponenten flüssig ab, natürlich auch im Akku Betrieb. Die Lautsprecher-Abdeckungen des Fujitsu Lifebook E780, rechts und links von der Tastatur, wirken groß und relativ edel. Da wundert man sich fast, dass kein wuchtiger Ton aus ihnen hervor quillt. Bei gleicher Baugröße wäre sicher noch mehr Sound machbar gewesen. Aber im seriösen Business Alltag ist ein klarer Ton wichtiger als ein Wuchtiger. Die Aussenhaut des Laptops ist matt, man sieht darauf Fettflecken von Fingern weniger deutlich als auf den meisten hochglänzenden Laptops.

Zusammenfassung

Auf den ersten Blick kann man den Fujitsu Lifebook E780 leicht unterschätzen. Je länger man sich aber mit ihm beschäftigt, desto mehr starke und nützliche Funktionen findet man: Dual-Band-WLAN 11abgn auf allen relevanten Frequenzbändern, sprich 2,4 und 5 GHz. Bluetooth 2.1. Gigabit-LAN. 2G- und 3G-Mobilfunk für alle wichtigen GSM-GPRS-EDGE-UMTS-HSDPA-HSUPA-EV-DO-Netze dieses Planeten. Wechselschacht für Akkus und Laufwerke. Security und Schnittstellen ohne Ende, SmartCard Reader, Fingerprintsensor, DisplayPort, satte Prozessor und Grafikleistung, professionelle Docking Anschlüsse. Nur ein HDMI Anschluss mit HDCP für kopiergeschütztes Video-Entertainment fehlt, was ihn eindeutig als Business Laptop positioniert.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,8 (Gut)
  2. Ausstattung1,3 (Sehr gut)
  3. Display1,9 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,9 (Gut)
  5. Temperatur2,6 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,1 (Gut)
  7. Anschlüsse1,2 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,9 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
  11. Praxis1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067225 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage7022 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7660 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7742 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz95 nsMin. 27.6 ns
Everest CPU Queen18102 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4265 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8900 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3782 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3522 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7199 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3851 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung300 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 41 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 2 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 38 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

61 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,061 kWh x 24,00 Cent = 32,06 EUR