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Bilder zum Test: Dell XPS 15 (2012) - Luxus mit gebremster Leistung

Ganz im Stile der neuen MacBook Pro Modelle setzt das Dell XPS 15 auf ein extrem stabiles Unibody-Gehäuse aus Aluminium. In Bezug auf Materialien wird geklotzt statt gekleckert: Der Arbeitsraum und die Gehäuseseite sind mit Silikon gummiert, das FullHD-Display Display genießt den Schutz von Gorilla Glas der Firma Corning. Gegen diesen hochwertigen Materialmix fühlt sich der direkte Vorgänger aus dem Jahre 2011 regelrecht billig an. Der Neuzugang ist mit 23 Millimeter Bauhöhe angenehm schlank und trotz der üppigen Verwendung von Metall mit 2,7 Kilogramm Gewicht unserer Meinung nach nicht zu schwer. Die Verarbeitungsqualität ist tadellos und steht den MacBook Pro Modellen von Apple in nichts nach. Chassis und Displaydeckel sind absolut verwindungssteif, das Scharnier ist nicht zu schwergängig und verhindert Nachwippen. Das Gorilla Glas besitzt eine Gummiumrandung welche das Notebook im zugeklappten Zustand vor Staub und Verschmutzungen. Alle Spalten, wenn man die Übergänge so nennen mag, sind gleichmäßig und gering – kurz gesagt, besser lässt sich ein Notebook nicht verarbeiten.

Diesen sehr guten Eindruck bestätigen auch die Eingabegeräte. Ein kurzer Hub und ein klarer Druckpunkt verhelfen den griffigen und leicht konkaven Tasten der Chiclet-Tastatur zu hohem Schreibkomfort. Für dunkle Umgebungen gibt es eine dreistufig regelbare Hintergrundbeleuchtung. Der ausladende Innenraum hätte durchaus auch Platz für einen separaten Ziffernblock geboten. Die Glasoberfläche des großzügigen Touchpads bietet sehr gute Gleiteigenschaften und eine tolle Haptik. Vor allem die leicht zugängliche Dell Software wertet den Mausersatz mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen auf. Die Eingabegeräte arbeiten zudem geräuscharm.

Dell setzt auf eine moderne Anschlussausstattung die für Rechtshänder optimiert wurde. Damit bei dem Einsatz einer externen Maus kein Kabelwirrwarr entsteht, sind die drei USB 3.0 Ports (1x mit Powershare), der DisplayPort und der HDMI Ausgang für externe Bildschirme und der Gigabit-LAN Anschluss auf der linken Gehäuseseite positioniert. Auf der rechten Seite finden der Slot für das Blu-ray Laufwerk, ein 3-in-1 Kartenleser, das Kensington Lock und zwei Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofon/Headsets Platz. Ein WWAN-Modul für mobiles 3G oder LTE Netz fehlt, ansonsten ist die Ausstattung an drahtlosen Schnittstellen sehr umfangreich. Das WLAN-Modul beherrscht nicht nur a/b/g/n Standards sondern unterstützt auch Intels Wireless Display Technologie für die drahtlose Anbindung externer Bildschirme. Zudem wurde Bluetooth 4.0 integriert. Eine 1,3 Megapixel Webkamera für Videochats komplettiert das Ausstattungspaket.

Wir finden Windows 7 Home Premium als Betriebssystem vorinstalliert, gegen Aufpreis erlaubt Dell auch ein Upgrade auf die Professional und Ultimate Versionen. Für die Blu-ray Wiedergabe liegt das PowerDVD 9.6 Softwarepaket von CyberLinks bei. Die Konfigurations- und Wartungssoftware von Dell ist einfach zu bedienen und gewohnt umfangreich. Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die Service Qualität von Dell, innerhalb der einjährigen Standardgarantie erwarten die Käufer einen Vorort-Reparaturservice innerhalb von 10 Tagen.

Technische Daten

Display:15,6"Auflösung:240 x 240
Prozessor:Intel Core i7 3612QM / 2,1 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 640M
Festplatte750 GB Hybrid -+ 32 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.6 kg
B x H x T:37.1 cm x 2.31 cm x 24.9 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Unser Testgerät trägt einen leistungsstarken Intel Core i7-3612QM Vierkernprozessor mit 2,1 GHz Basis- und bis zu 3,1 GHz Turbotakt. Mit 8 GB Arbeitsspeicher im Gepäck arbeitet sich der Vierkerner auch durch anspruchsvollere Aufgaben wie Videoschnitt, Bildbearbeitung oder Konvertierungen auf sehr schnellem Niveau. Die im Prozessor integrierte, sparsame Intel HD Graphics 4000 Grafiklösung wird im Office Betrieb angesprochen, für Multimedia-Anwendungen und 3D-Spiele greift das Dell XPS 15 auf eine Nvidia Geforce GT 640M Grafikkarte zurück. Die Umschaltung geschieht automatisch je nach geforderter Grafiklast. In Theorie liefert die separate Nvidia Geforce GT 640M Grafikkarte auch für fordernde Titel wie Spec Ops: The Line oder Batman: Arkham City ausreichend Leistung um auch sehr hohe Detailstufen zu wählen. Werden Prozessor und Grafikkarte gleichermaßen belastet wie durch oben genannte Spiele, so taktet sich die Nvidia Grafikkarte massiv herunter auf 25 Prozent der eigentlichen Leistungsfähigkeit. Spieler müssen mit hohen Einbrüchen bei der Bildwiederholrate rechnen. An dieser Stelle muss vom Hersteller Dell nachgebessert werden, gerade Spieler verzichten gern auf ein wenig Prozessorleistung wenn dafür die viel relevantere Komponente, die Grafikkarte, nicht am unteren Limit läuft. Die verbaute herkömmliche Festplatte liefert mit 122 MB/s Lese- und 108 MB/s Schreibrate gute Werte und wird zudem von einem 32 GB SSD Cache unterstützt. Das Resultat sind flotte Boot- und Wiederaufwachzeiten.

Das 15-Zoll FullHD-Display mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel bietet mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 297 Candela pro Quadratmeter ausreichend Helligkeit um auch im Biergarten zu Surfen. Allzu dunkle Bildschirminhalte provozieren natürlich störende Reflexionen auf dem spiegelnden Gorilla Glas. Dank der hohen Auflösung lassen sich Blu-ray Filme in voller Qualität genießen. Ein gutes Kontrastverhältnis von 580:1 trägt bei zur Multimediatauglichkeit. In der vertikalen bleiben die intensiven Farben auch bei schrägem Blickwinkel stabil, die horizontale Neigung des Displays sollte nicht mehr als 10 Grad vom Standardblickwinkel betragen. Die verbauten Lautsprecher sind ein kleiner Rückschritt gegenüber dem JBL System mit Subwoofer im XPS 15 Vorgänger. Trotzdem darf von der Neuauflage ein überdurchschnittlich guter zahlreiche Voreinstellungen für Klangverbesserungen welche nicht ungenutzt bleiben sollten.

Hinsichtlich des Stromverbrauchs zeigt sich das XPS sehr sparsam, dank der Nvidia Optimus Technologie zur Umschaltung der Grafik werden im Leerlauf nur 13 Watt gefordert. Die Kühllösung bleibt mit 32 Dezibel (A) angenehm leise. Rund 50 Watt werden im praktischen Betrieb mit ausgewogenen Anteilen von Surfen und Multimedia-Anwendungen gefordert, in dem Szenario werkeln die Lüfter mit harmlosen 37 bis 43 Dezibel (A). Unter voller Auslastung bei einem Verbrauch von 78 Watt ist die Kühlung mit 50 Dezibel (A) schon sehr deutlich zu hören. Die Oberflächentemperaturen sind ein wirklicher Kritikpunkt beim XPS 15, wir messen gemittelt 37,8 Grad Celsius. Das Touchpad bleibt bei akzeptablen 33 Grad Celsius, das Scharnier am Lüfterauslass erreicht schon mal 50 Grad Celsius. Das XPS 15 hat Probleme, die entstehende Abwärme abzuführen. Die Softtouch-Oberflächen sowie das Silikonpad auf der Unterseite kaschieren die Hitzeentwicklung allerdings sehr gut, 5 bis 7 Grad Celsius höhere Temperaturen als bei vergleichbaren Notebooks wirken auf den weichen Oberflächen weit weniger störend. Die maximale Laufzeit des 65Wh Akkus liegt bei 7 Stunden und 29 Minuten, bei abwechslungsreicher Beanspruchung kann mit 4 Stunden und 20 Minuten gerechnet werden.

Zusammenfassung

Dell liefert mit dem XPS 15 ein ausgezeichnetes Multimedia-Notebook ab. Für eine uneingeschränkte Empfehlung muss allerdings die dynamische Taktung der Grafikkarte angepasst werden, damit die Leistung der Nvidia Geforce GT 640M auch abgerufen werden kann. Zu den Pluspunkten zählen das hervorragend verarbeitete Chassis mit hochwertigen Materialien, das helle FullHD-Display, das Blu-ray Laufwerk, die sehr guten Eingabegeräte und der satte Sound. Befördert Dell mit einem Bios-Update die theoretische Leistungsfähigkeit demnächst auch in die Praxis, erhalten Käufer ein attraktives Gesamtpaket.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur4,0 (Ausreichend)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark069910 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111842 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage8076 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73894 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage9707 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02083.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)122.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)107.5 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17239 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write23606 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz37.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read95.9 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20136 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5146 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)19259 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6567 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4134 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)15633 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6467 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung46 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 12 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 29 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 21 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

50 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,050 kWh x 24,00 Cent = 26,28 EUR

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