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Bilder zum Test: Dell XPS 13 - Topmodel unter den Ultrabooks

Selten hinterlässt ein Gerät derart viel Eindruck in unserer Redaktion. Schnörkellos und trotzdem vielseitig, elegant und robust, durchdacht und abgerundet präsentiert sich Dells Punktlandung unter den Ultrabooks. Die nächste und damit dritte Intel Core Prozessorgeneration namens Ivy Bridge steht bereits vor der Tür, warum also ein „veraltetes“ Sandy Bridge Ultrabook kaufen? Dell liefert die Gründe im Design und der Funktionalität des XPS 13. Das Ultrabook sieht dem MacBook Air von Apple im zugeklappten Zustand sehr ähnlich. Der abgerundete Deckel aus Aluminium hat ein angenehm mattes Finish und ist im Zusammenspiel mit den gummierten Standfüßen an der Karbon-Unterseite sehr griffig. Egal wie das Dell XPS 13 gehalten wird, die kompakten 1,38 Kilogramm fallen nicht so leicht aus der Hand. In der Gestaltung von Dell steckt viel Liebe zum Detail. Die gummierte Karbonoberfläche der Unterseite bietet nicht nur eine faszinierende und funktionale Haptik, bei genauerem Hinsehen erkennt man eine Quadratmatrix deren Reflexionsspiel dem von 3D-Stickern ähnelt. Das eingangs erwähnte, überzeugende „Look and Feel“ kann ohne Untertreibung als Erlebnisreise bezeichnet werden. Klappt man das Ultrabook über das lautlos gleitende, im Widerstand gleichmäßig dimensionierte und robuste Scharnier auf, betritt man optisch eine „neue“ Welt. In die sehr dünne Rahmung aus Aluminium eingelassen finden sich das 13,3-Zoll große, spiegelnde Display hinter Gorilla Glas und durchgehendes Schwarz auf der Tastatur und den restlichen Oberflächen der Arbeitsumgebung. Die Chiclet-Tastatur liegt in einem leicht vertieften Tastaturbett. Geringe Spaltmaße rund um das Touchpad und die zusammenhängende, mattierte Soft-Touch-Oberfläche vermitteln den Charakter eines Unibody-Chassis. Aufgrund der überzeugenden Optik und Haptik verzeihen wir die leicht erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Fettschlieren sehr gern.

Das Dell XPS 13 ist absolut hochwertig verarbeitet. Die Kombination von Kohlefaser, Aluminium und Gorilla Glas setzt neue Maßstäbe in Sachen Stabilität. Trotz der geringen Bauhöhe von 18 Millimetern an der dicksten Stelle lassen sich das Gehäuse und auch der Displaydeckel separat nicht verwinden. Großen Gefallen findet das „Thin-bezel“ Design – Dell verwendet ein Display mit 13,3 Zoll Bildschirmdiagonale in Kombination mit extrem dünnem Displayrand (11mm seitlich) und spart so auf das ganze Gehäuse betrachtet gegenüber dem Macbook Air neun Millimeter in der Breite und rund 1,5 Zentimeter in der Tiefe. Die gummierte Umrandung für das Gorilla Glas vor dem Display schließt sauber mit der eingelassenen Soft-Touch-Oberfläche der Basiseinheit ab. Den linken Gehäuserand ziert ein unauffälliger Schalter, der bei Betätigung eine LED-Batterieanzeige aufleuchten lässt.

Die Beschriftung der Chiclet-Tastatur ähnelt den Tasten der Dell Alienware-Reihe. Der Druckpunkt der gummierten Tasten ist etwas zäh auf den kurzen Hub verteilt,ein härterer Anschlag macht das aber wett. Die zweistufige Hintergrundbeleuchtung ist ein zusätzliches Schmankerl. Das deutsche QWERTZ-Layout besitzt eine zwar zweizeilige, aber etwas schmale Entertaste – die einzeilige aber breitere Variante der amerikanischen Variante lag uns besser. Dieser feine Unterschied ist aber ganz einfach eine Gewöhnungssache. Zur Markteinführung musste Dell Kritik für die holprige Reaktion des Multitouchpads einstecken. Im Vergleich zum uns ebenfalls vorliegendem Vorseriengerät kann ein Treiberupdate die Mängel beheben und ein ruckelfrei umgesetztes Gleiten über die Milchglasoberfläche ermöglichen. Das gesamte, mittig platzierte Touchpad lässt sich als Klickfläche nutzen und Cypress - die Herstellerfirma - bietet eine umfangreiche Software zur Konfiguration von Mehrfingergesten oder der Handballenerkennung.

Das Anschlussportfolio des Dell XPS 13 ist äußerst sparsam. Ein USB 3.0, ein USB 2.0 Anschluss, außerdem eine Kopfhörerbuchse sowie ein Mini-DisplayPort zur Verbindung mit einem externen Monitor. Zugang zu Netzwerken erfolgt ausschließlich drahtlos über WLAN 802.11n. Integriertes Bluetooth 3.0 HS nimmt noch ein wenig mehr Peripherie auf, mittels Intel WiDi Technologie lassen sich auch moderne, externe Bildschirme über Funk speisen. Wem das nicht reicht, der kann auf optionale Adapter zurückgreifen, welche die vorhandenen Ports um HDMI, Fast- oder Gigabit-Ethernet oder einen vollwertigen DisplayPort erweitern. Nutzer von Digitalkameras dürften einen Kartenleser vermissen, in dem Fall empfiehlt sich der Umstieg auf WiFi-fähige SD-Karten oder aber ein universeller USB 3.0 Hub mit Multikartenleser. Die integrierte Webcam löst mit maximal 1.280 x 1.024 Pixel und damit höher als VGA-Standard-Webkameras auf.

Vorinstalliert sind ein 64-Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem, Microsoft Office 2010 Starter und intuitive Dell Software für Backups und Wiederherstellung, Gesichtserkennung oder die Intel Wireless Display Konfiguration.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3537U / 2.0 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte256 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:8.87 Std.Gewicht:1.36 kg
B x H x T:31.6 cm x 1.8 cm x 20.5 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Das Dell XPS 13 trägt einen Intel Core Stromspar-Prozessor der zweiten Generation namens Sandy Bridge. Diese sogenannten Ultra Low Voltage Prozessoren (ULV) haben eine maximale Verlustleistung von 17 Watt. Die Leistung des verbauten Intel Core i5-2467M mit 1,6 GHz Basis- und 2,3 GHz Turbotakt reicht für das Anwendungsgebiet von Büroanwendungen, über das Surfen im Internet bis hin zur Wiedergabe von HD-Videos und leichte Fotobearbeitung. Der sparsame Zweikerner ordnet sich knapp hinter dem AMD A8-3500M Quad-Core ein, letztgenannte CPU befindet sich aber im oberen Leistungssegment der Produktfamilie. Die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 3000 schränkt das Tätigkeitsfeld ein wenig ein, moderne 3D-Spiele laufen nur in niedrigen bis mittleren Details. Geduldige Gelegenheitsspieler sollten auf ein Ivy Bridge Update für das XPS 13 warten, die Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit soll die Grafikleistung verdoppeln. Die CPU-Leistung allein rechtfertigt das Warten auf Ivy Bridge wahrscheinlich nicht. Die vier Gigabyte Arbeitsspeicher sind vollkommen ausreichend, die 128 GB SSD im Testgerät liest und schreibt mit 400 MB/s beziehungsweise 250 MB/s erfreulich flott. Nach rund 20 Sekunden ist der Bootvorgang von Windows 7 abgeschlossen.

Das kompakte Design und eine maximale Akkulaufzeit von 9,5 Stunden, in der Praxis sind bei moderater Nutzung 6-7 Stunden zu erwarten, machen das XPS 13 zu einem sehr mobilen Vertreter. Leider mindert das spiegelnde Display die Tauglichkeit für Einsätze im Freien. Die durchschnittliche Helligkeit von 250 Candela pro Quadratmeter besteht nicht gegen direkte Sonneneinstrahlung. Ein schattiger Platz im Straßencafé lässt das Arbeiten mit dem Dell XPS 13 schon zu. Die Standardauflösung von 1.366 x 768 Pixel bietet auf die 13,3 Zoll Bildschirmdiagonale genug Arbeitsraum. Der von uns gemessene, maximale Kontrast von 165:1 erscheint sehr mickrig, subjektiv nehmen wir die Farben und Schwarzwerte jedoch als sehr intensiv und klar wahr. Die Blickwinkelstabilität des TN-Panels lässt wenig Bewegungen zu, das Glare Finish sorgt sowieso dafür, dass Sie lieber direkt vor dem Bildschirm Platz nehmen oder das Dell XPS 13 auf dem Schoß betreiben, um Reflexionen zu mindern. Dells XPS Lifestyle-Produkte sind bekannt für gute Lautsprecher, das 13,3-Zoll Ultrabook macht da keine Ausnahme. Uns begegnet ein klarer und voluminöser Klang mit erstaunlicher Lautstärke.

Die Wärmeabgabe, Lautstärkeemission und der Stromverbrauch bewegen sich im akzeptablen Rahmen. Der Leerlauf verbraucht um die 9 Watt oder sogar weniger, praxisnah ist ein Verbrauch von 13 Watt beim Surfen im Internet messbar. Belastet man die Hardware nicht mit 3D Anwendungen, bleibt die Kühllösung unter 30 dB(A) und damit auch in ruhigeren Büros kaum hörbar. Das BIOS Update A03 verbessert hier das Wärmemanagement sehr gezielt. Maximal sind 39 dB(A) unter Volllast zu erwarten. Die Durchschnittstemperaturen liegen mit 30,7 Grad relativ hoch. Man könnte das Dell XPS 13 als hitzig beschreiben, trifft es damit aber nicht ganz. Sämtliche potentielle Berührungsflächen bleiben angenehm kühl, anfallende Abwärme wird in Bereiche gelenkt, wo sie weniger störend wirkt.

Zusammenfassung

Es ist wirklich schade! Das Dell XPS 13 ist ein attraktives Produkt, welches sich, würden ein paar Schwächen ausgemerzt, mit seinem High-Tech Design mühelos an die Spitze der Ultrabooks setzen könnte. Das spiegelnde Display ist ein solcher Schwachpunkt, auch der fehlende HDMI-Port bewahrt das XPS 13 vor der Perfektion. Materialien, Design, Laufzeit und Anwendungsleistung liegen trotzdem auf sehr hohem Niveau, so dass die Entscheidung zwischen der Top-Ausstattung von Ultrabooks wie dem Asus Zenbook UX31, Samsungs Serie 9 900X3A und dem XPS 13 von Dell unnötigerweise erschwert wird.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063655 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1506 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73042 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage9655 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01173 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)425.6 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)250.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read14225 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write12708 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.0 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read331.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen55.08 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3458 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7166 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4541 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2799 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5954 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4443 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung116 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 57 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 27 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

13 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,013 kWh x 24,00 Cent = 6,83 EUR

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